*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Podologe

Datenbasis: 20 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.508 € 1.955 € 2.686 €
Baden-Württemberg 1.621 € 2.101 € 2.887 € Jobs Podologe
Bayern 1.605 € 2.081 € 2.859 € Jobs Podologe
Berlin 1.510 € 1.957 € 2.689 € Jobs Podologe
Brandenburg 1.149 € 1.489 € 2.046 € Jobs Podologe
Bremen 1.449 € 1.879 € 2.582 € Jobs Podologe
Hamburg 1.530 € 1.983 € 2.724 € Jobs Podologe
Hessen 1.641 € 2.128 € 2.924 € Jobs Podologe
Mecklenburg-Vorpommern 1.108 € 1.437 € 1.974 € Jobs Podologe
Niedersachsen 1.376 € 1.784 € 2.451 € Jobs Podologe
Nordrhein-Westfalen 1.840 € 1.981 € 2.628 € Jobs Podologe
Rheinland-Pfalz 1.483 € 1.923 € 2.642 € Jobs Podologe
Saarland 1.247 € 1.616 € 2.220 € Jobs Podologe
Sachsen 1.160 € 1.504 € 2.066 € Jobs Podologe
Sachsen-Anhalt 1.137 € 1.474 € 2.025 € Jobs Podologe
Schleswig-Holstein 1.324 € 1.717 € 2.359 € Jobs Podologe
Thüringen 1.179 € 1.528 € 2.099 € Jobs Podologe

Podologe - Podologin:

1. Gehalt

Als Podologe liegt das deutschlandweite Gehalt bei 1.955 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 20 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.508 € beginnen, Podologen in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 2.686 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 1.717 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.101 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Podologe in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 1.826 Euro brutto
  • 30 Jahre = 1.751 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.275 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.035 Euro brutto
  • 45 Jahre = 1.925 Euro brutto
  • 50 Jahre = 1.983 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 1.927 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = - Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.411 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Bei der Ausbildung zum /zur Podologen /-in entfallen 2.000 Lernstunden auf den Theorie- und Praxisunterricht an einer Berufsfachschule für Podologie. Zusätzlich werden im Rahmen der Ausbildung weitere 1.000 Stunden in einer Klinik, einer Praxis, einer Ambulanz oder im Krankenhaus zugebracht. Die Ausbildung endet mit einer Prüfung zum /zur staatlich geprüften Podologen /-in. Die folgenden Fächer stehen in der Berufsfachschule auf dem Stundenplan:

  • Deutsch, Sozialkunde, Wirtschaft
  • Physik, Chemie, Mikrobiologie
  • Psychologie, Pädagogik, Soziologie
  • Anatomie, Physiologie
  • Krankheitslehre, Hygiene, Arzneimittellehre, Material- und Warenkunde
  • Erste Hilfe, Verbandstechnik, Prävention, Rehabilitation
  • Fachbegriffe und theoretische Grundlagen der Podologie
  • Podologische Behandlung, Fußpflege, integrierte physikalische Therapie
  • Podologisches Material, Hilfsmittel, Arbeitsutensilien

Um die Ausbildung zum /zur Podologen /-in zu machen, muss ein mittlerer Bildungsabschluss oder alternativ ein Mittelschulabschluss sowie eine zweijährige Berufsausbildung nachgewiesen werden. Darüber hinaus verlangen einige Berufsfachschulen auch ein ärztliches Attest sowie ein Führungszeugnis. Angehende Podologen /-innen müssen sorgfältig arbeiten, geschickt sein sowie sehr genau beobachten können, ob Veränderungen am Fuß zu sehen sind. Darüber hinaus müssen Podologen /-innen souverän mit Menschen umgehen können, auch wenn sie ihnen gerade im Fußbereich sehr nahe kommen müssen. Zudem ist Einfühlungsvermögen gefragt.

Inhaltlich lernt der /die Podologe /-in

  • wie Bewegungsapparat und Haut funktionieren.
  • wie Fußkrankheiten wie Rheuma, Folgen von Diabetes, Gicht und Durchblutungsstörungen erkannt werden und wie ein Befund erhoben wird.
  • wie Allergien, Verhornungen, Entzündungen, Deformationen und Pilzinfektionen erkannt und behandelt werden.
  • welche podologischen Behandlungsmethoden bei welcher Krankheit angewendet werden und welche Hilfsstoffe dann benötigt werden.
  • inwiefern Einlagen und orthopädisch verordnetes Schuhwerk sich auf den Fuß auswirken.
  • welche Hygienemaßnahmen einzuhalten sind.
  • wann der /die Podologe /-in an einen Arzt verweist.

Wer sich selbst später in der Rolle des /der Podologen /-in sieht, der wird sich während des Berufs kontinuierlich weiterbilden. Wer eher eine führende Position anstrebt oder sich selbstständig machen möchte, wird dazu zunächst noch einmal die Schulbank drücken und Kenntnisse der Betriebswirtschaftslehre erwerben.

3. Studium

Das klassische Bachelorstudium der Podologie ist vergleichsweise jung an Jahren. Erst seit 2012 gibt es den Studiengang am Institut für körperbezogene Therapien in Kooperation mit der Steinbeis Universität. Das Podologie-Studienangebot richtet sich an ausgebildete Podologen /-innen und bietet ihnen eine akademische, fachbezogene Weiterbildung. Konzipiert wurde das einzigartige Studienmodell von Mitgliedern des Podologenverbandes, Wissenschaftlern, Medizinern und Fachleuten. Der Studiengang wird berufsbegleitend angeboten, sodass Podologen /-innen ihren Beruf weiter ausüben können. Das Studium der Podologie ist dreigeteilt:

  • Methoden der Podologie, wissenschaftliches Arbeiten, Medizinrecht, Management
  • Training von Behandlungen und Therapien bei Kooperationspartnern, Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens
  • Projektphase inklusive Bachelorarbeit

Im Fokus des Studiums steht das wissenschaftliche Projekt, das auch in der Praxis angewendet werden kann. Weite Teile des Studiums bestehen aus Blockseminaren, Präsenzkursen sowie Online-Modulen, Übungen und Studienarbeiten. Ziel ist es, eine möglichst große Bandbreite an podologischen Therapie- und Behandlungsmethoden zu vermitteln – und dabei die Grenzen des eigenen Fachbereichs zu erkennen. Zudem erhalten die Studenten Einblick in das wissenschaftliche Arbeiten, in Managementinhalte und besprechen ethische sowie rechtliche Grundsätze. Im Masterstudiengang kann dann eine Spezialisierung folgen.

Alternativ gibt es die Möglichkeit, als Podologe /-in mit Hochschulzugangsberechtigung Gesundheitsmanagement oder Gesundheitsökonomie zu studieren. Im Fokus dieser Studiengänge stehen betriebswirtschaftliche Fächer wie VWL, BWL, Finanzwesen, Rechnungswesen, Steuerwesen, Finanzwirtschaft, Marketing und Co. Dazu kommen Seminare zu Unternehmensführung, Präsentation, Kommunikation und Rhetorik. Spezialisierungsangebote wie Gesundheitsförderung, Prävention, Heil- /Therapieverfahren, Diagnose, Testverfahren und Human Resource Management gibt es zudem, jedoch variieren diese stark nach der jeweiligen Hochschule.

Wer weiterhin praktisch arbeiten möchte, wählt heutzutage ein Duales Studium, welches ebenfalls für das Gesundheitsmanagement angeboten wird. Dabei warten die folgenden Studieninhalte auf die Interessenten:

  • BWL, VWL, Marketing, Kommunikation, Kosten- /Leistungsrechnung, Buchführung, Statistik, Investition, Finanzierung, BGB, Abrechnung, Gesundheitsökonomie, Wirtschaftsrecht, Technik, Qualitätsmanagement, Recht, Fallmanagement, Personal- und Unternehmensführung, Controlling, e-health
  • Health Care Management, Krankenhausmanagement, Pflegemanagement, Praxismanagement, Projektmanagement
  • Wissenschaftliches Arbeiten, Praxisprojekt, Bachelorarbeit
4. Tätigkeit

Die Berufsbezeichnung "Podologe" kommt aus dem griechischen und bedeutet abgeleitet die Lehre vom Fuß. Ein/e Podologe /-in ist ein/e Fußpfleger /-in mit medizinischem Hintergrund, der/die nichts mit der Pediküre zu tun hat, die sich auf das Lackieren von Fußnägeln beschränkt. Es handelt sich dabei um einen staatlich anerkannter Heilberuf. Podologen sind zuständig für die Erhaltung, Heilung Mobilisation und Schmerzlinderung der Füße vom Patienten. Die Tätigkeiten lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Arbeitsvorbereitung: Desinfektion und Sterilisierung der Arbeitsgeräte; Kundenempfang
  • Befund: Anamnese durch Tasten und Sichten sowie Erkennen der Problemursachen; Beratung zu geeigneten Behandlungsmethoden
  • Medizinische Fußpflege: Reinigung, Desinfektion, Nägel korrigieren, Nagelpilz behandeln, Hühneraugen und Warzen behandeln, Hornhaut entfernen, Druckstellen behandeln, Taping
  • Erweiterte Fußpflege: Massage, Fußbad, Nägel kürzen und in Form bringen, Pflegemittel anwenden
  • Kaufmännische Tätigkeiten: Dokumentation und Verwaltung von Kundendaten, Abrechnung der Leistungen, Verkauf von Pflegeprodukten und orthopädischen Hilfsmitteln, Präsentation des Leistungsportfolios

Podologen arbeiten in Fachpraxen, in Rehabilitationseinrichtungen und Krankenhäusern sowie in anderen Einrichtungen des Gesundheitswesens. Sie arbeiten sehr viel mit den Hausärzten, Fachärzten wie z.b. Diabteologen und Rheumatologen zusammen. Für Rheuamtiker und Diabetiker bieten Sie spezielle Behandlungen an. Podologen können aber auch in Kureinrichtungen, Praxen und Seniorenheimen tätig werden.
Selbstständige Podologe behandeln in Privaträumen sowie in fachnahen Praxen bei Kollegen aus dem Bereich der Physiotherapie oder in Hebammenpraxen.