*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Polizeivollzugsbeamter (geh. Dienst)

Datenbasis: 16 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.552 € 3.430 € 6.140 €
Baden-Württemberg 2.808 € 3.774 € 6.756 € Jobs Polizeivollzugsbeamter (geh. Dienst)
Bayern 2.716 € 3.650 € 6.534 € Jobs Polizeivollzugsbeamter (geh. Dienst)
Berlin 2.516 € 3.381 € 6.052 € Jobs Polizeivollzugsbeamter (geh. Dienst)
Brandenburg 1.944 € 2.613 € 4.677 € Jobs Polizeivollzugsbeamter (geh. Dienst)
Bremen 2.452 € 3.296 € 5.900 € Jobs Polizeivollzugsbeamter (geh. Dienst)
Hamburg 2.707 € 3.638 € 6.512 € Jobs Polizeivollzugsbeamter (geh. Dienst)
Hessen 2.650 € 3.562 € 6.376 € Jobs Polizeivollzugsbeamter (geh. Dienst)
Mecklenburg-Vorpommern 1.876 € 2.521 € 4.513 € Jobs Polizeivollzugsbeamter (geh. Dienst)
Niedersachsen 2.328 € 3.129 € 5.601 € Jobs Polizeivollzugsbeamter (geh. Dienst)
Nordrhein-Westfalen 2.388 € 3.209 € 5.744 € Jobs Polizeivollzugsbeamter (geh. Dienst)
Rheinland-Pfalz 2.510 € 3.373 € 6.038 € Jobs Polizeivollzugsbeamter (geh. Dienst)
Saarland 2.427 € 3.262 € 5.839 € Jobs Polizeivollzugsbeamter (geh. Dienst)
Sachsen 1.963 € 2.638 € 4.722 € Jobs Polizeivollzugsbeamter (geh. Dienst)
Sachsen-Anhalt 1.923 € 2.585 € 4.627 € Jobs Polizeivollzugsbeamter (geh. Dienst)
Schleswig-Holstein 2.241 € 3.012 € 5.392 € Jobs Polizeivollzugsbeamter (geh. Dienst)
Thüringen 1.994 € 2.680 € 4.797 € Jobs Polizeivollzugsbeamter (geh. Dienst)

Polizeivollzugsbeamte (gehobener Dienst):

1. Gehalt

Drei Viertel der Polizeibeamten im gehobenen Dienst arbeiten in Betrieben mit mehr als 1.000 Mitarbeitern. In kleineren Unternehmen befinden sich weniger als ein Viertel der Beamten. Ein Polizeivollzugsbeamter (geh. Dienst) verdient stringent mit den Jahren im Beruf mehr. Beamte ab 20 Jahren im Beruf bekommen durchschnittlich monatlich 3.700 Euro brutto. Mit elf bis 20 Jahren erhalten sie 3.100 Euro. Sechs bis zehn Jahre im Beruf ergeben 2.800 Euro im Monat. Bei zwei bis fünf Jahren verdienen Beamte 2.500 Euro und als Einsteiger knapp 2.400 Euro.

Neben den persönlichen Faktoren des Kandidaten spielt die Branche, in der er arbeitet, für die Höhe des Gehalts eine Rolle. Das höchste Gehalt verdienen Polizeivollzugsbeamte im gehobenen Dienst in der Branche Gesundheitswesen mit monatlichen 4.100 Euro brutto. Daran schließt sich die Branche Öffentlicher Dienst Behörden mit durchschnittlichen 3.100 Euro an. Es folgen die Branchen Sicherheitsdienste und Sonstige mit knapp 2.800 Euro im Monat. Im Sektor Dienstleistungen verdienen Beamte 2.600 Euro brutto.

2. Ausbildung / Weiterbildung

Bewerber für die Ausbildungs-Phase bei der Polizei erfüllen die Einstellungs-Kriterien der Behörde und des Beamtenrechts. Für den gehobenen Dienst braucht ein Anwärter zumindest die Fachhochschulreife. Bewerber benötigen die deutsche Staatsbürgerschaft oder die eines anderen EU-Staates, leben in geordneten ökonomischen Verhältnissen und besitzen keine Vorstrafe. Das Mindestalter liegt für Bewerber zwischen 16 und 17 Jahren, das Höchstalter zwischen 24 und 36. Die Mindest-Körpergröße für Frauen liegt bei 160 Zentimetern, für Männer bei 165 Zentimetern.

Bei Erfüllen der Voraussetzungen kommt der Bewerber zum mehrstufigen Eignungs-Auswahlverfahren bei der jeweiligen Polizei. Das Verfahren dauert im Normalfall zwei bis vier Tage. Das Verfahren beinhaltet einen schriftlichen oder Computer gestützten Intelligenztest, der Sprachbeherrschung, Mathematik, logisches Denkvermögen, Allgemeinwissen, Konzentration und Erinnerung abfragt. In einem Sport-Eignungstest beweist der Anwärter seine Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit, Schnelligkeit und Koordination.

Weiterhin gehören ein Vorstellungsgespräch, ein Gruppengespräch mit Kurzreferat und eine polizeiärztliche Untersuchung zum Auswahlverfahren. Schwerpunkte und Abfolge des Verfahrens variieren unter Umständen. Die Polizei der einzelnen Bundesländer oder Bundespolizei führen die Auswahl nach eigenen Maßstäben durch. Für den gehobenen Dienst erfüllen Bewerber höhere Ansprüche als für den mittleren Dienst.

Ein Polizeivollzugsbeamter im mittleren Dienst steigt bei Ausweis entsprechender Fähigkeiten und nach einem Auswahltest in den gehobenen Dienst auf. Dabei kommt er ohne Studium aus. Ein Polizeivollzugsbeamter (geh. Dienst) kommt in den höheren Dienst bei ausreichender Befähigung und nach erfolgreich bestandenem Auswahltest durch ein Assessment-Center. Vor dem Aufstieg absolvieren die Kandidaten in der Regel einen Fortbildungs-Lehrgang.

3. Studium

Für den gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst und ähnlichen Fachbereichen bei der Polizei studieren Bewerber an einer besonderen Fachhochschule für öffentliche Verwaltung. Der angehende Polizeibeamte im gehobenen Dienst bekommt nach dem Studium einen akademischen Grad wie beispielsweise Diplom-Verwaltungswirt (FH) verschiedener Fachrichtungen. Bewerber aus dem mittleren Dienst ohne Hochschul- oder Fachhochschulreife steigen über die Laufbahnprüfung in den gehobenen Dienst auf.

4. Tätigkeit

Ein Polizeivollzugsbeamter / eine Polizeivollzugsbeamtin (geh. Dienst) arbeitet als Polizei- oder Kriminalkommissar, Polizei- oder Kriminaloberkommissar und Polizei- oder Kriminalhauptkommissar. Polizeivollzugsbeamte repräsentieren den Staat und verpflichten sich dem Recht und Gesetz. Im Kern wahren die Beamten die öffentliche Sicherheit und Ordnung. Ursprünglich wehrt die Polizei Gefahren ab.

Darüber hinaus regeln Polizeivollzugsbeamte den Verkehr und erstellen die Verkehrsstatistik. Im Fall der Strafverfolgung handeln sie repressiv. Außerdem verfolgen sie Verkehrsordnungswidrigkeiten und Ordnungswidrigkeiten gegen das Ortsrecht. Den Hauptbereich bilden die Repression und das Sichern von Veranstaltungen und Versammlungen.

Im Streifendienst arbeitende Polizeivollzugsbeamte kommen zu Einsätzen oder agieren bei eigener Wahrnehmung sowie Mitteilung von Passanten. Ein Großteil der Polizeibeamten ermittelt für die Staatsanwaltschaft. In einem weiteren Bereich ihrer Tätigkeit vollziehen sie Haftbefehle beispielsweise im Rahmen der Strafvollstreckung. Sie nehmen Amtshilfen oder Vollzugshilfen vor, unterstützen Gerichtsvollzieher, schieben illegal Migrierte ab und geben Auskunft aus verschiedenen Großdateien.

Ein Polizeivollzugsbeamter (geh. Dienst) befindet sich im Dienst, wenn er diesen regulär leistet. Die Möglichkeit besteht, dass er sich auf Eigeninitiative hin in den Dienst versetzt. Das geschieht beispielsweise, wenn ein Beamter Nachforschung über eine Person aus dem privaten Umfeld betreibt. Stellt sich heraus, dass ein Haftbefehl gegen die Person vorliegt, geht der Polizist gegen sie vor.

Im Polizeieinzeldienst leisten Polizeivollzugsbeamte Wach- und Streifendienst. Sie schützen Objekte oder Personen. Sie handeln in Angelegenheiten des Gewerbes sowie in denen von Kindern- und der Jugend. Sie verantworten die Verkehrserziehung und überwachen den Verkehr. Sie ermitteln und erheben Daten und Fakten. Im Einzeldienst gibt es die Funktionen Wachdienstführer, Streifenführer, Einweisungsbeamter und Dienstgruppenleiter.

Bei geschlossenen Verbänden sichern sie Versammlungen und Veranstaltungen. Sie begleiten und schützen Transporte oder Personen bei Staatsbesuchen. Sie durchsuchen Gelände und nehmen an Einsatz-Hundertschaften, Großfahndungen oder Spezial-Einsatzkommandos teil.

Im Kriminaldienst ermitteln sie in Strafsachen und leisten Erkennungsdienst an Tatorten beispielsweise durch das Sichern der Spuren. Sie agieren im Staatsschutz und in mobilen Einsatzkommandos. Außerdem wenden sie Technik bei Telefon-Überwachungen an.

Sonstige Aufgaben eines Polizei-Vollzugsbeamten betreffen die Fahndung, das Leiten eines Einsatzes, Sanitätsdienst oder Führen eines Diensthundes oder -pferdes. Polizisten kommen auch in der Polizei-Hubschrauberstaffel, als Taucher oder beim Musikkorps zum Einsatz. Sie arbeiten in der Regel im Schicht-, Tages- oder Bereitschaftsdienst.