*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Schlosser

Datenbasis: 1.393 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.901 € 2.636 € 3.868 €
Baden-Württemberg 2.117 € 2.750 € 4.560 € Jobs Schlosser
Bayern 2.041 € 2.747 € 3.740 € Jobs Schlosser
Berlin 1.728 € 2.387 € 4.315 € Jobs Schlosser
Brandenburg 1.577 € 2.344 € 2.810 € Jobs Schlosser
Bremen 2.265 € 2.529 € 2.843 € Jobs Schlosser
Hamburg 1.825 € 2.540 € 4.874 € Jobs Schlosser
Hessen 2.039 € 2.737 € 3.815 € Jobs Schlosser
Mecklenburg-Vorpommern 1.523 € 2.076 € 2.642 € Jobs Schlosser
Niedersachsen 1.968 € 2.726 € 3.987 € Jobs Schlosser
Nordrhein-Westfalen 1.991 € 2.749 € 4.062 € Jobs Schlosser
Rheinland-Pfalz 1.932 € 2.807 € 3.915 € Jobs Schlosser
Saarland 2.019 € 2.417 € 4.005 € Jobs Schlosser
Sachsen 1.618 € 2.042 € 2.799 € Jobs Schlosser
Sachsen-Anhalt 1.668 € 2.158 € 3.032 € Jobs Schlosser
Schleswig-Holstein 1.807 € 2.787 € 3.573 € Jobs Schlosser
Thüringen 1.676 € 2.187 € 3.594 € Jobs Schlosser

Schlosser:

1. Gehalt

Als Schlosser liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.636 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 1.393 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.901 € beginnen, Schlosser in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.868 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.787 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.750 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Schlosser in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.472 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.515 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.619 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.647 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.717 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.751 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.453 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.916 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.213 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Eine Ausbildung zum/zur Schlosser /-in wird heute nicht mehr angeboten. Gemeinsam mit dem Beruf des Schmiedes ist daraus ein neuer Ausbildungsberuf geworden: der des Metallbauers. Diesen gibt es in drei verschiedenen Fachrichtungen mit entsprechend variierenden Ausbildungsinhalten:

  • Metallbauer /-in Fachrichtung Konstruktionstechnik
    Fertigung von Bauelementen mit Werkzeugen und Maschinen; Herstellung von Blechbauteilen, Konstruktionen aus Profilen, Umformteilen, Stahl- und Metallbaukonstruktionen, Türen, Toren, Gittern, Fenstern, Fassaden, Glasanbauten, Treppen, Geländern; Montage und Demontage von Baugruppen; Wartung und Instandhaltung von Systemen des Metall- und Stahlbaus
  • Metallbauer /-in Fachrichtung Metallgestaltung
    Fertigung von Bauelementen mit Maschinen und Werkzeugen; Herstellung von Blechbauteilen, Konstruktionen aus Profilen, Umformteilen, Schmiedeteilen, Gebrauchsgegenständen, Türen, Toren, Gittern, Treppen, Geländern; Dokumentation und Rekonstruktion von Bauteilen unter Denkmalschutz
  • Metallbauer /-in Fachrichtung Nutzfahrzeugbau
    Fertigung von Bauelementen mit Werkzeugen und Maschinen; Herstellung von einfachen Baugruppen, Konstruktionen aus Profilen, Umformteilen, Blechbauteilen, Fahrzeugrahmen, Karosserien, Aufbauten, Fahrzeugrahmen; Montage und Demontage von Baugruppen; Instandhaltung und Einbau von Systemen, Fahrwerken, Bremssystemen und Lenksystemen

Die Ausbildung zum/zur Metallbauer /-in dauert in der Regel dreieinhalb Jahre. Eine mögliche Weiterbildung kann die Prüfung zum/zur Metallbauermeister /-in sein. Bei dieser Weiterbildung stehen vier Teile auf dem Programm: Fachpraxis, Fachtheorie, Betriebswirtschaftslehre und rechtliche Grundlagen sowie berufs- und arbeitspädagogische Grundlagen.

Im Rahmen der praktischen Inhalte werden Entwurf, Planung, Herstellung, Montage, Inbetriebnahme, Umbau und Instandhaltung von Stahl- und Metallbaukonstruktionen, Konstruktionen im Anlagenbau, Fördersystemen sowie Sicherungs- und Schließsystemen ausführlicher beleuchtet. Auch die Schmiede- und Befestigungstechnik ist fester Bestandteil der Meisterausbildung. Um auch dem Fachbereich Nutzfahrzeugbau gerecht zu werden, werden entsprechende Konstruktionen nach statischen und dynamischen Anforderungen entworfen, skizziert, berechnet und hergestellt. Zudem lernen die angehenden Metallbaumeister, wie Aufträge geplant, organisiert, durchgeführt und überwacht werden.

Im Bereich der Fachtheorie werden Probleme erläutert, die bei der Metallbearbeitung ans Licht kommen können. Auch werden Lösungsmöglichkeiten für das Fügen und die Steuerungstechnik erlernt. Auch die Qualitätssicherung im kompletten Produktionsablauf ist ein wichtiges Thema. Darüber hinaus werden Arbeitspläne erarbeitet und kontinuierlich neuen Anforderungen angepasst. Auch die Themen Kostenmanagement und Kalkulation sind Teil des fachtheoretischen Teils.

3. Studium

Wen es an die Uni zieht, der hat passend zu den drei Ausbildungsschwerpunkten auch drei Studiengänge zur Auswahl. Zum Metallbauer mit Fachrichtung Konstruktionstechnik passt das Grundstudium oder das weiterführende Studium der Konstruktionstechnik. Dabei stehen die folgenden Inhalte auf dem Stundenplan:

  • Grundstudium der Konstruktionstechnik: angewandtes /rechnergestütztes Konstruieren, Antriebselemente der Konstruktion, Betriebslehre, Elektrotechnik, Energielehre, Fertigung, Informatik, Kommunikation, Konstruktionsmethoden, Mathematik, Messen-Steuern-Regeln, Physik, technische Mechanik, Werkstoffkunde
  • Weiterführendes Studium der Konstruktionstechnik: Maschinendynamik, Festigkeitslehre, Betriebsfestigkeit, Leichtbauwerkstoffe, Numerik, Produktvalidierung, Schadensanalytik

Zum Metallbauer mit Fachrichtung Metallgestaltung passt das grundständige oder das weiterführende Studium der Werkstoffwissenschaft /-technik. Dabei stehen die folgenden Inhalte auf dem Stundenplan:

  • Grundstudium der Werkstoffwissenschaft /-technik: Betriebsfestigkeit, BWL, Fertigungstechnik, Glas und Keramik, Qualitätsmanagement, Kunststofftechnik, Metallurgie, 3-D-CAD, Biomaterial, Materialwirtschaft, Steuerungs- /Regelungstechnik, Verbundwerkstoffe
  • weiterführendes Studium der Werkstoffwissenschaft /-technik: Werkstoffauswahl, Bruchmechanik, Festkörperphysik, Funktionswerkstoffe, Konstruktionswerkstoffe, Mikro- /Halbleitertechnologie, Modellierung, Simulation, Oberflächentechnik, anorganische Chemie, Mikro- und Nanotechnologie, Werkstoffzustände /-analyse, Elektrokristallisation, Faserverbundtechnologie, Korrosionsschutz, Spezialgläser

Zum Metallbauer mit Fachrichtung Nutzfahrzeugbau passt das grundständige oder das weiterführende Studium der Fahrzeugtechnik. Dabei stehen die folgenden Inhalte auf dem Stundenplan:

  • Grundstudium der Fahrzeugtechnik: Elektro- /Messtechnik, CAD-Grundlagen, Elektrotechnik, Fahrzeugelektronik, Fahrzeug- und Antriebssystemtechnik, Festigkeitslehre, Thermodynamik, Strömungslage, Mechanik, Informatik, Konstruktion, Maschinenelemente, Mathematik, Mechanik, Physik, Wärmetechnik, Werkstoffe, Fertigung
  • weiterführendes Studium der Fahrzeugtechnik: Projektmanagement, Betriebsfestigkeit /Leichtbau, Elektrohydraulik, Fahrzeugelektronik, Mathematik, Mechanik, Strömungsmechanik, Kfz-Mechatronik, Operationsmanagement, Patentwesen, Antriebe, Fahrdynamik, Fahrsicherheit, Fahrzeugantriebstechnik, Fahrzeugelektrik, Karosserieentwicklung, Leichtbauwerkstoffe

Wie in den meisten anderen handwerklichen Berufen zeigt sich auch, dass nach einem Universitätsabschluss nur selten das Werkzeug geschwungen wird. In der Regel arbeiten die Universitätsabsolventen in der Produktentwicklung, in der Qualitätssicherung, im Vertrieb oder gar im Management. Für einen Posten in der Führungsriege ist allerdings ein Masterabschluss Pflicht.

4. Tätigkeit

Die Ausbildung zum/zur Schlosser /-in gibt es heute nicht mehr. Gemeinsam mit dem Schmied wurde der Schlosser zum Metallbauer, der schmiedet, lötet, schweißt, glüht und schraubt. Die Ausbildung, die dazu absolviert werden muss, ist die zum Metallbauer. Je nach Fachrichtung (Konstruktionstechnik, Metallgestaltung, Nutzfahrzeugbau) gibt es auch unterschiedliche Tätigkeitsschwerpunkte.

Grundsätzlich aber haben Metallbauer die folgenden Aufgaben:

  • Herstellung und Vormontage von Bauteilen: Abmessung, Vorzeichnung, Zuschnitt, Biegung, Pressung, Richtung, Bohrung, Schweißen, Schrauben, Nieten, Entrosten, Schweißnähte säubern, Oberflächenbehandlungen
  • Montage von Bau- und Normteilen zu Metallkonstruktionen: Maßhaltigkeit prüfen, Auswahl von Anschlag- und Transportmittel, Transport, Montage ggf. inkl. Gerüst und Arbeitsbühne, Ausrichtung, Fixierung mit Schweißpunkten, Herstellung von Unterkonstruktionen, Montage von Schließ- und Sicherheitsanlagen
  • Wartung und Instandhaltung: Demontage von Bauteilen und Kennzeichnung für Neumontage, Instandsetzung bzw. Austausch von Bauteilen, Funktionstest, Fehlersuche, Störungsbeseitigung
  • Planung und Vorbereitung: Kundenaufträge annehmen, Maß nehmen, Skizzen anfertigen, Pläne zu Fertigung und Montage lesen