*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Sozialassistent / Sozialassistentin

Datenbasis: 16 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.514 € 2.011 € 2.877 €
Baden-Württemberg 1.666 € 2.213 € 3.166 € Jobs Sozialassistent / Sozialassistentin
Bayern 1.611 € 2.140 € 3.062 € Jobs Sozialassistent / Sozialassistentin
Berlin 1.207 € 1.603 € 2.293 € Jobs Sozialassistent / Sozialassistentin
Brandenburg 1.153 € 1.532 € 2.192 € Jobs Sozialassistent / Sozialassistentin
Bremen 1.455 € 1.932 € 2.764 € Jobs Sozialassistent / Sozialassistentin
Hamburg 1.606 € 2.133 € 3.052 € Jobs Sozialassistent / Sozialassistentin
Hessen 1.753 € 2.328 € 3.331 € Jobs Sozialassistent / Sozialassistentin
Mecklenburg-Vorpommern 1.113 € 1.478 € 2.114 € Jobs Sozialassistent / Sozialassistentin
Niedersachsen 1.584 € 1.874 € 2.045 € Jobs Sozialassistent / Sozialassistentin
Nordrhein-Westfalen 1.534 € 2.037 € 2.914 € Jobs Sozialassistent / Sozialassistentin
Rheinland-Pfalz 1.500 € 1.992 € 2.850 € Jobs Sozialassistent / Sozialassistentin
Saarland 1.439 € 1.912 € 2.735 € Jobs Sozialassistent / Sozialassistentin
Sachsen 1.165 € 1.547 € 2.213 € Jobs Sozialassistent / Sozialassistentin
Sachsen-Anhalt 1.141 € 1.516 € 2.169 € Jobs Sozialassistent / Sozialassistentin
Schleswig-Holstein 1.330 € 1.766 € 2.526 € Jobs Sozialassistent / Sozialassistentin
Thüringen 1.183 € 1.572 € 2.249 € Jobs Sozialassistent / Sozialassistentin

Sozialassistent / Sozialassistentin:

1. Gehalt

Ein Beruf kann noch so sozial und sinnvoll sein – wenn er am Ende nicht ausreicht, um das eigene Leben zu finanzieren, macht das auf Dauer auch nicht zufrieden. Deshalb beantworten wir hier die wichtige Frage: Was verdient eigentlich ein Sozialassistent oder eine Sozialassistentin?

Deutschlandweit kommen Sozialassistenten im Schnitt auf ein monatliches Bruttogehalt von 2.011 €. Das entspricht einem Stundenlohn von 13,97 €. Doch wie das bei Durchschnittswerten so ist, gibt es auch Abweichungen nach unten und oben:

  • So verdienen 25% aller Sozialassistenten 1.514 € oder weniger,
  • weitere 25% aber auch 2.877 € und mehr im Monat.

Alle anderen Gehälter liegen dazwischen. Basis für all diese Daten sind 16 Datensätze, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst und ausgewertet haben. Einfluss auf den Verdienst können Tarifverträge, aber auch einige andere Faktoren haben.

Einstieg als Sozialassistent - und dann?

Nach dem Ende der Ausbildung sind Sie staatlich geprüfte/r Sozialassistent/in und können mit einem durchschnittlichen Einstiegsgehalt von 1.718 € rechnen. Doch dabei soll es nicht bleiben: Mit mehr Erfahrung, gibt es auch mehr Geld. Mit 35 Jahren liegt der Lohn bei durchschnittlich 2.194 € und mit 45 Jahren sind es dann bereits 1.794 € brutto im Monat.

Die Bezahlung von Männern und Frauen ist in diesem Beruf leider leicht unterschiedlich. So verdient ein Sozialassistent im Schnitt 1.713 €, eine Sozialassistentin hingegen nur 2.040 €. Die Nähe des weiblichen Durchschnittsverdienstes zum Gesamtdurchschnitt zeigt dabei, dass dieser Beruf insgesamt eher weiblich geprägt ist.

Tipp: Wer die Karriere- und Gehaltsleiter schneller aufsteigen möchte, sollte sich weiterbilden. Denn Fort- und Weiterbildungen oder gar ein Studium erweitern nicht nur die eigenen Qualifikationen, sondern eröffnen mitunter ganz neue Berufsfelder mit deutlich besseren Verdienstmöglichkeiten.

Besser große oder kleine Arbeitgeber?

Ob lieber das persönliche Arbeitsumfeld kleinerer Unternehmen oder die Möglichkeiten großer Betriebe – die Vorlieben jedes Menschen und damit auch die Kriterien der Arbeitsplatzwahl sind verschieden. Wenn es aber ums Gehalt geht, gibt es in den meisten Branchen eine klare Tendenz: je größer der Arbeitgeber, desto höher das Gehalt. Und auch bei Sozialassistenten und Sozialassistentinnen finden wir dies wieder:

  • bis 500 Mitarbeiter = 1.808 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.194 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.051 Euro brutto

Verdient man überall in Deutschland gleich?

Ein Blick auf die Daten zeigt große regionale Unterschiede bei der Entlohnung von Sozialassistenten. So gibt es im Schnitt in Hessen (2.328 €), Nordrhein-Westfalen und Bayern deutlich mehr Gehalt als in Sachsen (1.547 €), Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Die unterschiedlich hohen regionalen Lebenshaltungskosten erklären diese Gehaltsschere zumindest zu einem Teil.

Sie möchten es noch genauer wissen?
Bei allen genannten Angaben zum Gehalt als Sozialassistent bzw. KSozialassistentin handelt es sich um Durchschnittswerte. Für genauere Informationen empfehlen wir unseren kostenlosen Gehaltscheck oder eine individuelle Gehaltsanalyse (zum Gehaltsvergleich).

2. Ausbildung / Weiterbildung

Die Ausbildung zum Sozialassistenten beziehungsweise zur Sozialassistentin erfolgt an einer Berufsfachschule. Je nach Bundesland unterscheiden sich die Dauer der Ausbildung sowie deren Inhalte. Ebenso tragen die Absolventen in Deutschland teilweise unterschiedliche Berufsbezeichnungen. Die Ausbildung zum Sozialassistenten erstreckt sich in der Regel über zwei bis drei Jahre. Im Zuge der Berufsausbildung erlernt der Absolvent wichtige Grundlagen für die Pflege und den Umgang mit Kindern, Jugendlichen und behinderten Menschen. Hilfsbereitschaft, Kommunikations-Fähigkeit und Freude am Umgang mit Menschen gelten als Voraussetzungen für den Beruf des Sozialassistenten.

Im theoretischen und praktischen Schulunterricht erwerben die künftigen Sozialassistenten konkret Kenntnisse in:

  • Pädagogik,
  • Psychologie,
  • Grundlagen Sozialwesen,
  • Grundsteine der sozialen Betreuung,
  • Krankheits- und Gesundheitslehre,
  • Erziehung von und Arbeit mit sozial benachteiligten Menschen,
  • Pflege von bedürftigen Personen,
  • Hauswirtschaft einschließlich Ernährungslehre und Nahrungszubereitung,
  • Kunst- und Werkunterricht sowie künstlerisches Gestalten,
  • Musikerziehung,
  • Hygienevorschriften,
  • Rechtskunde,
  • Informatik und IT-Anwendungen.

Darüber hinaus erlernt der Auszubildende wichtige Grundlagen der Beobachtung und Diagnose sowie das Gestalten von Bildungs-, Betreuungs- und Erziehungs-Prozessen. Nicht zuletzt gehört der Aufbau vertrauensvoller Beziehungen zu den Inhalten der Ausbildung.

Je nach vorhandenem Schulabschluss variiert die Dauer der Ausbildung. Verfügt der Auszubildende über die Fachhochschulreife, dauert die Lehre ein Jahr. Im Gegensatz hierzu erstreckt sie sich bei der mittleren Reife über zwei Jahre. Ein Hauptschulabschluss erfordert eine dreijährige Ausbildungszeit, um den Beruf des Sozialassistenten zu erlernen. In einigen Bundesländern besteht das Angebot, die Ausbildung mit einem Schwerpunkt zu absolvieren. Hierzu zählen beispielsweise die persönliche Assistenz und die Sozialpädagogik. Eine abgeschlossene Qualifikation zum Sozialassistenten gilt in einigen Ländern als Voraussetzung für eine Ausbildung zum Erzieher. In anderen Bundesländern endet die Lehre mit der Berufsbezeichnung "Sozialpädagogischer Assistent". Die Qualifikation ist in diesem Fall mit der eines Kinderpflegers vergleichbar.

3. Studium

Nach der Ausbildung zum Sozialassistenten empfiehlt es sich, das erworbene Wissen im Zuge eines Studiums zu erweitern. Hierfür eignet sich der Bachelor-Studiengang "Sozialpädagogik". Im Zuge des Studiums erlernt der Sozialassistent wichtige Grundlagen im Bereich der Erziehungswissenschaften und der außerschulischen Bildung. Darüber hinaus gehören während des ersten Abschnittes die Fächer Sozialpolitik, Soziale Arbeit und Sozialwissenschaften zu den Lehrinhalten. Anschließend eignet sich der Student die wesentlichen Grundlagen der Rechtswissenschaften, des Managements, der Beratung und der Bildung an. An einigen Ausbildungsorten besteht die Möglichkeit, sich im Laufe des Studiums mit einem Wahlthema genauer zu befassen.

Das Studium der Sozialpädagogik umfasst sowohl theoretische als auch praktische Einheiten. Letztere erfolgen im Rahmen eines Praktikums oder mehrerer Praktika. Außerhalb der Praxisphasen besucht der Studierende die Hochschule und erlernt dort die theoretischen Grundlagen seines Studiums. Der Bachelor-Studiengang erstreckt sich in der Regel über sechs Semester. Nach den bestandenen Abschlussprüfungen steht dem Sozialpädagogen ein breit gefächertes Arbeitsfeld zur Verfügung. Er ist in der Lage, mit Jugendlichen, Kindern und alten Menschen zu arbeiten. Sozialpädagogen kommen in der Regel in verschiedenen öffentlichen Einrichtungen zum Einsatz. In einigen Fällen besteht die Möglichkeit, nach dem Studium der Sozialpädagogik als Lehrer zu arbeiten.

Neben dem Studium der Sozialpädagogik bieten sich folgende Studien-Fachrichtungen an:

  • Erziehungswissenschaften,
  • Soziale Arbeit,
  • Sozialmanagement,
  • Sonderpädagogik.

Je nach gewähltem Studienfach unterscheidet sich dann das zukünftige Arbeitsfeld des Sozialassistenten.

4. Tätigkeit

Sozialassistenten sind mit der Pflege und Betreuung von beeinträchtigten Menschen unterschiedlichen Alters beauftragt. Ihre Arbeitsstellen sind Wohnheime, Kindertagesstätten und Krankenhäuser. Die Aufgaben im Berufsalltag können je nach Arbeitsbereich völlig unterschiedlich sein. Hauptsächlich ergänzen Sozialassistenten aber die Arbeit der Sozialpädagogen und/oder Eltern, indem sie zum Beispiel Mahlzeiten zubereiten, bei der Körperpflege behilflich sind, oder Kinder und Jugendliche bei ihrer Freizeitgestaltung beraten.