*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Stadtplaner

Datenbasis: 201 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.377 € 3.198 € 4.697 €
Baden-Württemberg 2.502 € 3.595 € 5.280 € Jobs Stadtplaner
Bayern 2.654 € 3.736 € 6.869 € Jobs Stadtplaner
Berlin 2.159 € 2.621 € 4.302 € Jobs Stadtplaner
Brandenburg 1.811 € 2.436 € 3.578 € Jobs Stadtplaner
Bremen 2.177 € 2.929 € 4.302 € Jobs Stadtplaner
Hamburg 2.426 € 2.834 € 3.399 € Jobs Stadtplaner
Hessen 2.784 € 3.493 € 6.069 € Jobs Stadtplaner
Mecklenburg-Vorpommern 1.747 € 2.351 € 3.453 € Jobs Stadtplaner
Niedersachsen 2.790 € 3.274 € 4.488 € Jobs Stadtplaner
Nordrhein-Westfalen 2.208 € 3.423 € 5.091 € Jobs Stadtplaner
Rheinland-Pfalz 2.435 € 2.757 € 3.347 € Jobs Stadtplaner
Saarland 2.260 € 3.041 € 4.466 € Jobs Stadtplaner
Sachsen 2.072 € 2.788 € 4.095 € Jobs Stadtplaner
Sachsen-Anhalt 1.792 € 2.411 € 3.541 € Jobs Stadtplaner
Schleswig-Holstein 2.087 € 2.808 € 4.124 € Jobs Stadtplaner
Thüringen 2.051 € 2.389 € 2.770 € Jobs Stadtplaner

Stadtplaner:

1. Gehalt

Als Stadtplaner liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.198 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 201 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.377 € beginnen, Stadtplaner in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 4.697 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.808 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.595 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Stadtplaner in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.810 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.955 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.331 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.401 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.249 Euro brutto
  • 50 Jahre = 4.360 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.907 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.574 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.326 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Stadt- und Regionalplaner arbeiten im Interesse des Gemeinwohls. Sie planen umweltgerechte, soziale und wirtschaftliche Räume. Wer eine berufliche Karriere als Stadtplaner anstrebt, muss ein Studium abschließen. Zugang zum Beruf eines /-r Stadtplaners erhalten Interessenten nur auf diese Weise. Eine klassische Berufsausbildung steht nicht zur Verfügung.

Folgende Tendenzen sollten interessierte junge Menschen, die im Bereich Stadt- und Regionalplanung tätig werden möchten, mitbringen:

  • Begeisterung für Ermittlung und Begründung von Raumbedarf und infrastrukturellen Bedingungen für ein Bebauungsgebiet,
  • Vorliebe für die Entwicklung von Planungs- und Bebauungskonzepten hinsichtlich ökologischer, städtebaulicher und wirtschaftlicher Gesichtspunkte,
  • Spaß an der Durchführung von Standortanalysen bei kommunalen Bauvorhaben,
  • Interesse an Vorbereitung und Organisation von Moderations- und Abstimmungsverfahren für Altstadtsanierungen,
  • Freude an der Erfassung und Koordination von Aktionen bei der Ausarbeitung und Erschließung von Gewerbe- und Wohnflächen.

Seminare und Lehrgänge helfen Städtebauern, beruflich auf dem Laufenden zu bleiben. Zur effizienten Planung von Ortsteilen und Wirtschaftsräumen müssen Regionalplaner ihr Know-how stets aktuell halten. Kosten für berufliche Weiterbildungen erstattet häufig der Arbeitgeber oder die Agentur für Arbeit.

Bei der Themenauswahl einer Schulung achten Städte- und Regionalplaner darauf, dass sie in einem eng verbundenen Kontext mit dem Berufsfeld steht. Unterstützung bei der Wahl bieten Vorgesetzte oder die Personalabteilung an. Für manche Präsenzseminare ist eine Freistellung vom beruflichen Alltag erforderlich. Andere Bildungsinstitute offerieren Wochenend- und Fernstudien. Den geeigneten Kurs finden Stadtplaner in Absprache mit dem Arbeitgeber.

Denkbare Weiterbildungsinhalte für Stadtplaner sind:

  • Baurecht,
  • Orts- und Regionalplanung,
  • Bauprojektmanagement,
  • Computer Aided Design (CAD),
  • Wirtschaftsförderung,
  • Teamarbeit und Mitarbeiterführung,
  • Projektmanagement,
  • Verkehrsplanung,
  • City-Flächen-Management.

Weiterführende Studiengänge qualifizieren Stadtplaner für Lehrtätigkeiten oder Forschungsarbeiten an Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen. Die Masterstudiengänge Infrastrukturmanagement oder Regionalmanagement fügen sich nahtlos in das Berufsbild ein.

3. Studium

Um Stadtplaner /-in zu werden, absolvieren Kandidaten ein Studium im Fach Stadt- und Regionalplanung. Studenten, die sich für diesen Studiengang einschreiben, bringen ausgeprägtes Allgemeinwissen mit. In der Schule haben sie eine Vorliebe für Gesellschafts- und Sozialkunde, Geschichte und Geografie entwickelt. Außerdem benötigen angehende Stadtplaner ein immenses Vorstellungsvermögen. Sie sollten kreativ sein und querdenken können. Im Studium erlernen die Studierenden das Ausarbeiten von Bebauungs- und Flächennutzungsplänen. Sie kreieren Vorschläge, wie ein Gebiet künftig genutzt werden könnte. Bevor eine Umsetzung in Frage kommt, müssen Politiker verschiedener Ebenen den Entwürfen zustimmen. Daher benötigen Stadtplaner Offenheit gegenüber gesellschaftlichen Phänomenen. Sie sollten eine Affinität für den demografischen Wandel, Strukturveränderungen und Mobilität von Einwohnern beibringen. Alle diese Faktoren wirken sich auf Städteplanung aus.

Ein Bachelorstudiengang Stadt- und Regionalplanung dauert für Vollzeitstudenten in der Regel sechs Semester. Das Fach beschäftigt sich mit den zahlreichen unterschiedlichen Bedürfnissen der Menschen an ihre bebaute und unbebaute Umwelt. Aus diesen Bedürfnissen heraus erwachsen Konflikte sowie Handlungsmöglichkeiten. Im Studium erfassen die Studenten, wie differenzierte Ansprüche an Raum abgestimmt werden. Sie begleiten und managen erste Planungsprozesse. Das Grundstudium vermittelt fundierte wissenschaftliche sowie praxisorientierte Ausbildungshinhalte zur Berufsqualifizierung. Das Fächerspektrum ist umfangreich. Studieninhalte sind unter anderen:

  • Stadtplanung,
  • Freiraumplanung,
  • Landschaftsplanung,
  • Städtebau,
  • Stadtbaugeschichte,
  • Verkehrsplanung,
  • Computergestützte Methoden zur Stadtplanung.

Eine Kernaufgabe des Studiengangs ist die Befähigung der Studenten, analytisch an Design- und Planungsprojekte heranzugehen. Die Ausformulierung von Lösungsvorschlägen erfolgt mittels planerischer Instrumente und Verfahren. Moderne Softwareanwendungen erleichtern die Visualisierung und ermöglichen vielfältige Varianten. Intensive Arbeit an Studienprojekten kennzeichnet das praxisorientierte Studium Stadtplanung. In Gruppenarbeiten büffeln Studenten die konzeptionelle, lösungsorientierte und kreative Bearbeitung konkreter Sachverhalte. Zur Umsetzung von gesellschaftlichen Anforderungen in räumliche Strukturen, benötigen Stadtplaner eine künstlerische Seite. Wer nicht besonders gut zeichnen kann, lernt es im Studium und setzt einschlägige EDV-Programme zur Abhilfe ein.

An das Studium Stadtplanung schließt sich für die meisten Absolventen ein Städtebaureferendariat an. Hierbei handelt es sich um eine etwa zwei Jahre währende Ausbildung. Sie ebnet den Weg für den beruflichen Werdegang im Öffentlichen Dienst.

4. Tätigkeit

Der Stadtplaner und die Stadtplanerin finden ihr Arbeitsumfeld bei Bauämtern, Stadtentwicklungs- oder Planungsämtern und in Architektur-, Planungs- und Landschaftsplanungsbüros. Der Titel Stadtplaner ist gesetzlich geschützt. Um diese Berufsbezeichnung führen zu dürfen, müssen studierte Planer Mitglied der Architektenkammer sein. Zur Qualitätssicherung in dem Berufsfeld werden regelmäßige berufliche Weiterbildungen erwartet. Große Arbeitgeber für Regional- und Stadtplaner sind Kommunen, Länder und der Bund. Einige Stadtplaner arbeiten freiberuflich oder finden eine Anstellung in einem Beratungsbüro. Solche Büros übernehmen oft Aufgaben aus öffentlicher Hand.

Ihre Aufgaben umfassen die Entwicklung und Umsetzung von Konzepten, die der Gestaltung von öffentlichen Räumen dienen. Unter Beachtung von sozialen, wirtschaftlichen und technischen sowie umweltbedingten und rechtlichen Anforderungen, setzen sie die Pläne und Konzepte in die Realität um. Weitere Aufgaben finden sich bei der Betreuung von Genehmigungsverfahren und der Finanzierung und Förderung der Projekte.

Stadtplaner untersuchen die räumlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen der sich permanent verändernden Lebensumwelt. Aus dieser Auswertung erheben sie Entscheidungen bezüglich zukünftiger Ziele und Interessen. Stadtplaner analysieren einen Ist-Zustand von Bebauung, Nutzung, Verkehrs- und Entsorgungsanlagen. Sie erarbeiten grafische Darstellungen von Soll-Zuständen. Bei der Ausarbeitung von Nutzungsplänen betrachten Stadtplaner Ortsteile, ganze Stadtviertel oder noch weiträumigere Bezirke, sogenannte Bauerwartungsgebiete. Sie legen fest, welche Flächen sich für Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser oder Grünflächen eignen. Durch ihre Arbeit schaffen Stadtplaner rechtliche Planungssicherheiten für die Bevölkerung, für Kommunen und Investoren. Sie nehmen an öffentlichen Informationsveranstaltungen und Sitzungen teil.