*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Tierarzt / Tierärztin

Datenbasis: 278 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.259 € 3.316 € 5.644 €
Baden-Württemberg 2.519 € 3.443 € 6.349 € Jobs Tierarzt / Tierärztin
Bayern 2.411 € 3.361 € 5.684 € Jobs Tierarzt / Tierärztin
Berlin 2.017 € 3.569 € 6.430 € Jobs Tierarzt / Tierärztin
Brandenburg 1.721 € 2.526 € 4.299 € Jobs Tierarzt / Tierärztin
Bremen 2.170 € 3.186 € 5.423 € Jobs Tierarzt / Tierärztin
Hamburg 2.397 € 3.518 € 5.988 € Jobs Tierarzt / Tierärztin
Hessen 1.871 € 2.966 € 3.641 € Jobs Tierarzt / Tierärztin
Mecklenburg-Vorpommern 1.516 € 2.225 € 3.787 € Jobs Tierarzt / Tierärztin
Niedersachsen 2.055 € 3.501 € 6.073 € Jobs Tierarzt / Tierärztin
Nordrhein-Westfalen 2.331 € 3.312 € 5.059 € Jobs Tierarzt / Tierärztin
Rheinland-Pfalz 2.222 € 3.261 € 5.550 € Jobs Tierarzt / Tierärztin
Saarland 2.151 € 3.157 € 5.373 € Jobs Tierarzt / Tierärztin
Sachsen 1.737 € 2.550 € 4.340 € Jobs Tierarzt / Tierärztin
Sachsen-Anhalt 1.702 € 2.499 € 4.253 € Jobs Tierarzt / Tierärztin
Schleswig-Holstein 2.196 € 2.678 € 13.802 € Jobs Tierarzt / Tierärztin
Thüringen 1.765 € 2.591 € 4.410 € Jobs Tierarzt / Tierärztin

Tierarzt / Tierärztin:

1. Gehalt

Als Tierarzt liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.316 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 278 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.259 € beginnen, Tierärzte in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 5.644 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.678 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.443 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Tierarzt in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.541 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.920 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.360 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.898 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.793 Euro brutto
  • 50 Jahre = 4.414 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.150 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 4.394 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 5.983 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Um als Tierarzt oder Tierärztin zu arbeiten, eignet sich eine Ausbildung zum tiermedizinischen Fachangestellten oder zur tiermedizinischen Fachangestellten. Diese Lehre gilt laut Berufsbildungsgesetz (BBiG) als anerkannter Ausbildungsberuf. Die bundesweite Regelung legt eine Ausbildungsdauer von drei Jahren fest. Diese Lehre gehört zu den freien Berufen. Dabei besteht die Möglichkeit einer schulischen oder praktischen Ausbildung.

Eine Vielzahl von Betrieben bevorzugt Bewerber mit einer Hochschulreife oder einem mittleren Schulabschluss. In einigen Praxen absolvieren die Interessenten vor dem Beginn der Ausbildung eine betriebliche Qualifizierungs-Maßnahme. Während der gesamten Lehre rechnen die Teilnehmer mit Nacht- und Schichtdiensten. Im ersten Jahr der betrieblichen Ausbildung gibt es bestimmte Grundkenntnisse, die die Lehrlinge erwerben. Dazu gehört die artgemäße und tierschutzgerechte Pflege und Versorgung von Tieren.

Ebenso lernen die Auszubildenden, die Patienten-Daten korrekt aufzunehmen und elektronisch zu verarbeiten. Sie beschäftigen sich mit den artspezifischen Tierkrankheiten, dem Umweltschutz sowie mit den relevanten Labor- und Praxis-Instrumenten. Des Weiteren erhält die Lagerung von Futter- und Impfstoffen eine hohe Priorität. Neben den rechtlichen Vorschriften im Veterinärwesen befassen sich die Lehrlinge mit den wichtigsten Schutzmaßnahmen. Im zweiten Jahr der Lehre bestehen die Lerninhalte

  • in der Betreuung von Tieren,
  • dem Assistieren bei Behandlungen,
  • den Untersuchungen im Labor,
  • dem Beraten der Tierhalter,
  • der Organisation des Praxisbetriebs,
  • dem Erlernen der Sicherheitsvorschriften
  • und der Qualitätssicherung am Arbeitsplatz.

Der Arbeitsschutz und die Maßnahmen zur Unfallverhütung ziehen sich als Unterrichtsthemen durch die gesamte Ausbildung. Speziell zu den theoretischen Kernpunkten gehören die Fächer Diagnostik und Therapie. Die zukünftigen Arbeitnehmer beschaffen Verbrauchs- und Gebrauchsgüter und verwalten diese.

3. Studium

Angehende Tierärzte wählen den Studiengang Veterinärmedizin. Diesen bieten in Deutschland fünf Universitäten an. Somit studieren Interessenten an diesem Studiengang in Berlin, Leipzig, München, Gießen oder Hannover. Abhängig von der gewählten Universität wartet auf die Studenten eine unterschiedlich aufgebaute Ausbildung. Dabei unterteilt sich der Lernstoff in die unterschiedlichen Fächer oder die verschiedenen Tierarten. Am Ende der Ausbildung absolvieren Studierende das Staatsexamen und erhalten die Approbation als Tierarzt.

Das Studium umfasst eine Lehrdauer von fünfeinhalb Jahren. Somit gliedert sich die Ausbildung in elf Semester. Zwei Semester konzentrieren sich auf praktische Lerninhalte. Hier absolvieren die Studenten ein Pflichtpraktikum. In den ersten beiden Jahren des Studiums befassen sich die Teilnehmer mit den vorklinischen Semestern. Als relevante Kernfächer zeigen sich:

  • die Chemie,
  • die Physik,
  • die Radiologie,
  • die Zoologie
  • und die Botanik.

Bereits nach dem ersten Studienjahr kommt auf die Lernwilligen eine Zwischenprüfung zu. Bei einem erfolgreichen Bestehen erhalten die Teilnehmer das Vorphysikum. Der nächste Abschluss, das Physikum, erfolgt nach dem zweiten Studienjahr. Die wichtigen Kenntnisse erhalten die Studierenden in den Fächern Anatomie, Embryologie, Biochemie, Histologie, Tierzucht und Genetik. Nach dem fünften Semester bereiten sich die Lernenden auf das erste Staatsexamen vor.

Das zweite Staatsexamen nehmen die Studierenden nach dem neunten Semester in Angriff. Hierbei spielen die Fächer Chirurgie, Orthopädie, Augenheilkunde und Tierzahn-Heilkunde eine wichtige Rolle. Die Approbation bekommen die Teilnehmer erst nach dem Absolvieren des dritten Staatsexamens. Neben den zwei Praxissemestern nehmen die Studenten während des Studiums an mehreren Praktika teil.

4. Tätigkeit

Als Tierarzt/-ärztin muss man ein Studium absolviert haben. In einer Kleintierpraxis bestehen die Aufgaben darin, die Patienten zu untersuchen und nach Möglichkeit zu heilen. Patienten in einer Kleintierpraxis sind Hunde, Katzen, Nagetiere, Vögel und gelegentlich auch zahme Reptilien. Nicht immer gibt es nur schöne Erlebnissen, denn der/die Tierarzt/-ärztin hat manchmal auch keine andere Möglichkeit als ein Tier einzuschläfern. Hier ist dann Einfühlungsvermögen gefragt, denn der Besitzer wird in der Regel verzweifelt sein und braucht Trost und Zuspruch. Tiere sind meist keine dankbaren Patienten, da sie die Untersuchung oft als Angriff werten und sich entsprechend zur Wehr setzen.

Gehaltsvergleich.com möchte dir in Zukunft neue Jobs direkt im Browser anzeigen.
Nein Danke
Alles klar