*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Tragwerksplaner

Datenbasis: 39 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.806 € 3.425 € 5.086 €
Baden-Württemberg 3.354 € 3.513 € 4.084 € Jobs Tragwerksplaner
Bayern 3.390 € 4.177 € 4.878 € Jobs Tragwerksplaner
Berlin 2.843 € 3.470 € 5.153 € Jobs Tragwerksplaner
Brandenburg 2.137 € 2.609 € 3.874 € Jobs Tragwerksplaner
Bremen 2.696 € 3.291 € 4.887 € Jobs Tragwerksplaner
Hamburg 3.057 € 3.731 € 5.540 € Jobs Tragwerksplaner
Hessen 3.248 € 3.964 € 5.886 € Jobs Tragwerksplaner
Mecklenburg-Vorpommern 2.063 € 2.518 € 3.739 € Jobs Tragwerksplaner
Niedersachsen 2.350 € 2.868 € 4.259 € Jobs Tragwerksplaner
Nordrhein-Westfalen 2.837 € 3.153 € 3.466 € Jobs Tragwerksplaner
Rheinland-Pfalz 2.759 € 3.368 € 5.001 € Jobs Tragwerksplaner
Saarland 2.668 € 3.257 € 4.837 € Jobs Tragwerksplaner
Sachsen 2.158 € 2.634 € 3.911 € Jobs Tragwerksplaner
Sachsen-Anhalt 2.115 € 2.582 € 3.834 € Jobs Tragwerksplaner
Schleswig-Holstein 2.464 € 3.008 € 4.467 € Jobs Tragwerksplaner
Thüringen 2.193 € 2.677 € 3.975 € Jobs Tragwerksplaner

Tragwerksplaner / Tragwerksplanerin:

1. Gehalt

Als Tragwerksplaner liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.425 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 39 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.806 € beginnen, Tragwerksplaner in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 5.086 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.008 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.513 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Tragwerksplaner in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 3.354 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.316 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.698 Euro brutto
  • 40 Jahre = 4.084 Euro brutto
  • 45 Jahre = 5.273 Euro brutto
  • 50 Jahre = 5.086 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.421 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 4.178 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.402 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Tragwerksplaner werden alternativ auch als Statiker bezeichnet. Sie verantworten den Entwurf von Tragwerken für Gebäude und bauliche Anlagen und erstellen Standsicherheitsnachweise. Interessenten, die gerne beruflich an Bauvorhaben mitwirken möchten, müssen für die Ausübung des Berufes als Tragwerksplaner /-in ein Hochschulstudium absolvieren. Eine entsprechende Fortbildung im Bereich Baustatik durchlaufen Bewerber in Vollzeit oder nebenberuflich in Teilzeit.

Studierte Bauingenieure, die als Statiker arbeiten, halten ihre Expertise durch den Besuch von Lehrgängen und Seminaren aktuell und passen ihre Kenntnisse den neuesten Entwicklungen an. Themen für Fortbildungskurse im Bereich Baustatik sind beispielsweise:

  • Hochbau,
  • Konstruktion,
  • Bauprojektmanagement.

Für den beruflichen Aufstieg in einem Architektur- oder Ingenieurbüro erarbeiten Tragwerksplaner weiterführende Studienabschlüssen. Sie schreiben sich für Baubetriebswirtschaft oder Bauphysik ein.

3. Studium

Um Tragwerksplaner zu werden, müssen Interessenten ein Hochschulstudium abschließen. Mit einer Hochschulzugangsberechtigung entscheiden sie sich für ein Studium im Fach Architektur oder Bauingenieurwesen. Bauingenieure übernehmen die Planung und Überwachung von zahlreichen unterschiedlichen Bauwerken wie Tunnelanlagen, Brücken, Fabriken, Straßen oder Bohrinseln. Der Beruf ist äußerst anspruchsvoll doch ebenfalls sehr abwechslungsreich. Studienbewerber sollten ein enormes Interesse für technische Verfahren und Naturwissenschaften sowie gute Englischkenntnisse mitbringen. Die vielseitige Ausbildung sorgt dafür, dass Bauingenieure auf dem nationalen wie internationalen Arbeitsmarkt positive Jobchancen haben.

Im Studium befassen sich angehende Bauingenieure mit dem Design und der Inbetriebnahme von Bauwerken, die zum Hoch-, Tief- oder Wasserbau zählen. Sie erforschen die Errichtung von Bürogebäuden, Hafenanlagen und Wasserkraftanlagen. Studenten dieser Disziplin haben Unterricht in Umwelttechnik. Ein/e Bauingenieur /-in erwirbt Fachwissen über sämtliche verschiedenen Baubereiche. Im Verlauf des Studiums konzentrieren sie sich jedoch meist auf ein bestimmtes Teilgebiet. Neben der Übernahme technischer Aufgaben erlangen die Ingenieure Kompetenzen in der Erfüllung organisatorischer und wirtschaftlicher Fragestellungen. Das umfassende Studium währt in der Regel sieben Vollzeitsemester. Im Anschluss tragen die Absolventen einen Bachelortitel. Sie sind befähigt, sichere Tragwerke zu berechnen und konstruieren. Dabei verwenden sie die klassischen Baustoffe Holz, Beton und Stahl. Außerdem nutzen sie innovative, neuzeitliche Materialien.

4. Tätigkeit

Tragwerksplaner bzw. Tragwerksplanerinnen werden im Volksmund auch Statiker genannt, die korrekte Berufsbezeichnung lautet jedoch "Diplom Bauingenieur /-in auf dem Gebiet der Tragwerksplanung". Als Tragwerksplaner/Tragwerksplanerin ist man in den Gebieten Tiefbau, Straßenbau und des Grundbaus tätig. Ebenso im Vermessungswesen, der Siedlungs- und Wasserwirtschaft oder dem Umweltschutz.
Tragwerksplaner liefern die Vorarbeit für Architekte und Ingenieure, in dem sie Konstruktionen in Bezug auf alle vorherrschenden und möglichen Kräfte berechnen, denen diese Konstruktionen ausgesetzt werden. Somit erhalten sie Aussagen darüber, wie die Bauwerke zu bauen sind, um eben jenen Kräften stand zu halten. Sie berechnen, wie der Volksmund sagt, die Statik von Gebäuden und Bauwerken. In der Hauptsache ist der Beruf stark mathematisch und physikalisch orientiert.