*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Uhrmacher

Datenbasis: 107 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.717 € 2.344 € 4.287 €
Baden-Württemberg 2.043 € 2.539 € 4.991 € Jobs Uhrmacher
Bayern 1.735 € 3.139 € 4.331 € Jobs Uhrmacher
Berlin 1.606 € 2.193 € 4.011 € Jobs Uhrmacher
Brandenburg 1.308 € 1.786 € 3.266 € Jobs Uhrmacher
Bremen 1.650 € 2.252 € 4.119 € Jobs Uhrmacher
Hamburg 1.794 € 2.649 € 3.165 € Jobs Uhrmacher
Hessen 1.736 € 2.429 € 5.145 € Jobs Uhrmacher
Mecklenburg-Vorpommern 1.262 € 1.723 € 3.151 € Jobs Uhrmacher
Niedersachsen 1.567 € 2.139 € 3.912 € Jobs Uhrmacher
Nordrhein-Westfalen 1.564 € 2.482 € 5.989 € Jobs Uhrmacher
Rheinland-Pfalz 1.688 € 2.305 € 4.216 € Jobs Uhrmacher
Saarland 1.633 € 2.229 € 4.077 € Jobs Uhrmacher
Sachsen 1.569 € 2.017 € 2.933 € Jobs Uhrmacher
Sachsen-Anhalt 1.294 € 1.767 € 3.232 € Jobs Uhrmacher
Schleswig-Holstein 1.508 € 2.058 € 3.764 € Jobs Uhrmacher
Thüringen 1.342 € 1.832 € 3.351 € Jobs Uhrmacher

Uhrmacher / Uhrmacherin:

1. Gehalt

Als Uhrmacher liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.344 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 107 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.717 € beginnen, Uhrmacher in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 4.287 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.058 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.539 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Uhrmacher in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.111 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.141 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.203 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.929 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.929 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.751 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.226 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.537 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.139 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der zukünftige Uhrmacher bzw. die Uhrmacherin durchläuft eine duale, in Industrie und Handwerk anerkannte Lehre. In drei Jahren eignen sie sich im ausbildenden Betrieb die praktischen Fähigkeiten und in der Berufsschule die theoretischen Grundlagen des Berufs an.

Uhrmacher während der Ausbildung folgende Fertigkeiten:

  • Uhrwerke manuell und mit Ultraschall reinigen,
  • Flächen auf Ebenheit, Form-Genauigkeit und Winkligkeit prüfen,
  • Uhren in Betrieb nehmen und Endkontrolle durchführen,
  • Batterien unter Berücksichtigung der Stromaufnahme ersetzen,
  • Wasserdichtheit überprüfen.

Im Unternehmen lernt er das Warten von Betriebsmitteln, das Handhaben von Werks- und Hilfsstoffen, Montieren und Demontieren sowie das Beraten der Kunden. Im Unterricht analysiert er Funktions-Prinzipien von Uhrwerken, unterscheidet Systeme der Zeitmessung und wartet mechanische Kleinuhren. Nach eineinhalb Jahren findet eine Zwischenprüfung statt.

Am Ende der Ausbildung prüft die Industrie- und Handelskammer die Abgänger schriftlich in Wirtschafts- und Sozialkunde, Service und Instandhaltung sowie Uhrentechnik. Zeichnerische Aufgaben sind inbegriffen. Als mündlicher Test führt der Prüfling eine Aufgabe aus, die einem Kundenauftrag entspricht. Das Instandhalten einer Kleinuhr oder ein Bauteil oder eine Baugruppe anfertigen und prüfen sind Beispiele dazu.

Für die Uhrmacher-Lehre ist keine bestimmte Vorbildung notwendig. Die meisten Ausbildungs-Anfänger verfügen über einen mittleren Schulabschluss oder die Hochschulreife. Vertiefte Kenntnisse in den Fächern Physik, Werken / Technik und Mathematik sind für das Verständnis der Zeitmess-Geräte unabdingbar.

Während der Ausbildung erwirbt der Interessierte Zusatz-Qualifikationen, die später den Berufseinstieg erleichtern. Mögliche Optionen sind Betriebsassistent Handwerk oder Europa-Assistent im Handwerk. Die Prüfung als Uhrmacher-Meister erhöht die Chancen auf eine Führungs-Qualifikation. Im Vorfeld absolviert der Interessent einen Vorbereitungs-Lehrgang, welcher zur Kenntnis-Erweiterung in den vier Teilen der Meisterprüfung dient. Er besucht diesen in Vollzeit, Teilzeit oder als Fernlehrgang.

Die fachpraktische Prüfung besteht aus einem Meisterprüfungs-Projekt und einem Gespräch darüber. Im schriftlichen Teil beweist der Prüfling seine erworbenen Fähigkeiten im Bereich der Auftrags-Abwicklung, Betriebs-Führung und -Organisation sowie Instandhaltungs-Technik. Im dritten Abschnitt testet der Meisterprüfungs-Ausschuss die betriebswirtschaftlichen, rechtlichen sowie kaufmännischen Kenntnisse des Absolventen. Den Schluss bildet ein schriftlicher Test über das berufs- und arbeitspädagogische Wissen.

3. Studium

Der Studiengang Mikrotechnik, Mikrosystem-Technik vermittelt wissenschaftliche Grundlagen in:

  • Mikro-Optik,
  • Informatik,
  • Mikro-Mechanik,
  • Mikro-Elektronik.

Nach acht Semestern schließt der Absolvent mit dem Bachelor of Engineering ab. Es bietet sich eine Fortsetzung im weiterführenden Studienfach Mikrotechnik, Mikrosystem-Technik an. Zwei Jahre lang vertieft der Studierende die im grundständigen Studium gelernten Themen und absolviert die Master-Prüfung. Er spezialisiert sich auf ein Gebiet wie beispielsweise Mikro-Optik oder Mikro-Mechanik. Weitere Fächer sind Nanotechnik, Schaltungs- und Informations-Technik und Werkstofftechnik.

Ein duales Studium bietet sich für Abiturienten an und andere, die neben den theoretischen Fächern mehr Gewicht auf die Berufspraxis legen. Der Studiengang Mechatronik und Mikrosystem-Technik führt in neun Semestern zum Bachelor und gleichzeitig zum Abschluss als Mechatroniker.

4. Tätigkeit

Uhrmacher und Uhrmacherinnen haben ihren Arbeitsplatz sowohl in der handwerklichen als auch in der industriellen Uhrenherstellung und im Uhrengroßhandel. Weitere Einsatzgebiete für diesen Beruf sind Reperatur- und Serveicestätten, welche oft in Einzelhandelsgeschäften zu finden sind. Aufgaben eines Uhrmachers sind das Herstellen, Warten und Reparieren von Uhren sowie das Anfertigen von Schmuck.

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