*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Vermessungsingenieur

Datenbasis: 45 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.121 € 3.342 € 4.649 €
Baden-Württemberg 2.429 € 3.828 € 5.325 € Jobs Vermessungsingenieur
Bayern 2.037 € 3.505 € 4.452 € Jobs Vermessungsingenieur
Berlin 1.730 € 2.726 € 3.792 € Jobs Vermessungsingenieur
Brandenburg 1.616 € 2.546 € 3.542 € Jobs Vermessungsingenieur
Bremen 1.814 € 2.859 € 3.977 € Jobs Vermessungsingenieur
Hamburg 2.250 € 3.545 € 4.931 € Jobs Vermessungsingenieur
Hessen 2.455 € 3.868 € 5.381 € Jobs Vermessungsingenieur
Mecklenburg-Vorpommern 1.400 € 2.206 € 3.069 € Jobs Vermessungsingenieur
Niedersachsen 2.469 € 2.908 € 3.814 € Jobs Vermessungsingenieur
Nordrhein-Westfalen 2.978 € 3.558 € 4.645 € Jobs Vermessungsingenieur
Rheinland-Pfalz 2.465 € 3.183 € 3.727 € Jobs Vermessungsingenieur
Saarland 2.017 € 3.178 € 4.421 € Jobs Vermessungsingenieur
Sachsen 1.631 € 2.570 € 3.575 € Jobs Vermessungsingenieur
Sachsen-Anhalt 1.599 € 2.519 € 3.504 € Jobs Vermessungsingenieur
Schleswig-Holstein 1.863 € 2.935 € 4.083 € Jobs Vermessungsingenieur
Thüringen 1.658 € 2.612 € 3.634 € Jobs Vermessungsingenieur

Vermessungsingenieur / Vermessungsingenieurin:

1. Gehalt

Als Vermessungsingenieur liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.342 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 45 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.121 € beginnen, Vermessungsingenieure in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 4.649 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.935 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.828 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Vermessungsingenieur in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 3.134 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.131 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.706 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.174 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.607 Euro brutto
  • 50 Jahre = 4.195 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.131 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.999 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.599 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Zwar ist eine Tätigkeit als klassische /-r Vermessungsingenieur /-in nur mit einem abgeschlossenen Studium möglich, doch auch Ausbildungsberufe können in der Branche der sogenannten Geoinformationstechnologie erlernt werden. Wer diesen Weg einschlagen möchte, dem bieten sich zwei Möglichkeiten: entweder wird der Beruf des /-r Vermessungstechnikers /-in angestrebt oder aber die Ausbildung zum/zur Geomatiker /-in gewählt. Worin sich diese beiden Ausbildungsberufe unterscheiden, zeigt die folgende Auflistung:

  • Der/die Vermessungstechniker /-in erlernt die Grundlagen der Geoinformation sowie die Methoden und Arten der Berechnung im Bereich der Vermessungstechnik.
  • Neuerdings sind auch die Industrie- und Überwachungsvermessung Bestandteil der Ausbildung.
  • Des Weiteren lernt der/die Auszubildende die Fachgebiete Grundstückswertermittlung, Liegenschaftskataster sowie Bau- und Bodenordnung kennen.
  • Im 3. Ausbildungsjahr erfolgt je nach Interesse eine Spezialisierung entweder im Bereich Vermessung oder Bergvermessung.
  • Nach Abschluss der Ausbildung finden Vermessungstechniker meist eine Anstellung in Vermessungs- oder Ingenieurbüros, Landesvermessungsbehörden, Kataster- und Vermessungsämtern auf staatlicher wie kommunaler Ebene oder auch bei Wasser- bzw. Schiffsämtern.
  • Zwar ist als Voraussetzung für die Aufnahme der Ausbildung kein bestimmter Schulabschluss explizit festgelegt, allerdings werden Bewerber mit Hochschulreife häufig bevorzugt.
  • Der/die Geomatiker /-in beschäftigt sich in der Ausbildung vor allem mit dem Geodatenmanagement, d.h. er/sie lernt, wie analoge und digitale Daten erfasst, verarbeitet, veranschaulicht und modelliert werden können.
  • Neben der Visualisierung und Gestaltung nimmt auch der Bereich der Kundenberatung und des Marketings einen wichtigen Platz innerhalb der Ausbildung ein.
  • Der Tätigkeitsbereich von Geomatikern erstreckt sich von Vermessungs- und Katasterbehörden über Ingenieurbüros bis hin zu Firmen der Fernerkundung.
  • Darüber hinaus werden Geomatiker aber auch in kartographischen Betrieben und Verlagen gebraucht.
  • Die Zugangsvoraussetzungen sind ähnlich wie bei der Ausbildung zum/zur Vermessungstechniker / -in nicht genau definiert, jedoch ist die Hochschulreife empfehlenswert.

Trotz der teilweise unterschiedlichen Tätigkeitsfelder, sind sich die Ausbildungsberufe vor allem bezüglich der Interessen und Fähigkeiten, die ein/e Auszubildende/r mitbringen sollte, doch recht ähnlich: Im Vermessungswesen ist es von zentraler Bedeutung, strukturiert und vor allem räumlich denken zu können. Eine gewisse Affinität für mathematische, physikalische und geographische Sachverhalte sollte vorhanden sein. Außerdem ist zeichnerisches Talent von Vorteil. Ferner muss der/die Auszubildende Bereitschaft zeigen, viel im Außendienst eingesetzt zu werden.

Nach Abschluss der Ausbildung und eventuell einiger Jahre Berufserfahrung bietet sich, sofern die Zulassungsbedingungen erfüllt werden, ein Studium im Bereich des Vermessungswesens an.

3. Studium

Den Titel Vermessungsingenieur /-in darf nur tragen, wer den Studiengang Vermessungswesen bzw. Geodäsie erfolgreich abgeschlossen hat. Dieser wird an zahlreichen deutschen Universitäten sowie Fachhochschulen angeboten. Ähnlich wie bei anderen Studienfächern lässt sich auch hier sagen, dass das Studium an einer Fachhochschule grundsätzlich praxisorientierter ausgerichtet ist, während bei einem Universitätsstudium die Theorie stärker im Fokus steht. Zum Ausdruck kommt dieser Praxisbezug beispielsweise darin, dass an FHs Praktika und Praxisphasen einen zentralen Bestandteil des Studiums darstellen.

Das Studium der Geodäsie beinhaltet Module aus verschiedenen Themenbereichen, z.B.:

  • Mathematik (Ingenieurmathematik, Statistik, geodätisches Rechnen, mathematische Geodäsie),
  • Physik (Experimentalphysik, physikalische und astronomische Geodäsie),
  • Geowissenschaften,
  • Computergrafik/Visualisierung, Bildverarbeitung, Programmierung von Geodaten,
  • geodätische Messtechnik, GPS,
  • Kartographie, Raumplanung,
  • BWL, VWL, Recht,
  • Flächen- und Immobilienmanagement.

Die Regelstudienzeit im Studiengang Vermessungstechnik beträgt 6-8 Semester, an deren Ende im Erfolgsfall ein Bachelor-Abschluss steht. Auf dieses grundständige Studium kann nun entweder unmittelbar ein Master-Studium folgen, oder aber der/die Student /-in sammelt zunächst Berufserfahrung und nimmt möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt ein weiterführendes Studium auf. Ähnlich wie in vielen anderen Bereichen hat sich auch im Vermessungswesen in den letzten Jahren das Modell des Dualen Studiums etabliert, wodurch der/die Student /-in bereits während des Studiums wertvolle Praxiserfahrungen sammeln kann.

Eine sinnvolle Alternative zum Studiengang Geodäsie bzw. Vermessungstechnik kann die Kartographie darstellen. Ein weiteres Feld, welches große Gemeinsamkeiten zum Vermessungswesen aufweist, ist das der Geowissenschaften. Dieses reicht von der Geografie, über die Geophysik bis hin zum Rohstoffingenieurwesen.

4. Tätigkeit

Der Vermessungsingenieur oder die Vermessungsingenieurin sind Fachkräfte von Vermessungsarbeiten und arbeiten vorwiegend in Ingenieurbüros, bei Vermessungsämtern, in Vermessungsbüros oder bei Unternehmen des Baugewerbes. Vermessungsingenieure sind vielseitig einsetzbar. Ein zentraler Bestandteil ihrer Arbeit sind Messungen. Dabei sind sie nicht nur für die korrekte Durchführung und Auswertung der Messreihen zuständig, auch das Planen und Vorbereiten sowie die Visualisierung der Messergebnisse gehören zu ihren Aufgaben. Zu diesem Zweck stehen den Ingenieuren verschiedenste Technologien zur Verfügung.

Vermessungsingenieure kommen in der Stadt- und Regionalplanung zum Einsatz. Außerdem vermessen sie Grundstücke und Gebäude und schaffen so z.B. die Grundlage für Grenzziehungen. Ein weiterer immer mehr an Bedeutung gewinnender Bereich ist die Navigation. Waren es früher Landkarten und Stadtpläne, die den Menschen Orientierung boten, sind diese mittlerweile weitgehend durch moderne Navigationssysteme ersetzt worden. Neben dem herkömmlichen Erstellen von Plänen bieten daher die Entwicklung und der Vertrieb von Navigationsgeräten viele Möglichkeiten für Ingenieure, ihr Wissen einzubringen. Ferner können sich Vermessungsingenieure auch innerhalb ihrer Metiers spezialisieren, beispielsweise auf Vermessungen von Küsten- oder Bergbaugebieten.

Das Durchschnittsgehalt liegt bei den Vermessungsingenieuren bzw. den Vermessungsingenieurinnen bei einem Einkommen von etwa 35.000 EUR im Jahr. Dabei ist der Verdienst abhängig von dem Einsatzgebiet, der Berufserfahrung oder dem Verantwortungsbereich.

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