Jobangebote für Wertpapierhändler (+15km)

Geschätztes Bruttogehalt  
*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Wertpapierhändler

Datenbasis: 136 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.689 € 4.740 € 9.765 €
Baden-Württemberg 2.959 € 5.216 € 10.746 € Jobs Wertpapierhändler
Bayern 2.536 € 4.720 € 9.765 € Jobs Wertpapierhändler
Berlin 2.516 € 4.435 € 9.137 € Jobs Wertpapierhändler
Brandenburg 2.049 € 3.611 € 7.439 € Jobs Wertpapierhändler
Bremen 2.584 € 4.555 € 9.384 € Jobs Wertpapierhändler
Hamburg 2.852 € 5.028 € 10.358 € Jobs Wertpapierhändler
Hessen 2.488 € 5.568 € 9.765 € Jobs Wertpapierhändler
Mecklenburg-Vorpommern 1.976 € 3.484 € 7.177 € Jobs Wertpapierhändler
Niedersachsen 2.805 € 4.944 € 10.185 € Jobs Wertpapierhändler
Nordrhein-Westfalen 2.929 € 4.636 € 8.463 € Jobs Wertpapierhändler
Rheinland-Pfalz 2.645 € 4.662 € 9.604 € Jobs Wertpapierhändler
Saarland 2.557 € 4.507 € 9.285 € Jobs Wertpapierhändler
Sachsen 2.305 € 4.063 € 8.370 € Jobs Wertpapierhändler
Sachsen-Anhalt 2.027 € 3.573 € 7.361 € Jobs Wertpapierhändler
Schleswig-Holstein 2.476 € 4.365 € 8.992 € Jobs Wertpapierhändler
Thüringen 2.101 € 3.704 € 7.631 € Jobs Wertpapierhändler

Wertpapierhändler / Wertpapierhändlerin:

1. Gehalt

Als Wertpapierhändler liegt das deutschlandweite Gehalt bei 4.740 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 136 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.689 € beginnen, Wertpapierhändler in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 9.765 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 4.365 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 5.216 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Wertpapierhändler in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 3.808 Euro brutto
  • 30 Jahre = 4.352 Euro brutto
  • 35 Jahre = 5.008 Euro brutto
  • 40 Jahre = 5.722 Euro brutto
  • 45 Jahre = 6.049 Euro brutto
  • 50 Jahre = 5.164 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 4.258 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 4.584 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 5.696 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der Einstieg zum Wertpapier-Händler erfolgt über einen kaufmännischen Beruf. Der Interessent absolviert seine Lehrjahre idealerweise im Bankwesen, beispielsweise als Bankkaufmann. Die meisten Betriebe stellen Ausbildungs-Anfänger mit Hochschulreife ein. Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung festgelegt. Vertiefte Kenntnisse in den Schulfächern Mathematik, Deutsch und Wirtschaft sind für den Kandidaten vorteilhaft. Zins- sowie Prozent-Rechnung gehören zum Tagesgeschäft. Für das Verfassen von Geschäftsbriefen ist neben einer guten schriftlichen Ausdrucks-Fähigkeit eine fehlerfreie Rechtschreibung unerlässlich.

Die Lehre dauert drei Jahre. Im Betrieb erlernt der Auszubildende folgende Bereiche:

  • Geld- und Vermögens-Anlage,
  • Markt- und Kunden-Orientierung,
  • Rechnungswesen und Steuerung,
  • Kreditgeschäft,
  • Kontoführung und Zahlungsverkehr.

Nach drei Semestern findet die Zwischenprüfung statt. In der Berufsschule erwirbt der Lehrling theoretische Kenntnisse. Er lernt Privat-Kredite, Geld- und Vermögens-Anlagen zu bearbeiten, Konten zu führen sowie Unternehmens-Leistungen zu erfassen und zu dokumentieren. Die Industrie- und Handelskammer prüft zum Schluss der Ausbildung die Kenntnisse in Wirtschafts- und Sozialkunde, Bankwirtschaft und Rechnungswesen schriftlich. Die mündliche Prüfung dreht sich um die Kunden-Betreuung.

Der Bankkaufmann erweitert sein Wissen mit dem Erwerb von Zusatz-Qualifikationen während der Ausbildung. Fremdsprachen-Kenntnisse oder der ergänzende Abschluss als Finanz-Assistent wirken sich beim Start ins Berufsleben förderlich aus. Die Weiterbildung zum Bankfachwirt erhöht die Chancen auf eine zukünftige Führungs-Position.

3. Studium

Mit einer Hochschulzugangs-Berechtigung studiert der Absolvent Bank, Finanz-Dienstleistungen an einer Universität. Der grundständige Studiengang bildet eine gute Basis für die Weiterbildung zum Wertpapierhändler. In vier Jahren erwirbt der Interessent den Bachelor. Damit stehen ihm diverse weiterführende Studienfächer offen.

Der Vorlesungsplan beinhaltet folgende Pflichtmodule:

  • Financial Planning,
  • Bank-Risikosteuerung,
  • Grundlagen des Kredit- und Auslands-Geschäfts,
  • Wirtschaftsrecht,
  • Wirtschaftspolitik,
  • Anlage-Geschäft.

In Wahlpflicht-Modulen behandeln die Dozenten Themen wie Verhaltens-Ökonomik, inter-kulturelles Management und Privatkunden-Geschäft. Außerdem bieten sie Vertiefungs-Module zu Vertriebs-Management, Gesamt-Banksteuerung und Kapital-Anlagen an.

Studierende ohne Bank-Ausbildung bringen relevante Vorkenntnisse in Mathematik, Informatik, Englisch sowie Wirtschaft mit. Sie steigen dank der erworbenen Hochschulreife direkt ins Studium ein. Je nach Hoch- oder Fachschule verlangt die Bildungs-Institution ein oder mehrere Praktika bei Finanz-Dienstleistern. Der duale Studiengang ist eine Alternative für Neueinsteiger. Die zusätzliche Praxis-Erfahrung erweitert die Chance auf einen interessanten Arbeitsplatz.

In vier Semestern erwirbt der Studierende den zweiten berufs-qualifizierenden Hochschul-Abschluss im weiterführenden Studienfach Bank – Finanz-Dienstleistungen.

Um sich Wertpapier-Händler zu nennen, legt der Kandidat die Händlerprüfung bei der Deutschen Börse AG ab. Diese bildet die Grund-Voraussetzung für die Zulassung. Einige Universitäten bieten Vorlesungen an, die mit einer Klausur abschließen. Diese berechtigt zur Teilnahme an der Prüfung. Studenten absolvieren diese teilweise während des Studiums. Das Examen umfasst Themen wie deutsches Börsenrecht, Abwicklung von Börsengeschäften, Xetra-Marktmodell, Terminmarkt-Produkte und einzelne Börsen-Segmente.

Wenige Menschen bereiten sich ohne Hilfe von außen auf die Prüfung vor. Einige Finanzdienstleister bieten ihren Angestellten eine integrierte Ausbildung an, deren Abschluss die Händlerprüfung bildet.

4. Tätigkeit

Der Wertpapierhändler/die Wertpapierhändlerin handeln im Auftrag ihrer Kunden selbständig mit Wertpapieren. Mögliche Auftraggeber können Banken, Firmen oder Privatkunden sein. Fast der gesamte Wertpapierhander wird über elektronische Börsensysteme oder am Telefon getätigt. Der Wertpapierhändler/die Wertpapierhändlerin benötigt ein fundiertes Wissen im Bank- und Börsenrecht und gute Englischkenntnisse. Ein betriebswirtschaftliches Studium mit der Hauptrichtung Bank- und Finanzwesen, oder eine Fortbildung im Bankenwesen sind Vorraussetzung zur Ausübung dieses Berufes. Da die Tätigkeit oft mit Termindruck und Stress verbunden ist, sollte der Wertpapierhändler/die Wertpapierhändlerin belastbar sein.