*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Zahntechniker

Datenbasis: 1.983 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.711 € 2.411 € 3.610 €
Baden-Württemberg 1.855 € 2.539 € 3.906 € Jobs Zahntechniker
Bayern 1.757 € 2.555 € 4.168 € Jobs Zahntechniker
Berlin 1.621 € 2.387 € 3.558 € Jobs Zahntechniker
Brandenburg 1.688 € 2.067 € 3.115 € Jobs Zahntechniker
Bremen 1.881 € 2.626 € 3.311 € Jobs Zahntechniker
Hamburg 1.910 € 2.560 € 3.506 € Jobs Zahntechniker
Hessen 1.906 € 2.441 € 3.276 € Jobs Zahntechniker
Mecklenburg-Vorpommern 1.593 € 1.850 € 2.524 € Jobs Zahntechniker
Niedersachsen 1.623 € 2.356 € 3.443 € Jobs Zahntechniker
Nordrhein-Westfalen 1.719 € 2.441 € 3.667 € Jobs Zahntechniker
Rheinland-Pfalz 1.983 € 2.512 € 3.699 € Jobs Zahntechniker
Saarland 1.656 € 2.065 € 4.304 € Jobs Zahntechniker
Sachsen 1.539 € 1.934 € 3.125 € Jobs Zahntechniker
Sachsen-Anhalt 1.599 € 2.101 € 3.619 € Jobs Zahntechniker
Schleswig-Holstein 1.764 € 2.601 € 3.841 € Jobs Zahntechniker
Thüringen 1.567 € 1.996 € 2.653 € Jobs Zahntechniker

Zahntechniker / Zahntechnikerin:

1. Gehalt

An Prothesen und Implantaten schleifen ist ein fester Bestandteil im Alltag als Zahntechniker. Ob Sie an Ihrem Gehalt schleifen können, verraten wir Ihnen:

Das bundesweite Durchschnittsgehalt eines Zahntechnikers beträgt 2.411 € brutto im Monat bzw. 15,44 € pro Stunde. Allerdings sind die Gehaltsschwankungen in der Branche enorm. So verdienen

  • 25% der Zahntechniker weniger als 1.711 €,
  • die oberen 25% aber ab 3.610 € aufwärts.

Diese Werte sind das Ergebnis von 1.805 Datensätzen, die wir innerhalb der letzten zwei Jahre erhoben und ausgewertet haben.

Regionale Unterschiede beim Gehalt

Am besten verdienen Zahntechniker in den südlichen Bundesländern und den norddeutschen Stadt-Staaten Bremen und Hamburg. Weit niedriger sind die Gehälter in Ostdeutschland. Allerdings sind dort die Lebenshaltungskosten auch deutlich geringer, so dass sich die Differenz zumindest teilweise relativiert.

Mehr Kollegen, mehr Gehalt

Auch die Firmengröße hat Einfluss auf die Höhe des Lohns. Mittelgroße Unternehmen zahlen weit mehr als kleinere Arbeitgeber:

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.409 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.688 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.593 Euro brutto

Dass das Durchschnittseinkommen bei großen Unternehmen dann wieder geringer wird, hat vermutlich damit zu tun, dass es kaum zahntechnische Labore gibt, die mehr als 1.000 Mitarbeiter beschäftigen.

Erfahrung zahlt sich aus

Mit steigendem Alter und damit einhergehend auch wachsender Erfahrung, steigt auch das Gehalt. Berufsanfänger starten nach der Ausbildung mit einem durchschnittlichen Einstiegsgehalt von 1.759 €, das sich im Laufe der Zeit Schritt für Schritt erhöht: Im Alter von 30 Jahren verdienen Zahntechniker durchschnittlich 2.092 €, mit 40 Jahren sind es bereits 2.505 € und im Alter von 50 Jahren 2.645 €. Weiterbildungen verbessern dabei oftmals die Aufstiegs- und damit selbstverständlich auch die Verdienstmöglichkeiten.

  • 25 Jahre = 1.910 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.092 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.314 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.505 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.555 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.645 Euro brutto

Ist das Einkommen von Männern und Frauen bei Berufseinstieg noch recht nah beieinander (1.848 € vs. 1.726 €), entwickelt es sich im Laufe des Berufslebens tendenziell eher auseinander. Betrachtet man den Gesamtdurchschnitt aller Zahntechniker, verdienen Männer mit 2.697 € deutlich mehr als Frauen mit 2.292 €.

Bei allen genannten Angaben zum Gehalt als Zahntechniker bzw. Zahntechnikerin handelt es sich um Durchschnittswerte. Für genauere Informationen empfehlen wir unseren kostenlosen Gehaltscheck oder eine individuelle Gehaltsanalyse (zum Gehaltsvergleich).

2. Ausbildung / Weiterbildung

Der Beruf des Zahntechnikers gehört zu den von der Handwerksordnung geregelten Ausbildungs-Berufen. Die zugehörige Lehre dauert unter normalen Umständen drei Jahre und sechs Monate. Interessierte Personen benötigen eine gute Koordination von den Augen und Händen, um Prothesen zu erstellen. Außerdem setzt der Beruf Sorgfalt, eine genaue Beobachtungs-Gabe und räumliches Vorstellungs-Vermögen voraus. Zu den wichtigen Fächern aus der Schule gehören die Physik und die Mathematik.

Im Rahmen ihrer Ausbildung befassen sich die angehenden Zahntechniker mit den für ihren Beruf wichtigen Themengebieten. Sie lernen die unterschiedlichen Möglichkeiten eines Zahnersatzes und die kieferorthopädischen Geräte kennen. Der Lehrplan umfasst die folgenden Inhalte:

  • Herstellen eines Gebiss-Modells,
  • Herstellen und Reparieren von festsitzendem Zahn-Ersatz,
  • Auswahl und Pflege der richtigen Werkzeuge,
  • Herstellen und Reparieren von Prothesen,
  • Herstellen und Reparieren von Geräten aus der Kiefer-Orthopädie,
  • Programmierung und Bedienung der zugehörigen Maschinen.

Nach der Hälfte der Ausbildung steht eine Zwischenprüfung an. Sie dient dazu, den aktuellen Wissensstand der Auszubildenden zu ermitteln. Die Lehre zum Zahntechniker endet mit einer Gesellenprüfung. Letztere setzt sich aus einer schriftlichen und einer praktischen Aufgabe zusammen. Der praktische Abschnitt der Prüfung nimmt eine Woche in Anspruch und findet in den Laboren der entsprechenden Berufsschule statt. Personen, welche die Prüfung mit Erfolg bestehen, stellen anschließend die unterschiedlichsten Prothesen aus dem Bereich des Zahn-Ersatzes her.

Bei Aufstiegs-Ambitionen besteht die Option, an einer aufbauenden Weiterbildung teilzunehmen. Diesbezüglich stehen unterschiedliche Alternativen offen, die von den jeweiligen Interessen und Präferenzen abhängen. Beabsichtigt ein Zahntechniker, künftig selbst Personen auszubilden, eignet sich die Meisterprüfung. Es empfiehlt sich, zuvor vorbereitende Lehrgänge zu besuchen. Mit den entsprechenden Kursen dauert die Weiterbildung ein bis zwei Jahre. Die konkrete Länge hängt davon ab, ob die Teilnehmer die Fortbildungs-Kurse in Teil- oder Vollzeit besuchen. Der Meisterbrief berechtigt neben der Ausbildung zur Selbstständigkeit.

Weitere Alternativen stellen die Weiterbildungen zum technischen Fachwirt und die zum Betriebswirt dar. Letztgenannte vermittelt fundierte wirtschaftliche Kompetenzen und bereitet den Zahntechniker auf leitende Positionen in Unternehmen vor. Die Fortbildung zum technischen Fachwirt richtet ihren Fokus auf die Technik; kaufmännische Themen spielen eine weniger wichtige Rolle.

3. Studium

Neben den beschriebenen Wegen der Weiterbildung besitzen Zahntechniker mit Hochschul-Zugangsberechtigung die Chance auf ein Studium an einer Universität oder Fachhochschule. Es handelt sich um eine weitere Möglichkeit, um beruflich aufzusteigen und die Gehalts-Perspektiven zu verbessern. Als klassische Studienrichtung für ausgebildete Zahntechniker bietet sich das Studium der Zahnmedizin an. Die Hochschul-Ausbildung für angehende Zahnärzte endet mit dem Staatsexamen.

Im Vergleich zum Zahnmedizin-Studium nehmen Bachelor-Studiengänge weniger Zeit in Anspruch. Sie empfehlen sich deswegen eher für Personen, die bereits eine Berufsausbildung besitzen. Zur Liste der potenziellen Bachelor-Studiengänge zählt beispielsweise die Dental-Technologie. Das unter anderem von der Hochschule in Osnabrück angebotene Studium vermittelt fundiertes Fachwissen aus der Dentalbranche und verbindet zahnmedizinische Aspekte mit Bestandteilen eines Ingenieur-Studiengangs.

Der Lehrplan sieht vor:

  • moderne Fertigungs-Verfahren in der Dentalbranche,
  • Konstruktion von Zahn-Ersatz,
  • Konstruktion von Werkzeugen und Anlagen für den Einsatz in der Zahntechnik,
  • anwendungsgerechte Auswahl der Werkstoffe.

Zusätzlich hören die Studierenden Vorlesungen zu den naturwissenschaftlich-mathematischen Grundlagen. Hierzu zählen die Physik, die Chemie und die Mathematik. Ferner stehen ingenieur-wissenschaftliche Fächer wie Statik, Festigkeitslehre, Elektrotechnik und Messtechnik an.

4. Tätigkeit

Zahntechniker finden ihr Arbeitsumfeld bei zahntechnischen Laboren oder bei Zahnarztpraxen mit entsprechenden Abteilungen. Ihre Aufgaben umfassen alle berufstypischen Tätigkeiten aus den Bereichen Herstellung von kieferorthopädischen Geräten und Vorrichtungen, Fertigung von Kiefermodellen und Ausarbeitung von Hilfsmitteln, die eine bestimmte Fehlfunktion beheben sollen. Sie erhalten ihre Aufträge von Zahnärzten und Zahnärztinnen, die gleichermaßen ihre Arbeit bei den Patienten anpassen und somit auf Funktion kontrollieren. Weitergehend befassen sie sich auch mit der Reparatur von kieferorthopädischen Geräten und bearbeiten Reklamationen. Das Gehalt oder der Verdienst kann durch das Arbeitsumfeld bestimmt sein. Das Einkommen hängt nicht zuletzt von dem Arbeitsumfang innerhalb eines Unternehmens oder einer Einrichtung ab. Der Stundenlohn richtet sich nicht zuletzt nach Art, Umfang und Qualität der Behandlung.