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Verdienen auch Umweltingenieure überdurchschnittlich?

Verdienen auch Umweltingenieure überdurchschnittlich?

Ingenieurberufe gelten allgemein als Anstellungen mit überdurchschnittlichen Einkommen. Trifft das auch für Umweltingenieure zu? Grundsätzlich ja! Nach einem erfolgreichen Hochschulabschluss starten Umweltingenieure in größeren Unternehmen mit einem Jahresgehalt von knapp 40.000 Euro. Somit stehen sie Ingenieuren aus den Berufsfeldern Mechatronik oder Elektrotechnik in nichts nach.

Die spezielle Fachausbildung der Umweltingenieure ist erforderlich, um den wohl wissenden Umgang mit den Quellen der Natur zu fördern und langfristig sicherzustellen. Dieser Verantwortung stellen sie sich. Wie sich das Gehalt der Berufsgruppe entwickeln kann, erfahren Sie folgend.

Sie sind Umweltingenieur oder Umweltingenieurin und möchten wissen, ob Sie marktgerecht verdienen? Hier können Sie es herausfinden: zum Gehaltsvergleich.

Welche Aufgaben erfüllen Umweltingenieure?

Das Zusammenspiel von Mensch und Umwelt bestimmt das berufliche Umfeld von Umweltingenieuren. Hauptaufgaben der Ingenieure /-innen bestehen darin, sowohl Menschen als auch Umwelt vor Schadstoffen, Rückständen und Lärm zu bewahren und von ihnen zu entlasten. Hierzu existieren unterschiedliche technische Konzepte und Methoden. Die Maßnahmen, die Umweltingenieure umsetzen, sind entsprechend vielfältig.
Sie entwickeln mit Unterstützung von fachspezifischen Mitarbeitern Anlagen oder Vorrichtungen, um Energieverbräuche, Schadstoffausstoß oder Lärm zu reduzieren. Zusätzlich zu praktischen Fähigkeiten sind gleichermaßen betriebswirtschaftliche Sachkenntnisse für Umweltingenieure wichtig.

Der angemessene Umgang mit verfügbaren natürlichen Ressourcen ist für Umweltingenieure /-innen zwingende Verpflichtung. Sie entwerfen Nachhaltigkeitspläne für die Gewinnung von Energien und tragen zur Lösung klassischer Fragen im Umweltschutz bei. Umweltingenieure /-innen beschäftigen sich mit dem Klimawandel und bemühen sich, die Trinkwassergewinnung zu optimieren. Dazu zählen zudem die Konzeption von Wasseraufbereitung und die Realisierung von Bodenschutzprogrammen.
Umweltingenieure /-innen, die in Küstengebieten oder an Seen und Flüssen wirken, bearbeiten die Themenbereiche Hochwasserschutz und Gewässergestaltung. Sie arbeiten Sanierungsmaßnahmen für Altlasten aus und konzipieren machbare Schritte zum Immissionsschutz.

Wie werde ich Umweltingenieur /-in?

Um als Umweltingenieur /-in beruflich erfolgreich zu werden, müssen Interessenten /-innen ein Hochschulstudium absolvieren. Das passende Studienfach heißt Umweltingenieurwissenschaften. Die Regelstudienzeit beträgt drei Jahre. Der Abschluss des Studiums endet mit dem Titel Bachelor of Science. Dieses Grundstudium vertieft das Wissen der Studierenden in den vielen Bereichen, die für die spätere Betätigung als Umweltingenieur /-in von essenzieller Bedeutung sind.
Nach dem Studium können Interessenten in das praktische Berufsleben einsteigen oder alternativ einen weiterqualifizierenden Studiengang erledigen. Das weiterführende Studium dauert noch einmal zwei Jahre und verleiht den Titel Master of Science in Umweltingenieurwissenschaften. Studenten /-innen erarbeiten interdisziplinäres Know-how des Umweltingenieurwesens und naheliegender Fachgebiete. Mit Abschluss des Mastertitels steht Interessenten /-innen die Chance zur Promotion offen.

Wo arbeiten Umweltingenieure?

Studierte Umweltwissenschaftler /-innen haben positive Aussichten auf dem Arbeitsmarkt. In Abhängigkeit persönlicher Präferenzen und Spezialisierungen während des Hochschulstudiums schaffen Umweltingenieure /-innen in Unternehmen der freien Wirtschaft und der Industrie. Hier liegen ihre Kernfunktionen unter anderem in Projektmanagement oder Beratung/Consulting. Auch eine Beschäftigung in Marketing oder Produktvertrieb ist für Umweltingenieure /-innen denkbar. Beliebte Arbeitgeber für die Wissenschaftler /-innen sind ebenso Betriebe oder Labors aus den Gebieten Wissenschaft und Forschung. Öffentliche Verwaltungen bieten Jobs für Umweltingenieure /-innen. Hier betreuen die Wissenschaftler /-innen beispielsweise die Abteilungen Städteplanung oder Abwasserentsorgung. Mit entsprechender Motivation verwirklichen Umweltingenieure /-innen eine berufliche Existenz mittels eines selbstständigen Beraterbüros.

Gehalt als Umweltingenieur /-in

Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind zwei Worte, die aus der modernen Gesellschaft und dem aktuellen Arbeitsmarkt nicht mehr wegzudenken sind. Daher sind auch Umweltingenieure zunehmend gefragt.

Die individuelle Gehaltshöhe steigt hier mit zunehmender Berufserfahrung. Viele Unternehmen wertschätzen das Praxiswissen ihrer Angestellten und neuer Bewerber /-innen. So entwickelt sich die Gehaltsabrechnung bei einer langjährigen Weiterbeschäftigung im selben Betrieb oder bei der Suche nach einem neuen Arbeitgeber zum Besseren. Mit mehr als neun Jahren in der Arbeitswelt verdienen Umweltingenieure /-innen im Durchschnitt 5.076 Euro.

Weibliche Fachkräfte der Umweltwissenschaften verdienen allerdings etwas weniger als ihre männlichen Kollegen. Umweltingenieurinnen erhalten vom Arbeitgeber ein durchschnittliches Monatsgehalt in Höhe von 3.633 Euro. Im direkten Vergleich zahlen Unternehmen den männlichen Ingenieuren monatlich 3.884 Euro. Diese Vergütungspraxis erweist sich somit nicht vollständig als fair.

Die folgenden Tabellen verdeutlichen die Entwicklung der Gehälter für Umweltingenieure /-innen:

Tabelle Gehalt als Umweltingenieur 2015

Weiterführende Infos zum Thema:

Wie viel verdient man als Produktionsingenieur /-in in der Autoindustrie?

Gehaltsunterschied: Warum Frauen weniger verdienen als Männer