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Was verdient ein Datenschutzbeauftragter?

Was verdient ein Datenschutzbeauftragter?

Während ein IT-Sicherheitsbeauftragter Präventionsmaßnahmen erstellt, um Daten zu schützen, geht ein Datenschutzbeauftragter gegen Verstöße gegen den Datenschutz vor und schaut sich die Resultate der Vorkehrungen für die Datensicherheit an. Laut §4f BDSG muss ein Datenschutzbeauftragter bestellt werden, sobald mindestens neun Personen personenbezogene Daten automatisiert verarbeiten. Dabei ist es irrelevant, ob es sich bei diesen Beschäftigten um Aushilfen, Angestellte oder freie Mitarbeiter handelt. Eine automatisierte Verarbeitung ist bereits dann gegeben, sobald eine Person mit dem Computer arbeitet.

Bei der Verarbeitung von besonders sensiblen personenbezogenen Daten, für Marktforschungsunternehmen und Auskunfteien ist die Bestellung eines Datenschutzbeauftragten Pflicht und zwar unabhängig davon, wie viele Personen tätig sind.

Zu personenbezogenen Daten gehören sowohl Daten der Kunden als auch die Daten der Mitarbeiter.

Was verdient ein Datenschutzbeauftragter/Datenschutzbeauftragte nach Bundesland?

Was macht ein Datenschutzbeauftragter?

Ein Unternehmen muss die Datenschutzbestimmungen umsetzen und einhalten. Dabei unterstützt der Datenschutzbeauftragte, indem er Prozesse der Datenverarbeitung analysiert und dokumentiert sowie aus rechtlichem Gesichtspunkt bewertet. Er deckt Sicherheitslücken auf und entwickelt Maßnahmen, die das Niveau des Datenschutzes im Unternehmen verbessern sollen.

Folgend sind einzelne Aufgaben eines Datenschutzbeauftragten aufgeführt:

  • Um das Niveau des Datenschutzes im Unternehmen feststellen zu können, führt der Datenschutzbeauftragte eine Bestandsaufnahme durch
  • Er ermittelt, wo für den Datenschutz notwendige Veränderungen erforderlich sind
  • Die Ziele des Datenschutzes vom Unternehmen werden festgelegt
  • Er kontrolliert, ob die EDV-Programme ordnungsgemäß angewendet werden
  • Datenschutzmaßnahmen und Maßnahmen für die Datensicherung werden koordiniert und überwacht
  • Verfahrensübersichten erstellen und pflegen
  • Arbeitsanweisungen und Richtlinien für den Datenschutz entwickeln
  • Er berät das Unternehmen, welche IT-Anwendungen zwecks Datenschutz eingeführt und ausgewählt werden sollten
  • Die Gestaltung von Verträgen mit Geschäftspartnern werden vom Datenschutzbeauftragten hinsichtlich des Datenschutzes überprüft
  • Er informiert über Rechtssprechungen, Richtlinien und Gesetze im Bezug auf Datenschutz
  • Datenschutzbeauftragte schulen die Mitarbeiter, damit sie mit personenbezogenen Daten datenschutzgerecht umgehen können

Voraussetzungen und Ausbildung

Es gibt weder eine Ausbildung noch einen Studiengang zum Datenschutzbeauftragten, sondern lediglich Kurse, die von Interessenverbänden oder Unternehmen angeboten werden und meistens eine Woche lang dauern. In dieser kurzen Zeit sind jedoch die Mindestanforderungen für die Aufgaben eines Datenschutzbeauftragten gar nicht zu erlernen. So muss ein Datenschutzbeauftragter ein umfassendes Wissen über die gesetzlichen Datenschutzbestimmungen und Datensicherheit besitzen. Außerdem muss er wissen, wie Maßnahmen zur Datensicherheit konkret umgesetzt werden können. Man könnte ein Studium in Rechtswissenschaften belegen, das allerdings die Datenschutzregeln meistens erst kurz vor der Prüfung behandelt.

Wer Datenschutzbeauftragter werden möchte, sollte sich somit freiwillig zu Seminaren anmelden, um eine solide Grundlage der notwendigen Kenntnisse zu erwerben.

Selbstverständlich gehören Verständnis und Wissen über technische Prozesse zu den Voraussetzungen. Deshalb ist es unerlässlich, sich im IT-Bereich weiterzubilden.

Das Gesetz hat einige Personengruppen ausgeschlossen, bei denen entweder das Risiko zur Selbstkontrolle besteht oder bei denen die Gefahr besteht, in einen Interessenkonflikt geraten zu können. Folgende Personen können somit nicht Datenschutzbeauftragte werden:

Ansonsten kann jede Person im Unternehmen Datenschutzbeauftragter werden, wenn bestimmte Eignungen vorhanden sind oder diese durch Weiterbildungen erworben werden.

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