*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Bestatter | Bestattungsfachkraft

Datenbasis: 276 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.673 € 2.240 € 3.257 €
Baden-Württemberg 1.865 € 2.483 € 3.377 € Jobs Bestatter | Bestattungsfachkraft
Bayern 1.795 € 2.540 € 3.410 € Jobs Bestatter | Bestattungsfachkraft
Berlin 1.678 € 1.956 € 2.191 € Jobs Bestatter | Bestattungsfachkraft
Brandenburg 1.569 € 1.905 € 1.968 € Jobs Bestatter | Bestattungsfachkraft
Bremen 1.607 € 2.152 € 3.129 € Jobs Bestatter | Bestattungsfachkraft
Hamburg 1.810 € 2.686 € 3.186 € Jobs Bestatter | Bestattungsfachkraft
Hessen 1.774 € 2.419 € 3.665 € Jobs Bestatter | Bestattungsfachkraft
Mecklenburg-Vorpommern 1.230 € 1.647 € 2.395 € Jobs Bestatter | Bestattungsfachkraft
Niedersachsen 1.726 € 2.110 € 3.183 € Jobs Bestatter | Bestattungsfachkraft
Nordrhein-Westfalen 1.664 € 2.215 € 3.341 € Jobs Bestatter | Bestattungsfachkraft
Rheinland-Pfalz 1.809 € 2.156 € 2.326 € Jobs Bestatter | Bestattungsfachkraft
Saarland 1.591 € 2.130 € 3.097 € Jobs Bestatter | Bestattungsfachkraft
Sachsen 1.545 € 1.760 € 1.885 € Jobs Bestatter | Bestattungsfachkraft
Sachsen-Anhalt 1.255 € 1.680 € 2.443 € Jobs Bestatter | Bestattungsfachkraft
Schleswig-Holstein 1.469 € 1.967 € 2.860 € Jobs Bestatter | Bestattungsfachkraft
Thüringen 1.623 € 1.818 € 2.002 € Jobs Bestatter | Bestattungsfachkraft

Bestatter / Bestatterin | Bestattungsfachkraft:

1. Gehalt

Als Bestatter liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.240 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 276 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.673 € beginnen, Bestattungsfachkräfte in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.257 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 1.967 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.483 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Bestatter in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.209 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.287 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.279 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.323 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.295 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.286 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.239 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.110 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.185 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Eine Bestattungsfachkraft ist in einem Todesfall für die Betreuung der Hinterbliebenen zuständig. Wer sich für den Beruf einer Bestattungsfachkraft interessiert, sollte über ein außerordentliches Maß an Feingefühl und die Fähigkeit verfügen, verbindlich mit trauernden Menschen umzugehen. Bewerber stellen sich bei Ausbildungsbetrieben in Industrie, Handwerk, Handel oder öffentlichen Dienst vor, um die dreijährige klassische Ausbildung zum/zur Bestattungsfachkraft zu absolvieren. Reguläre Ausbildungsbetriebe sind

  • Bestattungsinstitute,
  • Überführungsunternehmen,
  • Friedhöfe und Friedhofsverwaltungen,
  • Krematorien.

Ein mittlerer Bildungsabschluss oder eine Hochschulreife sind gute Voraussetzungen für Bewerber. Wichtig ist eine gute Note in Deutsch. Eine positive Ausdrucksfähigkeit ist unerlässlich, um in einem Bestattungsunternehmen in jeder Lage den richtigen Ton zu treffen. Zur Abrechnung von Bestattungsverträgen sind ordentliche Mathematikkenntnisse vorteilhaft. Handwerkliches Geschick zur Ausstattung von Särgen und das Verständnis technischer Zeichnungen ist ebenfalls hilfreich.

Während ihrer Ausbildung beschäftigen sich angehende Bestattungsfachkräfte mit den Schwerpunkten:

  • Typische friedhofstechnische Arbeiten,
  • Anfertigung und Einsatz technischer Unterlagen,
  • Planung von Arbeitsabläufen,
  • Bearbeitung von Verwaltungsangelegenheiten,
  • Kostenermittlung,
  • Umsetzung qualitätssichernder Maßnahmen,
  • Aufbewahrung, Überführung und Aufbahrung von Verstorbenen,
  • Bearbeitung von Bestattungsaufträgen,
  • Information von Angehörigen hinsichtlich verschiedener Bestattungsvorsorgevarianten,
  • Angebotserstellung,
  • Finanzierungsmöglichkeiten,
  • Trauerpsychologische Maßnahmen bei der Betreuung von Hinterbliebenen,
  • Versorgung von Verstorbenen nach hygienischen Vorschriften,
  • Geltende Regeln füErdbestattungen, Feuerbestattungen, Seebestattungen, Urnenbeisetzungen und Trauerfeiern,
  • inklusive charakteristischer Riten und Gebräuche,
  • Unterstützung von Angehörigen bei behördlichen Formalitäten, einschließlich Traueranzeigen und –drucksachen.

Auszubildende zum/zur Bestattungsfachkraft erlernen Verständnis für und Eingehen auf individuelle Kundenwünsche in Bezug auf Organisation und Ablauf von Trauerfeiern. Sie werden geschult in Sensibilität und Diskretion.

Berufliche Anpassungsweiterbildungen erweitern die Fachkenntnisse von Bestattungsfachkräften. Eine reichhaltige Themenauswahl steht ihnen zur Verfügung. Seminare zu Trauerbegleitung über Marketing bis hin zu Finanz-/Rechnungswesen eignen sich für die Fachkräfte. Für die Übernahme von Führungspositionen legen Bestattungsfachkräfte die Meisterprüfung ab.

3. Studium

Um Bestattungsfachkraft zu werden oder als weiterführende Qualifizierung von gelernten Bestattungsfachkräften bietet sich ein Hochschulstudium an. Voraussetzung ist eine entsprechende Hochschulzugangsberechtigung. Ein naheliegendes Studienfach ist der Bachelorstudiengang Service Management. Der Titel nach Studienabschluss lautet Bachelor of Science. Das Studium Service Management kombiniert Technik und Betriebswirtschaft zu kundenorientierten Lösungen. Die Studenten erarbeiten eine Wirtschaftsingenieurausbildung mit dem Kern technologieorientierter Service. Sie werden befähigt, innovative Serviceleistungen zu entwickeln, realisieren und zu vermarkten.

Der Studiengang Service Management bereitet die Studierenden bestmöglich auf die interdisziplinären Herausforderungen in Betrieben vor. Das Studium beinhaltet alle Inhalte der Dienstleistungsentwicklung und –ausführung. Studenten können es branchenübergreifend anwenden.

Die Hochschulausbildung vertieft praxisnah Methoden und Fachwissen der Bereiche:

  • Service Marketing und Vertrieb,
  • Service Engineering,
  • Service Kommunikation,
  • Besondere kaufmännische Rubriken des Service,
  • Technische Schulungen,
  • IT-Lösungen und spezielle Software,
  • Technische Dokumentation,
  • Kundendiensttechnik,
  • Ersatzteilgeschäft.

Während des Studiums kooperieren die Studenten in sogenannten Projektstudien mit Abteilungen von Industrieunternehmen. Hier üben sie die Kompetenzen aus BWL, Technik und Methodenwissen in ganzheitlicher Weise in der Praxis. Die Ausbildungsinhalte des Studiengangs sind in enger Zusammenarbeit mit Industriebetrieben entwickelt worden, um vorhandenen Bedarf zu decken. Optionale Auslandssemester und Wahlfächer in Fremdsprachen runden das Studium Service Management ab. Nach dem Studium haben die Absolventen erfolgversprechende Berufsperspektiven. Neben der Tätigkeit als Berater /-in fungieren sie beispielsweise als

4. Tätigkeit

Die Bestattungsfachkraft findet ihr Arbeitsumfeld bei Bestattungsunternehmen, Überführungsunternehmen, auf Friedhöfen und in Krematorien sowie in der öffentlichen Verwaltung. Ihre Hauptaufgaben liegen in der Überführung und Versorgung von Verstorbenen. Darüber hinaus sind sie für alle anfallenden Formalitäten verantwortlich. Weitergehend sind sie in der Organisation und Durchführung von Bestattungen beschäftigt. Sie planen die Abläufe und bereiten alles Notwendige vor. Beispielsweise können das Aufbahrungsarbeiten der verstorbenen, Grabaushebungen und Grabvorbereitungen sein. Weitergehend sind sie auch in den Verkaufsräumen tätig. Hier beraten sie die Hinterbliebenen über die fachspezifischen Produkte und führen deren Wünsche aus.

Sie arbeiten sehr viel mit den Hinterbliebenen und leisten diesen professionellen Beistand. Zu den täglichen Aufgaben von Bestattungsfachkräften gehört die Erstberatung derer in einem Todesfall. Die Kontaktaufnahme erfolgt telefonisch oder persönlich. Bei der Vorstellung des Bestattungsangebotes müssen die Fachkräfte Anteilnahme beweisen. Bestattungsfachleute stehen in Kontakt mit Vertretern von Kirchen- und Glaubensgemeinschaften. Mit diesen und Behörden klären die Fachleute die vollständigen Formalitäten einer Bestattung. Mithilfe von Computeranwendungen designen und verfassen Bestattungsfachkräfte

  • Trauerbriefe,
  • Todesanzeigen,
  • Nachrufe,
  • Sterbebilder und
  • Danksagungen.

Bestattungsfachkräfte richten Särge her. Sie verwenden Bestattungswäsche und Sargausstattungen. Für Trauerfeiern dekorieren sie Urnen, Gräber und Räumlichkeiten. Die Anlegung von Grabstätten fällt ebenso in ihren Verantwortungsbereich wie Umbettungen und Exhumierungen. Auf Wunsch der Angehörigen halten Bestattungsfachleute Grabreden. Gute Fremdsprachenkenntnisse sind für Auslandsüberführungen fundamental. Am Schreibtisch ermitteln Bestattungsfachkräfte Kosten, schließen Verträge ab und erledigen Abrechnungen mit Krankenkassen und Versicherungen.