News

Gut vorbereitet auf die Jobmesse – 7 Tipps für den erfolgreichen Messebesuch

Gut vorbereitet auf die Jobmesse – 7 Tipps für den erfolgreichen Messebesuch

Egal, ob Sie Berufseinsteiger oder wechselorientiert sind – Jobmessen bieten eine gute Möglichkeit, die Fühler auszustrecken und mit Unternehmen in Kontakt zu treten. Bevor es losgehen kann mit der genauen Messevorbereitung, gilt es, die passende Messe zu finden. Deutschlandweit werden inzwischen Jobmessen für unterschiedliche Zielgruppen angeboten. Vom Schüler über den Studierenden bzw. Absolventen und Berufseinsteiger bis hin zum erfahrenen Profi – für jeden ist etwas dabei! Damit sich die Jobmesse für Sie auszahlt, gibt’s hier die 7 wichtigsten Tipps für einen gut vorbereiteten und Erfolg versprechenden Messebesuch.

Tipp 1: Recherche

Eine gute Vorbereitung ist Gold wert. Je informierter und vorbereiteter Sie auf eine Messe gehen, umso erfolgreicher werden Sie sein. Welche Unternehmen sind vor Ort? Welche davon sind für Sie besonders interessant und wo sind diese auf dem Messegelände zu finden? Die meisten Unternehmen sind nicht nur auf der eigenen Internetseite, sondern auch auf der Website der Messe präsent und stellen sich und potenzielle Jobangebote hier schon einmal vor. Einige Messe- oder Kongressveranstalter bieten inzwischen eine eigene Onlineplattform an, auf der sowohl Sie sich als Bewerber wie auch die Unternehmen präsentieren und schon vor Beginn der Messe in Kontakt treten können. Noch bevor die Türen geöffnet haben, können Sie so die ersten Gesprächstermine vereinbaren. Auch der Programmplan der Messe ist im Vorwege online zu finden. Wissen Sie, welche Veranstaltungen nicht verpasst werden dürfen, lassen sich Gesprächstermine besser planen und nichts muss auf der Strecke bleiben.

Tipp 2: Die doppelte Top 5

Mit einem guten Überblick über die ausstellenden Unternehmen im Hinterkopf empfiehlt sich die Erstellung gleich zweier Top-5-Listen. Die erste der beiden Listen sollte aus den persönlich favorisierten Unternehmen bestehen, die Sie auf jeden Fall auf der Messe ansprechen möchten. Damit verhindern Sie zielloses Bummeln von Stand zu Stand, sparen Kraft und kostbare Zeit. Informieren Sie sich besonders gut über diese Unternehmen und versuchen Sie herauszufinden, welche Themen die Branche, das Unternehmen und seine Produkte derzeit beschäftigen, wie die mediale Berichterstattung aktuell aussieht und wie Sie diesen Themen gegenüberstehen.

In der zweiten Top-5-Liste sollten die Unternehmen zusammengefasst werden, die einem als am uninteressantesten erscheinen. Warum sollten Sie dies tun? Einem potentiellen neuen Arbeitgeber gegenüber zu treten, sich selbst zu präsentieren und die richtigen Fragen zu stellen, bedarf Übung. Ist man an sich gar nicht ernsthaft interessiert, ist man gleich deutlich entspannter und kann das eigene Auftreten ausprobieren. Und wer weiß, manchmal wächst das Interesse mit dem Kennenlernen!

Tipp 3: Auf den Punkt gebracht

Tritt man näher an den Messestand eines Unternehmens und kommt mit einem Unternehmensvertreter ins Gespräch, heißt es, die Dinge auf den Punkt zu bringen. Wer bin ich? Was sind meine Qualifikationen? Wo möchte ich hin? Und wodurch unterscheide ich mich von anderen Bewerbern? Im sogenannten Elevator-Pitch beantworten Sie all diese Fragen in einer sechzigsekündigen Selbstpräsentation. Sowohl die Inhalte als auch die Dauer des Elevator-Pitchs lassen sich vorab gut trainieren und können das Gegenüber schnell von sich überzeugen.

Ist das Interesse geweckt, sollten Sie, auf den neusten Stand gebracht und vorbereitet, einen Lebenslauf (auch CV genannt, Curriculum Vitae = lat. „Verlauf des Lebens“) griffbereit haben. Achtung: Nicht nur der ausgedruckte Lebenslauf in der Hand muss auf dem neusten Stand sein, auch die Profile in Online-Karrierenetzwerken wie XING und Co. gehören vor dem Messebesuch upgedatet!

Händigen Sie keine Visitenkarten aus, egal ob Berufseinsteiger oder angehender Jobwechsler. Bei Berufseinsteiger wirkt dies großspurig und blasiert, bei Jobwechsler illoyal. Hinzukommt, dass auf Ihrem Lebenslauf nicht nur alle Kontaktinformationen, sondern auch die im Elevator-Pitch genannten Fakten zum beruflichen Werdegang und alle weiteren Qualifikationen zu finden sein sollten. Bei Interesse sind Sie damit auf jeden Fall für den Personaler zu erreichen. Vollständige Bewerbungen werden im Regelfall nicht erwartet; es könnte allerdings nützlich sein, zusätzlich zum Lebenslauf ein Anschreiben (z. B. auf die jeweiligen Top 5 schon zugeschnitten) und Zeugniskopien für den Fall der Fälle parat zu haben.

Tipp 4: Alles dabei?

Ein Messetag kann lang werden, besonders, wenn Sie, wie nur zu empfehlen ist, gleich morgens vor Ort sind. Interessante Gespräche und spannende Vorträge oder Workshops gibt es zahlreiche, zu viel Überflüssiges sollten Sie daher nicht mit sich herumtragen. Zu empfehlen ist mit leichtem, handlichen und vor allem nur nützlichem Gepäck anzureisen. Vieles lässt sich inzwischen mit dem Smartphone organisieren. Veranstaltungs- und Ablaufpläne erhält man vorab online oder in Papierform direkt vor Ort.

An ein paar Dinge sollten Sie allerdings denken. Dazu gehört auf jeden Fall ausreichend Wasser oder zumindest eine Flasche zum Auffüllen einzupacken. Snacks können den Blutzuckerspiegel hoch halten, sodass Sie auch am Nachmittag noch topfit sind. Hier sollte allerdings bedacht werden, dass alles was schmiert oder tropft riskant sein kann! Neben einigen aktuellen Lebensläufen (ggf. inklusive Anschreiben und Zeugnissen, siehe Tipp 3), sollten auch Notizblock und Stift eingepackt werden. Pausen zwischen den Terminen können Sie gut dafür nutzen sich aufzufrischen. Deo, Kamm/Bürste, Kosmetika oder Haargel sollten daher ebenso dabei sein wie Kaugummis oder Pfefferminzbonbons für einen durchgehend frischen Atem. Ein zweites Hemd oder eine zweite Bluse können gelegen kommen und dem Auftritt neue Frische verleihen. Es empfiehlt sich außerdem, Pflaster und Schmerztabletten dabei zu haben, damit Blasen oder Kopfschmerzen nicht den Messetag vorzeitig beenden.

Tipp 5: Das richtige Outfit

Die Frage nach dem richtigen Outfit für die Jobmesse ist von ganz zentraler Bedeutung. Fühlt man sich verkleidet oder passen die Kleidungsstücke einfach nicht, hemmt dies das Wohlbefinden und den eigenen Auftritt ungemein. Zu bedenken ist ebenfalls, dass es sich um den ersten Kontakt mit einem potenziell neuen Arbeitgeber handeln kann. Je nach Branche unterscheiden sich die Dresscodes, daher orientieren Sie sich am besten an der Vorab-Recherche über den Arbeitgeber und ziehen Sie etwas an, das Sie auch im beruflichen Alltag in dieser Branche tragen würden. Für Damen wichtig: Flache Schuhe schonen an langen Tagen die Füße und halten damit Laune und Mundwinkel bis zum Ende oben.

Tipp 6: Kontaktaufnahme und Gespräch

Der erste Schritt in der Kontaktaufnahme mit dem Vertreter eines Unternehmens ist Geduld. Beobachtet man einfach eine Weile, kann man nicht nur sehen, wie sich andere schlagen und welchen Fragen sie sich stellen müssen; Sie können auch abwägen welcher der Anwesenden Unternehmensvertretern Ihnen am sympathischsten ist, um genau diesen dann selbst anzusprechen. Sympathie sollte besonders im persönlichen Gespräch nicht unterschätzt werden.

Und was ist das Wichtigste während der Kontaktaufnahme und im Gespräch am Unternehmensstand? Es mag banal klingen: Freundlichkeit und Respekt. Ein freundliches Auftreten und ein respektvolles Behandeln aller Mitarbeiter am Stand spiegelt Ihre Sozialkompetenz wider. Ihr Auftreten wird genauestens beobachtet und registriert und kann einen nachhaltig positiven Eindruck hinterlassen. Gehen Sie selbstbewusst und zielstrebig auf die Unternehmensvertreter zu. Sollte ein Gesprächstermin vereinbart sein, stellen Sie sich zunächst mit vollem Namen vor und fragen dann nach ihrem Ansprechpartner. Versuchen Sie, geschickt und ungezwungen einen Einstieg ins Gespräch zu finden, statt direkt mit der Tür ins Haus zu fallen und ein Jobangebot zu besprechen. Interesse am Verlauf der Messe bis zum Zeitpunkt des Gesprächsbeginns oder besonderen Ausstellungsstücken am Stand können hierbei hilfreich sein. Fragen zum Unternehmen sollten tiefergehende sein als solche, die lediglich davon zeugen, dass die Recherche nicht über die Internetseite des Unternehmens hinausging.

Die Selbstpräsentation ist wichtig und es gilt nach wie vor, das Gegenüber von den eigenen Qualitäten und Potenzialen zu überzeugen. Achten Sie allerdings darauf, dabei nicht wie ein selbstverliebter Egomane zu klingen, der nur auswendiggelernte Sätze herunterrattert. Persönlichkeit zählt mehr als Floskeln! Bei dem Gespräch soll es sich um einen Dialog handeln und nicht um ein Kreuzverhör – haben Sie dennoch keine Scheu davor, Fragen zu stellen. Wenn Sie einen vereinbarten Gesprächstermin haben, verpacken Sie Kenntnisse und Kompetenzen in kleine, detailreiche Geschichten, die nicht sonderlich lang sein müssen. Diese bleiben dem Personaler länger und lebhafter im Kopf als die bloße Information, dass sie irgendwann irgendwo einmal im Ausland tätig waren.

Am Ende eines Gesprächs steht der Dank für den anregenden und aufschlussreichen Austausch. An dieser Stelle sollten Sie noch einmal Ihren Wunsch und die Absicht betonen, für das Unternehmen tätig zu werden. Selbst wenn das Jobangebot an Reiz verloren hat und womöglich gar nicht mehr in Frage kommt, ist ein „Danke“ angebracht. Nicht nur einzelne Branchen, die ganze Welt ist klein und man sieht sich immer zweimal im Leben.

Tipp 7: Vergissmeinnicht

Was bleibt zu tun, nachdem ein langer Messetag zu Ende gegangen ist? Vernetzen und in Erinnerung bleiben! Halten Sie den gewonnenen Kontakt, indem Sie über Karrierenetzwerke oder per E-Mail in Verbindung treten. Haben Sie die Kontaktdaten von Personalern in der Tasche oder gar eine vollständige Bewerbung versprochen, gehen Sie dies innerhalb von 48 Stunden an! Melden Sie sich und bedanken Sie sich noch einmal für das Gespräch auf der Messe, das der Auslöser für Ihre jetzige Kontaktaufnahme ist.

Messen können nicht nur nützlich sein, um Unternehmen und damit potenzielle Arbeitgeber näher kennen zu lernen und mit diesen in Kontakt zu treten. Auch der Grundstein für den Ausbau eines persönlichen Netzwerks in der Branche kann hier gelegt werden. Hier gilt es genauso wie für den Kontakt zum Unternehmen, sich nach der Messe in Erinnerung zu rufen und den Kontakt zu pflegen.

Das könnte Sie auch interessieren:

Jobmesse - so wird sie Deine Chance!

Das Vorstellungsgespräch: Tipps zum richtigen Outfit

6 Fehler in Karrierenetzwerken, die Sie vermeiden können

Jobmessen: Sinnvoll oder überflüssig?