Anlagenmechaniker/-in für Sanitär-, Heizungs- u. Klimatechnik Ausbildung

Inhaltsverzeichnis

Der Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik ist eine Weiterentwicklung des klassischen Anlagenmechanikers. Seit 2003 gehört die Ausbildung zu den anerkannten Ausbildungsberufen. Zuvor handelte es sich je nach Spezialisierung um die Berufe Gas- und Wasserinstallateur und Heizungsbauer /-in, in denen mittlerweile nicht mehr ausgebildet wird.

Ausbildungsgehalt Anlagenmechaniker/-in für Sanitär-, Heizungs- u. Klimatechnik

Im Handwerk Ausbildungsdauer: 42 Monate
1. Lehrjahr 2. Lehrjahr 3. Lehrjahr 4. Lehrjahr
Alte Bundesländer (West) 636 € 668 € 733 € 777 €
Neue Bundesländer (Ost) 500 € 550 € 600 € 650 €
(Quellenangabe: BIBB)

Während der Ausbildung ist das Gehalt eher gering; es steigt mit jedem Lehrjahr. Gesellen erhalten ein höheres, tariflich festgelegtes Gehalt, ebenso wie Meister. Dennoch gibt es je nach Region und Spezialisierung teilweise erhebliche Unterschiede.

Alles zum Einstiegsgehalt, das Gehalt nach Alter, Geschlecht und Bundesland hier: Gehalt als Anlagenmechaniker/-in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik.

Über die Ausbildung zum/r Anlagenmechaniker/-in

Bevor man den Beruf ergreifen kann, muss man sich natürlich zuerst einmal um einen Ausbildungsplatz in einem entsprechenden Betrieb bewerben. Ein Teil der Ausbildung als Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik findet im Betrieb, der andere Teil in der Berufsschule statt. Die Ausbildungsdauer liegt dabei bei etwa 3,5 Jahren.
Oft erhält man schon während der Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik die Möglichkeit, sich auf einem bestimmten Tätigkeitsfeld zu spezialisieren. Das kann später auch Einfluss auf das Gehalt haben, das man in diesem Beruf verdient. Zu den Spezialisierungsmöglichkeiten gehören Wassertechnik, Wärme- und Klimatechnik sowie erneuerbare Energien.

Fachliche und persönliche Voraussetzungen

Wer sich auf einen Ausbildungsplatz für Anlagenmechaniker bewerben möchte, sollte vor allem in technischen und handwerklichen Fächern gute Noten vorweisen können. Zwar werden die einzelnen Arbeitsschritte im Betrieb sorgfältig gelehrt, doch legen viele Betriebe viel Wert darauf, dass der Azubi schon vor Beginn der Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik weiß, was sauberes Arbeiten und sicherer Umgang mit Maschinen bedeuten. Auch in Mathematik sind gute Noten empfehlenswert, da Berufe wie der Anlagenmechaniker viel mit Rechnen zu tun haben.

Ausbildungsinhalte und Ablauf

In der Berufsschule lernen die angehenden Anlagenmechaniker neben rein theoretischen Inhalten wie Werkzeugkunde, Materialien und Arbeitssicherheit auch Praktisches, wie den Bau einer Sanitäranlage oder Heizung. Viele Betriebe schicken ihre Azubis zusätzlich zu überbetrieblichen Schulungen, wo ergänzend zum Beispiel das Schweißen gelehrt wird.

In der Lehrzeit beschäftigen sich die Auszubildenden im Rahmen der "beruflichen Fachbildung" je nach gewähltem Schwerpunkt mit:

  • Annahme und Weiterleitung von kundenspezifischen Informationen, Anfragen und Anforderungen,
  • der Durchführung der jeweiligen Aufgabe im Rahmen einer kundenorientierten Auftragsrealisierung unter Berücksichtigung wirtschaftlicher, bauökologischer und bauphysikalischer Rahmenbedingungen,
  • den Besonderheiten beim Transport von Baugruppen und -teilen,
  • der fachgerechten Anwendung verschiedener Prüf- und Messmethoden,
  • der Inbetriebnahme sowie Funktionskontrolle und Instandhaltung der Anlagen / Systeme,
  • der Installation von Baugruppen, Komponenten und elektrischen Anschlüssen,
  • der (De-) Montage von Anlagen und systemen sowie deren Sicherheits-, Regelungs-, Steuer- und Messeinrichtungen,
  • der Durchführung von Schutz-, Dichtungs- und Dämm-Maßnahmen,
  • dem maschinellen und manuellen Umformen sowie Spanen von Bauteilen.

Ihren Abschluss findet die Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik dann in einer theoretischen und praktischen Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer.

Möglichkeiten nach der Ausbildung zum/r Anlagenmechaniker/-in

Die erste Arbeit findet man dann als Geselle; durch ein Studium und ähnliche Weiterbildungsmaßnahmen kann aber auch der Meister mit entsprechender Verantwortung und gutem Gehalt erlangt werden. Wer gute Noten hat und sich durch ein Studium später noch fortbildet, der hat aber nicht zuletzt wegen des Fachkräftemangels gute Chancen, nach der Ausbildung ein übertarifliches Gehalt und gute Arbeitsbedingungen zu bekommen.