*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Analyst

Datenbasis: 1.263 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.971 € 4.135 € 6.275 €
Baden-Württemberg 3.190 € 4.197 € 6.135 € Jobs Analyst
Bayern 3.125 € 4.205 € 6.566 € Jobs Analyst
Berlin 2.430 € 3.882 € 5.209 € Jobs Analyst
Brandenburg 2.263 € 3.150 € 4.780 € Jobs Analyst
Bremen 2.454 € 3.416 € 5.184 € Jobs Analyst
Hamburg 3.153 € 4.137 € 5.961 € Jobs Analyst
Hessen 3.173 € 4.355 € 6.894 € Jobs Analyst
Mecklenburg-Vorpommern 2.056 € 2.862 € 4.343 € Jobs Analyst
Niedersachsen 2.954 € 4.736 € 6.971 € Jobs Analyst
Nordrhein-Westfalen 2.888 € 3.906 € 6.172 € Jobs Analyst
Rheinland-Pfalz 3.069 € 3.914 € 5.245 € Jobs Analyst
Saarland 2.572 € 3.580 € 5.433 € Jobs Analyst
Sachsen 1.653 € 2.740 € 5.354 € Jobs Analyst
Sachsen-Anhalt 2.240 € 3.117 € 4.730 € Jobs Analyst
Schleswig-Holstein 2.609 € 3.631 € 5.510 € Jobs Analyst
Thüringen 2.391 € 3.328 € 5.050 € Jobs Analyst

Analyst / Analystin:

1. Gehalt

Als Analyst liegt das deutschlandweite Gehalt bei 4.135 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 1.263 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.971 € beginnen, Analysten in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 6.275 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.631 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 4.197 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Analyst in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 3.680 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.967 Euro brutto
  • 35 Jahre = 4.386 Euro brutto
  • 40 Jahre = 4.926 Euro brutto
  • 45 Jahre = 5.301 Euro brutto
  • 50 Jahre = 5.301 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.734 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 4.020 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.444 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Obgleich beide Berufe viel mit der Analyse von Zahlen und Geld zu tun haben, so muss man doch zwischen zwei Analysten /-innen grundsätzlich unterscheiden: Während der Rating-Analyst Kreditnehmer und Schuldner auf den Prüfstand stellt, rückt beim / bei der Wertpapieranalyst /-in die Entwicklung von Wertpapieren in den Vordergrund.

Analyst ist kein klassischer Ausbildungsberuf, sondern im Grunde genommen eine Weiterbildungsmaßnahme aus dem Banken- und Finanzensektor. Wer Analyst /-in werden möchte, hat in aller Regel eine kaufmännische Ausbildung abgeschlossen und eine Weiterbildung zum Betriebs- /Fachwirt angeschlossen. Branchenähnliche Berufe sind Fonds-Manager /-in, Risk-Manager /-in sowie Investmentfondskaufmann /-frau.

Kaufleute für Versicherungen und Finanzen, Versicherungskaufleute und Bankkaufleute schlagen bei einem erweiterten Interesse für Wertpapiere, Fonds und Aktien den Weg Richtung Analyst ein und absolvieren eine Weiterbildung zum Betriebswirt für Finanzen, Investment oder Bank oder zum Investment-Fachwirt.

Während der Weiterbildung zum (Wertpapier-) Analyst stehen folgende Themenschwerpunkte auf dem Stundenplan:

  • Analyse von Aktien, Wertpapieren, Fonds
  • Risikomanagement, Risikocontrolling
  • Portfoliomanagement
  • Rechtsgrundlagen von Banken und Börsen (und börsennotierten Unternehmen), Wertpapieren und Aktien
  • Finanzwirtschaft
  • Investmentbanking
  • Betriebswirtschaftliche Kennwerte herausfinden, analysieren, interpretieren

Nur selten schafft ein Absolvent einer kaufmännischen Ausbildung den Sprung, um als Analyst tätig zu sein. Eine der Weiterbildungsoptionen ist daher zwingend erforderlich, um als Analyst tätig zu sein. Um up-to-date zu bleiben, sind kontinuierliche Weiterbildungen sowie Marktbeobachtungen nötig. Folgende Kurse werden in diesem Zusammenhang besonders oft besucht:

  • Mathematik, Statistik, Wirtschaftsenglisch
  • Banken, Finanzdienstleistungen, Wertpapierhandel
  • Bankrecht, Versicherungsrecht
  • Management, IT, Mitarbeiterführung

Da Analysten /-innen Daten nicht aus purer Neugierde recherchieren und aufbereiten, sondern diese auch einer bestimmten Kundengruppe weitergeben, müssen im Rahmen der Weiterbildung sowohl Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt werden, die das Analysieren und Interpretieren von Zahlenreihen ermöglichen. Darüber hinaus müssen Analysten die Ergebnisse auch entsprechend aufbereiten und präsentieren können. Fachspezifische Software zur Analyse von Aktien ist dabei ebenso ein Bestandteil wie die Aufbereitung als anschauliche Präsentation.

3. Studium

Absolventen eines Mathematik-, Statistik- oder Betriebswirtschaftsstudiums können später als Analyst /-in arbeiten, wenn sie sich genügend Branchenwissen der Aktienwelt angeeignet haben. Mit Blick auf die Fähigkeiten, die ein Analyst mitbringen muss, zeigt sich, warum in der Praxis ein Studium als Zugangsvoraussetzung dominiert. Folgende Fähigkeiten muss ein Analyst einbringen:

  • Fachwissen der Wirtschaftswissenschaften, der Mathematik, der Rechtswissenschaften
  • Analytisches Denken, Kommunikationsstärke, Fremdsprachenkenntnisse, Kooperationsfähigkeit, Teamfähigkeit, solides Auftreten, Stressresistenz

Der Königsweg zu einer Stelle als Analyst ist sicher ein BWL-Studium mit dem Schwerpunkt Finanzen und Versicherungen. Die Studieninhalte variieren je nach Studienort bzw. genauer Studienbezeichnung, jedoch sind für einen angehenden Analysten die folgenden Inhalte von großer Bedeutung:

  • Financial Consulting, Financial Services
  • Managementbereich: Operation Management, Altersvorsorge-Management, Asset Management, Bankmanagement
  • Versicherungswesen, internationales Versicherungswesen
  • Geld- und Vermögensanlage, Wertpapiere, Kreditgeschäft, Auslandsgeschäft
  • Leasing, Altersvorsorge, Vermögenmanagement
  • Organisation, Personal, Führung, Mathematik, Statistik, Recht

Besonders beliebt und auch praxisnah ist ein Duales Studium in diesem Bereich. Dieses verbindet die theoretischen Inhalte eines klassischen Studiums mit den praktischen Inhalten einer Ausbildung. Zielführend kann auch die Weiterbildung zum Wirtschaftsprüfer sein, denn dort lernen die Absolventen punktgenau, auf welche Kennwerte in einem Unternehmen geschaut werden muss. Ziel ist es dann, aus der Kenntnis der Zahlen, Ableitungen zu treffen, denn genau in diesem Detail unterscheiden sich Wirtschaftsprüfer von Analysten.

Wirtschaftsprüfer /-innen vergleichen die Zahlen und prüfen, ob im Unternehmen alles mit rechten Dingen zugeht. Analysten hingegen wagen den Blick nach draußen, denn sie nehmen die Erkenntnisse aus den Zahlen und treffen danach Ableitungen und Voraussagen. Typisch sind Auskünfte über die Zukunft eines Unternehmens sowie über die Aktienkurse des Betriebs.

4. Tätigkeit

Analysten /-innen beobachten Unternehmen, Wertpapiere und Fonds und deren wirtschaftliche Entwicklung und Trends am Markt. Wie Illustrierte alles über Royals und Models wissen, wissen Analysten /-innen genau, wer gerade im Management welcher Firma sitzt, welcher Strategie er /sie verfolgt und wann es das letzte Mal zum Austausch des Managements kam. Neben der Kenntnis über Einstellungen und Entlassungen haben Analysten auch Kenntnisse über die betriebswirtschaftlichen Kenngrößen eines Unternehmens. Um die Informationen zu erhalten, sprechen Analysten mit Managern oder Branchenexperten und stellen die gesammelten Informationen in Bezug zur Fonds- und Aktienlage von Firmen.

Das alles tun Analysten nicht aus Neugierde, sondern um Aussagen über die Börsengänge und die Wertpapierentwicklung von Unternehmens zu machen. Daraus lassen sich für Anleger Empfehlungen zum Kauf von Aktien und Wertpapieren oder zum Verkauf dergleichen aussprechen. Analysten sind sowohl für Banken als auch in der Vermögensberatung tätig. Je spezialisierter das Branchenwissen, desto höher kann das Gehalt bzw. Einkommen als Analyst /-in sein.

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