*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Investmentfondskaufmann / Investmentfondsfrau

Datenbasis: 14 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 3.419 € 10.308 € 29.494 €
Baden-Württemberg 3.762 € 11.343 € 32.455 € Jobs Investmentfondskaufmann / Investmentfondsfrau
Bayern 3.800 € 11.458 € 32.784 € Jobs Investmentfondskaufmann / Investmentfondsfrau
Berlin 3.199 € 9.645 € 27.597 € Jobs Investmentfondskaufmann / Investmentfondsfrau
Brandenburg 2.604 € 7.852 € 22.467 € Jobs Investmentfondskaufmann / Investmentfondsfrau
Bremen 3.285 € 9.905 € 28.341 € Jobs Investmentfondskaufmann / Investmentfondsfrau
Hamburg 3.627 € 10.935 € 31.288 € Jobs Investmentfondskaufmann / Investmentfondsfrau
Hessen 3.957 € 11.931 € 34.138 € Jobs Investmentfondskaufmann / Investmentfondsfrau
Mecklenburg-Vorpommern 2.513 € 7.577 € 21.680 € Jobs Investmentfondskaufmann / Investmentfondsfrau
Niedersachsen 3.119 € 9.405 € 26.910 € Jobs Investmentfondskaufmann / Investmentfondsfrau
Nordrhein-Westfalen 3.459 € 10.430 € 29.843 € Jobs Investmentfondskaufmann / Investmentfondsfrau
Rheinland-Pfalz 3.362 € 10.137 € 29.005 € Jobs Investmentfondskaufmann / Investmentfondsfrau
Saarland 3.251 € 9.802 € 28.046 € Jobs Investmentfondskaufmann / Investmentfondsfrau
Sachsen 2.630 € 7.928 € 22.684 € Jobs Investmentfondskaufmann / Investmentfondsfrau
Sachsen-Anhalt 2.577 € 7.770 € 22.232 € Jobs Investmentfondskaufmann / Investmentfondsfrau
Schleswig-Holstein 3.002 € 9.052 € 25.900 € Jobs Investmentfondskaufmann / Investmentfondsfrau
Thüringen 2.672 € 8.055 € 23.048 € Jobs Investmentfondskaufmann / Investmentfondsfrau

Investmentfondskaufleute:

1. Gehalt

Als Investmentfondskaumann liegt das deutschlandweite Gehalt bei 10.308 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 14 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 3.419 € beginnen, Investmentfondskaufleute in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 29.494 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 9.052 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 11.343 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Investmentfondskaumann in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 5.049 Euro brutto
  • 30 Jahre = 11.092 Euro brutto
  • 35 Jahre = 9.523 Euro brutto
  • 40 Jahre = 18.801 Euro brutto
  • 45 Jahre = 28.360 Euro brutto
  • 50 Jahre = - Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.929 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 5.244 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 11.904 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Das Berufsbild Investmentfondskaufmann bzw. Investmentkauffrau ist in Deutschland dank einer Initiative des Berufsverbands Investment und Asset Management seit 2003 staatlich anerkannt und der Beruf kann über eine reguläre Ausbildung erlernt werden. Der Bedarf an Nachwuchskräften ist groß, sodass zahlreiche Ausbildungsstellen angeboten werden.

Die dreijährige Ausbildung kann über ein duales Studium oder direkt bei einem Kreditinstitut, der Sparkasse oder in einer Kapitalgesellschaft absolviert werden. Voraussetzungen gibt es rechtlich zwar keine, doch werden in der Regel nur Bewerber für die Ausbildung ausgewählt, die über eine Mittlere Reife oder Abitur/Fachabitur verfügen. Der Auszubildende lernt in Modulen im Betrieb und in der Berufsschule. Die Ausbildungsabschnitte bauen aufeinander auf. Die Abschlussprüfung wird anschließend an der Industrie- und Handelskammer abgeschlossen. Sie umfasst die Bereiche Investmentfondsprozesse, Depotgeschäft und Wirtschafts- und Sozialkunde.

Die wichtigsten Inhalte der Ausbildung zum/zur Investmentfondskaufmann /-frau sind:

  • Marketing und Vertrieb
  • Beurteilung von Fonds
  • Marktorientierte Geschäftsprozesse
  • Rechnungswesen und Depotgeschäft
  • Fondsbewegungen- und entwicklungen
  • Kundenberatung
  • Wirtschaftspolitik
  • Statistik
  • Mathematik

Ein Teil der Ausbildung kann auf Wunsch auch im Ausland absolviert werden. Der Auszubildende wird nach der tarifvertraglichen Ausbildungsvergütung bezahlt. Die Ausbildung ist kostenfrei, allerdings muss der Azubi Kosten für Lernmittel, Berufskleidung und Anfahrt selbst übernehmen. Bei der Bundesagentur für Arbeit kann Berufsausbildungsbeihilfe beantragt werden.

Wer bereits eine Ausbildung vorweisen kann, hat an vielen Berufsakademien die Möglichkeit, eine Weiterbildung zum/zur Investmentfondskaufmann /-frau zu durchlaufen. Zudem gibt es mehrere Ausbildungsalternativen, die sich mit Geld, Versicherungen und Immobilien beschäftigen, wie zum Beispiel eine Ausbildung zum Kaufmann /-frau für Versicherungen und Finanzen.

Wer nach der Lehre beruflich aufsteigen möchte, kann eine Fortbildung zum/zur Investmentfachwirt /-in, Betriebswirt /-in für Finanzen, Bankfachwirt /-in, Fachwirt /-in für Finanzberatung oder Facharbeiter /-in für Finanzdienstleistungen absolvieren.

3. Studium

Anstatt einer Lehre können Interessenten ein betriebswirtschaftliches Studium ablegen, besonders wenn eine Karriere an der Börse oder eine Tätigkeit in einem große Unternehmen angestrebt wird. Denn der/die Investmentfondskaufmann/-frau muss Fachwissen besitzen und sich im Weltgeschehen auskennen, um Wertpapiere, Aktien und Zahlen interpretieren zu können. Dafür benötigt er verschiedene Techniken und Kenntnisse, die in einem Bachelor-Studium mit Schwerpunkt Bankwesen und Finanzen ausführlich behandelt werden.

Der Student lernt in diesem Studium neben Betriebswirtschaft und Volkswirtschaft auch Rechtswissenschaften und Themen, die mit Vermögensverwaltung, Leasing, Finanzdienstleistungen und Kapitalmärkten zusammenhängen. Das Wissen bekommen die Studenten in Vorlesungen und Seminaren sowie über Fallstudien und anhand von praktischen Projektarbeiten vermittelt. Da Investmentfondskaufleute viel mit Kunden zu tun haben, werden Studenten auch in Rhetorik, Moderation und Kommunikation geschult und erhalten die nötigen sozialen Kompetenzen. Voraussetzungen für das Studium sind eine allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife. In Deutschland gibt es zahlreiche Hochschulen, die ein betriebswirtschaftliches Studium mit Schwerpunkt Finanzen anbieten. Der Student kann den für sich passenden Studiengang auswählen. Die Studiendauer beträgt in der Regel sechs Semester.

Die wesentlichen Studieninhalte sind:

  • Organisation und Personalwesen
  • Versicherungsgeschäfte
  • Führungsmanagement
  • Finanzmanagement
  • Kreditgeschäfte
  • Wirtschaftsmathematik
  • Finanzbuchführung
  • Recht und Leasing
  • Asset Management
  • Kredit –und Währungspolitik
  • Handelsrecht und Privatrecht

Nach dem Studium sind die Absolventen in der Lage, Entwicklungen an Geldmärkten zu analysieren und Vorgänge an Kapitalmärkten zu beurteilen. Das betriebswirtschaftliche Studium mit Schwerpunkt Finanzen wird mit einer Bachelorarbeit abgeschlossen.

Eine zweite Studienmöglichkeit ist die bereits genannte Weiterbildung zum Investment Fachwirt /-in. Das Studium findet berufsbegleitend an einer Akademie statt. Der Teilnehmer verbessert und vertieft dort seine Kompetenzen und sein Fachwissen im Investmentfondsgeschäft. Der Studiengang geht über zwei Jahre und die Lehrveranstaltungen finden am Wochenende statt. Abgeschlossen wird das Studium mit einer Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer.

4. Tätigkeit

Ein/e Investmentfondskaufmann/-frau ist für die Analyse von Wertpapieren auf Geld- und Kreditmärkten zuständig. Zur Erklärung: Sondervermögen, das von einem Unternehmen in Aktien und Anleihen oder Immobilien angelegt wird, nennt man Investmentfonds. Investmentfondskaufleute beschäftigen sich genau mit diesem Bereich. Anhand der erstellten Analysen treffen sie die Entscheidung für die Fondsverwaltung und Investitionen. Außerdem sind sie für die Verwaltung von Kundenwertpapierdepots zuständig und wickeln Kundenaufträge ab.

Des Weiteren beraten sie ihre Kunden und fertigen Berichte an. Investmentfondskaufleute kümmern sich um Handelsaufträge und bestimmt die richtigen Marketingmaßnahmen und Vertriebskanäle. Weiterhin bekommen sie Aufgaben vom Controlling und haben Besprechungen mit dem Fondsmanagement. Sie berechnen außerdem die Börsen- und Marktpreise sowie den Kurs von Devisen.

Ein Arbeitsumfeld findet der/die Investmentfondskaufmann /-frau an der Börse, in Sparkassen, Banken, anderen Kreditinstituten und Kapitalgesellschaften, in der privaten Altersvorsorge oder bei einer Versicherung. Um im Beruf erfolgreich zu sein, muss die Person strategisch denken können, soziale Kompetenzen besitzen, gewissenhaft sein und ein professionelles Auftreten und kaufmännische Befähigung vorweisen. Ausgezeichnete Rechenfertigkeiten und Textverständnis sind in diesem Beruf ein Muss. Zusätzlich ist es sehr wichtig, die einzelnen Märkte zu kennen und ständige Analyse über sie zu führen.

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