*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.
*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Anlageberater

Datenbasis: 309 Datensätze
Region Q1 Ø Q3 Offene Jobs
Deutschland: 2.951 € 4.446 € 6.884 €
Baden-Württemberg 3.314 € 4.460 € 6.651 € Jobs Anlageberater
Bayern 2.380 € 4.164 € 6.050 € Jobs Anlageberater
Berlin 2.892 € 5.208 € 13.434 € Jobs Anlageberater
Brandenburg 1.962 € 2.957 € 4.579 € Jobs Anlageberater
Bremen 3.549 € 4.341 € 5.607 € Jobs Anlageberater
Hamburg 3.445 € 4.710 € 9.373 € Jobs Anlageberater
Hessen 3.487 € 5.170 € 11.854 € Jobs Anlageberater
Mecklenburg-Vorpommern 2.169 € 3.267 € 5.059 € Jobs Anlageberater
Niedersachsen 2.492 € 3.618 € 7.063 € Jobs Anlageberater
Nordrhein-Westfalen 2.543 € 4.248 € 6.927 € Jobs Anlageberater
Rheinland-Pfalz 3.517 € 4.181 € 12.413 € Jobs Anlageberater
Saarland 2.806 € 4.228 € 6.546 € Jobs Anlageberater
Sachsen 2.269 € 3.419 € 5.293 € Jobs Anlageberater
Sachsen-Anhalt 2.450 € 3.691 € 5.715 € Jobs Anlageberater
Schleswig-Holstein 2.591 € 3.904 € 6.045 € Jobs Anlageberater
Thüringen 1.918 € 2.975 € 3.034 € Jobs Anlageberater

Anlageberater:

1. Gehalt

Als Anlageberater liegt das deutschlandweite Gehalt bei 4.446 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 309 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.951 € beginnen, Anlageberater in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 6.884 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.904 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 4.460 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Anlageberater in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 3.466 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.973 Euro brutto
  • 35 Jahre = 4.472 Euro brutto
  • 40 Jahre = 4.732 Euro brutto
  • 45 Jahre = 4.874 Euro brutto
  • 50 Jahre = 5.229 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.849 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 4.248 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.943 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Um Anlageberater /-in zu werden, wird in aller Regel nach einer kaufmännischen Ausbildung eine Weiterbildung im Bereich Versicherungen und Finanzen absolviert. Die klassischen Ausbildungsberufe sind

Wer eine kaufmännische Ausbildung im Bereich Finanzen /Versicherungen absolviert hat und sich zum Anlageberater /-in fortbilden möchten, tut dies in aller Regel über eine Weiterbildung zum /zur Fach- oder Betriebswirt /-in. Folgende Weiterbildungszweige kommen dabei in Frage:

  • Betriebswirt /-in für Bank, Finanzen und Investment, Versicherung
  • Bankfachwirt /-in
  • Fachwirt /-in für Versicherungen und Finanzen
  • Investment-Fachwirt /-in

Branchenähnliche Berufe sind beispielsweise der /die Risk Manager /-in, der /die Fondsmanager /-in sowie der /die Rating- und der Wertpapieranalyst /-in. Grundsätzlich sind all diese Berufsgruppen Profis im Bereich der Anlagenberatung, nur ist ein /-e Anlageberater /-in näher an den Kunden. In der Praxis bedeutet die Arbeit eines /-r Anlageberaters /-i n, die Vermögensverhältnisse seiner Kunden ebenso zu kennen wie die persönlichen Ziele für den beruflichen Werdegang, aber auch den Ruhestand. Das heißt, dass neben all den Kenntnissen der Finanz- und Versicherungsbranche auch ein großes Maß an Menschenkenntnis hinzukommen muss – und ein vertrauenswürdiges Auftreten.

So sind gute Umfangsformen, Kommunikationsfähigkeit nebst Verkaufsgeschick und fachlichem Know-how die Soft Skills, die ein /-e Anlageberater /-in mitbringen muss. Verantwortungsbewusstsein für das Kapitel der Kunden sowie genügend Flexibilität um Termine nach Kundenwunsch wahrzunehmen – auch wenn diese in den Abendstunden sind – ist die Grundvoraussetzung für den Beruf des /der Anlageberaters /-in. Doch zurück zu den fachlichen Kenntnissen.

Folgende Inhalte werden in der Weiterbildungsmaßnahme zum /zur Anlageberater /-in auf dem Stundenplan stehen:

  • Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre
  • Versicherungsbetriebslehre, Steuerlehre, Risk Management, Fondscontrolling
  • Wirtschaftsrecht, Versicherungsrecht
  • Rechnungswesen, Finanzierung, Investition, Jahresabschluss
  • Organisation, Datenverarbeitung, Marketing, Vertrieb
  • Mathematik, Statistik, Deutsch, Englisch, Sozialkunde

Die Inhalte der Weiterbildungsmaßnahme können nur der Grundstock sein. Hinzu kommt ein repräsentativer Auftritt des /der Anlageberaters /-in sowie die kontinuierliche Marktrecherche, um Marktschwankungen entsprechend schnell erkennen zu können und seine Kunden ggf. darüber zu informieren bzw. aktuell beraten zu können.

3. Studium

Der klassische Weg zum /zur Anlageberater /-in führt oft über ein Studium. Dabei wird in der Regel ein betriebswirtschaftlicher Schwerpunkt gelegt. Passgenau bieten sich hier die Studiengänge im Bereich Finance an, die sowohl Rechnungswesen als auch Controlling und Finanzmanagement als die drei Hauptbausteine des Studiums haben. Die folgenden Bachelor-Studiengänge werden in diesem Bereich angeboten:

  • Finance & Management
  • Banking & Finance
  • Economics and Business Economics
  • Insurance, Banking and Finance
  • European Finance and Accounting
  • International Financial Management & Control
  • International Business & Management Studies
  • Finanzmathematik
  • Finanzwirtschaft-Versicherungsmanagement
  • Betriebswirtschaftslehre Schwerpunkt Finanzvertrieb
  • Betriebswirtschaftslehre Schwerpunkt Private Finance Management
  • Betriebswirtschaftslehre Schwerpunkt Banken und Versicherungen

Ähnlich lang ist die Liste der Masterstudiengänge in diesem Bereich. Grundsätzlich muss bei der Wahl des Studiengangs entschieden werden, ob ein breit angelegtes Studium gewünscht ist, welches Wege in den Bank- oder Versicherungsbereich eröffnet, oder ob bereits eine Spezialisierung gewünscht ist. In der Praxis zeigt sich, dass Absolventen eines betriebswirtschaftlichen Studiums nur vorübergehend als Anlageberater /-in tätig sind und anschließend ins Management wechseln.

Praxisnäher ist indes ein Duales Studium. Mittlerweile bieten Banken, Versicherungen und Vermögensberater diese Möglichkeit regelmäßig an, um Fachkräfte im Betrieb zu qualifizieren und dann auch dort zu halten. Ein Duales Studium verbindet die theoretischen Inhalte eines Studiums mit den praktischen Inhalten einer Ausbildung. Ebenso möglich ist ein berufsbegleitendes Studium bei einem Anbieter von Fernstudiengängen. Hier gibt’s es sowohl Studiengänge, als auch Zertifikatskurse, die mit dem Titel „Anlageberater /-in“ abgeschlossen werden können.

4. Tätigkeit

Der Anlageberater bzw. die Anlageberaterin hat das wirtschaftliche Know-how, um Privatleute und Firmenkunden darüber zu beraten, wohin sie ihr Kapitel am besten investieren sollen. Anlageberater arbeiten in der Regel bei Banken, Vermögensberatern, Versicherungsunternehmen, Kreditinstituten oder bei Treuhand- und Fondsgesellschaften. Es besteht auch die Möglichkeit bei Investmentunternehmen oder Beteiligungsgesellschaften eine Anstellung zu finden. Und selbst die Selbstständigkeit ist eine Alternative.

Ihre Aufgaben umfassen die Beratung und Betreuung von Firmen- oder Privatpersonen in allen Punkten der Anlagemöglichkeiten. Sie sind für die Vermögensbildung und Vermögenssicherung zuständig, sprechen Empfehlungen über Anlagestrategien aus, betreiben Marktbeobachtung in Bezug auf die Entwicklungen des Geld- und Kapitalmarktes und analysieren diese für den Kunden.

Ein Anlageberater fungiert oft als Vermögensberater und

  • ermittelt den individuellen Kundenbedarf unter Berücksichtigung einer Risikoanalyse für eine mögliche Anlage.
  • findet für die Erreichung der Kundenziele die passenden Finanz- und Versicherungsprodukte und kreiert daraus einen Anlagemix.
  • berät sowohl zur Sicherung als auch zur Bildung von Vermögen.
  • kennt Geld- und Kapitalmärkte aus seinen regelmäßigen Recherchen.
  • ist sehr belesen, um mit Hilfe von Internet, Datenbanken, Fachzeitschriften, Wirtschaftszeitungen und Börsenblättern im Finanzsektor stets up-to-date zu bleiben.
  • akquiriert auch regelmäßig Neukunden.
  • kennt sich in der Organisation und Verwaltung aus – entweder als Angestellter eines Finanzunternehmens oder als selbstständige /-r Anlageberater /-in.

Ihre Qualifikationen beruhen meist auf einer Ausbildung im Bankwesen oder einem bankwirtschaftlichen Studium.

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