*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Anlagenmechaniker / in

Datenbasis: 47 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.746 € 2.504 € 3.586 €
Baden-Württemberg 1.921 € 2.755 € 3.945 € Jobs Anlagenmechaniker / in
Bayern 1.858 € 2.665 € 3.817 € Jobs Anlagenmechaniker / in
Berlin 1.634 € 2.343 € 3.355 € Jobs Anlagenmechaniker / in
Brandenburg 1.182 € 1.695 € 2.427 € Jobs Anlagenmechaniker / in
Bremen 1.678 € 2.406 € 3.446 € Jobs Anlagenmechaniker / in
Hamburg 1.852 € 2.656 € 3.804 € Jobs Anlagenmechaniker / in
Hessen 2.113 € 3.031 € 4.341 € Jobs Anlagenmechaniker / in
Mecklenburg-Vorpommern 1.284 € 1.841 € 2.637 € Jobs Anlagenmechaniker / in
Niedersachsen 1.593 € 2.285 € 3.272 € Jobs Anlagenmechaniker / in
Nordrhein-Westfalen 1.842 € 2.295 € 3.833 € Jobs Anlagenmechaniker / in
Rheinland-Pfalz 1.717 € 2.463 € 3.527 € Jobs Anlagenmechaniker / in
Saarland 1.660 € 2.381 € 3.410 € Jobs Anlagenmechaniker / in
Sachsen 1.343 € 1.926 € 2.758 € Jobs Anlagenmechaniker / in
Sachsen-Anhalt 1.316 € 1.887 € 2.702 € Jobs Anlagenmechaniker / in
Schleswig-Holstein 1.710 € 2.452 € 3.512 € Jobs Anlagenmechaniker / in
Thüringen 1.365 € 1.957 € 2.803 € Jobs Anlagenmechaniker / in

Anlagenmechaniker / Anlagenmechanikerin:

1. Gehalt

Als Anlagenmechaniker liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.504 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 47 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.746 € beginnen, Anlagenmechaniker in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.586 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.452 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.755 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Anlagenmechaniker in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.262 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.148 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.430 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.602 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.245 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.245 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.429 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.617 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.174 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der Beruf des /der Anlagenmechanikers /-in ist ein klassischer Ausbildungsberuf. Die Ausbildung dauert in der Regel 3,5 Jahre und ist dual aufgebaut. Im Ausbildungsbetrieb erwarten den /die künftige /-n Anlagenmechaniker /-in die folgenden Ausbildungsinhalte:

  • Werkstoffkunde: Beurteilung, Auswahl, Handhabung
  • Betriebsmittelkunde: Auswahl zur Pflege, zur Wartung, Dokumentation
  • Steuerungstechnik: Unterlagen auswerten und Steuerungstechnik anwenden
  • Planung: Priorisierung der Arbeitsabläufe nach zeitlichen Vorgaben
  • Pläne lesen und umsetzen: Rohrleitungspläne, Lagepläne, Fundament- und Aufstellungspläne lesen und anwenden; Umsetzung von Schweiß- und Montageplänen
  • Umformung von Rohren, Blechen und Profilen
  • Inspektion, Wartung, Instandsetzung von Anlagen inkl. vorausgegangener Sichtprüfung
  • Qualitätssicherungssysteme: Mängelsuche, Beseitigung, Dokumentation
  • Montage, Transport von Bauelementen
  • Betriebsorganisation, Umweltschutz
  • Sozialkunde, Wirtschaft, Deutsch, Englisch, Physik, Mathematik

Die Mehrheit der Auszubildenden, die den Beruf des /der Anlagenmechaniker /-in anstreben, haben einen mittleren Bildungsabschluss. Wer keinen geeigneten Ausbildungsplatz zum /zur Anlagenmechaniker- /in findet, kann auf branchenähnliche Berufe ausweichen. So gibt es beispielsweise den /die Anlagenmechaniker /-in mit Schwerpunkt Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sowie den /-die Mechatroniker /-in für Kältetechnik. Eher am Metallbau orientiert sind hingegen die folgenden Ausbildungsberufe: Konstruktionsmechaniker /-in, Metallbauer /-in mit Fachrichtung Konstruktionstechnik oder Nutzfahrzeugbau.

Die Ausbildung zum /zur Anlagenmechaniker /-in fordert ganz verschiedene Kenntnisse und Fähigkeiten ab. Praktisch muss sowohl manuell Hand angelegt und Kraft ausgeübt werden, als auch Geschick und technisches Know-how an der CNC-Maschine bewiesen werden. Bei der Montage der einzelnen Bauteile sind handwerkliche Fertigkeiten gefragt. Gearbeitet wird im Freien, in Hallen und auf wechselnden Baustellen. Je nach Betrieb arbeiten fertig ausgebildete Anlagenmechaniker /-innen manchmal im Schichtbetrieb. Je nach Art der Baustelle ist entsprechende Schutzkleidung vorgeschrieben. Persönlich müssen künftige Anlagenmechaniker /-innern neben handwerklichem Geschick auch eine sorgfältige und verantwortungsbewusste Arbeitsweise an den Tag legen.

Mit einer abgeschlossenen Ausbildung zum /zur Anlagenmechaniker /-in stehen den Absolventen /-innen zahlreiche Möglichkeiten der Weiterbildung offen. Oft wird die Weiterbildung zum Industriemeister der Fachrichtung Metall angestrebt.

Hier finden Sie weitere Details zur Ausbildung als Anlagenmechaniker/-in.

3. Studium

Obgleich der Beruf des /der Anlagenmechaniker /-in ein klassischer Ausbildungsberuf ist, können Interessierte mich Hochschulreife auch ein Studium anstatt einer Lehre absolvieren oder ein Studium nach einer vorausgegangenen Lehre absolvieren. Welcher Weg hier der Richtige ist, muss individuell entschieden werden, klar ist jedoch, dass eine Ausbildung praktischer orientiert ist, als ein Studium. Mit einem abgeschlossenen Studium ist es vergleichsweise unwahrscheinlich, später selbst an Anlagen zu schrauben, allerdings stehen einem so die Türen Richtung Forschung und auch Management offen. Wer nach der Ausbildung zum /zur Anlagenmechaniker /-in ein Studium absolviert, hat anschließend die freie Wahl, ob er /sie Richtung Theorie oder Praxis gehen möchte.

Schneller geht es indes mit einem Dualen Studium. Das kombiniert nämlich die theoretischen Inhalte eines Studiums mit den praktischen Einheiten einer Ausbildung – und das in einem überschaubaren zeitlichen Rahmen von meist bis zu vier Jahren. Gearbeitet wird in einem Betrieb (ähnlich wie bei einer dualen Ausbildung), nur die theoretischen Inhalte werden an einer Dualen Hochschule vermittelt. Diese haben akademisches Niveau.

Aktuell erfreuen sich Duale Studiengänge im Bereich der Erneuerbaren Energien großer Beliebtheit. Die Branche sucht nach interessierten und engagierten Studenten /-innen, die mit handwerklichem Geschick und betriebswirtschaftlichem Know-how aktiv an der Energiewende mitarbeiten möchten. Die hier angebotenen Studiengänge heißen:

  • Elektrische Energie- und Automatisierungstechnik
  • Energie- und Gebäudetechnik, Schwerpunkt: Erneuerbare Energien
  • Energie- und Umwelttechnik
  • Nachhaltige Energieökonomie
  • Solartechnik /Regenerative Energien
  • Technik & Management Erneuerbarer Energien und Energieeffizienz
  • Technische Gebäudeausrüstung und Versorgungstechnik
  • Versorgungs- und Umwelttechnik

Wer ein klassisches Studium absolvieren möchte, wird im Bereich der Ingenieurwissenschaften einen Schwerpunkt wählen. Möglich sind hierbei Maschinenbau, Elektrotechnik, Verfahrenstechnik sowie Wirtschaftsingenieurwesen. In der Regel wird zunächst ein Bachelorabschluss angestrebt, der ggf. noch mit einem Masterstudiengang erweitert wird.

4. Tätigkeit

Anlagenmechaniker /-innen sind für die Montage, Wartung und Reparatur von Produktionsanlagen, Kesseln und Rohrleitungssystemen verantwortlich. Sie erstellen Bauteile, fügen sie zusammen und bereiten so Apparate und Anlagen für den Betrieb vor. Anschließend nehmen sie die Anlagen in Betrieb und überwachen Testdurchläufe, gegebenenfalls richten sie die Anlagen neu ein. Zudem gehört es zum Aufgabenbereich der Anlagenmechaniker sie regelmäßig zu warten sowie ggf. umzubauen, zu erweitern, reparieren und instand zu setzen.

Der berufliche Schwerpunkt liegt auf dem jeweiligen Ausbildungsbetrieb. Anstellung finden Anlagemechaniker /-innen in der Metallindustrie, in Betrieben der Erdgas- und Erdölförderung sowie in Betrieben der Gas-, Wasser-, Elektrizitäts- und Verkehrswerke. Die Einzelaufgaben der Anlagenmechaniker liegen darin,

  • Projekte zu planen und vorzubereiten. Dieser Aufgabengebereich beginnt bei der technischen Zeichnung und reicht bis zur Organisation von Montagearbeiten inklusive der Auswahl der geeigneten Stoffe, Werkzeuge und Prüfmittel.
  • Projekte auszuführen. Dabei werden einzelne Bauteile gefertigt und zu komplexen Anlagen montiert. Vor Ort werden diese dann in Betrieb genommen. Auch die Prüfung der Funktionen und die Inbetriebnahme fallen in den Aufgabenbereich eines /-r Anlagemechaniker /-in. Neben der Dokumentation der Arbeitsschritte übernimmt er auch die Einweisung des Kunden sowie etwaige Hinweise auf gesetzliche Auflagen.
  • Anlagen anzupassen, umzubauen und zu erweitern.
  • Anlagen zu warten und instand zu halten.

Das Gehalt kann abhängig von der Branche variieren. Der Verdienst bzw. das Einkommen hängt nicht zuletzt von den Qualifikationen und dem Arbeitsumfang sowie der Verantwortung innerhalb eines Unternehmens ab.