*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Apotheker / Apothekerin

Datenbasis: 536 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 3.370 € 4.359 € 6.835 €
Baden-Württemberg 3.548 € 4.489 € 7.739 € Jobs Apotheker / Apothekerin
Bayern 3.320 € 4.182 € 6.187 € Jobs Apotheker / Apothekerin
Berlin 3.062 € 4.214 € 6.782 € Jobs Apotheker / Apothekerin
Brandenburg 2.567 € 3.320 € 5.206 € Jobs Apotheker / Apothekerin
Bremen 3.239 € 4.189 € 6.568 € Jobs Apotheker / Apothekerin
Hamburg 3.566 € 4.718 € 7.144 € Jobs Apotheker / Apothekerin
Hessen 3.519 € 4.477 € 6.767 € Jobs Apotheker / Apothekerin
Mecklenburg-Vorpommern 2.477 € 3.204 € 5.024 € Jobs Apotheker / Apothekerin
Niedersachsen 2.943 € 4.208 € 7.068 € Jobs Apotheker / Apothekerin
Nordrhein-Westfalen 3.434 € 4.351 € 6.415 € Jobs Apotheker / Apothekerin
Rheinland-Pfalz 3.284 € 4.641 € 9.330 € Jobs Apotheker / Apothekerin
Saarland 4.072 € 4.394 € 5.087 € Jobs Apotheker / Apothekerin
Sachsen 2.442 € 3.613 € 4.195 € Jobs Apotheker / Apothekerin
Sachsen-Anhalt 3.298 € 3.636 € 4.655 € Jobs Apotheker / Apothekerin
Schleswig-Holstein 3.796 € 4.392 € 5.198 € Jobs Apotheker / Apothekerin
Thüringen 2.633 € 3.406 € 5.341 € Jobs Apotheker / Apothekerin

Apotheker / Apothekerin:

1. Gehalt

Auch wenn Apotheker und Apothekerinnen in ihrem Arbeitsalltag mit jeder Menge Rezepten zu tun haben, in Sachen Gehalt hilft ihnen das auch nicht zwangsläufig weiter. Denn für ein hohes Gehalt gibt es kein eindeutiges Rezept. In diesem Text informieren wir Sie darüber, was Apotheker verdienen bzw. was sie verdienen können.

Das bundesweite Durchschnittsgehalt eines Apothekers liegt bei 4.359 € brutto im Monat. Rechnet man dies hoch, kommt man auf ein Jahresgehalt von 52.308 €. Abweichungen von diesem Mittelwert sind selbstverständlich sowohl nach unten als auch nach oben möglich. So verdienen 25% der Apotheker maximal 3.370 €, weitere 25% aber auch mindestens 6.835 € monatlich. All die genannten Zahlen basieren auf 536 Datensätzen, die wir in den letzten beiden Jahren erhoben und ausgewertet haben.

Auf die Höhe des Einkommens nehmen viele Faktoren Einfluss: zum Beispiel, ob ein Apotheker selbständig oder angestellt ist, ob er als Angestellter nach Tarifvertrag bezahlt wird oder nicht, ob er in einer Apotheke oder in der Industrie beschäftigt ist. Welche Faktoren darüber hinaus den Verdienst beeinflussen, betrachten wir in den folgenden Abschnitten.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Apotheker in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar:

Nach erfolgreichem Studienabschluss und Erhalt der Approbation starten Apotheker und Apothekerinnen im Schnitt mit einem Einstiegsgehalt von 3.706 € in den Beruf. Dass sich Erfahrung auszahlt, zeigen die Gehaltszahlen für die folgenden Jahre. Mit wachsender Erfahrung wächst auch der Lohn:

  • 25 Jahre = 3.712 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.926 Euro brutto
  • 35 Jahre = 4.331 Euro brutto
  • 40 Jahre = 4.539 Euro brutto
  • 45 Jahre = 4.838 Euro brutto
  • 50 Jahre = 5.080 Euro brutto

Fort- und Weiterbildungen sind eine gute Möglichkeit, durch den Erwerb zusätzlicher Qualifikationen den eigenen Wert für den Arbeitgeber und damit auch das Gehalt zu steigern. Für Apotheker bieten sich dabei vor allem die Weiterbildung zum Fachapotheker, die Erlangung einer Zusatzbezeichnung in einem Spezialisierungsgebiet oder im akademischen Bereich die Promotion an.

Unabhängig von Weiterbildungsstand gilt ganz offenbar: Wie in vielen anderen Berufen und Branchen verdienen auch in den Apotheken Frauen weniger als Männer. Während ein Apotheker im Schnitt auf 4.662 € im Monat kommt, erhält eine Apothekerin im gleichen Zeitraum durchschnittlich 4.270 €. Dass Apothekerinnen im Schnitt sehr ähnlich wie das allgemeine Durchschnittsgehalt (4.359 €) verdienen, zeigt, dass in diesem Beruf weitaus mehr Frauen als Männer arbeiten.

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

In den meisten Berufen und Branchen gilt folgende Faustregel: Je größer der Arbeitgeber, desto höher die Löhne. Für Apotheker zeigt die Statistik folgendes:

  • bis 500 Mitarbeiter = 4.199 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 5.000 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 5.909 Euro brutto

Auch hier hat die oben genannte Regel also Gültigkeit. Die Nähe des Gesamtdurchschnitts von 4.359 € zum Durchschnittseinkommen der kleineren Firmen verdeutlich nur, was vermutlich die meisten eh vermuten: Der Großteil aller Apotheker arbeitet in Apotheken – und die haben in aller Regel deutlich weniger als 500 Mitarbeiter. Angestellte Apotheker in der Pharma-Industrie (und teilweise auch in Krankenhäusern) kommen in den meisten Fällen auf deutlich höhere Gehälter als angestellte Apotheker in Apotheken.

Das Bundesland – positive oder negative Nebenwirkung?

Auch das Bundesland, in welchem der Arbeitsplatz liegt, entscheidet über die Höhe des Verdienstes. So sind Apotheker-Gehälter in Hessen (4.477 €), Rheinland-Pfalz und im Saarland in aller Regel deutlich höher als beispielsweise in Sachsen-Anhalt (3.636 €), Mecklenburg-Vorpommern oder Brandenburg. Ein Grund für diese Gehaltsdifferenzen sind regional unterschiedlich hohe Lebenshaltungskosten.

Sie möchten es noch genauer wissen?
Bei allen genannten Angaben zum Gehalt als Apotheker bzw. Apothekerin handelt es sich um Durchschnittswerte. Für genauere Informationen empfehlen wir unseren kostenlosen Gehaltscheck oder eine individuelle Gehaltsanalyse (zum Gehaltsvergleich).

2. Ausbildung / Weiterbildung

Als vorbereitende Ausbildung für die zum Apotheker oder zur Apothekerin, eignet sich die zum pharmazeutisch-technischen Assistenten (PTA). Diesen Lehrgang belegen Interessenten mit einem mittleren Bildungsabschluss an einer speziellen Fachschule. Im Regelfall findet vor dem Start des Unterrichts eine Eignungsprüfung statt. Hier überzeugen die Bewerber die Ausbilder in einem persönlichen Gespräch. Gute Chancen besitzen Lehrlinge mit ersten praktischen Erfahrungen in der Apotheke. Zu den relevanten Lernstoffen zählen:

  • pharmazeutische Chemie
  • EDV
  • Drogenkunde
  • Botanik
  • Arzneimittelkunde

Weiterhin beschäftigen sich die Auszubildenden mit den allgemeinen Fächern Deutsch, Mathematik und Wirtschaft. Den theoretischen Unterricht lockern die praktischen Übungen auf. Hier erlernen die Interessenten die Arbeit in einem Labor. Sie untersuchen Salben und Flüssigkeiten und analysieren deren Inhaltsstoffe. Neben den Projektarbeiten nehmen die Lehrlinge an einem mehrwöchigen Pflichtpraktikum teil. Dieses nennt sich Famulatur und findet in einer Apotheke statt.

Die gesamte Ausbildung dauert zwei bis zweieinhalb Jahre. Am Ende absolvieren die Lernenden eine Abschlussprüfung. Diese gliedert sich in einen mündlichen, einen schriftlichen und einen praktischen Part. Nach dieser Prüfung leisten die Auszubildenden ein weiteres Praktikum ab. Dieses dauert mindestens sechs Monate und dient dazu, erworbenes Wissen zu vertiefen. Danach folgt der letzte Teil der staatlichen PTA-Prüfung. Bestehen die Teilnehmer diesen Test, erhalten sie die Berufsbezeichnung PTA.

3. Studium

Die Weiterbildung zum Apotheker erfolgt über ein Pharmazie-Studium. Dieses dauert im Regelfall acht Semester, also vier Jahre. Nach dem Studium absolvieren die angehenden Apotheker und Apothekerinnen ihr praktisches Jahr (PJ). Hierbei arbeiten sie ein halbes Jahr in einer öffentlichen Apotheke. Erst nach dem Dritten Staatsexamen beantragen die Teilnehmer die Approbation. Erhalten sie diese, qualifizieren sie sich für dieses Tätigkeitsfeld.

Das eigentliche Studium teilt sich in ein Grundstudium und in einen Hauptteil. Das Basisstudium umfasst vier Semester. Die Studierenden beschäftigen sich dabei mit den Grundlagen des Berufs. Zu den Kernthemen in diesem Bereich zählen:

  • organische und anorganische Chemie
  • pharmazeutische Biologie
  • pharmazeutische Analytik
  • Biochemie

Die Famulatur findet am Ende des Grundstudiums statt. Danach folgt der Hauptteil des Studiengangs. In den Wahl- und Pflichtfächern konzentrieren sich die Studierenden auf ihr erlerntes Wissen und vertiefen dieses. Zudem kommen weitere Kurse hinzu. Diese zeigen sich in Form der pharmazeutischen und klinischen Pharmakologie und der Ernährungslehre. Auch das Hauptstudium dauert vier Semester.

Anschließend beginnen die Studenten ihr Pflichtpraktikum. Nachdem sie sich in der ersten Hälfte in einer Apotheke betätigen, arbeiten sie die restliche Zeit in einem Unternehmen. Hierfür eignen sich speziell Pharmabetriebe. Ebenso besteht die Möglichkeit, dieses Praktikum an der Universität zu absolvieren. Für ihre Arbeit erhalten die Studierenden eine Vergütung. Diese variiert abhängig von dem gewählten Unternehmen.

4. Tätigkeit

Ein Apotheker oder eine Apothekerin (Uni) findet sein oder ihr Arbeitsumfeld meist in Apotheken, mitunter aber auch in den Laboratorien der pharmazeutischen Industrie. Angehörige dieser Berufsgruppe sind staatlich geprüfte Fachleute für Medikamente aller Art. Sie stellen eigene Arzneien in der Apotheke her. Zudem beraten sie Kunden über Wirkung und Nebenwirkung von Medikamenten und verkaufen diese. Ebenso geben sie ärztlich verschriebene Arzneien nach Vorlage des Rezeptes heraus. Mitunter sind sie auch mit der Information von Verbrauchern und Ärzten betraut. Das Gehalt kann abhängig vom Arbeitgeber variieren. Der Verdienst bzw. das Einkommen hängt nicht zuletzt von dem Arbeitsumfang innerhalb eines Unternehmens ab.