*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.
*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Baugeräteführer

Datenbasis: 43 Datensätze
Region Q1 Ø Q3 Offene Jobs
Deutschland: 1.816 € 2.556 € 3.474 €
Baden-Württemberg 2.502 € 3.022 € 3.390 € Jobs Baugeräteführer
Bayern 2.460 € 2.743 € 4.354 € Jobs Baugeräteführer
Berlin 1.699 € 2.391 € 3.250 € Jobs Baugeräteführer
Brandenburg 1.383 € 1.947 € 2.646 € Jobs Baugeräteführer
Bremen 1.613 € 2.270 € 3.085 € Jobs Baugeräteführer
Hamburg 1.927 € 2.711 € 3.685 € Jobs Baugeräteführer
Hessen 2.103 € 2.959 € 4.021 € Jobs Baugeräteführer
Mecklenburg-Vorpommern 1.336 € 1.879 € 2.554 € Jobs Baugeräteführer
Niedersachsen 1.459 € 2.053 € 2.790 € Jobs Baugeräteführer
Nordrhein-Westfalen 1.838 € 2.586 € 3.515 € Jobs Baugeräteführer
Rheinland-Pfalz 1.786 € 2.513 € 3.416 € Jobs Baugeräteführer
Saarland 1.728 € 2.431 € 3.303 € Jobs Baugeräteführer
Sachsen 1.397 € 1.966 € 2.672 € Jobs Baugeräteführer
Sachsen-Anhalt 1.369 € 1.927 € 2.618 € Jobs Baugeräteführer
Schleswig-Holstein 1.595 € 2.245 € 3.051 € Jobs Baugeräteführer
Thüringen 1.542 € 2.169 € 2.948 € Jobs Baugeräteführer

Baugeräteführer:

1. Gehalt

Als Baugeräteführer liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.556 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 43 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.816 € beginnen, Baugeräteführer in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.474 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.245 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.022 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Baugeräteführer in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.470 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.458 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.556 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.761 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.909 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.664 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.457 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.010 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.474 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der Beruf Baugeräteführer/in kann innerhalb von 3 Jahren als anerkannter Ausbildungsberuf erlernt werden.

Die Ausbildungsinhalte erstrecken sich darauf,

  • wie bautechnische Arbeiten durchgeführt werden. Dazu gehört Gräben ausheben, Fundamente herstellen, Bodenbewegung und-Verdichtung, Transport und Einbau von Fertigteilen;
  • wie der Umgang mit Luftdruck und hydraulisch betriebenen Systemen, Maschinen und Arbeitsgeräten erfolgt;
  • wie die Wartung von Maschinen und Geräten funktioniert. Dabei müssen Schmierstoffe und Hydrauliköle überprüft, ergänzt und ausgetauscht werden;
  • welche Sicherheitsvorkehrungen hinsichtlich Arbeits--Baustellenschutz zu beachten sind;
  • wie Entwässerungsvorrichtungen an profilierten Geländesituationen (zum Beispiel Böschungen) auszusehen haben;
  • welche Unterschiede zwischen frostsicheren und nicht frostsicheren Fundamenten bestehen;
  • wie wassergebundene und nicht wassergebundene Tragschichten und Wegedecken hergestellt werden;
  • wie die Bedienung von bautypischen Geräten und Kränen funktioniert;
  • wie schweres Baugerät verladen wird;
  • wie Bauteile und Sicherheitseinrichtungen auf Baustellen überprüft und modifiziert werden;
  • wie Fehlermeldungen und fehlerhafte Elemente an Bauteilen erkannt und eingestuft werden müssen.

Wichtige Schulfächer für die Ausbildung zum Baugeräteführer/zu Baugeräteführerin sind Physik, Werken, Technik und Mathematik. Physik ist von Bedeutung, um die Funktionsweise von Baustellengeräten zu verstehen. Werken und Technik sind Relevanz, weil die Auszubildende mit ganz unterschiedlichen Werkstoffen zu tun haben, Baustoffe und Metalle verarbeiten und Baugeräte bedienen und diese reparieren. Mathematik ist zumindest in seinen Grundlagen von Bedeutung, weil Auszubildende Baugeräteführer/innen Baustellen vermessen, Flächen Aufteilungen berechnen und zum Beispiel zur Absicherung entsprechend langer Bauzäune bestellen müssen.

Alternativ zur Ausbildung als Baugeräteführer/in können Interessenten auch Bauwerksmechaniker/in lernen. Die Gemeinsamkeit liegt darin, dass Bauarbeiten und auch Abbrucharbeiten unter Zuhilfenahme von Baumaschinen erfolgen. Im Tiefbau verwandte Ausbildungsberufe sind Spezialtiefbauer/in, Kanalbauer/in, Gleisbauer/in, Wasserbauer/in Brunnenbauer/- in oder Asphaltsbauer/-in.

Nach der Ausbildung sollten Baugeräteführer/-innen sich stets auf dem neuesten Stand halten und sich zum Thema Baumaschinen und Arbeitssicherheit ständig fortbilden. Um in eine Führungsposition zu gelangen, liegt die Aufstiegsweiterbildung zum Baumaschinenmeister/zum Baumaschinenmeisterin nahe. Als Studium empfiehlt sich die Fachrichtung Maschinenbau.

3. Studium

Maschinenbau kann als passendes Studienfach gesehen werden. Studenten müssen entweder eine Hochschulreife oder (für Fachhochschulen) die Fachhochschulreife vorweisen. Studenten des Maschinenbaus lernen wissenschaftliche und praktische praktische Grundlagen der Ingenieurswissenschaften der Konstruktion sowie der Berechnung und Fertigung. Maschinenbau kann im dualen System studiert werden oder an der Universität als reines theoretisches Fach. Studenten können sich bereits während des grundständigen Studiums spezialisieren. Hierbei sind die Schwerpunkte

  • Versorgungstechnik,
  • Fahrzeugtechnik und
  • Automatisierungstechnik

möglich. Der Studiengang Maschinenbau kann auch unter anderen Bezeichnungen an Universitäten und Fachhochschulen geführt werden diese Bezeichnungen sind typisch:

  • Ingenieurwesen (Maschinenbau)
  • international Engineering,
  • Maschinenbau mit BWL,
  • Maschinentechnik,
  • Maschinenwesen,
  • Mechanical Engineering,
  • Präzision Maschinenbau,
  • Technik.

Innerhalb des Studiums werden Studieninhalte zu Betriebswirtschaftslehre, Technisches Zeichnen, Datenverarbeitung, Elektrotechnik, Fertigungsverfahren, Fügeverfahren, Konstruktionselemente sowie Regelung-und Steuerungstechnik vermittelt. Zu den weiteren Pflichtfächern gehören

  • Datenverarbeitung,
  • Mathematik,
  • Physik,
  • Strömungslehre,
  • technische Mechanik
  • technisches Englisch
  • Thermodynamik,
  • Werkstoffkunde.

Die Studenten müssen sich außerdem mit den Bereichen Automatisierungstechnik, Getriebetechnik, Konstruktionssystematik, Schweißtechnik sowie Robotik beschäftigen. Der Studienabschluss erfolgt nach 6-8 Semestern. Studenten müssen mindestens 180 Punkte nach einer Regelstudienzeit von 6 Semestern vorweisen können. Pose pro weiteres Semester kommen 30 weitere Punkte hinzu, sodass nach einer Studienzeit von 7 Semestern 210 Punkte nachzuweisen sind. Die Prüfungen erfolgen im Rahmen von Klausuren, Hausarbeiten, Referaten und Projektarbeiten. Zum Abschluss ist die Bachelor Arbeit zu fertigen. Unter Umständen kann es auch zu einem Kolloquium kommen. Bei Nichtbestehen ist eine einmalige Wiederholung möglich, in Ausnahmefällen gewähren Hochschulen auch eine Zweitwiederholungsprüfung.

Als Studienalternativen aus dem Maschinen-und Anlagebau stehen die Studiengänge Produktionstechnik, Konstruktionstechnik, Mechanik, Verfahrenstechnik und Fahrzeugtechnik zur Verfügung. Allen Studiengängen ist gemeinsam, dass sie Maschinen und einzelne Maschinenkomponente entwickeln, diese konstruieren und die Herstellung überwachen.

4. Tätigkeit

Auf Baustellen des Hochbaus, sowie des Straßen- und Brückenbaus kommen immer neue, technisch anspruchsvollere Baugeräte zum Einsatz, die individuelle Befähigung zur Bedienung aller Baugeräte gibt es bei den Baufachleuten nicht mehr. Die erforderliche Spezialisierung brachte den Beruf Baugeräteführer bzw. Baugeräteführerin hervor.

Baugeräteführer arbeiten praktisch auf Baustellen. Sie transportieren typische Baugeräte. Dazu gehören Kräne und Ponyraupen, Bauwalzen, Betonmischmaschinen, Bagger und diverse Kleingeräte. Baugeräteführer/innen bringen die benötigten Maschinen und Geräte vor Baubeginn zur Baustelle und kümmern sich darum, dass diese ordnungsgemäß angeschlossen und betriebsbereit sind. Zusätzlich fällt es in ihren Aufgabenbereich, die Baustelle zu sichern.

Die Berufsangehörigen führen und bedienen Baumaschinen. Sie nehmen Baggerarbeiten zur Bewegung der Erde vor, sie sitzen in Baukränen und bewegen Bauteile innerhalb der Baustelle und sie bedienen Geräte im Straßenbau, wie zum Beispiel Panierraupen oder Asphaltsmaschinen. Neben der reinen Arbeit mit der Maschine, kennen Sie sich auch mit der Wartung und Pflege aus. Sie können Schäden erkennen und selber kleine Reparaturen erledigen. Je nach Anforderung auf der Baustelle sind sie in der Lage, die benötigten Baumaschinen anzupassen. Das bedeutet, dass sie beispielsweise mobile Zusatzgeräte ergänzen, Baggerschaufeln austauschen oder die Bänder von Raupen dem Untergrund anpassen.

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