*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt EDV-Fachkraft

Datenbasis: 29 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.110 € 3.076 € 4.475 €
Baden-Württemberg 2.322 € 3.385 € 4.925 € Jobs EDV-Fachkraft
Bayern 2.246 € 3.274 € 4.763 € Jobs EDV-Fachkraft
Berlin 2.047 € 2.984 € 4.341 € Jobs EDV-Fachkraft
Brandenburg 1.607 € 2.343 € 3.409 € Jobs EDV-Fachkraft
Bremen 2.028 € 2.956 € 4.300 € Jobs EDV-Fachkraft
Hamburg 2.302 € 3.356 € 4.882 € Jobs EDV-Fachkraft
Hessen 2.587 € 3.772 € 5.488 € Jobs EDV-Fachkraft
Mecklenburg-Vorpommern 1.551 € 2.261 € 3.289 € Jobs EDV-Fachkraft
Niedersachsen 2.144 € 3.125 € 4.546 € Jobs EDV-Fachkraft
Nordrhein-Westfalen 2.135 € 3.112 € 4.527 € Jobs EDV-Fachkraft
Rheinland-Pfalz 2.278 € 3.321 € 4.831 € Jobs EDV-Fachkraft
Saarland 2.006 € 2.925 € 4.255 € Jobs EDV-Fachkraft
Sachsen 1.623 € 2.366 € 3.442 € Jobs EDV-Fachkraft
Sachsen-Anhalt 1.591 € 2.319 € 3.374 € Jobs EDV-Fachkraft
Schleswig-Holstein 2.032 € 2.962 € 4.309 € Jobs EDV-Fachkraft
Thüringen 1.649 € 2.404 € 3.497 € Jobs EDV-Fachkraft

EDV-Fachkraft:

1. Gehalt

Als EDV-Fachkraft liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.076 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 29 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.110 € beginnen, EDV-Fachkräfte in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 4.475 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.962 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.385 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als EDV-Fachkraft in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.412 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.255 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.216 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.962 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.257 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.807 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.806 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.382 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.076 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der Beruf EDV-Fachkraft ist kein anerkannter Ausbildungsberuf, sondern eine Weiterbildung. Die Handwerkskammer regelt die Prüfung. Allerdings ist es nicht zwingend erforderlich, einen Lehrgang abzulegen, um als EDV-Fachkraft zu arbeiten. Gleichwohl bieten verschiedene Institutionen und Bildungsanbieter Kurse an. Um zu einem Weiterbildungskurs zur EDV-Fachkraft zugelassen zu werden, setzen die Bildungsanbieter in aller Regel eine abgeschlossene Berufsausbildung voraus. Außerdem ist ein gewisses Maß an Berufspraxis zu empfehlen. Als berufliche Vorbildung ist es nötig, zumindest hinsichtlich der Arbeit mit Computern einen Nachweis zu erbringen. Kaufmännische Berufspraxis ist ebenfalls zulässig und befähigt zur Teilnahme an einem Weiterbildungskurs.

Die Ausbildungsinhalte zur EDV-Fachkraft erstrecken sich auf

  • das Arbeiten mit MS Office im Bereich Administration,
  • das Arbeiten mit dem Betriebssystem Windows,
  • die Anwendung von Datenverarbeitungsprogrammen wie Word und Excel,
  • das Arbeiten mit Datenbanksystemen wie ACCESS,
  • den Umgang mit dem Präsentationsprogramm PowerPoint,
  • die Anwendung von Information-Kommunikationstechniken. Dazu gehören E-Mail-Programme und das Herstellen von Internetseiten.
  • das Aufbauen und Installieren von Netzwerken, Hardware und Software,
  • das Erlernen der Funktionsweise unterschiedlicher Telekommunikationsarten ISDN, DSL, WAN,
  • die Betreuung von Computernutzern und Netzwerken,
  • das Projektmanagement.

Die Lehrgänge mit dem Abschluss EDV-Fachkraft finden in den Bildungseinrichtungen der Kammern statt oder in den Räumlichkeiten der Bildungsanbieter. Zuerst müssen Interessenten die Computerscheine A, B und C erwerben, die alle aufeinander aufbauen und miteinander verbunden sind. Weiterbildungskurse zur EDV-Fachkraft können in Vollzeit oder Teilzeit absolviert werden.

Die Teilnahme an der Weiterbildung ist kostenpflichtig. Lehrgangsgebühren und Prüfungsgebühren sind vom Auszubildenden selbst zu tragen. Der Abschluss erfolgt gemäß Vorschriften der Handwerkskammer oder der internen Regelung des Bildungsanbieters. Um zur Prüfung zugelassen zu werden, müssen die vorgeschriebenen Module der Lehrgangsträger absolviert worden sein. Jede Teilprüfung, die einen Ausbildungsabschnitt markiert, wird mit einem sogenannten Computerschein belegt. Teilweise werden im Rahmen von Abschlussprüfungen, Abschlussprojekte durchgeführt. Wenn Prüflinge durch eine Prüfung fallen, können Sie diese in der Regel wiederholen. Nach der Ausbildung arbeiten EDV-Fachkräfte in Industrie- und Handelsunternehmen ganz unterschiedlicher Wirtschaftszweige.

3. Studium

Eine Möglichkeit des Studiums für EDV-Fachkräfte ist das Fach Informatik. Informatik ist ein grundständiges Studienfach, das sich mit der Entwicklung, dem Einsatz und der Evaluierung von Softwaresystemen befasst. Informatik lässt sich als Kombination-Bachelorstudiengang sowie in dualer Form studieren. Mit einer Hochschulreife werden Interessenten zur Universität zugelassen, die Fachhochschulreife befähigt zu einem Studium an einer Fachhochschule. Allerdings ist es für beruflich besonders Qualifizierte dennoch möglich, ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung zu studieren. Im Studium werden folgende Themen und Fächer vermittelt:

  • Datenstrukturen,
  • Betriebssysteme,
  • Informationssysteme und Datenbanken,
  • Simulationsmodellentwicklung,
  • formale Sprachen,
  • Bioinformatik,
  • Programmierungskonzepte,
  • Mathematik,
  • multimediale Systeme,
  • Architektur von Rechnern und Rechnernetzen,
  • Software-Engineering,
  • Statistik,
  • technische Mechanik,
  • Systemarchitektur.

Neben den genannten Inhalten können sich Studenten per Wahlpflichtfach mit Computergrafik, Bio-Geographie, Physik oder technischer Thermodynamik beschäftigen. In Abhängigkeit von der gewählten Fakultät können Praktika oder Praxissemester in IT-Unternehmen Pflicht sein. Da das Studienfach unter anderem als Kombinationsstudiengang angeboten wird, bieten sich die Fächer Anglistik, Chemie, Erziehungswissenschaften, Geographie, Mathematik, Physik oder Wirtschaftswissenschaften an. Die Regelstudienzeit beträgt 6 bis 8 Semester und schließt mit einer Prüfung zum Bachelor ab. Studenten müssen innerhalb von 6 Semestern 180 Punkte sammeln, für jedes weitere Semester sind 30 Zusatzpunkte nötig. Die Prüfung besteht aus Klausuren, mündlichen Terminen, Hausarbeiten, Referaten und Projektarbeiten. Im Anschluss daran fertigt der Student eine Bachelorarbeit, die unter Umständen im Rahmen eines Kolloquiums überprüft wird.

Interessiert sich der Student grundsätzlich für einen binationalen Studiengang, sollte er sich an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Saarbrücken einschreiben. Diese arbeitet mit der Universität in Metz (Frankreich) zusammen. Der Abschluss nennt sich Bachelor of Science (B. Sc.) bzw. Licence in Frankreich.

Nach dem Abschluss des Informatikstudiums können die Absolventen in der freien Wirtschaft als IT-Anwendungsberater oder Softwareentwickler arbeiten. Sie sind in der Qualitätssicherung oder in der Informationsbeschaffung bzw. im Mediendesign oder Vertrieb tätig.

4. Tätigkeit

EDV-Fachkräfte arbeiten in betriebswirtschaftlichen Fachbereichen wie Lohn und Gehalt, Auftragsbearbeitung, Rechnungswesen oder Finanzbuchhaltung. Sie führen datenverarbeitungsbezogene Arbeitsprozesse durch, überwachen, prüfen und dokumentieren diese. EDV-Fachkräfte können unter anderem auch bei der Erstellung von Abrechnungen für monatliche, quartalsweise oder jährliche Zeitabschnitte tätig sein und bei der Rechnungslegung unterstützen.

Insbesondere bei der Entscheidungsvorbereitung zur Anschaffung von Hardware oder Softwarelösungen sind sie qualifiziert. EDV-Fachkräfte passen die betriebliche Standardsoftware an die Erfordernisse des Betriebes an. Oftmals sind sie als EDV-Administratoren tätig und führen Anwenderschulungen durch. Im Rahmen der Anwenderschulungen gehen sie speziell auf die Schüler ein. Sie schulen sie in Hinblick auf den Einsatz und die Anwendung von bestimmten EDV-Bürolösungen. Auch nach der Schulung stehen sie bei Rückfragen aus dem Kollegium zur Verfügung und helfen dabei, im Büroalltag damit zurechtzukommen.

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