*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Einrichtungsberater / in

Datenbasis: 43 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.763 € 2.377 € 3.554 €
Baden-Württemberg 1.940 € 2.616 € 3.911 € Jobs Einrichtungsberater / in
Bayern 1.956 € 2.204 € 2.377 € Jobs Einrichtungsberater / in
Berlin 1.650 € 2.224 € 3.325 € Jobs Einrichtungsberater / in
Brandenburg 1.343 € 1.811 € 2.708 € Jobs Einrichtungsberater / in
Bremen 1.694 € 2.284 € 3.415 € Jobs Einrichtungsberater / in
Hamburg 1.870 € 2.521 € 3.769 € Jobs Einrichtungsberater / in
Hessen 2.040 € 2.751 € 4.113 € Jobs Einrichtungsberater / in
Mecklenburg-Vorpommern 1.296 € 1.747 € 2.612 € Jobs Einrichtungsberater / in
Niedersachsen 1.739 € 2.345 € 3.506 € Jobs Einrichtungsberater / in
Nordrhein-Westfalen 2.187 € 2.441 € 3.458 € Jobs Einrichtungsberater / in
Rheinland-Pfalz 1.734 € 2.338 € 3.496 € Jobs Einrichtungsberater / in
Saarland 1.676 € 2.260 € 3.379 € Jobs Einrichtungsberater / in
Sachsen 1.356 € 1.828 € 2.733 € Jobs Einrichtungsberater / in
Sachsen-Anhalt 1.329 € 1.792 € 2.679 € Jobs Einrichtungsberater / in
Schleswig-Holstein 1.548 € 2.087 € 3.120 € Jobs Einrichtungsberater / in
Thüringen 1.378 € 1.858 € 2.778 € Jobs Einrichtungsberater / in

Einrichtungsberater / Einrichtungsberaterin:

1. Gehalt

Als Einrichtungsberater liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.377 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 43 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.763 € beginnen, Einrichtungsberater in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.554 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.087 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.616 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Einrichtungsberater in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.377 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.467 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.467 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.241 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.160 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.571 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.445 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.066 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.368 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Einrichtungsfachberater /-in kann werden, wer nach einer branchenspezifischen Ausbildung eine Weiterbildung an einer Fachschule absolviert, die in der Regel maximal ein Jahr dauert. Wie der Name des Berufes schon vermuten lässt, geht es um die Einrichtung und Ausstattung von Wohn- und Nutzräumen. So erklären sich auch die folgenden Themen auf dem Stundenplan:

  • Möbellehre, u.a. Polstermöbellehre
  • Küchenkunde
  • Heimtextilien
  • Stilkunde
  • Darstellungstechniken
  • Raumplanung, u.a. Küchenplanung

In der Regel gelten ein mittlerer Bildungsabschluss, eine berufsspezifische, abgeschlossene Ausbildung und Berufspraxis als Zugangsvoraussetzung, um die Weiterbildung zum/zur Einrichtungsfachberater /-in zu absolvieren. Je nach Ausbildungsinstitution können noch weitere Teilnahmevoraussetzungen erhoben werden.

Mögliche Ausbildungen, die einen Zugang zur Weiterbildung eröffnen sind:

➤ die dreijährige (schulische) Ausbildung zum/zur Assistent /-in der Innenarchitektur. Dabei steht die Anfertigung von Entwürfen mittels Scribble oder dem Computerprogramm CAD auf dem Stundenplan. Farbenlehre, Baustofflehre und Entwürfe für den öffentlichen Raum ergänzen den Lehrplan. Dort gibt es darüber hinaus auch Inhalte wie Möbelkonstruktion, Planung der Haustechnik, Bau- und Kunstgeschichte sowie Baurecht.

➤ die dreijährige (duale) Ausbildung zum/zur Holzmechaniker /-in. Hierbei liegt der Fokus auf der praktischen Fertigung von Möbeln. Dieser Ausbildungsberuf ist seit 2015 dreigeteilt und ermöglicht die Ausbildung in den Fachrichtungen „Bauelemente, Holzpackmittel und Rahmen“, „Möbel und Innenausbauteile“, „Innenausbauten und Bauelemente“.

➤ die zweijährige Ausbildung zum/zur Polster- und Dekorationsnäher /-in. Dabei steht neben der Lehre von Werk- und Hilfsstoffen auch die Anfertigung von Gardinen, Polster- und Futterstoffen auf dem Stundenplan. Diese erfolgt in der Regel nach einer Schablone, die auch selbst gefertigt werden kann. Die Handhabung von Nähmaschine und die manuelle Variante werden darüber hinaus vermittelt.

➤ die dreijährige Ausbildung zum/zur Polsterer /-in. Auch hierbei werden Kenntnisse von Werk- und Hilfsstoffen vermittelt. Die Auswahl von Geräten und Werkzeugen wird vermittelt und die Anfertigung von Produktionsmustern ist Teil der Ausbildung. Darüber hinaus ist der Bezug der Polster ein wichtiger Teil im Rahmen der Lehre. In diesem Zusammenhang werden auch Modelle gefertigt und etwaige Fehler vor der Serienfertigung ausgemerzt.

Ebenso eine Zugangsmöglichkeit ist die Ausbildung zum/zur Verkäufer /-in in einem Betrieb der Möbelindustrie. Dieser Zugang fokussiert eher die kaufmännischen Fähigkeiten und weniger inhaltlich relevante Themen.

3. Studium

Wer Einrichtungsberater werden möchte, wählt in der Regel den Weg über eine kaufmännische Ausbildung in einem Betrieb der Möbelindustrie und absolviert anschließend eine Weiterbildung oder schließt diese nach einer fachspezifischen Ausbildung in der Möbelfertigung an. Eine Alternative ist beispielsweise ein Studium der Innenarchitektur. Dabei stehen die folgenden Studieninhalte auf dem Lehrplan:

➤ das grundständige Studium der Innenarchitektur: Konstruktionslehre, Bauphysik, Kunst- und Baugeschichte, computergestützte Gestaltung, freies Zeichnen, Gebäudelehre, Möbelgestaltung, Licht, Innenausbau, Materiallehre, technischer Ausbau, Baurecht, Brandschutz, Präsentationstechniken,

➤ das weiterführende Studium der Innenarchitektur: Architekturkommunikation (Marketing, Szenografie), Ausbaukonstruktion, Gebäudetechnik, Multimedia, Möbelproduktion, Inszenierung von Räumen (Lichtarchitektur, Farb-Form-Komposition), Konstruktionslehre, Raumwahrnehmung, Baurecht, Corporate Design, Event Design, Ökologie, Sanierungstechnik, Wohnmedizin.

Das grundständige Studium der Innenarchitektur wird zunehmend häufiger auch als Duales Studium angeboten, bei dem die akademischen Inhalte an der Dualen Hochschule vermittelt werden und die praktischen Kenntnisse im Betrieb gelernt werden.

Natürlich gibt es auch Alternativen zum Innenarchitektur-Studium. Vergleichsweise nahe am Beruf des /der Einrichtungsberater /-in sind die Studienfächer Ausstellungsdesign, Design und Szenografie. Dieses Studium ist für die kreativen Köpfe geeignet. Eine andere Fachrichtung könnte die der Architektur und der Bautechnik sein. In diesem Zusammenhang bieten sich die Studienfächer Architektur, Bauingenieurwesen, Bauphysik und Baumanagement an. Hierbei liegt der Fokus folgerichtig im handwerklichen bzw. technisch-planerischen Bereich.

Grundsätzlich gilt: Wer als Einrichtungsberater tätig sein will, der muss kein Studium absolvieren. Wer erst einen akademischen Abschluss in der Tasche hat, wird kaum mehr selbst in der Beratung tätig sein, sondern entweder kreative oder handwerkliche Arbeiten im Bereich der Möbelindustrie ausführen, initiieren oder überwachen.

4. Tätigkeit

Einrichtungsfachberater arbeiten in Möbelhäusern, in Fachabteilungen für Raumausstattung sowie im Versandhandel mit Schwerpunkt Wohnbedarf. Im Fokus steht die Beratung der Kunden zu Möbeln und anderen Einrichtungsgegenständen. Dabei werden sowohl die Kundenwünsche als auch die räumlichen Möglichkeiten zueinander in Beziehung gesetzt.

Folgende Aufgaben stehen dabei auf der Liste der Tätigkeiten:

  • Information zu Produkt- und Pflegeeigenschaften
  • Erarbeitung eines Farben- und Lichtkonzept
  • Vorschlag von Gestaltungs- und Konstruktionsideen
  • Ausmessen der Räumlichkeiten vor Ort
  • Anfertigung von Gestaltungsskizzen
  • Erstellung und Vorbereitung von Angeboten inkl. Kalkulation
  • Projektplanung, Materialauswahl, Fertigung, Lieferung
  • Abwicklung des Auftrags
  • Endabnahme
  • Annahme und Bearbeitung von Reklamationen

Diese Tätigkeit erfordert neben den fachlichen Kenntnissen der Möbelbranche auch die Fähigkeit, Kundenwünsche zu erkennen und darauf basierend den Auftrag abwickeln zu können. Auch Beratungskompetenz ist ein großer Faktor beim Beruf des Einrichtungsberaters. Dabei steht insbesondere die Fähigkeit auf dem Prüfstand, dem Kunden Fachfremdes (wie beispielsweise Planungsskizzen) einleuchtend erklären zu können.

Selbstständige Einrichtungsberater oder Einrichtungsberater im Außendienst besuchen Kunden aber auch zu Hause, um diese vor Ort beraten zu können. Dort messen sie die Räume aus, erläutern dem Kunden Verbesserungsvorschläge in der Raumgestaltung, zeigen Alternativen zu den Farben und Materialen auf und platzieren die Möbel sinnvoll und zugleich stilgerecht. Ein Einrichtungsberater bzw. eine Einrichtungsberaterin berät und informiert den Kunden rund um die Einrichtung seines Heimes. Er verkauft dem Kunden neben der Beratung auch die benötigten Möbel und Einrichtungsgegenstände wie Vorhänge, Matratzen, Schränke oder andere dekorative Elemente.