*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Holzmechaniker

Datenbasis: 154 Datensätze
Region Q1 Ø Q3 Offene Jobs
Deutschland: 1.823 € 2.745 € 4.125 €
Baden-Württemberg 1.854 € 2.955 € 4.038 € Jobs Holzmechaniker
Bayern 2.039 € 2.855 € 4.452 € Jobs Holzmechaniker
Berlin 1.705 € 2.568 € 3.860 € Jobs Holzmechaniker
Brandenburg 1.409 € 2.123 € 3.190 € Jobs Holzmechaniker
Bremen 1.770 € 2.666 € 4.007 € Jobs Holzmechaniker
Hamburg 1.680 € 2.531 € 3.803 € Jobs Holzmechaniker
Hessen 2.109 € 3.177 € 4.775 € Jobs Holzmechaniker
Mecklenburg-Vorpommern 1.731 € 2.086 € 2.448 € Jobs Holzmechaniker
Niedersachsen 1.964 € 2.564 € 3.307 € Jobs Holzmechaniker
Nordrhein-Westfalen 1.775 € 2.835 € 5.146 € Jobs Holzmechaniker
Rheinland-Pfalz 2.733 € 2.813 € 3.036 € Jobs Holzmechaniker
Saarland 1.968 € 2.964 € 4.455 € Jobs Holzmechaniker
Sachsen 1.313 € 1.977 € 2.972 € Jobs Holzmechaniker
Sachsen-Anhalt 1.374 € 2.069 € 3.110 € Jobs Holzmechaniker
Schleswig-Holstein 1.876 € 2.374 € 2.848 € Jobs Holzmechaniker
Thüringen 1.375 € 2.071 € 3.113 € Jobs Holzmechaniker

Holzmechaniker:

1. Gehalt

Als Holzmechaniker liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.745 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 154 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.823 € beginnen, Holzmechaniker in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 4.125 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.374 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.955 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Holzmechaniker in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.436 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.842 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.893 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.671 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.917 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.697 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.638 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.813 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.142 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Die Verarbeitung von Holz und Holzwerkstoffen zu Regalsystemen, Möbeln, Ladeneinrichtungen und weiteren Bauteilen ist die Kernaufgabe von Holzmechanikern Fachbereich Möbel- und Innenausbau. Wer eine Begabung für Montage und handwerkliches Geschick besitzt, kann eine anerkannte Berufsausbildung in diesem Bereich absolvieren. Zugang zu dem Lehrberuf erhalten Schulabgänger, die die mittlere Reife mitbringen. Die Ausbildung dauert bis zur IHK-Abschlussprüfung in der Regel drei Jahre.

Die Ausbildungsordnung für Holzmechaniker ist grundsätzlich überarbeitet worden. Die Veränderungen gelten seit dem 1. August 2015. Die beiden vormaligen Fachrichtungen heißen offiziell Herstellen von

  • Möbeln und Innenausbauteilen und
  • Bauelementen, Holzpackmitteln und Rahmen.

Zusätzlich gibt es einen dritten neuen Fachbereich:

  • Montieren von Innenausbauten sowie Bauelementen.

Lehrlinge, die zum/zur Holzmechaniker /-in ausgebildet werden, können ab sofort während der Lehrzeit die Zusatzqualifikation CAD- und CNC-Technik Holz erwerben. Einzelne Inhalte der Ausbildung im Bereich Herstellen von Möbeln und Innenausbauteilen sind:

  • Die verschiedenen Arten von Holz und Holzwerkstoffen und ihre Merkmale,
  • Auftragsbezogene Auswahl der Hölzer und Holzwerkstoffe,
  • Die Be- und Verarbeitung von Hölzern und anderen Werkstoffen,
  • Einrichtung, Bedienung und Wartung handgeführter Maschinen wie Säge und Hobel,
  • Einstellung, Handhabung und Justierung von elektrischen, pneumatischen, hydraulischen und elektronischen Regel- und Steuereinrichtungen,
  • Überwachung von Produktionsabläufen,
  • Herstellung von Einzelteilen,
  • Maschinelle Bearbeitungstechniken wie Schleifen, Bohren, Fräsen, Sägen oder Hobeln,
  • Zusammenfügung von Einzelkomponenten,
  • Montage von Zubehör- und Zulieferteilen unter Verwendung von programmierbaren Maschinen und technischen Anlagen,
  • Anwendung von Oberflächenbehandlungsverfahren, insbesondere die farbliche Gestaltung von Flächen,
  • Zurichtung und Kleben von Folien, Schichtstoffen und anderen Trägermaterialien,
  • Die Erkennung von Störung im Produktionsverfahren und Einleitung von Fehlerbehebungsmaßnahmen.

Wer die Ausbildung zum/zur Holzmechaniker /-in Möbel-/Innenausbau erfolgreich abgeschlossen hat, kann sich durch Aufstiegsweiterbildungen höher qualifizieren. Eine fachliche Fortbildung bringt den Industriemeistertitel im Bereich Holz. Mittels einer Hochschulzugangsberechtigung nehmen ehrgeizige Holzmechaniker ein Studium im Fach Holztechnik auf.

Weitere Details zum Gehalt in der Ausbildung als Holzmechaniker/-in.

3. Studium

Um im Berufsfeld Möbelbau und Innenausbau erfolgreich tätig zu werden, bietet sich für Interessenten der Abschluss eines Studiums an. Für die Zulassung benötigen Bewerber eine Fachhochschul- oder Hochschulreife. Ein geeignetes Studienfach heißt Innenausbau. Der Abschluss birgt den Titel Bachelor of Science. Das Studium ist in sieben Semester aufgeteilt, sechs davon sind Theoriesemester. Ein Semester absolvieren die Studenten als Praxissemester. Das Studienfach Innenausbau befasst sich mit den sogenannten inneren Werten von unterschiedlichen Gebäuden. Bauwerke, die Innenausbau nötig haben, sind beispielsweise Schiffe, Flugzeuge, Messestände und Ladenlokale. Neben dem weit verbreiteten Werkstoff Holz kommen bei der Gestaltung weitere Baumaterialien wie Glas, Plastik oder Metall zum Einsatz.

Zu Beginn des Studiums erhalten die Studenten eine ingenieurwissenschaftliche Grundausbildung. Sie haben Unterricht in Chemie, Mathematik, Statistik, Bauchemie und Bauphysik.

Im weiteren Studienverlauf wählen die Studenten vertiefende fachwissenschaftliche Inhalte. Zu diesen gehören im Innenausbau

  • Konstruktion,
  • Werkstoffe,
  • Gebäudetechnik,
  • Betriebswirtschaft,
  • Organisation,
  • Baurecht,
  • Fertigungstechnik,
  • Informations- sowie Kommunikationstechniken.

Das äußerst praxisorientierte Studium befähigt die künftigen Ingenieure zur Bewältigung zahlreicher Aufgaben von Produktdesign bis hin zur funktionsgerechten Konstruktion und Umsetzung. Auch die Vermarktung von Fertigungsabläufen ist ein Teil der beruflichen Bandbreite.

Ein alternativer, weiter verbreiteter Studiengang ist Produktdesign. Studenten, die dieses Studienfach belegen, beschäftigen sich mit dem Design, der Planung und Präsentation verschiedenster Gegenstände. Neben Möbel können das Sportgeräte oder medizinische Geräte sein. Die ersten Studiensemester behandeln die Konstruktion von Möbeln und die Theorie von Design. Danach bearbeiten die Studenten Themen wie innovative Materialien, Gestaltung im soziokulturellen Kontext und Produktentwicklung. Wirtschaftliche Fächer wie Logistik und Projektmanagement stehen ebenfalls auf dem Studienplan. Viele Universitäten verfügen über eigene Werkstätten, in denen die Studierenden ihre Projekte praktisch realisieren. Produktdesign hat eine ästhetische Funktion. Trotzdem geht es im Studium ebenso um die Umsetzung von praktischen Anforderungen. Zum Gebiet Industriedesign gehört nicht nur die Gestaltung von Möbelstücken, sondern auch Mode und Verpackungen.

4. Tätigkeit

In erster Linie arbeiten Holzmechaniker der Fachrichtung Herstellen von Möbeln und Innenausbauteilen bei Möbelproduzenten. Sie finden Beschäftigung in Betrieben für Innenausstattungen und Messebau oder Küchenstudios. Anstellungen für Holzmechaniker bieten außerdem Raumausstatter.

Holzmechaniker der Fachrichtung Möbelbau bereiten zunächst ihre Materialien vor. Hölzer wie Span-, Sperrholz- oder Hartfaserplatten, Schnitthölzer oder Furniere sortieren und trocknen sie. Für die Holztrocknung wenden sie Stapelungstechniken oder Kammer- und Presstrocknung an. Rohstoffe, die die passende Restfeuchte enthalten, verarbeiten die Holzmechaniker dann. Zu ihren täglichen Aufgaben gehört die Konstruktion von Wandschränken, Regalsystemen und Ladentheken. Bevor sie Maschinen und Arbeitsplatz einrichten, fertigen Holzmechaniker für Innenausbau Schablonen an. Sie stellen Profile her und arbeiten mit Lehren und Vorrichtungen. Die Mechaniker nutzen CNC-gesteuerte Anlagen und bearbeiten ihren Rohstoff damit millimetergenau. Sie hobeln Ecken und Kanten, fräsen Grate und Nuten und sägen Längen ab. Anschließend setzen Holzmechaniker die Bauteile zusammen und behandeln die Oberflächen. Dazu verwenden sie Behandlungsmethoden wie Beizen, Bleichen, Wachsen, Ölen oder Spachteln.

Das Einstiegsgehalt in dieser Berufsgruppe mit harter körperlicher Tätigkeit liegt bei 1740 Euro brutto im Monat. Regionale wirken auch bei diesem handwerklichen Beruf ein, sodass im Süden der Bundesrepublik wiederrum ein erfahrener Holzmechaniker bis zu 2500 Euro Lohn pro Monat erhält, was einem Stundensatz von ungefähr 15 Euro entspricht, wenn 42 Stunden pro Woche gearbeitet wird.

Weitere Gehälter für Holzmechaniker