*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Ergotherapeut / Ergotherapeutin

Datenbasis: 1.075 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.743 € 2.206 € 3.062 €
Baden-Württemberg 1.848 € 2.353 € 3.270 € Jobs Ergotherapeut / Ergotherapeutin
Bayern 1.842 € 2.281 € 3.116 € Jobs Ergotherapeut / Ergotherapeutin
Berlin 1.804 € 2.196 € 2.797 € Jobs Ergotherapeut / Ergotherapeutin
Brandenburg 1.609 € 1.996 € 3.408 € Jobs Ergotherapeut / Ergotherapeutin
Bremen 1.460 € 2.377 € 3.055 € Jobs Ergotherapeut / Ergotherapeutin
Hamburg 1.824 € 2.297 € 3.046 € Jobs Ergotherapeut / Ergotherapeutin
Hessen 1.758 € 2.185 € 3.176 € Jobs Ergotherapeut / Ergotherapeutin
Mecklenburg-Vorpommern 1.550 € 1.834 € 2.451 € Jobs Ergotherapeut / Ergotherapeutin
Niedersachsen 1.726 € 2.202 € 3.563 € Jobs Ergotherapeut / Ergotherapeutin
Nordrhein-Westfalen 1.726 € 2.304 € 3.174 € Jobs Ergotherapeut / Ergotherapeutin
Rheinland-Pfalz 1.917 € 2.351 € 3.600 € Jobs Ergotherapeut / Ergotherapeutin
Saarland 1.770 € 2.034 € 2.273 € Jobs Ergotherapeut / Ergotherapeutin
Sachsen 1.534 € 1.903 € 2.559 € Jobs Ergotherapeut / Ergotherapeutin
Sachsen-Anhalt 1.624 € 2.138 € 3.060 € Jobs Ergotherapeut / Ergotherapeutin
Schleswig-Holstein 1.944 € 2.380 € 3.008 € Jobs Ergotherapeut / Ergotherapeutin
Thüringen 1.617 € 2.091 € 2.783 € Jobs Ergotherapeut / Ergotherapeutin

Ergotherapeut / Ergotherapeutin:

1. Gehalt

Auch wenn Ergotherapeuten in der Regel Menschen mit unterschiedlichsten Einschränkungen behandeln, behandeln wir in diesem Text mal ein ganz anderes Thema: und zwar das Gehalt eines Ergotherapeuten. Denn was man in diesem Beruf verdienen kann, dürfte Sie vermutlich interessieren.

Im bundesweiten Durchschnitt verdient ein Ergotherapeut bzw. eine Ergotherapeutin monatlich 2.206 € brutto. Das entspricht einem Stundenlohn von 15,32 €. Basis für diese Gehaltszahlen sind 1.075 Datensätze, die wir innerhalb der letzten zwei Jahre erfasst und ausgewertet haben. Dabei gibt es jedoch durchaus nennenswerte Abweichungen nach unten, wie auch nach oben.

  • So verdienen die unteren 25% der Gehaltstabelle monatlich 1.743 € und weniger,
  • die oberen 25% hingegen 3.062 € und mehr.

Vergleichbar gering ist der Unterschied bei der Bezahlung zwischen Männern und Frauen. So verdienen Ergotherapeuten nur wenig mehr als Ergotherapeutinnen (2.441 € vs. 2.186 €). Wobei das Einkommen der Therapeutinnen auf Grund der weiblichen Dominanz in diesem Beruf deutlich näher am allgemeinen Durchschnittsgehalt liegt.

Bei einem Teil der Stellen für Ergotherapeuten können Tarifverträge Einfluss auf die Höhe des Gehalts nehmen. Das ist immer dann der Fall, wenn Sie im Öffentlichen Dienst, also zum Beispiel in einem Städtischen Krankenhaus, arbeiten. Welche Faktoren das Einkommen sonst noch beeinflussen können, erfahren Sie in den folgenden Absätzen.

Anderes Bundesland, anderes Gehalt

Im deutschlandweiten Vergleich zeigen sich deutliche regionale Unterschiede bei der Bezahlung von Ergotherapeuten. So verdienen die Angehörigen dieser Berufsgruppe durchschnittlich in Bremen, Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg am besten. In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind die Löhne hingegen am niedrigsten. Zumindest ein Teil dieser Lücke relativiert sich jedoch vor dem Hintergrund der regional unterschiedlichen Lebenshaltungskosten. Dies gilt es bei der Bewertung von Gehältern immer im Hinterkopf zu behalten.

Mehr Mitarbeiter, mehr Gehalt

Auch die Größe des Arbeitgebers nimmt Einfluss auf die Höhe des Verdienstes. So gilt für viele Berufe die Faustregel: je größer der Arbeitgeber, desto höhe die Gehälter. Dass dies auch in der Ergotherapie zutrifft, zeigt folgende Statistik:

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.148 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.479 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.733 Euro brutto

Hier macht sich vermutlich hautsächlich bemerkbar, dass große (Reha-)Kliniken in der Regel besser als kleine Praxen oder Therapie-Zentren bezahlen.

Die Gehaltentwicklung im Überblick

Nach Ende der Ausbildung starten Berufseinsteiger im Schnitt mit einem Einstiegsgehalt von 2.041 €. Im Laufe der Jahre steigt mit der Erfahrung auch das Einkommen – allerdings im Vergleich zu den meisten anderen Berufen nur gering. So verdienen 30-jährige Ergotherapeuten im Schnitt 2.145 €, mit 40 dann 2.344 € und im Alter von 50 Jahren schließlich 2.491 €. Weiterbildungen sind jedoch stets eine gute Möglichkeit, in der Gehaltstabelle nach oben zu klettern. Besonders, wer ein Studium anschließt, kann mit einem deutlich höheren Jahresgehalt rechnen.

  • 25 Jahre = 2.037 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.145 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.231 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.344 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.452 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.491 Euro brutto

Wenn Sie nach diesem Überblick detaillierter wissen möchten, ob Ihr eigenes Gehalt angemessen ist, bieten wir Ihnen einen individuellen Gehaltsvergleich.

2. Ausbildung / Weiterbildung

Die Ausbildung zum Ergotherapeuten und zur Ergotherapeutin erfolgt an einer Berufsfachschule oder bei einem privaten Bildungsträger. Sie erstreckt sich in der Regel über drei Jahre und endet mit der staatlichen Prüfung im Bereich der Ergotherapie. Anschließend steht den Absolventen ein abwechslungsreiches Arbeitsfeld zur Verfügung.

Ein Realschulabschluss gilt als Zulassungs-Voraussetzung für die Ausbildung zum Ergotherapeuten. Alternativ genügt ein Hauptschulabschluss, wenn zusätzlich eine abgeschlossene Berufsausbildung vorliegt. Während der Lehre erwerben die Auszubildenden medizinische Grundlagen und verschiedene Behandlungsmethoden. Darüber hinaus erstrecken sich die Lehrinhalte über folgende Fachbereiche:

  • Sozialwissenschaften,
  • Rehabilitation,
  • Technik,
  • Kommunikationstraining.

Ziel der Praxiseinheiten ist es, eine therapeutische Grundhaltung zu entwickeln. Die Auszubildenden lernen, auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten einzugehen und eine angemessene Therapieform einzusetzen.

Mehrere Praktika schaffen einen Ausgleich zu den Theorie-Einheiten der Lehre. Dabei arbeiten die angehenden Ergotherapeuten in verschiedenen Einrichtungen mit und wenden ihr Wissen praktisch an. Der Umgang mit den Teamkollegen schult wichtige kommunikative und persönliche Kompetenzen. Im Zuge der Lehre besuchen die Auszubildenden arbeitstherapeutische sowie orthopädische und neurologische Einrichtungen. Dies ermöglicht es ihnen, erste Einblicke in ihr zukünftiges Berufsfeld zu erhalten. Wer über eine Hochschulzugangs-Berechtigung verfügt, erweitert sein Wissen nach der Ausbildung im Zuge eines Studiums. Alternativ besteht die Möglichkeit einer Weiterbildung. Diese bietet die Chance, sich auf einen Teilbereich der Ergotherapie zu spezialisieren.

3. Studium

Ein abgeschlossenes Studium der Ergotherapie eröffnet die Möglichkeit, Leitungs- und Management-Aufgaben zu übernehmen. Es empfiehlt sich, das im Zuge der Ausbildung erworbene Wissen durch ein Studium zu erweitern. Dieses erstreckt sich über sechs bis acht Semester. Wer über eine erfolgreiche Berufsausbildung im Bereich der Ergotherapie verfügt, kann seine Studienzeit verkürzen. Je nach Ort und Art der Hochschule besteht das Angebot eines berufsbegleitenden Studiums. Dies bietet die Chance, den vorhandenen Beruf während des Studiums weiterhin auszuüben.

Das Studium der Ergotherapie setzt sich aus Theorie- und Praxiseinheiten zusammen. In den Seminaren und Vorlesungen erlernen die Studierenden wichtige Grundlagen der Ergotherapie. Dazu gehören folgende Bereiche:

  • Diagnostik- und Therapiemethoden,
  • Gesundheitsförderung,
  • Beratung,
  • Psychologie,
  • Behandlungsansätze,
  • Prävention,
  • Anatomie,
  • Forschung.

Neben den Pflichtmodulen absolvieren die Studierenden mehrere Wahlfächer. Hierzu gehören die Forschung, die Psychomotorik, das Mentoring, das Management sowie die Forschung. Im Zuge der Wahlfächer gelingt es, diejenigen Bereiche zu vertiefen, die dem eigenen Interesse entsprechen.

Ein Ergotherapie-Studium setzt die Fachhochschulreife und ein wissenschaftliches Interesse voraus. Eine abgeschlossene Berufsausbildung im Bereich des Gesundheitswesens ist willkommen. Nach den erfolgreichen Bachelor-Prüfungen besteht für die Studierenden die Möglichkeit eines Master-Studiums. Dieses berechtigt zur Promotion und eröffnet somit gute Berufs-Chancen. Ein Studium der Ergotherapie empfiehlt sich für Medizin-Interessierte, die eine Leitungs-Position oder eine Tätigkeit in der Forschung anstreben.

4. Tätigkeit

Die Aufgaben von Ergotherapeuten und Ergotherapeutinnen sind es, Menschen, die in ihrer alltäglichen Handlungsfähigkeit eingeschränkt sind, insofern zu unterstützen und zu förden, dass sowohl ihre motorischen und kognitiven als auch psychischen und sozialen Fähigkeiten wieder erlangt oder erhalten werden. Ergotherapeuten und -therapeutinnen arbeiten nicht nur in Krankenhäusern, Altenheimen und Rehabilitationskliniken, sondern auch Wohnheimen für behinderte Menschen und teils in den Privatwohnungen der Patienten. Desweiteren finden sie in stationären und teilstationären Einrichtungen und Praxen für Ergo- und Physiotherapie Beschäftigung. Die Ausbildung zum Ergotherapeuten dauert drei Jahre und kann sowohl an einer Fachhochschule als auch bei privaten Bildungsträgern durchgeführt werden.

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