*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Fachinformatiker Anwendungsentwicklung

Datenbasis: 322 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.912 € 2.730 € 4.401 €
Baden-Württemberg 2.272 € 2.730 € 3.731 € Jobs Fachinformatiker Anwendungsentwicklung
Bayern 2.061 € 2.620 € 4.384 € Jobs Fachinformatiker Anwendungsentwicklung
Berlin 1.774 € 2.248 € 2.569 € Jobs Fachinformatiker Anwendungsentwicklung
Brandenburg 1.457 € 2.080 € 3.353 € Jobs Fachinformatiker Anwendungsentwicklung
Bremen 2.192 € 2.343 € 3.825 € Jobs Fachinformatiker Anwendungsentwicklung
Hamburg 2.143 € 3.056 € 4.102 € Jobs Fachinformatiker Anwendungsentwicklung
Hessen 2.276 € 2.929 € 5.593 € Jobs Fachinformatiker Anwendungsentwicklung
Mecklenburg-Vorpommern 1.691 € 2.276 € 3.270 € Jobs Fachinformatiker Anwendungsentwicklung
Niedersachsen 1.770 € 2.645 € 3.238 € Jobs Fachinformatiker Anwendungsentwicklung
Nordrhein-Westfalen 1.778 € 2.758 € 4.423 € Jobs Fachinformatiker Anwendungsentwicklung
Rheinland-Pfalz 1.880 € 2.685 € 4.328 € Jobs Fachinformatiker Anwendungsentwicklung
Saarland 2.262 € 2.983 € 3.441 € Jobs Fachinformatiker Anwendungsentwicklung
Sachsen 1.597 € 1.965 € 2.590 € Jobs Fachinformatiker Anwendungsentwicklung
Sachsen-Anhalt 1.331 € 1.901 € 3.065 € Jobs Fachinformatiker Anwendungsentwicklung
Schleswig-Holstein 1.679 € 2.397 € 3.864 € Jobs Fachinformatiker Anwendungsentwicklung
Thüringen 1.494 € 2.133 € 3.439 € Jobs Fachinformatiker Anwendungsentwicklung

Fachinformatiker / Fachinformatikerin für Anwendungsentwicklung:

1. Gehalt

Als Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.730 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 322 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.912 € beginnen, Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 4.401 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.397 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.730 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.586 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.700 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.285 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.745 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.358 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.343 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.602 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.056 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.491 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der Beruf des Fachinformatikers und der Fachinformatikerin gilt laut dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) als anerkannter Ausbildungsberuf. Die Lehre erstreckt sich über drei Jahre und kann in verschiedenen Fachrichtungen erfolgen. Wer eine Tätigkeit in der Anwendungsentwicklung anstrebt, wählt in der Ausbildung die entsprechende Fachrichtung.

Die Ausbildung zum Fachinformatiker oder zur Fachinformatikerin mit der Fachrichtung Anwendungsentwicklung erfolgt im dualen System. Die Auszubildenden absolvieren sowohl Theorie- als auch Praxisstunden. Letztere erfolgen in einem Betrieb der IT-Branche. Im Gegensatz dazu halten sich die angehenden Fachinformatiker und Fachinformatikerinnen während der Theorie-Einheiten in der Berufsschule auf. Ziel der Praktika ist es, das erworbene Wissen direkt umzusetzen. Darüber hinaus sammeln die Auszubildenden neue Erfahrungen und erhalten erste Einblicke in ihr zukünftiges Berufsfeld. Sie erlernen den Umgang mit den Mitarbeitern und knüpfen in ihrem Ausbildungsbetrieb erste Kontakte.

Die Ausbildung zum Fachinformatiker beziehungsweise zur Fachinformatikerin mit der Fachrichtung Anwendungsentwicklung umfasst folgende Inhalte:

  • Methoden und Verfahren der Softwaretechnik,
  • Entwicklung und Anpassung der Software,
  • Werkzeuge zur Software-Entwicklung,
  • Grundlagen der Programmiersprachen,
  • Auswahl, Anpassung und Wartung von Datenbanken,
  • Anwenderschulung.

Unter bestimmten Voraussetzungen gelingt es, die Lehre auf zweieinhalb oder zwei Jahre zu verkürzen.

Am Ende der Ausbildung absolvieren die angehenden Fachinformatiker und Fachinformatikerinnen eine Abschlussprüfung. Diese besteht aus zwei Teilen und umfasst wesentliche Inhalte der Lehre. Nach der erfolgreichen Prüfungsteilnahme tragen die Absolventen die Berufsbezeichnung "Fachinformatiker Anwendungsentwicklung". Anschließend besteht die Möglichkeit, die erworbenen Kenntnisse im Zuge eines Studiums zu vertiefen und durch neues Wissen zu ergänzen.

Weitere Details zum Gehalt in der Ausbildung als Fachinformatiker/-in.

3. Studium

Nach der erfolgreichen Ausbildung zum Fachinformatiker empfiehlt es sich, ein Studium anzuschließen. Dieses ermöglicht es, das vorhandene Wissen zu erweitern. Darüber hinaus geht ein abgeschlossenes Studium mit einem höheren Gehalt einher. Fachinformatiker greifen in der Regel auf das Angebot eines Informatik-Studiums zurück. Dieses erfolgt an Universitäten und Hochschulen und endet mit einem akademischen Grad. Je nach Ausbildungsort unterscheiden sich die Dauer und die Inhalte des Studiums.

Das Informatik-Studium

umfasst wesentliche Grundlagen der theoretischen und der angewandten Informatik. Dazu gehören folgende Lehrinhalte:

  • Software-Entwicklung,
  • Datenstrukturen,
  • Elektrotechnik,
  • Mathematik,
  • Theoretische Linguistik,
  • Automatentheorie.

Je nach Art und Ort der Hochschule beinhaltet das Studium unterschiedliche Schwerpunkte. Teilweise besteht die Möglichkeit, eines oder mehrere Wahlmodule zu absolvieren. Hierzu gehören beispielsweise die Bio- und die Medieninformatik. Die Wahlmodule bieten den Studierenden die Chance, einen für sie interessanten Bereich zu vertiefen.

Einige Hochschulen verfügen über einen Diplomstudiengang im Bereich der Informatik. Im Gegensatz hierzu bieten andere Universitäten einen Bachelor- und Masterstudiengang an. Während des Bachelorstudiums erlernen die Studierenden wesentliche Grundlagen der Informatik. Dies erstreckt sich in der Regel über sechs Semester. Anschließend entscheiden die Absolventen, ob sie direkt in einen entsprechenden Beruf einsteigen oder ihr Wissen im Zuge eines Aufbaustudiums vertiefen. Das Master-Studium knüpft an das vorhandene Wissen an und bietet die Möglichkeit, sich auf eine Fachrichtung zu spezialisieren. Hierfür benötigt der Studierende weitere vier Semester. Nach einem erfolgreichen Master-Studium ist der Informatiker zur Promotion berechtigt.

4. Tätigkeit

Der Fachinformatiker oder die Fachinformatikerin im Bereich der Anwendungsentwicklung arbeiten vorwiegend bei Softwareherstellern, Multimediadienst-Anbietern oder bei Mobilfunkanbietern. Zu ihren Aufgaben gehört die EDV-Beratung oder die Pflege oder Herstellung von Softwareanwendungen. Das durchschnittliche Gehalt liegt, bei diesen Fachinformatikern bzw. den Fachinformatikerinnen für Anwendungsentwicklung, bei einem Einkommen von etwa 24.000 EUR im Jahr, bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von etwa 40 Stunden. Dabei ist der Verdienst u. a. abhängig von der Qualifikation und der Berufserfahrung. Um in diesem Bereich zu arbeiten ist eine berufliche oder schulische Ausbildung erforderlich.