*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.
*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Gesundheitsberater

Datenbasis: 21 Datensätze
Region Q1 Ø Q3 Offene Jobs
Deutschland: 2.624 € 3.514 € 5.433 €
Baden-Württemberg 2.586 € 3.463 € 5.355 € Jobs Gesundheitsberater
Bayern 2.792 € 3.740 € 5.782 € Jobs Gesundheitsberater
Berlin 2.144 € 2.871 € 4.439 € Jobs Gesundheitsberater
Brandenburg 1.999 € 2.677 € 4.139 € Jobs Gesundheitsberater
Bremen 2.521 € 3.377 € 5.220 € Jobs Gesundheitsberater
Hamburg 2.791 € 3.738 € 5.779 € Jobs Gesundheitsberater
Hessen 2.900 € 3.885 € 6.005 € Jobs Gesundheitsberater
Mecklenburg-Vorpommern 1.928 € 2.583 € 3.994 € Jobs Gesundheitsberater
Niedersachsen 2.394 € 3.206 € 4.957 € Jobs Gesundheitsberater
Nordrhein-Westfalen 3.305 € 3.550 € 4.211 € Jobs Gesundheitsberater
Rheinland-Pfalz 2.580 € 3.456 € 5.343 € Jobs Gesundheitsberater
Saarland 2.495 € 3.342 € 5.167 € Jobs Gesundheitsberater
Sachsen 2.018 € 2.703 € 4.178 € Jobs Gesundheitsberater
Sachsen-Anhalt 1.977 € 2.648 € 4.095 € Jobs Gesundheitsberater
Schleswig-Holstein 2.211 € 2.961 € 4.577 € Jobs Gesundheitsberater
Thüringen 2.051 € 2.746 € 4.246 € Jobs Gesundheitsberater

Gesundheitsberater:

1. Gehalt

Als Gesundheitsberater liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.514 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 21 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.624 € beginnen, Gesundheitsberater in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 5.433 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.961 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.463 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Gesundheitsberater in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 5.279 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.077 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.514 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.465 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.074 Euro brutto
  • 50 Jahre = 4.229 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.587 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.344 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.885 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der Beruf des/der Gesundheitsberaters /-in lehnt sich inhaltlich an einen/eine Ernährungs- oder Wellnessberater /-in an. Der Unterschied liegt darin, dass der/die Gesundheitsberater /-in kein klassischer Weiterbildungsberuf ist, sondern ein Beruf mit ganz unterschiedlichen Zugängen. Wer als Gesundheitsberater /-in tätig sein möchte, hat in der Regel die Weiterbildung zum/zur Ernährungsberater /-in absolviert.

Diese Weiterbildung kann einige Monate oder auch Jahre dauern, abhängig davon ob es sich um eine Teilzeit- oder eine Vollzeitweiterbildung handelt oder die Qualifikation im Rahmen eines Fernunterrichts erlangt wird. Während der Weiterbildung zum/zur Ernährungsberater /-in stehen diese Themen auf dem Lehrplan:

  • Mangelernährung, falsche Ernährung, Fehlernährung,
  • Ernährungserhebungen, Erhebungssoziologie, Erhebungspsychologie,
  • Nährwertberechnung,
  • Ernährung und Gesundheit
  • Beratung, Gesprächsführung, Training, Supervision, Marketing, Evaluation, Qualitätssicherung, Rechtslehre.

Eine alternative Weiterbildungsoption, die dem Beruf des/der Gesundheitsberater /-in vergleichsweise nahe kommt, ist die Ausbildung zum/zur Ernährungs- und Fitnessberater /-in.
Um eine Weiterbildung aufnehmen zu können, ist eine abgeschlossene Berufsausbildung zwingende Grundvoraussetzung. Deswegen sind die folgenden Ausbildungen und ihre Lerninhalte der erste Schritt, bevor eine Weiterbildung und damit auch Spezialisierung zum/zur Gesundheitsberater /-in erfolgen kann.

➤ Die Ausbildung zum/zur Sportfachmann /-frau dauert drei Jahre. Während dieser Zeit lernen die Sportexperten Trainingspläne zu erstellen, Trainingsmethoden anzuwenden, Bewegungstechniken zu instruieren und haben dabei sowohl den trainierenden Menschen als auch die technischen Anlagen, Geräte und Einrichtungen im Blick. Darüber hinaus steht die Entwicklung zielgruppenspezifischer Angebote auf dem Lehrplan, die regelmäßig oder in Form einer einmaligen Veranstaltung angeboten werden können. Eigeninitiative und Kundenorientierung sind hier besonders gefragt.

➤ Die Ausbildung zum/zur Sport- und Fitnesskaufmann /-frau dauert ebenso drei Jahre und weist ähnliche Ausbildungsinhalte auf, wie die Ausbildung zum/zur Sportfachmann /-frau, allerdings werden bei der kaufmännischen Ausbildung auch die Themen Zahlungsverkehr, Mahnwesen, Controlling, Statistik und Kundenmanagement stärker berücksichtigt.

Die Möglichkeiten Gesundheitsberater /-in zu werden, sind also durchaus vielseitig, da nicht zuletzt auch die Gesundheit eines Menschen von mehreren Umständen bedingt werden: der körperlichen Verfassung, die durch Sport, aber auch durch Ernährung beeinflusst werden kann.

3. Studium

Betrachtet man das Hauptaufgabengebiet eines/einer Gesundheitsberater /-in, so wird schnell klar, dass es sich dabei um einen Profi handelt, der sich um das Wohlbefinden der Menschen kümmert. Dieses Thema kann auch im Studium erlernt werden. Mögliche Fächer sind dabei die Gesundheitsförderung und -pädagogik, die auch stark die Prävention der Gesundheit in den Fokus rückt. Darüber hinaus gibt es das Studium des Gesundheitssports, das die sportliche Betätigung zum Schwerpunkt hat und das Studium des Gesundheitsmanagements, welches die Vermarktung in den Mittelpunkt rückt. Im Einzelnen erwarten die Studenten dabei die folgenden Themen:

➤ Gesundheitsförderung /-pädagogik:
Gesundheitspädagogik (Soziologie, Psychologie, Erziehungswissenschaft), Forschungsmethoden, Beratung, Gesprächsführung, Gesundheitspolitik, Gesundheitssysteme, Gesundheit und Krankheit (Psychologie, Soziologie, körperliche Erkrankungen, psychische Störungen), Recht und BWL, Bewegung, Ernährung, Gesundheit im Alter, Textilien und Gesundheit (im grundständigen Studium). Strategien der Gesundheitspädagogik, empirische Forschung, Evaluation, Qualitätsmanagement, Gesundheitsförderung und Prävention, Psychologie und Soziologie, Wissens-, Organisations- und Teammanagement (im weiterführenden Studium).

➤ Gesundheitssport:
Forschungsmethoden, Gesundheits- und Sportmanagement, Naturwissenschaften und Medizin, Präsentation und Gesprächsführung, Sozialwissenschaften, Präventions- /Rehabilitations- und Fitnesssport, Sporttherapie, Theorie und Praxis des Sports (Gesundheitssports), Trainingswissenschaften (im grundständigen Studium). Bewegungs- und Trainingsforschung, Lebensstile (biologisch, motorisch, soziologisch), Ernährung im Sport, Forschungsmethoden (Theorie und Praxis), Wissensvermittlung im Gesundheitssport (im weiterführenden Studium).

➤ Gesundheitsmanagement /-ökonomie:
betriebliches Gesundheitsmanagement, Wirtschaftswissenschaften, Sozialforschung, klinische Entscheidungen, Gesundheitsprobleme, Gesundheitswissenschaften, Patienteninformation und Entscheidungsfindung, Personalmanagement, soziale Ungleichheit, strategische Gesundheitsförderung, Gesundheitsversorgung (national, international), Controlling, Gesundheitsförderung, Gesundheitspädagogik, Marketing, Mental Health, Pädagogik und Pflege, Qualitätsmanagement (im grundständigen Studium). Finanz- und Investitionsplanung, Controlling, Planung, Führung, Dienstleistungsmarketing, Geschäftsprozess- und Projektmanagement, Gesellschaft, Markt, Recht, Gesundheitsökonomie, Gesundheitspolitik, Personalmanagement, Kommunikation, PR- und Öffentlichkeitsarbeit, Prävention und Rehabilitation, Markt und Wettbewerb, Public Health, Qualitätsmanagement, Vertragsgestaltung, Unternehmensethik (im weiterführenden Studium).

Wie bereits eingangs erläutert, ist es möglich als Gesundheitsberater /-in zu arbeiten, ohne einen Studienabschluss zu haben, denn der Beruf ist auch über eine klassische Aus- und Weiterbildung zu erlernen. Tendenziell zeigt sich jedoch, dass diejenigen die studieren, sich später häufiger als Gesundheitsberater /-in auch selbstständig machen.

4. Tätigkeit

Gesundheitsberater sind Ansprechpartner in punkto Krankheitsprävention und Gesundheitsförderung. Als Angestellte in Beratungsunternehmen oder bei Krankenkassen und anderen Bildungseinrichtungen sowie an Berufs- und Volksschulen, aber auch direkt beim Gesundheitsamt können ihre Aufgaben in der Planung, Organisation und Durchführung von Beratungsschulungen liegen. Gesundheitsberater vermitteln ihr Fachwissen an spezielle Zielgruppen weiter und informieren in Kursen, Beratungen und Vorträgen über Ernährungspläne, Bewegungsangebote, Entspannungsmöglichkeiten sowie zur ergonomischen Arbeitsplatzgestaltung und Suchtprävention.

Darüber hinaus kennen sie alternative Therapiemethoden, die beispielsweise bei chronischen Erkrankungen oder psychosomatischen Störungen angewandt werden können. Nicht selten trifft man Gesundheitsberater auch als Unterstützung in Facharztpraxen. Wenn die Diagnose feststeht, erarbeiten sie ein Ernährungs- und Bewegungskonzept, das dem Gesundheitszustand angepasst ist. Dabei beziehen sie Kenntnisse aus der Sport- und Ernährungslehre ein und können ein rehabilitatives sowie präventives Behandlungskonzept erstellen, das sie auch in der Ausübung begleiten und ggf. anpassen.

Ihre Gehälter oder ihr Einkommen sowie ihr Stundenlohn können entsprechend ihrem Anstellungsverhältnis und deren Bedingungen unterschiedlich ausfallen.

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