*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Technische Sachverständige | Gutachter

Datenbasis: 445 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.827 € 4.227 € 6.852 €
Baden-Württemberg 2.860 € 4.999 € 8.231 € Jobs Technische Sachverständige | Gutachter
Bayern 2.901 € 4.532 € 7.212 € Jobs Technische Sachverständige | Gutachter
Berlin 2.464 € 4.443 € 6.196 € Jobs Technische Sachverständige | Gutachter
Brandenburg 2.154 € 3.220 € 5.220 € Jobs Technische Sachverständige | Gutachter
Bremen 3.649 € 4.352 € 4.871 € Jobs Technische Sachverständige | Gutachter
Hamburg 2.568 € 4.101 € 6.380 € Jobs Technische Sachverständige | Gutachter
Hessen 2.165 € 4.169 € 8.924 € Jobs Technische Sachverständige | Gutachter
Mecklenburg-Vorpommern 2.852 € 3.564 € 5.760 € Jobs Technische Sachverständige | Gutachter
Niedersachsen 2.674 € 4.231 € 8.834 € Jobs Technische Sachverständige | Gutachter
Nordrhein-Westfalen 2.954 € 4.557 € 7.535 € Jobs Technische Sachverständige | Gutachter
Rheinland-Pfalz 2.676 € 3.832 € 6.271 € Jobs Technische Sachverständige | Gutachter
Saarland 4.069 € 4.231 € 5.945 € Jobs Technische Sachverständige | Gutachter
Sachsen 2.174 € 3.251 € 5.270 € Jobs Technische Sachverständige | Gutachter
Sachsen-Anhalt 2.534 € 3.421 € 4.175 € Jobs Technische Sachverständige | Gutachter
Schleswig-Holstein 3.678 € 3.838 € 3.867 € Jobs Technische Sachverständige | Gutachter
Thüringen 3.076 € 3.759 € 3.966 € Jobs Technische Sachverständige | Gutachter

Technische Sachverständige | Gutachter:

1. Gehalt

Als Technischer Sachverständiger / Gutachter liegt das deutschlandweite Gehalt bei 4.227 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 445 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.827 € beginnen, Technische Sachverständige / Gutachter in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 6.852 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.838 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 4.999 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Technischer Sachverständiger / Gutachter in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 3.255 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.686 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.906 Euro brutto
  • 40 Jahre = 4.255 Euro brutto
  • 45 Jahre = 4.695 Euro brutto
  • 50 Jahre = 5.079 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.757 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 4.006 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 5.250 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Die Ausbildung als allgemeine/r technische/r Sachverständige /-r eignet sich für interessierte Berufstätige oder Hochschulabsolventen. Eine Vorbildung mit technischem Schwerpunkt ist dabei erforderlich.

Für Schülerabgänger mit Real- oder Hauptschulabschluss, die eine berufliche Entwicklung zum/zur Gutachter /-in erstreben, eignet sich beispielsweise zunächst eine Lehre zum/zur Elektroniker /-in für Betriebstechnik. Die Lehrlinge erwerben damit ein Fundament für die technischen Kenntnisse, die der Sachverständige später haben muss. Außerdem lernen sie, wie der Kundendienst funktioniert und korrektes Verhalten bei Unternehmen und/oder privaten Haushalten aussieht. Die Lehrlinge sollten flexibel und gut organisiert sein. Nötige Werkzeuge sind vollständig zu packen und Terminvereinbarungen einzuhalten. Betriebselektroniker haben nach erfolgreicher Ausbildung und gewonnener Berufserfahrung also ideale Voraussetzungen für den Beruf des Sachverständigen.

Um als technischer Sachverständige/r bzw. Gutachter arbeiten zu können, müssen Interessierte eine Weiterbildung oder ein aufbauendes Studium absolvieren. Die Weiterbildung können sowohl Meister, Techniker, Ingenieure als auch Fachkräfte antreten. Sie wird von verschiedenen Bildungsträgern angeboten. Der Ausbildungsgang findet dabei neben einer hauptberuflichen Beschäftigung statt. Er dauert abhängig vom Anbieter unterschiedlich lang (eine Woche oder mehrere Wochenenden) und ist gebührenpflichtig.

In ihrer Ausbildung lernen angehende Sachverständige / Gutachter:

  • wie Fehler- und Mängel ordnunsggemäß festgestellt werden,
  • welche rechtlichen Grundlagen wichtig sind,
  • welche Haftungs- und Versicherungsverhältnisse es gibt,
  • die Unterschiede zwischen verschiedenen Gutachten (Privat-, Gerichtsgutachten)
  • Beweissicherungsverfahren.

Wer diese Weiterbildung in einer Einrichtung beendet, die vom Bundesverband Deutscher Sachverständiger und Fachgutachter BDSF e.V. zertifiziert ist, darf sich nach bestandener Prüfung "staatlich anerkannte/r Sachverständige/r" nennen. Um als Gutachter /-in erfolgreich zu sein, ist es zudem üblich, dass Gutachter sich regelmäßig zertifizieren lassen. Ihre persönlichen Fähigkeiten und außergewöhnlichen fachlichen Qualifikationen sowie eine lange Berufserfahrung werden von einer akkreditierten Zertifizierungsstelle überprüft und bewertet. Zertifizierte Gutachter /-innen obliegen der Kontrolle durch die Zertifizierungsstelle. Regelmäßige Arbeitsproben und Fachgespräche sind vonnöten. Das Zertifikat eines/einer Gutachters /-in ist beschränkt auf eine Gültigkeitsdauer von fünf Jahren. Anschließend muss der/die Sachverständige erneut seine Kenntnisse mittels einer Prüfung nachweisen. Das Zertifikat ist DIN-genormt und weltweit anerkannt.

Als Experten auf ihrem Fachgebiet sind staatlich geprüfte Sachverständige bevollmächtigt, gesetzlich geforderte Bestätigungen zu formulieren, Prüfungen durchzuführen und Bescheinigungen auszustellen. Sie wirken privatrechtlich. Ihre Aufgaben wurden vormals von Behörden erledigt, die durch geprüfte Sachverständige entlastet werden.

3. Studium

Eine alternative Fortbildungsmöglichkeit ist ein Hochschulstudium mit Bachelor- oder Masterabschluss. Denkbar sind die Studiengänge Technische Physik - Physikalische Technologien, Umweltschutztechnik oder Technische Informatik. Ein spezielles Studium, beispielsweise aus dem Bereich Ingenieurwissenschaften, ist ebenfalls geeignet, um als Sachverständiger zu arbeiten. Wer die Berufsausbildung zum/zur Betriebselektroniker /-in erfolgreich abgeschlossen hat, kann den Bachelor Studiengang Elektrotechnik und Informationstechnik absolvieren.

Die Studenten haben die Chance auf berufliche Erfolge in der Entwicklung, der Produktion oder dem Vertrieb von elektrotechnischen Systemen und Anlagen. Die Bandbreite unterschiedlicher Branchen und Technologien steht dabei offen. Das Feld Informationstechnik führt Sachverständige in Industriebetriebe der Kommunikations- und Informationstechnik. Hier werden Datenverarbeitungsfabrikate, mikroelektronische System und Nachrichtentechnikgeräte hergestellt. Experten auf diesem Gebiet sind gefragt.

Nach absolviertem Studium können Interessenten dann die Weiterbildung zum/r technischen Sachverständigen antreten. Auch wenn Hochschulabsolventen im technisch-theoretischen Bereich einen Vorteil gegenüber Fachkräften ohen Studium haben, müssen sie sämtliche Vorschriften und Formalitäten erlernen.

4. Tätigkeit

Ein/e Sachverständige /-r hat auf einem oder mehreren auserwählten Gebieten ausgezeichnete Sachkunde und Erfahrung. Sachverständige werden in verschiedenen Fachgebieten und zu diversen Anlässen benötigt. Kunden – Firmen wie Privatpersonen – bestellen eine/n Sachverständige /-n wenn

  • unabhängige fachliche Beratung notwendig ist,
  • ein Schaden zu bewerten ist,
  • eine Schadensursache zu ermitteln ist,
  • eine Sache beurteilt werden muss,
  • fachliche Differenzen gerichtlich oder außergerichtlich zu klären sind,
  • der Zustand eines Gegenstands zu Beweiszwecken zu belegen ist.

Gutachter /-innen helfen bei der Aufklärung von Fehlfunktionen von Maschinen, Anlagen und Geräten. Sie begutachten Schäden, analysieren mögliche Ursachen und realisieren Behebungsmaßnahmen. Sachverständige ermitteln Werte oder Restwerte von Anlagen und Ausrüstungen. Sie sichern Beweise und bescheinigen Funktionalitäten. Außerdem gehört die Begutachtung von Technologien und System zu ihren Aufgaben. Sachverständige erstellen Gutachten für Versicherungen, Gerichte oder Privatpersonen.

In Deutschland ist die Berufsbezeichnung „Sachverständiger“ nicht geschützt. Neben einer fundierten Ausbildung und ausreichend Berufserfahrung müssen Sachverständige fähig sein, die Beurteilung bzw. das Gutachten über einen Sachverhalt in einer einfach verständlichen Sprache zu formulieren. Laien in der Sache müssen die Zusammenhänge problemlos verstehen, sonst ist ein Gutachten wertlos.

Sie verhalten sich objektiv, diskret und vertrauenswürdig. Gutachter /-innen sind gebührende Gesprächspartner bei Fachaussagen und in Schlichtungsgesprächen. Gutachten von Sachverständigen bilden häufig die Basis einer gütlichen Einigung.