*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Elektroniker für Betriebstechnik

Datenbasis: 198 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.996 € 2.651 € 3.726 €
Baden-Württemberg 2.119 € 2.658 € 3.465 € Jobs Elektroniker für Betriebstechnik
Bayern 2.051 € 2.906 € 4.277 € Jobs Elektroniker für Betriebstechnik
Berlin 1.739 € 2.354 € 3.278 € Jobs Elektroniker für Betriebstechnik
Brandenburg 1.520 € 2.019 € 2.838 € Jobs Elektroniker für Betriebstechnik
Bremen 1.918 € 2.547 € 3.580 € Jobs Elektroniker für Betriebstechnik
Hamburg 2.440 € 2.441 € 2.988 € Jobs Elektroniker für Betriebstechnik
Hessen 1.881 € 2.516 € 3.590 € Jobs Elektroniker für Betriebstechnik
Mecklenburg-Vorpommern 1.467 € 1.949 € 2.739 € Jobs Elektroniker für Betriebstechnik
Niedersachsen 1.981 € 2.726 € 3.874 € Jobs Elektroniker für Betriebstechnik
Nordrhein-Westfalen 2.033 € 2.621 € 3.536 € Jobs Elektroniker für Betriebstechnik
Rheinland-Pfalz 2.158 € 2.674 € 2.899 € Jobs Elektroniker für Betriebstechnik
Saarland 1.898 € 2.521 € 3.543 € Jobs Elektroniker für Betriebstechnik
Sachsen 1.535 € 2.039 € 2.866 € Jobs Elektroniker für Betriebstechnik
Sachsen-Anhalt 1.516 € 2.014 € 2.831 € Jobs Elektroniker für Betriebstechnik
Schleswig-Holstein 1.753 € 2.328 € 3.272 € Jobs Elektroniker für Betriebstechnik
Thüringen 1.567 € 2.081 € 2.925 € Jobs Elektroniker für Betriebstechnik

Elektroniker / Elektronikerin für Betriebstechnik:

1. Gehalt

In Ihrem Beruf ist tatsächlich alles eine Frage der Technik. Und ein bisschen Technik kann auch in Sachen Gehalt nicht schaden – zumindest wenn es um Gehaltsverhandlungen geht. Für diese geben wir Ihnen hier einige Informationen an die Hand. Es kann ja nicht schaden, wenn man weiß, was andere Elektroniker für Betriebstechnik verdienen.

2.651 € brutto verdient ein Elektroniker für Betriebstechnik im Monat. Bei einer 40-Stunden-Woche entspricht dies einem Stundenlohn von 18,41 €. Basis für dieses bundesweite Durchschnittsgehalt sind 198 Datensätze, die wir innerhalb der letzten zwei Jahre erfasst und ausgewertet haben. Dabei verdienen 25% der Berufsgruppe 1.996 € und weniger, weitere 25% hingegen erhalten 3.726 € und mehr. Zahlreiche Faktoren beeinflussen dabei das Gehalt: Region, Firmengröße, Alter, Geschlecht und auch, ob nach Tarif bezahlt wird oder nicht.

Nach der Ausbildung ist vor der Karriere

Das durchschnittliche Einstiegsgehalt, mit dem Berufseinsteiger nach der Ausbildung rechnen können, beträgt 2.543 €. Doch dabei soll es nicht bleiben. Mit steigender Erfahrung, steigt auch der Bruttolohn. Bekommen Elektroniker für Betriebstechnik mit 25 Jahren im Schnitt noch 2.553 €, sind es mit 35 Jahren bereits 2.856 € und im Alter von 45 Jahren durchschnittlich 3.006 €.

Mit zusätzlichem Einsatz ist aber noch weit mehr möglich: Egal ob fachliche Fortbildungen, Meisterschule oder Studium – Weiterbildungen verbessern die Aufstiegsmöglichkeiten erheblich. Und damit einhergehend selbstverständlich in aller Regel auch die Verdienstmöglichkeiten.

Übersicht:

  • 25 Jahre = 2.553 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.555 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.856 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.012 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.006 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.317 Euro brutto

In welcher Region wird am besten verdient?

Die Spitzenpositionen auf der Gehaltslandkarte nehmen das Saarland, Hessen, Bremen und Baden-Württemberg ein. Am Ende der Skala liegen Thüringen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Das typische Ost-West-Gefälle ist also auch bei Elektronikern für Betriebstechnik zu finden. Wobei auch immer berücksichtigt werden muss, dass die Lebenshaltungskosten regional unterschiedlich sind und daher ein höheres Einkommen nicht zwingend zu mehr frei verfügbarem Geld führt.

Große Unternehmen zahlen besser

Ein Faktor, der aber tatsächlich zu einem realen Mehr auf dem Konto führen kann, ist die Größe des Arbeitgebers. Wie für viele andere Berufe, gilt auch für Elektroniker und Elektronikerinnen für Betriebstechnik: je größer die Firma, desto größer der Lohn:

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.449 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.885 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.205 Euro brutto

Dies kann unter anderem damit zusammenhängen, dass bei größeren Betrieben der Umfang der Aufgaben und die Verantwortung steigen.

Falls Sie jetzt noch genauer wissen möchten, ob Ihr aktuelles Gehalt angemessen ist, empfiehlt sich ein individueller Gehaltsvergleich.

2. Ausbildung / Weiterbildung

Ein bestimmter Schulabschluss als Voraussetzung für den Ausbildungsbeginn zum Elektroniker / zur Elektronikerin mit Spezialisierung Betriebstechnik ist nicht vorgeschrieben. In aller Regel bevorzugen die ausbildenden Betriebe Bewerber mit einem mittleren Schulabschluss (Mittlere Reife oder gleichwertig). Sie achten bei den Zeugnissen insbesondere auf die Beurteilungen in Informatik, Werken/Technik, Physik, Mathematik sowie Englisch. Vertiefte Kenntnisse in diesen Schulfächern sind zum erfolgreichen Durchlaufen der Lehrzeit sinnvoll.

Im BBiG (Berufsbildungsgesetz) ist die normale Dauer der "dualen" Ausbildung mit 3,5 Jahren festgeschrieben. Der Berufsschulunterricht findet regelmäßig wöchentlich an den gleichen Tagen statt – oder in Blockform in Fachklassen. Die praktische Ausbildung geschieht überwiegend in Betrieben der Beleuchtungstechnik, Antriebstechnik, Meldetechnik, Kommunikationstechnik, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik sowie Energieversorgungs-Technik. Folgende Kern-Qualifikationen vermitteln die Ausbildungsträger allen Elektronik-Anwärtern – unabhängig von der gewählten Spezialisierung:

  • Ermittlung des Bedarfs und der Vorstellungen des Kunden,
  • Entwicklung von Lösungsansätzen und Anbieten der Realisierungs-Möglichkeiten,
  • Durchführung von Kalkulationen mit betrieblichen Eckdaten,
  • Auswertung sowie Anwendung technischer Regelwerke und berufsbezogener Vorschriften – teilweise in englischer Sprache,
  • Datenbank-Abfragen, Informations-Beschaffung, Erschließung von Informations-Quellen und Bewertung derselben,
  • Einbindung von IT-Systemen in Netzwerke,
  • Gefahren-Beurteilung beim Betrieb elektrischer Anlagen, Betriebsmittel und Geräte sowie deren Abwendung durch Schutzmaßnahmen,
  • Messung und Berechnung elektrischer Größen,
  • Prüfung sowie Bewertung der Funktion von Regelungen und Steuerungen,
  • Montage, Demontage von Baugruppen sowie deren mechanische Anpassung,
  • Planung von Teilaufgaben sowie Arbeitsabläufen unter Berücksichtigung terminlicher, wirtschaftlicher und rechtlicher Vorgaben,
  • Setzen von Prioritäten bei Plan-Abweichungen.

Parallel erwerben die Auszubildenden folgende Fachkompetenzen für den gewählten Zweig der Betriebstechnik:

  • Ermittlung der Energie-Verbrauchsdaten; Ursachenforschung bei Abweichungen,
  • Anbieten, Durchführen und Dokumentation von Serviceleistungen,
  • Inspektion und Dokumentation der Funktionsprüfung von Sicherheits-Einrichtungen oder Anlagen,
  • Einstellung, Anpassung sowie Inbetriebnahme von Baugruppen der Mess-, Steuer- und Regelungstechnik,
  • Inbetriebnahme von Stromkreisen,
  • Zusammenbau, Einbau sowie Aufstellung von Gehäusen oder Schaltgeräte-Kombinationen,
  • Beurteilung vorhandener Anlagen der Betriebstechnik, Entwurf von Veränderungen oder Erweiterungen, Festlegen von Stromkreisen und Schutzmaßnahmen, Auswahl der benötigten Leitungen sowie anderer Komponenten.

Teil 1 der Abschlussprüfung findet gegen Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt. Die schriftliche Aufgabenstellung beinhaltet eine komplexe Arbeitsaufgabe und beeinflusst das Gesamt-Prüfungsergebnis mit 40 Prozent. Teil 2 der Abschlussprüfung am Ende der Ausbildungszeit besteht aus schriftlichen, mündlichen und praktischen Aufgaben. Sie zieht sich über mindestens drei Arbeitstage hin; die prüfende und abnehmende Stelle ist die IHK (Industrie- und Handelskammer).

Für die spätere Bekleidung einer leitenden Position besucht der ausgebildete Elektroniker für Betriebstechnik eine Aufstiegs-Weiterbildung als Techniker oder Meister. Folgende Möglichkeiten stehen ihm offen:

  • Geprüfter Netzmeister,
  • Geprüfter Meister für Veranstaltungs-Technik,
  • Kraftwerksmeister, Fachrichtung: Produktion, Elektrotechnik/Leittechnik,
  • Industriemeister, Fachrichtung: Elektrotechnik,
  • Staatlich geprüfter Techniker, Fachrichtung: Elektrotechnik, ohne Schwerpunkt,
  • Staatlich geprüfter Techniker, Fachrichtung: Elektrotechnik, Schwerpunkt: Automatisierungstechnik,
  • Staatlich geprüfter Techniker, Fachrichtung: Elektrotechnik, Schwerpunkt: Kommunikations- und Informationstechnik,
  • Staatlich geprüfter Techniker, Fachrichtung: Elektrotechnik, Schwerpunkt: Energietechnik,
  • Technischer Fachwirt,
  • SPS-Fachkraft,
  • Geprüfter Netzmonteur,
  • Geprüfter Prozessmanager – Elektrotechnik,
  • oder andere.

Weitere Details zum Gehalt in der Ausbildung als Elektroniker/-in für Betriebstechnik.

3. Studium

Während praxisorientierte Betriebselektriker einen Meister nach ihrer Gesellenprüfung anstreben, können Gesellen mit Hochschulabschluss das Studienfach Elektrotechnik belegen. Vergleichbare Studienalternativen wären Energietechnik, Elektromobilität, Automatisierungstechnik, Mechatronik, Mikroelektronik sowie Robotik. Auch Technische Informatik, Informations- und Kommunikationstechnik sowie Fahrzeuginformatik sind empfehlenswert. Das Studienfach Robotik (Autonome Systeme) ist ein grundständiges Studienfach. Hier erlernen Studenten grundlegende Wissensbereiche aus dem Bereich der Robotermechanik, der Sensorik, der Mess-, Steuer- und Regelungstechnik.

Sehr wichtig sind vertiefende Kenntnisse in den Schulfächern Mathematik, Physik, Informatik und Englisch, wenn man einen guten Abschluss erreichen möchte. Mathematik spielt eine große Rolle in technischen Studiengängen. Von Bedeutung sind Kenntnisse in der anwendungsbezogenen Mathematik. Es sind im Kern Differenzial-, Integral und Infinitesimal- sowie Vektorrechnung zu nennen. Physikalische Grundkenntnisse brauchen Studenten, weil sich Elektrotechnik grundlegend mit physikalischen Zusammenhängen befasst. Auch das Wissen über Datenstrukturen-Algorithmen und Programmiersprachen erleichtert Studenten den Zugang erheblich. Neben diesen Kenntnissen aus der Informatik müssen sie mit den gängigen Textverarbeitungs- und Kalkulationsprogrammen arbeiten und auch die Arbeit im Internet beherrschen. Da bei technischen Studiengängen häufig englische Fachliteratur als Grundlage zur Verfügung steht, müssen Studierende so gut Englisch sprechen, dass sie Fachliteratur verstehen und Texte in englischer Sprache verfassen können.

Das Studium umfasst 6 bis 8 Semester und endet mit einer Bachelorprüfung. Die Studieninhalte erstrecken sich im Wesentlichen auf

  • Elektrotechnik,
  • Robotik und Automation,
  • Informatik,
  • Konstruktion,
  • Mathematik,
  • mathematische Methoden und Verfahren,
  • Mechanik,
  • Komponenten und Verfahren der Mechanik,
  • Systemtechnik,
  • Messtechnik,
  • Physik,
  • Systeme und Regelungstechnik.

Mit einem Abschluss in der Tasche steht den Studenten in der freien Wirtschaft ein spannender Weg bevor. Sie können in die Konstruktion einsteigen, im Bereich Wartung und Instandhaltung arbeiten oder in den Kundendienst, Vertrieb oder Verkauf gehen.

4. Tätigkeit

Elektroniker für Betriebstechnik arbeiten in allen Unternehmen, die Betriebs- und Produktionsanlagen einsetzen. In Krankenhäusern, industriellen Unternehmen oder bei Energieversorgerkonzernen sind sie für die Wartung, die Reparatur und für die Installation der Anlagen verantwortlich. Sie beschäftigen sich mit Betriebs-, Produktions- und Verfahrensanlagen. Die Energieversorgung und Einrichtung von Kommunikations- und Beleuchtungstechnik sind weitere Schwerpunkte ihrer Tätigkeit. Betriebselektriker /-innen verlegen Kabel und installieren Anschlüsse, sie bringen Schalter an und verbauen Sensoren wie zum Beispiel Lichtschranken.

Darüber hinaus sind sie in der Lage, fehlerhafte Betriebszustände zu erkennen, diese zu warten und wieder instand zu setzen. Auch das Einrichten von speicherprogrammierbarer Steuerung ist ein Tätigkeitsfeld von Betriebselektriker /-innen. Sie programmieren und testen diese Systeme, konfigurieren und reparieren sie. Nicht zuletzt nehmen sie die Installation von Sicherheitseinrichtungen vor, die für die Überwachung von Betrieben und Außenanlagen erforderlich sind. Falls in einem Unternehmen Leistungen von anderen Dienstleistern erbracht werden, überprüfen Betriebselektriker /-innen deren Leistungen aus elektronischer Sicht.

Der Verdienst von Elektronikern für Betriebstechnik bzw. Elektronikerinnen für Betriebstechnik ist meist abhängig von der Qualifikation, dem Verantwortungsbereich oder der Berufserfahrung. Das Durchschnittsgehalt liegt bei einem Einkommen von etwa 30.000 EUR im Jahr.