*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Elektriker - Betriebselektriker

Datenbasis: 2.816 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.927 € 2.702 € 3.861 €
Baden-Württemberg 2.182 € 3.061 € 4.237 € Jobs Elektriker - Betriebselektriker
Bayern 2.100 € 2.801 € 3.888 € Jobs Elektriker - Betriebselektriker
Berlin 1.726 € 2.248 € 3.193 € Jobs Elektriker - Betriebselektriker
Brandenburg 1.761 € 2.213 € 3.021 € Jobs Elektriker - Betriebselektriker
Bremen 1.943 € 2.441 € 3.424 € Jobs Elektriker - Betriebselektriker
Hamburg 2.120 € 2.751 € 4.519 € Jobs Elektriker - Betriebselektriker
Hessen 1.861 € 2.865 € 3.910 € Jobs Elektriker - Betriebselektriker
Mecklenburg-Vorpommern 1.687 € 2.062 € 2.758 € Jobs Elektriker - Betriebselektriker
Niedersachsen 2.033 € 2.709 € 3.700 € Jobs Elektriker - Betriebselektriker
Nordrhein-Westfalen 2.097 € 2.822 € 3.944 € Jobs Elektriker - Betriebselektriker
Rheinland-Pfalz 1.921 € 2.545 € 3.620 € Jobs Elektriker - Betriebselektriker
Saarland 2.124 € 2.884 € 5.191 € Jobs Elektriker - Betriebselektriker
Sachsen 1.670 € 1.989 € 2.883 € Jobs Elektriker - Betriebselektriker
Sachsen-Anhalt 1.715 € 2.356 € 3.274 € Jobs Elektriker - Betriebselektriker
Schleswig-Holstein 1.888 € 2.661 € 3.973 € Jobs Elektriker - Betriebselektriker
Thüringen 1.608 € 2.162 € 3.170 € Jobs Elektriker - Betriebselektriker

Betriebselektriker / Betriebselektrikerin:

1. Gehalt

Als Betriebselektriker liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.702 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 2.816 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.927 € beginnen, Betriebselektriker in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.861 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.661 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.061 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Betriebselektriker in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.460 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.588 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.734 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.821 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.836 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.832 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.539 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.015 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.241 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Betriebselektriker /-innen werden heutzutage auch Elektroniker/-in Betriebstechnik genannt. Ihre Ausbildung umfasst dreieinhalb Jahre und ist von Industrie und Handwerk anerkannt. Um eine Ausbildung zum/zur Betriebselektriker /-in zu machen, gibt es keine vorgeschriebener Qualifikation. Statistiken der Bundesagentur für Arbeit zeigen jedoch, dass über 2/3 aller Auszubildenden einen mittleren Bildungsabschluss haben. Die Inhalte der Ausbildung umfassen zum Beispiel

  • die Planung von Arbeitsabläufen und die Anpassung an laufende Änderungen,
  • die Montage und Demontage von Baugruppen und die Anpassung derselben,
  • das Berechnen und Messen elektrischer Größen,
  • die Kalkulation nach betrieblichen Vorgaben,
  • die Beurteilung von Betriebstechnik, deren Änderung und Erweiterung sowie das Festlegen von Schutzmaßnahmen an Stromkreisen,
  • das Zusammenbauen und Aufstellen von Gehäusen, Schaltgeräten und deren Kombination,
  • die Inbetriebnahme von Stromkreisen,
  • das Einstellen der Software, die die Mess-, Steuer- und Regelungstechnik betrifft,
  • das Prüfen von Funktionen sowie das Protokollieren derselben,
  • das Durchführen von Serviceleistungen nebst Dokumentation.

Neben den Fertigkeiten und Kenntnissen, die im Ausbildungsbetrieb vermittelt werden, müssen Auszubildende zur Berufsschule gehen. Betriebselektriker /-innen werden allumfassend ausgebildet. Die Ausbildung jedoch wird in einem bestimmten Gebiet spezialisiert:

  • Energieverteilungsanlagen und -netze,
  • Gebäudinstallationen und -netz,
  • Betriebsanlagen und Betriebsausrüstungen,
  • produktions- und verfahrenstechnische Anlagen,
  • Schalt- und Steueranlagen,
  • elektrotechnische Ausrüstungen.

Im 1. und 2. Ausbildungsjahr lernen Auszubildende die betriebliche und technische Kommunikation, die Planung und Organisation ihrer Arbeit sowie die Montage und den Anschluss einfacher elektrischer Betriebsmittel. Mit fortschreitender Dauer der Ausbildung werden die Aufgaben immer komplexer bis Auszubildende im 3. Lehrjahr IT-Systeme installieren und konfigurieren, technische Auftragsanalysen nebst Lösungsentwicklungen eigenverantwortlich erledigen können und auch Anlagen und Systeme in Stand halten. Parallel werden die theoretischen Grundlagen in der Berufsschule vermittelt. Das Prüfungsverfahren ist 2-stufig.

Am Ende des 2. Ausbildungsjahres müssen Auszubildende eine Zwischenprüfung ablegen und am Ende der Ausbildung findet eine umfassende Abschlussprüfung statt. Diese erstreckt sich schriftlich, mündlich und praktisch auf 4 Aufgabenbereiche. Es handelt sich dabei um Arbeitsauftrag, Systementwurf, Funktions- und Systemanalyse sowie Wirtschaft- und Sozialkunde.

3. Studium

Während praxisorientierte Betriebselektriker einen Meister nach ihrer Gesellenprüfung anstreben, können Gesellen mit Hochschulabschluss das Studienfach Elektrotechnik belegen. Vergleichbare Studienalternativen wären Energietechnik, Elektromobilität, Automatisierungstechnik, Mechatronik, Mikroelektronik sowie Robotik. Auch Technische Informatik, Informations- und Kommunikationstechnik sowie Fahrzeuginformatik sind empfehlenswert. Das Studienfach Robotik (Autonome Systeme) ist ein grundständiges Studienfach. Hier erlernen Studenten grundlegende Wissensbereiche aus dem Bereich der Robotermechanik, der Sensorik, der Mess-, Steuer- und Regelungstechnik.

Sehr wichtig sind vertiefende Kenntnisse in den Schulfächern Mathematik, Physik, Informatik und Englisch, wenn man einen guten Abschluss erreichen möchte. Mathematik spielt eine große Rolle in technischen Studiengängen. Von Bedeutung sind Kenntnisse in der anwendungsbezogenen Mathematik. Es sind im Kern Differenzial-, Integral und Infinitesimal- sowie Vektorrechnung zu nennen. Physikalische Grundkenntnisse brauchen Studenten, weil sich Elektrotechnik grundlegend mit physikalischen Zusammenhängen befasst. Auch das Wissen über Datenstrukturen-Algorithmen und die Programmiersprache erleichtert Studenten den Zugang erheblich. Neben diesen Kenntnissen aus der Informatik müssen sie mit den gängigen Textverarbeitungs- und Kalkulationsprogrammen arbeiten und auch die Arbeit im Internet beherrschen. Da bei technischen Studiengängen häufig englische Fachliteratur als Grundlage zur Verfügung steht, müssen Studierende so gut Englisch sprechen, dass sie Fachliteratur verstehen und Texte in englischer Sprache verfassen können.

Das Studium umfasst 6 bis 8 Semester und endet mit einer Bachelorprüfung. Die Studieninhalte erstrecken sich im Wesentlichen auf

  • Elektrotechnik,
  • Robotik und Automation,
  • Informatik,
  • Konstruktion,
  • Mathematik,
  • mathematischen Methoden und Verfahren,
  • Mechanik,
  • Komponenten und Verfahren der Mechanik,
  • Systemtechnik,
  • Messtechnik,
  • Physik,
  • Steuerung-und positioniert Technik,
  • Systeme und Regelungstechnik.

Mit einem Abschluss in der Tasche steht den Studenten in der freien Wirtschaft ein spannender Weg bevor. Sie können in die Konstruktion einsteigen, im Bereich Wartung und Instandhaltung arbeiten oder in den Kundendienst, Vertrieb oder Verkauf gehen.

4. Tätigkeit

Betriebselektriker /-innen werden in der Energieverteilung von Gebäuden eingesetzt. Hier sind sie für die verschiedenen Versorgungsleitungen und neben der richtigen Leitungsabsicherung auch für Schutzmaßnahmen zuständig. Dazu gehört auch die Installation, Wartung und Reparatur von elektrischen Anlagen (Betriebs-, Produktions- und Verfahrensanlagen). Ein weitere Schwerpunkt ihrer Tätigkeit ist die Einrichtung von Kommunikations- und Beleuchtungstechnik, Schaltkreisen und Steueranlagen.

Die Berufsangehörigen sind in allen Zweigen der Industrie beschäftigt, in denen Produktionsanlagen unterschiedlicher Größe und Art vorkommen. Betriebselektriker verlegen Kabel und installieren Anschlüsse, sie bringen Schalter an und verbauen Sensoren wie zum Beispiel Lichtschranken. Darüber hinaus sind sie in der Lage, fehlerhafte Betriebszustände zu erkennen, diese zu warten und wieder in Stand zu setzen.

Auch das Einrichten von speicherprogrammierbarer Steuerung ist ein Tätigkeitsfeld von Betriebselektrikern. Sie programmieren und testen diese Systeme, konfigurieren und reparieren sie. Nicht zuletzt nehmen sie die Installation von Sicherheitseinrichtungen vor, die für die Überwachung von Betrieben und Außenanlagen erforderlich sind. Falls in einem Unternehmen Leistungen von anderen Dienstleistern erbracht werden, überprüfen Betriebselektriker /-innen deren Leistungen aus elektronischer Sicht.

Betriebselektriker /-innen verfügen sie über Kenntnisse in der Elektropneumatik und im Bereich der Hydraulik. Grundkenntnisse im Bereich der Metallbearbeitung müssen ebenfalls vorgewiesen werden. Darüber hinaus sollten sie die verschiedenen Sicherheitsregeln bei ihrer nicht ganz ungefährlichen Tätigkeit beachten, sodass ein genaues und vorsichtiges Arbeiten zum Beruf gehört. Der/die Betriebselektriker/in kann je nach Betriebsgröße mit einem tariflich vereinbarten Gehalt rechnen.