*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Haustechniker

Datenbasis: 134 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.902 € 2.426 € 3.367 €
Baden-Württemberg 2.060 € 2.402 € 2.905 € Jobs Haustechniker
Bayern 2.050 € 2.547 € 2.936 € Jobs Haustechniker
Berlin 1.764 € 1.953 € 2.764 € Jobs Haustechniker
Brandenburg 1.449 € 1.848 € 2.565 € Jobs Haustechniker
Bremen 1.828 € 2.331 € 3.235 € Jobs Haustechniker
Hamburg 2.367 € 2.646 € 3.178 € Jobs Haustechniker
Hessen 2.090 € 2.387 € 3.555 € Jobs Haustechniker
Mecklenburg-Vorpommern 1.398 € 1.783 € 2.475 € Jobs Haustechniker
Niedersachsen 1.974 € 2.120 € 2.367 € Jobs Haustechniker
Nordrhein-Westfalen 1.777 € 2.357 € 3.371 € Jobs Haustechniker
Rheinland-Pfalz 2.147 € 2.738 € 3.800 € Jobs Haustechniker
Saarland 1.809 € 2.307 € 3.202 € Jobs Haustechniker
Sachsen 1.340 € 1.709 € 2.372 € Jobs Haustechniker
Sachsen-Anhalt 1.434 € 1.829 € 2.538 € Jobs Haustechniker
Schleswig-Holstein 1.662 € 2.120 € 2.942 € Jobs Haustechniker
Thüringen 1.486 € 1.896 € 2.631 € Jobs Haustechniker

Haustechniker / Haustechnikerin:

1. Gehalt

Als Haustechniker liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.426 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 134 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.902 € beginnen, Haustechniker in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.367 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.120 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.402 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Haustechniker in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.469 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.463 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.572 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.425 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.441 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.434 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.387 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.450 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.502 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Diverse Fachschulen bieten Weiterbildungsmaßnahmen zum/zur Haustechniker /-in an. Jedoch müssen die Bewerber sowohl eine abgeschlossene Berufsausbildung als auch Berufserfahrung von mindestens fünf Jahren vorweisen können. Die Zusatzausbildung kann je nach Anbieter in Teil- oder Vollzeit absolviert werden. Das Teilzeitmodell nimmt etwa ein bis zwei Jahre in Anspruch. Wer in Vollzeit lernt, kann den Lehrgang innerhalb von sechs bis zwölf Monaten abschließen. Um offiziell als Haustechniker /-in anerkannt zu werden, gilt es eine Prüfung vor der jeweiligen Handwerkskammer bzw. vor einem Gremium der Fachschule abzulegen. Dabei kann es sich je nach Bundesland und Bildungsanbieter entweder um eine schriftliche oder mündliche Prüfung handeln. Oder aber die Prüflinge müssen ihr Können in Form einer Projektarbeit unter Beweis stellen.

Jedoch ist darauf hinzuweisen, dass die Teilnahme am Lehrgang nicht verpflichtet ist. Wer dank seiner bereits durchlaufenen Berufsausbildung bzw. Berufserfahrung die genannten Kriterien erfüllen kann, darf in jedem Fall an der Prüfung teilnehmen. Diejenigen, die ein gewisses handwerklich-technisches Geschick mitbringen, sind während der Ausbildung und in der Prüfung klar im Vorteil. Häufig können die Teilnehmer ihr im Rahmen der Erstausbildung erworbenes Fachwissen gezielt einsetzen und weiter vertiefen. Da Haustechniker aber neben dem rein handwerklichen Aufgabenbereich auch für die Hausbewirtschaftung und die Kontrolle der Betriebskosten zuständig sind, dürfen Grundkenntnisse in den Fächern Wirtschaft und Recht nicht fehlen. Dass all diese Kompetenzen von Bedeutung sind, spiegelt auch die folgende Auflistung der Ausbildungsinhalte wieder:

  • Haustechnik,
  • Grundlagen der Wohnungswirtschaft,
  • Betriebs- und volkswirtschaftliche Grundlagen der Hausbewirtschaftung,
  • Rechtliche, vor allem vertragliche Grundlagen der Hausbewirtschaftung,
  • Verwaltungsaufgaben innerhalb der Hausbewirtschaftung,
  • Brand- , Arbeits- und Umweltschutz,
  • Bestandsaufnahme eines Gebäudes und die entsprechende Dokumentation (Flächennutzung, technische Ausstattung, Wartungsarbeiten und Reparaturen, Betriebskosten, Einsparpotenziale, Brandschutzmaßnahmen).

Alternativ können sich Interessierte zur Fachkraft für Gebäudetechnik oder zum/r Fachmann /-frau für Gebäudebewirtschaftung ausbilden lassen.

3. Studium

Liegt eine Hochschulzugangsberechtigung vor, ist es außerdem möglich, ein Studium im Fach Facility-Management/Technisches Gebäudemanagement aufzunehmen. Der Studiengang vermittelt Inhalte aus dem Bereich der Ingenieurwissenschaften, der Informationswissenschaft, der Wirtschaftswissenschaft und des Rechts. Oftmals heißt der Studiengang nicht exakt wie angegeben, sondern trägt Namen wie Immobilienmanagement oder Immobilienwirtschaft. Inhaltlich umfasst er jedoch in der Regel weitgehend identische Aspekte.

Wer gerne frühzeitig umfassende Praxiserfahrungen sammeln möchte, sollte sich über das duale Studienmodell informieren. In der Regel dauert das Studium sechs bis acht Semester. Während dieser Zeit befassen sich die Studenten unter anderem mit diesen Themenbereichen:

  • Technisches Gebäudemanagement,
  • Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre,
  • Grundlagen des Facility-Managements,
  • Grundlagen des Baubetriebs,
  • Facility-Management und Technische Gebäudeausstattung,
  • Infrastrukturelles Gebäudemanagement,
  • Physik und Tragwerkslehre,
  • Baukonstruktion,
  • Statistik,
  • Informatik,
  • Instandhaltungsmanagement,
  • Immobilienökonomie.

Ergänzend kann eine Auswahl aus folgenden Wahlpflichtmodulen getroffen werden:

  • Energiesparendes Bauen,
  • Baulicher Brandschutz,
  • Bauphysik,
  • Immobilienrecht,
  • Bauvertragsrecht,
  • Qualitätsmanagement,
  • Personalmanagement,
  • Marketing.

In allen Modulen müssen die Studenten Leistungsnachweise erbringen. Dabei kann es sich um Klausuren, Referate oder Projektarbeiten handeln.

Ähnlich vielfältig wie die Studieninhalte sind auch die Voraussetzungen, die Studienbewerber mitbringen sollten. Als womöglich wichtigste Grundlage gilt die Mathematik. Auf ihr bauen nicht nur die vielen physikalisch-technischen Aspekte auf sondern auch die betriebswirtschaftlichen Zusammenhänge. Im Bereich der Physik sind vor allem die Disziplinen Statik, Mechanik und Elektrolehre relevant.

Grundwissen aus Betriebs- und Volkswirtschaftslehre, wie es beispielweise im Rahmen des Schulunterrichts gelehrt wird, ist ebenfalls notwendig. Außerdem sollten die Studenten in der Lage sein, sich auf hohem sprachlichem Niveau in Englisch zu verständigen. Wer sich in Informatik auskennt, hat einen weiteren Vorteil. Facility-Management/Technisches Gebäudemanagement ist nur einer von vielen möglichen Studiengängen. Naheliegend ist beispielsweise ebenso ein Studium der Gebäudetechnik bzw. Gebäudeenergietechnik. Zu den weiteren Studienfächern, die zumindest in Teilbereichen Ähnlichkeiten zum beschriebenen Studiengang aufweisen, gehören Sicherheitstechnik, Versorgungstechnik und Abfall- und Entsorgungstechnik.

4. Tätigkeit

Haustechniker sind für bestimmte Gebäudeteile, manchmal aber auch für ganze Häuserkomplexe zuständig. Sie überprüfen insbesondere die technischen Anlagen hinsichtlich ihrer Funktionsfähigkeit. Dazu gehören Anlagen zur Beheizung und Belüftung der Räumlichkeiten sowie jegliche sanitären Anlagen. Die Fachleute warten aber außerdem Aufzüge und Schließ- und Alarmsysteme. Stellen sie bei den Wartungsarbeiten Fehler und Probleme fest, übernehmen sie oftmals selber die anstehenden Reparaturen. Sind sie dazu nicht in der Lage, stellen sie den Kontakt zu Fachleuten und Spezialfirmen her. Nicht nur das Reparieren defekter Maschinen gehört zum Aufgabenfeld der Haustechniker. Um die Reinigung und Pflege der Anlagen kümmern sie sich gleichermaßen.

Des Weiteren sorgen Haustechniker dafür, dass diverse Verbrauchsmaterialen stets in ausreichender Menge vorhanden sind. So besorgen sie Putz- und Reinigungsmittel sowie das in den Wintermonaten notwendige Streusalz. Da die Haustechniker häufig vor Ort sind, dienen sie außerdem als Ansprechpartner für Mieter und Vermieter. Sie bieten an, Wohnungsbesichtigungen durchzuführen oder Wohnungsübergaben abzuwickeln.

Der durchschnittliche Verdienst liegt in diesem Beruf bei einem Einkommen von etwa 30.000 EUR im Jahr, bei zwölf Gehältern, und einer täglichen Arbeitszeit von acht Stunden.