*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.
*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Historiker

Datenbasis: 291 Datensätze
Region Q1 Ø Q3 Offene Jobs
Deutschland: 2.333 € 3.601 € 6.068 €
Baden-Württemberg 2.766 € 4.070 € 6.563 € Jobs Historiker
Bayern 2.282 € 3.593 € 5.839 € Jobs Historiker
Berlin 2.252 € 3.368 € 4.784 € Jobs Historiker
Brandenburg 1.777 € 2.743 € 4.623 € Jobs Historiker
Bremen 2.067 € 3.191 € 5.377 € Jobs Historiker
Hamburg 2.402 € 3.455 € 4.748 € Jobs Historiker
Hessen 1.997 € 3.532 € 6.143 € Jobs Historiker
Mecklenburg-Vorpommern 1.714 € 2.647 € 4.460 € Jobs Historiker
Niedersachsen 2.811 € 3.889 € 5.677 € Jobs Historiker
Nordrhein-Westfalen 2.418 € 3.969 € 7.287 € Jobs Historiker
Rheinland-Pfalz 2.294 € 3.541 € 5.967 € Jobs Historiker
Saarland 2.218 € 3.424 € 5.770 € Jobs Historiker
Sachsen 1.595 € 2.462 € 4.148 € Jobs Historiker
Sachsen-Anhalt 1.759 € 2.715 € 4.574 € Jobs Historiker
Schleswig-Holstein 1.976 € 3.617 € 4.207 € Jobs Historiker
Thüringen 1.823 € 2.815 € 4.743 € Jobs Historiker

Historiker:

1. Gehalt

Als Historiker liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.601 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 291 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.333 € beginnen, Historiker in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 6.068 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.617 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 4.070 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Historiker in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.893 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.190 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.356 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.671 Euro brutto
  • 45 Jahre = 4.294 Euro brutto
  • 50 Jahre = 4.878 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.498 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.930 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.550 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Ein/eine Historiker /-in erforscht die vorhandenen Darstellungen und Überlieferungen der menschlichen Geschichte. Das erklärte Berufsziel von Historikern ist die Bewahrung, Weitergabe und Dokumentation der Vergangenheit. Viele Historiker arbeiten im Ausstellungsmanagement, in der Öffentlichkeitsarbeit oder in der Forschung. Wer eine Karriere als Historiker /-in anstrebt, muss ein Studium der Geschichte durchlaufen. Eine herkömmliche Berufsausbildung nach dem dualen System existiert in diesem Berufsfeld nicht.

Für Historiker ist es wichtig, dass sie ihr Fachwissen fortlaufend mit aktuellen Entwicklungen abgleichen. Neue Entdeckungen und Forschungsergebnisse nehmen Einfluss auf ihre alltäglichen Aufgaben. Um das Know-how zu aktualisieren, bieten sich Seminare und Fortbildungskurse an. Kosten für berufliche Weiterbildungen von Historikern übernehmen oftmals Arbeitgeber oder das Arbeitsamt. Neben einer Spezialisierung auf einem bestimmten Gebiet kann ebenfalls die Erschließung eines neuen Berufszweiges Anlass für eine Weiterbildungsmaßnahme sein. Eine berufliche Höherqualifikation erlangen Historiker über einschlägige Bildungsgänge.

Bei der Festlegung einer Weiterbildung achten Historiker darauf, dass der Kurs in einem gescheiten Zusammenhang mit dem eigenen Berufsbild steht. Generell kann ein Gespräch mit dem Vorgesetzten oder der Personalabteilung helfen, Klarheit über eine Fortbildung zu gewinnen. Dabei müssen die Beteiligten ebenfalls entscheiden, wie die Maßnahme ablaufen soll. Lehrgänge finden als Fernstudium oder im Präsenzunterricht statt. In besonderen Fällen kommt ein Einzelcoaching zur Anwendung. Kenntnisse in neuen Bereichen erarbeiten Historiker durch folgende denkbare Weiterbildungsinhalte:

  • Bibliothekswesen,
  • Archivwesen,
  • Museologie,
  • Denkmalpflege und –schutz,
  • Erwachsenenbildung,
  • Publizistik und Journalistik,
  • IT-Anwendungen,
  • Medien- und Kulturmanagement,
  • Reiseleitung und Fremdenführung.

Weiterführende Studiengänge eignen sich gleichermaßen für Historiker, um Expertisen zu vertiefen und frische Sachkenntnisse zu erwerben. Mögliche Studienfächer für Historiker sind:

  • Mediävistik,
  • Geschichte,
  • Altertumswissenschaften,
  • Museologie,
  • Ägyptologie,
  • Archivwissenschaften,
  • Archäologie.

Historiker können darüber hinaus berufliche Umschulungen vornehmen. Eine Tätigkeit als Gutachter oder Kurator ist ebenso realisierbar wie eine Lehrtätigkeit an einer Universität.

3. Studium

Um Historiker /-in zu werden, müssen Interessenten ein Studium im Fach Geschichte absolvieren. Der weit verbreitete Studiengang ist bei vielen Universitäten im Angebot. Für die Zulassung zum Studium benötigt der Bewerber die Hochschulreife. Der Studienabschluss besteht aus einem Bachelortitel. Ein Geschichtsstudium beleuchtet die historische Entwicklung der Menschen. Diese Wissenschaft ist eng verknüpft mit den Fachrichtungen Politikwissenschaft, Soziologie, Wirtschaftswissenschaft und Rechtswissenschaft. Geschichte ist zudem nah verwandt mit den Gebieten Archäologie, Sozialgeschichte und Altertumswissenschaft.

Die Geschichte ist eine äußerst umfassende Forschungseinheit. Daher ist sie in viele Einzelbereiche unterteilt. Beispielsweise erforscht die Ur- und Frühgeschichte die älteste Zeit in der Menschheitsgeschichte. Studenten befassen sich mit der Analyse von Bodenbefunden und untersuchen Ausgrabungen. Die mittelalterliche Geschichte betrachtet das Mittelalter mit all seinen Facetten und steht in direktem Kontext zur Kirchengeschichte. Die sogenannte Zeitgeschichte erkundet die Veränderung der Menschheit ab dem Jahr 1917.

Zu Beginn des Studiums erlernen die Studenten vorerst die elementaren Arbeitsmethoden der Geschichtswissenschaften. Sie begreifen die fachgerechte Nutzung von Archiven und Bibliotheken und üben den korrekten Umgang mit historischen Dokumenten und Quellen. Einige Universitäten haben Fächer aus dem Gebiet Statistik auf dem Studienplan stehen. In den folgenden Semestern beschäftigen sich die mit den Inhalten verschiedener Epochen. Zur Auswahl stehen

  • die Geschichte des Mittelalters,
  • die Geschichte der Antike,
  • die Geschichte der Neuzeit oder
  • die Zeitgeschichte.

Nach persönlicher Präferenz und dem Studienangebot der jeweiligen Hochschule spezialisieren sich Studenten im weiteren Verlauf in einzelnen Fachbereichen der Geschichtswissenschaften. Zusätzlich zu den Themen Wirtschaftswissenschaft und Rechtswissenschaft können das beispielsweise

  • die Geschichte der Frauen- und Geschlechter,
  • die Osteuropäische Geschichte,
  • Globalgeschichte oder
  • Kulturgeschichte

sein. Ethik, Kunst und Religion sind optionale Wahlfächer, die in Abhängigkeit der Hochschule Bereitstellung finden. Ein Studium der Geschichte auf Lehramt dauert bis zu neun Semester. Etliche Absolventen des geschichtswissenschaftlichen Studiums übernehmen einen pädagogischen Beruf. Sie unterrichten Geschichte an öffentlichen und privaten Schulen. Als Historiker wirken die Studenten in der Forschung an Hochschulen oder in privaten Forschungsinstitutionen. Sie publizieren oftmals eigene Bücher oder verfassen Artikel für Fachmagazine.

4. Tätigkeit

Historiker sind angestellt bei Museen, Denkmalschutzbehörden, Verlagen, Einrichtungen für Erwachsenenbildung, Bibliotheken, Archiven, Dokumentationsabteilungen, PR- oder Kommunikationsagenturen, Forschungszentren und Hochschulen. Sie befassen sich mit geschichtlichen Überlieferungen und Darbietungen und versuchen auf wissenschaftlichem Wege Verbindungen und Erkenntnisse daraus zu ziehen. Sie analysieren, dokumentieren und archivieren alles was einen geschichtlichen Wert darstellt, veröffentlichen es oder wenden es in der Erwachsenenbildung an.

Die täglichen Aufgaben und Herausforderungen, die ein/e Historiker /-in wahrnimmt, variieren je nach Arbeitgeber. Beispielhafte Tätigkeitsfelder für Historiker sind:

  • Die Planung und Organisation von Ausstellungen,
  • Die Vorbereitung und Durchführung von Fortbildungsmaßnahmen für Erwachsene,
  • Die Beschaffung, Aufbereitung und Archivierung von Informationen,
  • Das Verwalten von Kunstgegenständen,
  • Das Management von Kulturgütern,
  • Die Durchführung von Unterrichtsstunden an Schulen und Hochschulen,
  • Das Schreiben von Fachliteratur für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
  • Die Übernahme redaktioneller Verantwortung,
  • Die Beteiligung an wissenschaftlichen Forschungen.

Der Begriff Historiker ist in Deutschland keine rechtlich geschützte Berufsbezeichnung. Demzufolge darf sich jeder als Historiker benennen, der sich publizistisch oder wissenschaftlich mit historischen Fragestellungen auseinander setzt. Für Jobs an Hochschulen und in der Wirtschaft ist ein Studium unabdingbar.

Ihr Verdienst und somit ihr Einkommen kann von Unternehmen zu Unternehmen, von Einrichtung zu Einrichtung beim Stundenlohn unterschiedlich sein.

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