*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Kulturmanager

Datenbasis: 286 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.042 € 3.133 € 5.306 €
Baden-Württemberg 2.405 € 3.565 € 5.757 € Jobs Kulturmanager
Bayern 1.985 € 3.125 € 5.078 € Jobs Kulturmanager
Berlin 1.950 € 2.993 € 4.224 € Jobs Kulturmanager
Brandenburg 1.556 € 2.387 € 4.043 € Jobs Kulturmanager
Bremen 1.809 € 2.775 € 4.700 € Jobs Kulturmanager
Hamburg 2.089 € 3.005 € 4.129 € Jobs Kulturmanager
Hessen 1.680 € 2.934 € 5.394 € Jobs Kulturmanager
Mecklenburg-Vorpommern 1.501 € 2.303 € 3.900 € Jobs Kulturmanager
Niedersachsen 2.445 € 3.382 € 4.937 € Jobs Kulturmanager
Nordrhein-Westfalen 2.199 € 3.519 € 6.514 € Jobs Kulturmanager
Rheinland-Pfalz 2.008 € 3.081 € 5.218 € Jobs Kulturmanager
Saarland 1.942 € 2.979 € 5.045 € Jobs Kulturmanager
Sachsen 1.395 € 2.141 € 3.626 € Jobs Kulturmanager
Sachsen-Anhalt 1.539 € 2.362 € 4.000 € Jobs Kulturmanager
Schleswig-Holstein 1.719 € 3.146 € 3.659 € Jobs Kulturmanager
Thüringen 1.596 € 2.448 € 4.146 € Jobs Kulturmanager

Kulturmanager / Kulturmanagerin:

1. Gehalt

Als Kulturmanager liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.133 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 286 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.042 € beginnen, Kulturmanager in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 5.306 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.146 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.565 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Kulturmanager in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.547 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.784 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.909 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.193 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.736 Euro brutto
  • 50 Jahre = 4.304 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.042 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.418 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.049 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Einen dualen Ausbildungsplatz zum /zur Kulturmanager /-in gibt es im Grunde nicht, denn hierbei handelt es sich um eine Weiterbildung, die durch praktische berufliche Einheiten ergänzt wird. Genau geregelt sind weder die Länge der Weiterbildung noch die Inhalte. Grundsätzlich aber werden unabhängig vom Anbieter die folgenden Themen im Rahmen der Weiterbildung beleuchtet: Projektmanagement, Sponsoring, Fundraising, Urheberrecht, Steuerrecht, Vertragsrecht, Marketing /PR in Kunst und Kultur, Presse- und Medienarbeit, Besprechungsleitung und Teamleitung.

Die Tatsache, dass die Weiterbildung vergleichsweise frei anmutet, heißt allerdings noch nicht, dass es nicht ein paar grundlegende Voraussetzungen für die Teilnahme an einem Teil- oder Vollzeitkurs sowie an einem Fernkurs gibt. Hierbei sind Kenntnisse der englischen Sprache, der Nachweis über ein Praktikum im Bereich Kunst oder Kultur, Berufserfahrung sowie ein Mindestalter von 18 Jahren Grundvoraussetzung.

Ähnliche oder alternative Aus- /Weiterbildungen, die thematisch bereits viele Themen des Kulturmanagements abdecken, sind die folgenden:

Die Ausbildung zum /zur Veranstaltungskaufmann /-frau
Während dieser dreijährigen Ausbildung werden kaufmännische Grundkenntnisse (Steuerung, Kontrolle, Vermarktung, Personalwirtschaft, rechtliche Rahmenbedingungen, Erfassung und Auswertung von Geschäftsprozessen, Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen, Erschließung von Finanzmitteln, Angebot von Dienstleistungen) vermittelt sowie Inhalte aus der Event- und Veranstaltungsbranche. Dazu zählen die Vermarktung, Planung, Organisation und Durchführung des Events inkl. Veranstaltungstechnik und die Nachbereitung der Veranstaltung.

Die Weiterbildung zum /zur Eventmanager /n ist ebenso frei gestaltet wie die zum /zur Kulturmanager /-in. Im Grunde jedoch werden – unabhängig vom Anbieter des Lehrgangs Kenntnisse der Veranstaltungsbranche vermittelt. Darüber hinaus steht die Konzeption von Veranstaltungsprojekten sowie die Planung, Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung auf dem Stundenplan. Auch die Kundenakquise sowie die Vermarktung der Veranstaltung stellen einen großen Teil der Weiterbildung dar.

Mit der Weiterbildung zum /zur Kulturmanager /-in qualifizieren sich die Absolventen für eine Führungsaufgabe. Ausbauen können sie diese Karriereambitionen im Rahmen einer weiteren Weiterbildung zum /zur Betriebswirt /-in für Event-Management. Alternativ können Interessierte Event-Management an einer Hochschule studieren.

3. Studium

Im Grunde genommen gibt es einige Studienfächer, die zur Position eines /-r Kulturmanager /-in führen können. Im Folgenden sollen nun zwei vorgestellt werden, die inhaltlich sehr nahe liegen:

Das Bachelorstudium Kulturmanagement
Wer Kulturmanagement studieren möchte, kann aus folgenden Studiengängen wählen: Kulturarbeit, Kultur- und Medienmanagement, Kunst- und Kulturmanagement, Communication and Cultural Management. Dabei erwarten die Studenten /-innen die folgenden Inhalte: Wirtschaftswissenschaften (Marketing, Mathematik, Betriebswirtschaftslehre, Rechnungswesen), Sozial- und Geisteswissenschaften (Kulturpolitik, Philosophie), Kulturtechniken, Kultur- und Kunstwissenschaften, Informatik, Recht und Sozialforschung. Ein zusätzliches Fremdsprachenstudium ist in jedem Fall von Vorteil. Zudem können Seminare im Bereich Veranstaltungsmanagement und Schutzrechte belegt werden.

Das Bachelorstudium Event-Management
Wer Event-Management studieren möchte, kann aus den folgenden Studiengängen wählen: Freizeitwissenschaft, Kultur- und Freizeitmanagement, Dienstleistungsmanagement, Event-Management, International Business, Internationales Eventmanagement, Messe- /Kongress- und Event-Management, Veranstaltungsmanagement. Auf dem Stundenplan stehen dann: Budgetierung, Fundraising, Sponsoring, Business Communication, Consumer Behaviour, Business Visits /Events, Marketing, Mathematik, Projektmanagement, Statistik und strategische Eventplanung. Mögliche Spezialisierungen sind Personalwirtschaft, Industrieevents, Sportevents, PR /Media and Events sowie Cultural and Creative Industries.

Es besteht auch die Möglichkeit, ein kulturwissenschaftliches Studium zu absolvieren und sich die in der Wirtschaft nötigen betriebswirtschaftlichen Kenntnisse außerhalb des regulären Studiums im Rahmen eines Seminars anzueignen. Alternativ wäre ein Studium der Literaturwissenschaft ebenfalls möglich, wenn entsprechende Kenntnisse der Wirtschaft zusätzlich erworben werden. Auch Absolventen ganz klassischer Studiengänge wie Anglistik, Amerikanistik, Germanistik und anderer Sprachen sowie Archäologie, Ethnologie und Geschichte sind im Kulturbereich tätig.

Grundsätzlich gilt aber, je weiter entfernt die Ausbildung – und in diesem Fall das Studium – von betriebswirtschaftlichen Inhalten ist, desto schwieriger wird ein beruflicher Einstieg im Bereich der Wirtschaft werden. Sicherlich gibt es auch im Kulturbereich administrative Aufgaben zu erledigen, doch nach einem Studium strebt man in der Regel nach mehr als nur Korrespondenzaufgaben und Tätigkeiten in der Kundenbetreuung. Deswegen sind Kenntnisse in Marketing, Vertrieb, PR und klassischer Betriebswirtschaftslehre Grundvoraussetzung, um als Kulturmanager /-in zu arbeiten.

4. Tätigkeit

Kulturmanager /-innen sind dafür verantwortlich, der Gesellschaft Kunst und Kultur zu vermitteln. Sie arbeiten bei Theater- und Konzertveranstaltungen, in Museen, in Freizeit- und Vergnügungsparks sowie in Kulturämtern, bei Rundfunk und Fernsehen oder bei Verlagen. Ihre Grundaufgabe liegt in der Planung, Entwicklung und Steuerung von Kulturprojekten, doch die praktischen Tätigkeiten sind um einiges vielseitiger und umfassen die folgenden Bereiche:

  • Im Kulturmanagement
    Engagement von Referenten/ Moderatoren, Ablauforganisation, Budgetverwaltung, Öffentlichkeitsarbeit betreiben, Kulturmarketing
  • In der Kulturpädagogik
    Beratung kreativer Gruppen, Gestaltung von Freizeitaktivitäten, Angebot von Kursen, Führungen durchführen
  • In der Kulturverwaltung
    Verwaltung von kulturell genutzten Räumen, Beratung und Betreuung von Vereinen und Initiativen der Kulturlandschaft, Einsatz für etwaige Fördermittel, Leitung von Kulturzentren, Zusammenarbeit mit Regionalmarketing und Tourismusagentur
  • Im Ausstellungsplanung /-management
    Konzeptentwicklung, Präsentation und Inszenierung der Exponate, Ausarbeitung von Angeboten der Kultpädagogik
  • Im Tourismus- /Freizeitmanagement
    Ausbau der Kulturentwicklung, Tourismusmanagement, Kulturtourismus
  • In der Wissenschaft /Lehre
    Forschung vorantreiben, Lehraufträge durchführen

Weitere Tätigkeiten sind Projektmanagement und Fundraising, Kulturmarketing sowie Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungsmanagement. Auch haben sie die Aufgabe Künstler zu unterstützen und sie in Theaterräumen und Studios zu treffen, um sie über Abläufe aufzuklären. Wichtige Voraussetzungen für diesen Beruf sind Kooperationsfähigkeit und Flexibilität sowie Teamgeist und ein guter und kompetenter Umgang mit der Öffentlichkeit.