*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Hörgeräteakustiker / Hörgeräteakustikerin

Datenbasis: 474 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.711 € 2.207 € 3.583 €
Baden-Württemberg 1.782 € 2.202 € 4.720 € Jobs Hörgeräteakustiker / Hörgeräteakustikerin
Bayern 1.838 € 2.208 € 3.701 € Jobs Hörgeräteakustiker / Hörgeräteakustikerin
Berlin 1.705 € 2.104 € 3.678 € Jobs Hörgeräteakustiker / Hörgeräteakustikerin
Brandenburg 1.388 € 1.790 € 2.906 € Jobs Hörgeräteakustiker / Hörgeräteakustikerin
Bremen 2.243 € 2.336 € 3.063 € Jobs Hörgeräteakustiker / Hörgeräteakustikerin
Hamburg 1.702 € 2.327 € 3.810 € Jobs Hörgeräteakustiker / Hörgeräteakustikerin
Hessen 1.685 € 2.392 € 3.781 € Jobs Hörgeräteakustiker / Hörgeräteakustikerin
Mecklenburg-Vorpommern 1.257 € 1.622 € 2.633 € Jobs Hörgeräteakustiker / Hörgeräteakustikerin
Niedersachsen 1.694 € 2.231 € 3.409 € Jobs Hörgeräteakustiker / Hörgeräteakustikerin
Nordrhein-Westfalen 1.710 € 2.283 € 3.748 € Jobs Hörgeräteakustiker / Hörgeräteakustikerin
Rheinland-Pfalz 1.667 € 2.095 € 3.848 € Jobs Hörgeräteakustiker / Hörgeräteakustikerin
Saarland 1.762 € 2.075 € 3.023 € Jobs Hörgeräteakustiker / Hörgeräteakustikerin
Sachsen 1.316 € 1.697 € 2.755 € Jobs Hörgeräteakustiker / Hörgeräteakustikerin
Sachsen-Anhalt 1.290 € 1.664 € 2.701 € Jobs Hörgeräteakustiker / Hörgeräteakustikerin
Schleswig-Holstein 1.654 € 1.899 € 2.741 € Jobs Hörgeräteakustiker / Hörgeräteakustikerin
Thüringen 1.917 € 1.947 € 2.349 € Jobs Hörgeräteakustiker / Hörgeräteakustikerin

Hörgeräteakustiker / Hörgeräteakustikerinin:

1. Gehalt

Als Hörgeräteakustiker liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.207 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 474 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.711 € beginnen, Hörgeräteakustiker in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.583 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 1.899 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.202 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Hörgeräteakustiker in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.059 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.188 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.305 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.433 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.438 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.539 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.162 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.230 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.295 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Die Ausbildung zum Hörgeräteakustiker bzw. zur Hörgeräteakustikerin findet in Betrieben des Hörgeräteakustiker-Handwerks, bei Herstellern von Hörgeräten oder in HNO-Fachkliniken sowie in Krankenhäusern statt. Sie dauert drei Jahre und ist ein nach der Handwerksordnung anerkannter Ausbildungsberuf, der mit der Berufsbezeichnung Hörakustiker – Hörakustikerin entdet.
Die Ausbildung findet in Form der dualen Berufsausbildung statt. Das bedeutet, man benötigt einen Ausbildungsvertrag mit einem Ausbildungsbetrieb und besucht auch den Blockunterricht in einer Berufsschule.

Zu den Ausbildungsinhalten für Hörgeräteakustiker gehören unter anderem:

  • Aufbau des Außen-, Mittel- und Innenohrs
  • die Erfassung von akustischen Größen, dazu gehören Phase, Amplitude, Frequenz und Zeitintervall
  • die Ermittlung von akustischen Kenndaten des Gehörs, beispielsweise Hör- und Unbehaglichkeitsschwelle bzw. die Region des angenehmen Hörens
  • Ohrabformungen herstellen
  • Bestellungen durchführen bzw. planen
  • Kundendaten mithilfe des Computer dokumentieren
  • Schriftverkehr mit Ärzte, Kunden, Kostenträgern und Firmen
  • Zusammenhang zwischen Sprachentwicklung und Hörbeeinträchtigung und Sprachentwicklung
  • Anfertigung von Otoplastiken
  • verschiedene Messverfahren
  • Hörsysteme anpassen

In der Berufsschule lernt der Auszubildende alles über die jeweiligen Bereich und wird in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde unterrichtet.

Für die Tätigkeit als Hörgeräteakustiker /-in braucht man viel Geduld, denn die Kunden haben Hörschäden und verstehen nicht immer jedes Wort. Feinfühligkeit und ein gutes Ausdrucksvermögen sind eine wichtige Voraussetzung. Ebenso gefragt sind handwerkliche und technische Fähigkeiten sowie ein Interesse an Physik und Biologie.

Zusatzqualifikationen

Eine gute Startposition können sich angehende Akustiker – Akustikerinnen verschaffen, indem sie bereits während ihrer Ausbildung Zusatzqualifikationen erwerben, beispielsweise als Betriebsassistent/in im Handwerk oder im Bereich Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht durch die Zusatzqualifikation "Europaassistent/in im Handwerk".

Weiterbildung

Akustiker – Akustikerinnen, die Führungsaufgaben übernehmen und beruflich weiterkommen möchten, können eine Prüfung als Hörgeräteakustikermeister /-in absolvieren. Mit der Qualifikation „Meister“ kann selber ausgebildet werden, eine Filiale geleitet werden oder sich auch selbstständig gemacht werden. Das Meisterstudium kann in verschiedenen Formen durchgeführt werden. Die umfassendste und klassische Methode findet als 11-monatiges Vollzeit-Studium statt. Daneben werden berufsbegleitende Vorbereitungskurse auf die Meisterprüfung angeboten.

Bei einem hohen technischen Interessen besteht auch die Möglichkeit der Weiterbildung zum Techniker, bei der Kenntnisse aus der Medizintechnik oder Feinwerktechnik erworben werden. Im Anschluss kann zum Beispiel direkt beim Hersteller in Produktentwicklung gearbeitet werden.

3. Studium

Der Zugang zum Beruf erfolgt über den beschriebenen Weg der dreijährigen Ausbildung. Interessierte Personen benötigen kein Studium, um als Hörgeräteakustiker arbeiten zu dürfen. Allerdings stellt ein Studium eine weitere Option der Weiterbildung dar. In Kooperation mit der Akademie für Hörgeräteakustik bietet die Fachhochschule Lübeck den Bachelor-Studiengang "Hörakustik" an. Er richtet sich an Hörgeräte-Akustiker mit einer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung.

Die Fachhochschule Lübeck beschreibt den Studiengang als interdisziplinär. Er fungiert als solcher als Bindeglied zwischen der handwerklichen Ausbildung und der reinen wissenschaftlichen Theorie. Dadurch ergibt sich für die Studierenden der nachfolgend aufgezählte, abwechslungsreiche Lehrplan:

  • technische, mathematische und medizinische Grundlagen
  • digitale Signalverarbeitung
  • Audiologie
  • Hörsystem-Technologie
  • Psycho-Akustik
  • psychosoziale Auswirkungen von Hörschäden

Der Studienverlaufs-Plan zeichnet sich durch seinen starken Bezug zur Praxis aus. Neben den Vorlesungen stehen diverse Praktika und Projekte an. Außerdem halten sich die Studierenden zehn Wochen in der Industrie, in einer Klinik oder in einer hörakustischen Einrichtung auf.

4. Tätigkeit

Hörgeräteakustiker und - akustikerinnen sind dafür zuständig Hörgeräte herzustellen und den Kunden diese individuell anzupassen. Sie führen Hörtests durch, was meistens schallisolierten Akustiklabors geschieht. Schließlich geben sie den Kunden Tipps, wie sie ihr Hörgerät bedienen und sich am besten daran gewöhnen.
Hörgeräteakustiker arbeiten hauptsächlich in Werkstätten und bei Herstellern von Hörgeräten. Für die Kundenbetreuung stehen sie in Verkaufsräumen zur Verfügung. Außerdem gibt es in vielen Universitäten kleine Hör-Zentren, in denen sie Beschäftigung finden.

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