*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Industriedesigner

Datenbasis: 1.914 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.228 € 3.323 € 5.545 €
Baden-Württemberg 2.426 € 3.547 € 5.699 € Jobs Industriedesigner
Bayern 2.335 € 3.415 € 5.695 € Jobs Industriedesigner
Berlin 2.092 € 2.852 € 5.109 € Jobs Industriedesigner
Brandenburg 1.454 € 2.674 € 15.451 € Jobs Industriedesigner
Bremen 1.554 € 2.910 € 6.020 € Jobs Industriedesigner
Hamburg 2.193 € 3.094 € 5.647 € Jobs Industriedesigner
Hessen 2.387 € 3.504 € 4.863 € Jobs Industriedesigner
Mecklenburg-Vorpommern 1.814 € 2.339 € 2.483 € Jobs Industriedesigner
Niedersachsen 2.125 € 3.063 € 4.993 € Jobs Industriedesigner
Nordrhein-Westfalen 2.256 € 3.255 € 5.139 € Jobs Industriedesigner
Rheinland-Pfalz 2.099 € 3.222 € 5.358 € Jobs Industriedesigner
Saarland 2.119 € 3.160 € 5.273 € Jobs Industriedesigner
Sachsen 1.901 € 2.618 € 3.704 € Jobs Industriedesigner
Sachsen-Anhalt 1.822 € 2.149 € 3.272 € Jobs Industriedesigner
Schleswig-Holstein 2.377 € 3.276 € 4.760 € Jobs Industriedesigner
Thüringen 1.864 € 2.499 € 3.357 € Jobs Industriedesigner

Industriedesigner / Industrial Designer:

1. Gehalt

Als Industriedesigner liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.323 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 1.914 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.228 € beginnen, Industriedesigner in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 5.545 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.276 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.547 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Industriedesigner in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.696 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.097 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.430 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.701 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.837 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.952 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.970 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.437 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.297 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Um Industrial Designer bzw. Designerin zu werden, ist fast immer ein abgeschlossenes Studium nötig. Nur wer eine geschickt kombinierte Aus- und eine Weiterbildung in der Branche absolviert, kann auch über diesen Weg Industrial Designer /-in werden. Die branchennächste Weiterbildung ist die zum /zur Gestalter /-in mit Schwerpunkt Produktdesign. Neben klassischen Schulfächern wie Englisch, Deutsch, Wirtschaft und Sozialkunde steht Zeichnen, Malen, Grafikdesign, Entwurfsskizze, Verpackungsdesign, CAD, Gestaltungstechnik und Designgeschichte auf dem Lehrplan. Ergänzt werden können diese Inhalte mit Modelltechnik, Objektdesign, Grafikanimation, Designrecht sowie Trend- und Marktforschung. Die Weiterbildung dauert zwei Jahre.

Da jede Weiterbildung auch eine Ausbildung sowie Berufspraxis erfordert, stehen Interessierte immer vor der Herausforderung, sich beim Angebot der Ausbildungsberufe auf einen passenden zu fokussieren. Zur Wahl stehen

  • die Ausbildung zum /zur Designer /-in für Geräte, Fotos, Grafik, Medien und Mode,
  • die Ausbildung zum /zur Gestalter /-in für visuelles Marketing,
  • die Ausbildung zum /zur Mediengestalter /-in für Digital und Print mit den Schwerpunkten Gestaltung und Technik oder Konzeption und Visualisierung,
  • die Ausbildung zum /zur Produktgestalter /-in Textil.

Je nach Ausbildungsschwerpunkt bestimmt sich auch die Richtung, die möglicherweise im späteren Berufsleben entscheidenden Ausschlag auf die Wahl der Berufsbranche haben kann. Alle Möglichkeiten stehen denjenigen offen, die die Ausbildung zum /zur Mediengestalter /-in abschließen, denn hier stehen sowohl die Wirkung der Gestaltung als auch die technischen Hilfsmittel im Fokus. Sie lernen in der Regel im Medienbetrieb und verstehen im Laufe ihrer Ausbildung immer besser, wie Produkte typografisch zu gestalten sind, welche Druckverfahren sich anbieten und wie die Arbeitsabläufe mithilfe von Datenbanken und der entsprechenden Software möglichst effizient gestaltet werden. Dabei erlernen sie auch das Farbmanagement sowie die Gestaltung von Digitalmedien kennen.

3. Studium

Wer über eine Hochschulzugangsberechtigung verfügt, kann Produkt- und Industriedesign studieren. Mögliche Studiengänge sind hierbei Applied Art and Design, Produktdesign, Industrial Design, Produktgestaltung sowie Transportation Design. Während in den unterschiedlichen Studiengängen natürlich auch spezielle Inhalte vermittelt werden, findet man mehrere Parallelen in den folgenden Studieninhalten:

  • Designgeschichte, Kunstgeschichte,
  • Darstellungstechniken , Farbe-Form-Komposition, Material- und Herstellungstechnik, Zeichnen,
  • Medientechniken wie CAD und DTP,
  • Technische und verbale Kommunikation,
  • Optionale Wahlmodule sind: Designtheorie, Kunstwissenschaften, Marketing und Medienwissenschaften.

Alternative Bachelorstudiengänge sind Design, Kommunikationsdesign, Mediendesign, Modedesign, Produktentwicklung, Textildesign und Schmuckdesign. Ähnlich wie bei den möglichen Ausbildungsberufen zeigt sich auch hier schon, welche Studiengänge auf eine spezielle Branche zugeschnitten sind, und welche noch vergleichsweise frei in der Spezialisierung sind. Wer auf der Karriereleiter ein Stück höher klettern möchte, muss ein Masterstudium anschließen.

Beim weiterführenden Studium Produkt- und Industriedesign bieten sich hier die folgenden Studiengänge an: Applied Art and Design; Engineering Design; Industriedesign; Packaging, Design and Marketing; Product Design and Applied Art; Product Planning and Design; Produktdesign (und Prozessentwicklung), Transportation Design.

Dabei erwarten Industrial Designer /-innen die folgenden Studieninhalte:

  • Designkonzepte, Produktentwicklung, Werkstoffauswahl
  • Design und Management /und Ökologie /und Produktion
  • Energieeffiziente Produktion, Ergonomie, innovative Werkstoffe, Interactiondesign
  • Produktion und Logistik, Prozessmanagement, Unternehmensführung

Alternative weiterführende Studiengänge sind Design, visuelle Kommunikation, Medienkunst, Modedesign, Produktentwicklung, Textildesign und Schmuckdesign. Und auch hier zeigt sich: Eine Spezialisierung im Produktdesign ist durchaus möglich. Das hängt in der Regel von den individuellen Interessen und auch von den Fähigkeiten sowie von den praktischen Erfahrungen ab. Industrial Designer bringen eine sehr große Bandbreite an theoretischen und praktischen Wissen mit in die erste berufliche Anstellung ein. Doch selbst an dieser Stelle hat das Lernen noch kein Ende, denn hier beginnt die Arbeit mit den Kunden.

4. Tätigkeit

Industrial Designer arbeiten in Ateliers und Designbüros, in Abteilungen für Industrie- und Produktdesign sowie in der Entwicklung und Konstruktion. Sie entwerfen und gestalten industrielle Produkte und Konsum- sowie Investitionsgüter. Moderne Technik, kreatives Design und die Anforderungen der Menschen sind ihre wichtigsten Themen.

Der Bedarf an Industrial Designern in der Industrie wächst heute stetig, weil die Produkte und ihr Design sich heute immer schneller wandeln. Anderseits gewinnen das Äußere eines Produktes und die Gestaltung eines Produktes in einem stark konkurrierenden Markt immer mehr an Bedeutung. Insofern sind in fast allen Produkte herstellenden Unternehmen Industrial Designer angestellt. Das Berufsbild beinhaltet heute auch zunehmend technische, analytische und theoretische Kenntnisse, die sich im marktfähigen Produkt niederschlagen.

Im Zuge ihrer Arbeit erledigen Industrial Designer die folgenden Aufgaben:

  • Planung, Entwurf, Gestaltung: Je nach Zielgruppe, Preisvorstellung, Kunde und auch Marktsegment planen und entwerfen Industrial Designer /-innen Skizzen und Modelle, die es nach Bestimmung von Material, Farbe und Funktion umzusetzen gilt. Auch bei der Planung von Budget und Zeit sind sie mit im Produktionsteam und arbeiten dort vom Angebot bis zur Fertigstellung des Produktes mit.
  • Realisierung der Konzepte: Sobald die Rahmenbedingungen geklärt sind, geht es an die Ausarbeitung des Modells. Produkte werden nach Konzept gefertigt und bis zur Marktreife (bis zur Zufriedenheit) des Kunden weiterbearbeitet.
  • Präsentation der Produkte: Auf Ausstellungen, Messen und Veranstaltungen werden Produkte vorgeführt, um sowohl weitere potentielle Kunden zu gewinnen, als auch Verbraucher zu informieren. Hier beginnt bereits das Marketing im Industrial Design, denn es gilt sich marketingstrategisch sinnvoll zu positionieren, Werbemaßnahmen zu initiieren und durchzuführen.

Der Verdienst eines Industrial Designers ist stark abhängig von dem Angebot, das ihm ein Unternehmen macht. Das Einstiegsgehalt unmittelbar nach dem Studium ist vergleichbar mit dem eines Ingenieurs, der gerade eine technische Fakultät an einer Universität oder Hochschule absolviert hat.

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