*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Kinderbetreuerin / Kinderbetreuer

Datenbasis: 423 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.758 € 2.515 € 3.811 €
Baden-Württemberg 1.750 € 2.373 € 3.600 € Jobs Kinderbetreuerin / Kinderbetreuer
Bayern 1.916 € 2.404 € 3.843 € Jobs Kinderbetreuerin / Kinderbetreuer
Berlin 2.219 € 2.858 € 4.123 € Jobs Kinderbetreuerin / Kinderbetreuer
Brandenburg 1.339 € 1.916 € 2.903 € Jobs Kinderbetreuerin / Kinderbetreuer
Bremen 2.102 € 2.131 € 3.600 € Jobs Kinderbetreuerin / Kinderbetreuer
Hamburg 1.987 € 2.904 € 4.046 € Jobs Kinderbetreuerin / Kinderbetreuer
Hessen 1.705 € 2.599 € 4.475 € Jobs Kinderbetreuerin / Kinderbetreuer
Mecklenburg-Vorpommern 1.292 € 1.849 € 2.802 € Jobs Kinderbetreuerin / Kinderbetreuer
Niedersachsen 1.465 € 2.348 € 4.539 € Jobs Kinderbetreuerin / Kinderbetreuer
Nordrhein-Westfalen 1.694 € 2.518 € 3.795 € Jobs Kinderbetreuerin / Kinderbetreuer
Rheinland-Pfalz 1.935 € 2.242 € 3.354 € Jobs Kinderbetreuerin / Kinderbetreuer
Saarland 1.672 € 2.392 € 3.625 € Jobs Kinderbetreuerin / Kinderbetreuer
Sachsen 1.352 € 1.934 € 2.931 € Jobs Kinderbetreuerin / Kinderbetreuer
Sachsen-Anhalt 1.325 € 1.896 € 2.873 € Jobs Kinderbetreuerin / Kinderbetreuer
Schleswig-Holstein 1.510 € 2.565 € 3.727 € Jobs Kinderbetreuerin / Kinderbetreuer
Thüringen 1.374 € 1.965 € 2.978 € Jobs Kinderbetreuerin / Kinderbetreuer

Kinderbetreuer / Kinderbetreuerin:

1. Gehalt

Als Kinderbetreuer liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.515 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 423 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.758 € beginnen, Kinderbetreuer in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.811 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.565 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.373 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Kinderbetreuer in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.348 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.504 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.668 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.661 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.790 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.558 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.428 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.929 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.766 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Die Aufgabe eines /-r Kinderbetreuer/-in ist die Beaufsichtigung von Kindern. Kinderbetreuer/-in wird man nicht, sondern man bietet sich als solcher an. Im Prinzip kann jeder Kinderbetreuer/-in werden. Ratsam ist es jedoch, wenn eine erzieherische oder pädagogische Ausbildung Grundlage ist, ein Muss allerdings ist es nicht. Wer als Kinderbetreuer/-in arbeiten und seiner Tätigkeit eine professionelle Basis verschaffen will, für den bietet sich eine Berufsausbildung zum/zur sozialpädagogischen Assistent/-in an. Auch der Beruf des Erziehers oder der Erzieherin ist inhaltlich eng verwandt.

Die Tätigkeit von sozialpädagogischen Assistenten für Kinderpflege beschäftigt sich mit betreuenden, pflegenden und ergänzenden Arbeiten rund ums Kind, wobei Säuglinge und Kleinkinder im Fokus stehen. Nur selten haben sozialpädagogische Assistenten mit Jugendlichen zu tun. Sie arbeiten entweder in einem Kindergarten oder im Privathaushalt. Die Aufgaben und Tätigkeiten von sozialpädagogischen Assistenten beziehen sich auch auf die Pflege von Säuglingen und Kleinkindern. Sie beaufsichtigen Kinderspielgruppen, leiten Kinder an und fördern deren Sozialverhalten.

Die Ausbildung erfolgt in der Schule und im Praktikumsbetrieb und beträgt 2-3 Jahre. Während der Ausbildung müssen die Auszubildenden den theoretischen und praktischen Teil lernen. Die Theorie und auch die Praxis finden im der Berufsfachschule oder im Berufskolleg statt. Einzelne Praktika ergänzen die praktische Ausbildung. Wer sich für den Beruf des/der sozialpädagogischen Assistenten/-in interessiert, sollte gute Kenntnisse in den Schulfächern Kunst, Musik und Biologie mitbringen. Hintergrund ist, dass sozialpädagogische Assistenten mit Kindern basteln und malen, sie in musikalische Aufgaben heranführen und die Kinder mit der Tier- und Pflanzenwelt vertraut machen.

Wer sich bereits in der Ausbildung internationale Zusatzqualifikationen aneignen möchte, der kann über das Ausbildungsangebot „onisep“ des Ministeriums für Nationale Bildung in Frankreich fündig werden. Alternativ stehen die Datenbanken zu den Ausbildungsangeboten in Österreich (WIFI und AMS) zur Verfügung. Eine sinnvolle Ergänzung nach der Ausbildung stellt der Erwerb der Fachhochschulreife dar. Diese befähigt zur Aufnahme eines Studiums.

3. Studium

Ein konsequent anschließendes Studium stellt das Studienfach der Erziehungs- und Bildungswissenschaften dar. Es wird als grundständiges und weiterführendes Studienfach angeboten. Die Erziehungs- und Bildungswissenschaften vermitteln den Studenten das Basiswissen in den Bereichen

  • Pädagogik,
  • Erziehungswissenschaften,
  • Psychologie,
  • Sozialwissenschaften.

Möglich ist das Studium in Form eines Kombination-Bachelorstudiengangs. Als Kombinationsfächer kommen dabei Kulturwissenschaften, Amerikanistik, Anglistik, Germanistik, Betriebswirtschaftslehre, Medienwissenschaften, Politikwissenschaften, Romanistik, Sportwissenschaft oder Volkswirtschaftslehre infrage.

Ein Studium beträgt zwischen 6 und 8 Semestern wobei nicht nur Einschreibe- und Verwaltungsgebühren auf die Studenten zukommen, sondern auch Semesterbeiträge. Langzeit-Studenten müssen sogar mit einer Strafzahlung rechnen, wenn sie in Form eines Zweitstudiums oder nach Konsum des festgesetzten Studienguthabens weiter studieren. Die Studieninhalte im Studienfach Erziehung- und Bildungswissenschaften erstrecken sich auf mehrere Pflichtmodule:

  • Bildungstheorie,
  • pädagogische Anthropologie,
  • Empirik,
  • Entwicklungspsychologie,
  • Sozialwissenschaften,
  • Soziologieökonomie,
  • Erziehungswissenschaften,
  • Organisationspsychologie,
  • Pädagogik,
  • Sozialpsychologie.

Neben den genannten Pflichtmodulen müssen Studenten auch Wahlpflichtfächer belegen. Diese können zum Beispiel aus den Bereichen

  • Sozialarbeit Jugend,
  • Erwachsenenbildung,
  • Heilpädagogik und Rehabilitation,
  • Musikpädagogik,
  • Medienpädagogik oder
  • frühkindliche Pädagogik

stammen. In Abhängigkeit vom gewählten Studienort müssen Praxismodule in Form von Praxissemestern oder Praxiswochen ergänzt werden. Es ist möglich, ein Teil des Studiums im Ausland zu absolvieren. Die Universität Hildesheim arbeitet mit der Universität Nowgorod in Russland zusammen. Der Abschluss wird mit dem Begriff Bachelor of Arts (B. A.) bezeichnet. Die Prüfung besteht aus Klausuren, mündlichen Prüfungen, Hausarbeiten, Referaten und Projektarbeiten. Der Prüfling muss seine Bachelorarbeit vorlegen und diese unter Umständen in einem Kolloquium präsentieren.

Nach Abschluss des grundständigen Studiums können die Absolventen ins Berufsleben einsteigen. Hier bieten sich Tätigkeiten in der betrieblichen Aus- und Weiterbildung an. Außerdem kommen Jobangebote in der Erwachsenenbildung oder in der Kinderbetreuung und -erziehung infrage. Bachelor of Arts der Fachrichtung Erziehungs- und Bildungswissenschaften sind auch als freiberufliche Bildungsreferenten oder E-Learning-Autoren tätig. Selbst verständlich ist es auch möglich, ein weiterführendes Studienfach anzuschließen. Dazu empfehlen sich die Studienfächer Berufspädagogik, Bildungsmanagement, Erziehungs- und Bildungswissenschaften, Kultur- und Medienpädagogik, Religionspädagogik, Theaterpädagogik oder Wirtschaftspädagogik.

4. Tätigkeit

Kinderbetreuer beschäftigen Kinder und kümmern sich um die Entwicklung ihrer Fähigkeiten, Fertigkeiten und Talente. Außerdem helfen sie älteren Kindern bei den Hausaufgaben, sofern ihre Tätigkeit in einem Privathaushalt stattfindet. Kinderbetreuer kümmern sich darum, dass Kinder in die Schule oder in den Kindergarten gebracht werden und pünktlich zu ihren Freizeitaktivitäten erscheinen.

Sind im Haushalt Säuglinge, übernehmen Sie die Säuglingspflege und helfen auch kleinen Kindern bei der allgemeinen Körperpflege wie Zähneputzen und Waschen. Häufig koordinieren sie typische Abläufe in einem Privathaushalt. Sie vereinbaren Termine, planen Einkäufe und tauschen sich mit Eltern zu erzieherischen Fragen aus.

Kinderbetreuer können auch als Tagesmutter oder Tagesvater tätig werden. Im Rahmen einer Kindertagespflege übernehmen sie dann die Erziehung von Säuglingen und Kleinkindern sowie älteren Kindern. Eine solche Betreuung findet meist in der eigenen Wohnung statt. In diesem Rahmen werden mehrere Kinder aus unterschiedlichen Familien in Kleingruppen betreut. Die Verdienstmöglichkeiten als Kinderbetreuer/Kinderbetreuerin hängen ganz vom Auftraggeber und oft auch von der Anzahl der zu betreuenden Kinder ab. Generell liegt der Stundenlohn meist zwischen fünf und maximal zwölf Euro pro Stunde.