*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Messebauer

Datenbasis: 25 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.734 € 2.441 € 3.971 €
Baden-Württemberg 1.908 € 2.686 € 4.370 € Jobs Messebauer
Bayern 1.846 € 2.598 € 4.226 € Jobs Messebauer
Berlin 1.622 € 2.284 € 3.716 € Jobs Messebauer
Brandenburg 1.321 € 1.859 € 3.024 € Jobs Messebauer
Bremen 1.667 € 2.346 € 3.816 € Jobs Messebauer
Hamburg 1.839 € 2.589 € 4.212 € Jobs Messebauer
Hessen 2.273 € 3.200 € 5.206 € Jobs Messebauer
Mecklenburg-Vorpommern 1.274 € 1.794 € 2.918 € Jobs Messebauer
Niedersachsen 1.582 € 2.227 € 3.623 € Jobs Messebauer
Nordrhein-Westfalen 2.279 € 2.393 € 2.855 € Jobs Messebauer
Rheinland-Pfalz 1.706 € 2.401 € 3.906 € Jobs Messebauer
Saarland 1.649 € 2.321 € 3.776 € Jobs Messebauer
Sachsen 1.333 € 1.877 € 3.053 € Jobs Messebauer
Sachsen-Anhalt 1.307 € 1.840 € 2.993 € Jobs Messebauer
Schleswig-Holstein 1.523 € 2.144 € 3.488 € Jobs Messebauer
Thüringen 1.355 € 1.908 € 3.104 € Jobs Messebauer

Messebauer / Messebauerin:

1. Gehalt

Als Messebauer liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.441 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 25 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.734 € beginnen, Messebauer in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.971 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.144 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.686 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Messebauer in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.148 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.282 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.292 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.794 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.336 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.285 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.441 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 4.055 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.286 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der/die Messebauer /-in ist ein leitender Beruf. Interessierte erhalten über eine Ausbildung im Tischlerhandwerk Zugang zu dieser Tätigkeit. Die Ausbildung zum Tischler dauert drei Jahre und findet im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt. Zulassungsvoraussetzungen bestehen keine, allerdings stellen die Betriebe vorwiegend Bewerber mit Hauptschulabschluss und mittlerer Reife ein, die ein Berufsgrundbildungsjahr absolviert haben. Zudem sollten Bewerber gute Kenntnisse in den Fächern Mathematik, Physik, Chemie und Werken mitbringen.

In der Ausbildung lernt der Azubi, wie man Skizzen, Pläne und Zeichnungen für Bauteile und Konstruktionen anfertigt, wie man den Arbeitsplatz einrichtet und sichert, wie man verschiedene Holzarten und Werkstoffe bearbeitet und Hand- und Maschinenwerkzeuge handhabt. Darüber hinaus erhält der Azubi Kenntnisse über das Erstellen von Rahmen und Gestellen und den Zusammenbau von einzelnen Bestandteilen. Auch lernt er, wie Oberflächen behandelt, Möbel hergestellt und Maschinen und Anlagen programmiert und eingestellt werden. Die Ausbildung verlangt viel handwerkliches Geschick sowie technisches Verständnis, Beobachtungsgenauigkeit und Aufmerksamkeit. In der praktischen Ausbildungsphase arbeitet der Azubi oft in Schichtarbeit und führt Montageeinsätze durch.

Die Ausbildung schließt der Azubi mit einer Gesellenprüfung ab, die aus einem schriftlichen und praktischen Teil besteht. Der Azubi muss zwei Arbeitsaufgaben durchführen und Fragen zu Gestaltung, Konstruktion, Montage und Service beantworten.

Personen, die bereits als Messerbauer tätig sind, sollten sich regelmäßig weiterbilden, um ihre Kenntnisse auf dem aktuellen Stand zu halten, oder um sich in einem Bereich zu spezialisieren.

Mögliche Weiterbildungen für Messebauer sind:

  • Holzkunde und Holzwerkstoffe,
  • Holzbearbeitung und Holzverarbeitung,
  • Kunststoffkunde und Kunststoffbearbeitung,
  • Licht- und Beleuchtungstechnik,
  • Normen und Sicherheitsbestimmungen,
  • Unfallverhütung und Arbeitssicherheit,
  • Veranstaltungstechnik,
  • Bühnen- und Pyrotechnik,
  • Veranstaltungsmanagement,
  • CAD Programmierung,
  • Qualitätssicherheit und Qualitätstechnik.

Wer als Messerbauer /-in beruflich aufsteigen möchte, kann eine berufliche Fortbildung zum Tischlermeister, Industriemeister oder geprüften Techniker für Holztechnik durchlaufen.

3. Studium

Um sich spezielle Kenntnisse anzueignen, können Messebauer ein Studium der Innenarchitektur absolvieren und dadurch gleichzeitig seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen. Der Studiengang Innenarchitektur ist ein Bachelorstudiengang mit einer Regelstudienzeit von sieben Semestern. Die Zulassungsvoraussetzungen sind eine allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife sowie das Bestehen eines Eignungstests. Der Studiengang ist generell nicht zulassungsbeschränkt.

Das Studium befasst sich mit der Planung und Gestaltung von Innenräumen und verbindet Elemente der Architektur mit Gebäudetechnik und Design. Zudem erhalten die Studierenden wirtschaftliche, soziale und ökologische Kenntnisse. Der Studiengang besteht aus zwei Studienabschnitten. Der erste Studienabschnitt umfasst Grundlagen der Innenarchitektur, im zweiten Studienabschnitt kann sich der Student auf einen Bereich spezialisieren und sein Wissen mit verschiedenen Wahlpflichtfächern ausbauen. Während des Studiums lernt der Student die Gestaltungslehre und befasst sich mit visueller Kommunikation und wahrnehmungspsychologischen Formen. Sein Wissen ergänzt er mit technischen und naturwissenschaftlichen Fächern, Betriebswirtschaft und Management. Um gesellschaftliche Trends und Entwicklungen erkennen zu können, erhält der Studierende Kenntnisse in der Architektur- und Designgeschichte.

Im vierten Semester findet in der Regel ein praktisches Studiensemester statt, das einen Zeitraum von 20 Wochen umfasst und auch im Ausland absolviert werden kann.

Die wichtigsten Studienfächer im Innenarchitektur-Studium sind:

  • Gestaltung und Gestaltungsmethoden,
  • Humanwissenschaft,
  • Akustik und Optik,
  • Darstellung und visuelle Kommunikation,
  • Form-, Stil- und Bildanalyse,
  • Räumliches Skizzieren,
  • Perspektive und Raumprojektion,
  • Entwurfsmethodik,
  • Zeichnerische Stilbildung,
  • Farbenlehre,
  • Technisches Zeichnen,
  • Grafik und Layout,
  • Typografie,
  • Physik,
  • Werkstoff- und Fertigungstechnik,
  • Konstruktionstechnik,
  • Qualitätssicherung,
  • Betriebswirtschaft,
  • Kommunikation,
  • Marketing,
  • Architektur- und Designgeschichte,
  • Management,
  • Buchführung,
  • Rechtsnormen,
  • Kalkulation und Kostenrechnung,
  • Organisation.

Am Ende des Studiums verfasst der Studierende eine praktische oder schriftliche Bachelorarbeit. Anschließend kann er ins Berufsleben einsteigen oder einen viersemestrigen Masterstudiengang in Innenarchitektur durchlaufen. Dort kann sich der Student auf einen Bereich spezialisieren und sein erworbenes Fachwissen ausbauen.

4. Tätigkeit

Der Messebauer oder die Messebauerin findet ein Arbeitsumfeld bei Messeveranstaltern oder bei Messe- und Eventagenturen. Er erstellt und entwirft für Kunden nach Designvorgaben Messe- und Ausstellungsgegenstände und einzelne Bauelemente. Auch das Entwickeln eines kompletten Standkonzeptes einschließlich der benötigten Technik gehört zu seinen Aufgaben. Für die Konstruktion be- und verarbeiten die Messebauer Werkstoffe, wie Holz, Metall oder Kunststoff. Sie zersägen, fräsen, schleifen oder hobeln diese, lackieren Oberflächen oder führen Beschichtungstechniken durch. Sie sorgen für einen termingerechten Aufbau des Messestands am Einsatzort. Auf Wunsch kümmern sie sich um Beschriftungen und Firmenlogos, die sie am Messestand anbringen. Weiterhin installieren sie Mikrofone, Wiedergabegeräte, Beleuchtungen und Verstärker und verlegen Fuß- und Teppichböden. Dabei halten sie sich streng an vorgefertigte Stellpläne. Die Maße des Standes dürfen den dafür vorgesehen Platz nicht überschreiten. Nach der Messe sind die Messebauer für den Abbau des Messestands, die Verpackung sowie den Transport und die Lagerung zuständig.

Die Messebauer arbeiten mit Handwerksgeräten und computergesteuerten Holzbearbeitungsmaschinen und erledigen viele Tätigkeiten per Hand. Bei der Arbeit tragen sie Schutzkleidung und Arbeitshandschuhe. Da der Aufbau von Messeständen körperlichen Einsatz verlangt, sollten die Messebauer über eine gute Ausdauer verfügen. Eine geregelte Ausbildung als Zugang zu diesem Beruf gibt es nicht.