*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Monteur

Datenbasis: 1.777 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.759 € 2.419 € 3.638 €
Baden-Württemberg 2.036 € 2.729 € 3.905 € Jobs Monteur
Bayern 1.823 € 2.531 € 3.895 € Jobs Monteur
Berlin 1.611 € 2.038 € 4.386 € Jobs Monteur
Brandenburg 1.675 € 1.871 € 2.773 € Jobs Monteur
Bremen 1.770 € 2.612 € 3.435 € Jobs Monteur
Hamburg 1.676 € 2.201 € 3.409 € Jobs Monteur
Hessen 1.769 € 2.500 € 3.526 € Jobs Monteur
Mecklenburg-Vorpommern 1.528 € 2.201 € 3.299 € Jobs Monteur
Niedersachsen 1.811 € 2.441 € 3.563 € Jobs Monteur
Nordrhein-Westfalen 1.806 € 2.327 € 3.421 € Jobs Monteur
Rheinland-Pfalz 1.897 € 2.386 € 3.581 € Jobs Monteur
Saarland 2.080 € 2.568 € 3.494 € Jobs Monteur
Sachsen 1.565 € 1.832 € 3.033 € Jobs Monteur
Sachsen-Anhalt 1.472 € 1.913 € 2.872 € Jobs Monteur
Schleswig-Holstein 1.640 € 2.307 € 2.861 € Jobs Monteur
Thüringen 1.523 € 1.901 € 3.225 € Jobs Monteur

Monteur / Monteurin:

1. Gehalt

Als Monteur liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.419 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 1.777 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.759 € beginnen, Monteure in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.638 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.307 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.729 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Monteur in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.326 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.417 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.439 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.441 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.515 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.483 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.333 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.646 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.176 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der Zugang zu der Tätigkeit als Monteur/-in erfolgt durch eine Ausbildung im Maschinen- oder Anlagenbau, der Fertigungstechnik oder der Elektrotechnik. Die gängigste Form ist die Ausbildung zum/zur Elektroanlagenmonteur /-in. Die Ausbildung ist staatlich anerkannt und geht über drei Jahre. Sie findet im Ausbildungsbetrieb und der Berufsschule statt. Für die Ausbildung gibt es rechtlich keine Voraussetzungen. In der Regel werden aber Bewerber mit einem mittleren Bildungsabschluss bevorzugt genommen. Zudem sollten sie über gute Mathematik-, Physik- und Technikkenntnisse verfügen.

Der/die angehende Monteur /-in lernt in der Ausbildung, wie elektrische Anlagen installiert und montiert werden, wie Lötverbindungen hergestellt werden, wie Fehler in Maschinen und Anlagen behoben werden können, wie Geräte und Gehäuse zusammengebaut werden, wie Geräte- und Baupläne gelesen werden und wie eine Montagestelle eingerichtet und gesichert wird.

Ausbildungsinhalte zum/zur Monteur /-in sind

  • Technische Kommunikation,
  • Betriebliche Kommunikation,
  • Auftragsabwicklung,
  • Technisches Zeichnen,
  • Elektrotechnik,
  • Messtechnik,
  • Werkstofftechnik,
  • Steuerungs- und Digitaltechnik,
  • Elektronik,
  • Anlagenplanung,
  • Installation,
  • Inbetriebnahme,
  • Montage und Verdrahtung,
  • Schutzmaßnahmen,
  • Wirtschafts- und Sozialkunde.

Die Abschlussprüfung besteht aus einem schriftlichen und praktischen Teil, bei der ein Prüfungsstück angefertigt wird und Arbeitsproben durchgeführt werden. Der Beruf des/der Monteurs /-in erfordert regelmäßige Weiterbildungen, damit das Fachwissen an aktuelle technische und elektronische Entwicklungen angepasst werden kann. Mögliche Weiterbildungen können im Bereich Arbeitssicherheit, Elektrotechnik, Anlagentechnik, Messtechnik, Normen, Wartung, Instandhaltung, Automatisierungstechnik oder Mechatronik durchlaufen werden. Eine berufliche Fortbildung zum/zur Industriemeister /-in oder Techniker der Elektrotechnik eröffnen weitere Berufs- und Karrierechancen.

3. Studium

Der/die Monteur /-in kann sich auch in einem Studium weiterbilden. Studiengänge, die sich für diesen technischen Beruf anbieten, sind Maschinenbau oder Elektrotechnik. Im Elektrotechnik Studium werden die Grundlagen der Elektrotechnik vermittelt und elektrische Stromkreise in einem stationären oder dynamischen Betrieb betrachtet. Zudem lernt der Student verschiedene elektronische Maschinen wie Transformatoren oder Gleichstromanlagen kennen und befasst sich mit elektronischen Schaltungen und Halbleiterbauelementen.

Voraussetzungen für die Studiengänge sind eine abgeschlossene Fachhochschulreife oder Abitur sowie gute Vorkenntnisse in Mathematik und Physik. Viele Universitäten haben zudem Zulassungsbeschränkungen, sodass nur Studenten mit einem bestimmten NC ausgewählt werden. Das Maschinenbaustudium vermittelt die Grundlagen des Maschinenbaus sowie fachliche Grundlagen für Ingenieure wie Konstruktionslehre, Technische Mechanik und Werkstoffkunde. Im Hauptstudium kann sich der Student auf einen Teilbereich, wie Energietechnik oder Verfahrenstechnik spezialisieren.

Bei beiden Studiengängen beträgt die Regelstudienzeit sechs bis acht Semester. Das letzte Semester wird dabei der Bachelorarbeit gewidmet. Zudem muss ein Grundlagenpraktikum in der Industrie oder Metallverarbeitung absolviert werden. Ein Auslandssemester wird erwünscht. Die Studieninhalte sind sehr praxisorientiert und richten sich nach den Bedürfnissen der Industrieunternehmen.

Wichtige Fächer in Maschinenbau und Elektrotechnik sind

  • Höhere Mathematik,
  • Mechanik,
  • Konstruktionslehre,
  • Werkstoffkunde,
  • Chemie,
  • Physik,
  • Informatik,
  • Thermodynamik,
  • Produktionswirtschaft,
  • Mess- und Regelungstechnik,
  • Maschinen und Prozesse,
  • Automatisierungstechnik,
  • Fertigungstechnik,
  • CAD Programmierung.

Nach dem Maschinenbau oder Elektrotechnikstudiengang stehen dem Ingenieur zahlreiche Berufsfelder offen. Dort wo technische Anlagen und Maschinen geplant, konstruiert oder instand gehalten werden, findet er eine Anstellung. Der Ingenieur kann höhere Aufgaben der Konstruktion, Fertigung, Wartung, Produktion und Logistik übernehmen und bei einem Wirtschaftsverband, einem Industrieunternehmen, in einem Ingenieursbüro oder einem technischen Überwachungsverein arbeiten. Beide Studienfächer können auch im dualen Studium gelernt werden. Dort wird das Studium mit einer Berufsausbildung verknüpft. Das duale Studium dauert insgesamt viereinhalb Jahre. Durch den Ausbildungsvertrag erhält der Student ein Einkommen und damit finanzielle Unabhängigkeit. In einem weiterführenden Master in Elektrotechnik oder Maschinenbau wird die Wissensvermittlung intensiviert und der Student spezialisiert sich im Anlagenbau, der Fertigungstechnik, der Mechatronik oder der Umwelttechnik.

4. Tätigkeit

In der industriellen Fertigung beinhaltet die Montage den Zusammenbau von Bauteilen, Baugruppen und Erzeugnissen. Der Beruf des/der Monteurs /-in ist in vielen Einsatzbereichen zu finden. Es gibt unter anderem Aufzugsmonteure, Wartungsmonteure, Anlagenmonteure, Metallbauer und bauleitende Monteure.

Monteure installieren technische, elektronische, steuerungstechnische, regelungstechnische und sicherheitstechnische Anlagen, wie Generatoren, Laternen, Transformatoren, Oberleitungen, Blitzableiter, Überlandleitungen und vieles mehr. Sie planen die Auftragsabwicklung und kümmern sich um die nötigen Werkstoffe, Materialien und Werkzeuge für die Montage. Darüber hinaus fertigen sie Bauteile an, die er für die Installation benötigt. Zu ihren Aufgabenbereichen zählt zudem die Installation von Anschluss- und Verteilertafeln und verdrahten Baugruppen sowie die Wartung und Reparatur von Anlagen.

Ein/e Monteur /-in muss über gutes Organisationstalent verfügen, da die Arbeit an technischen Anlagen viel Vorbereitung bedarf und die Baustelle erst eingerichtet werden muss. Stücklisten und Schaltpläne müssen erstellt und die einzelnen Arbeitsabläufe festgelegt werden. Nach der Fertigstellung der Anlage prüfen die Monteure diese sorgfältig mit digitalen und analogen Messgeräten. Wenn keine Mängel auftauchen, geben sie die Anlage zum Betrieb frei. Die Tätigkeit des/der Monteurs /-in erfordert Flexibilität. Der Monteur arbeitet oft nachts oder am Wochenende. Viele Monteure sind zudem rund um die Uhr im Bereitschaftsdienst.