*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.
*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Pflasterer

Datenbasis: 1.440 Datensätze
Region Q1 Ø Q3 Offene Jobs
Deutschland: 1.863 € 2.664 € 3.731 €
Baden-Württemberg 2.015 € 2.957 € 3.887 € Jobs Pflasterer
Bayern 1.909 € 2.691 € 3.539 € Jobs Pflasterer
Berlin 1.699 € 2.367 € 2.805 € Jobs Pflasterer
Brandenburg 1.633 € 1.954 € 2.615 € Jobs Pflasterer
Bremen 1.766 € 2.112 € 4.146 € Jobs Pflasterer
Hamburg 1.627 € 2.944 € 5.697 € Jobs Pflasterer
Hessen 1.771 € 2.736 € 3.600 € Jobs Pflasterer
Mecklenburg-Vorpommern 1.677 € 2.129 € 3.146 € Jobs Pflasterer
Niedersachsen 1.971 € 2.750 € 3.751 € Jobs Pflasterer
Nordrhein-Westfalen 2.046 € 2.874 € 3.844 € Jobs Pflasterer
Rheinland-Pfalz 1.795 € 2.609 € 3.743 € Jobs Pflasterer
Saarland 1.952 € 2.950 € 4.254 € Jobs Pflasterer
Sachsen 1.733 € 2.134 € 3.274 € Jobs Pflasterer
Sachsen-Anhalt 1.770 € 2.169 € 2.997 € Jobs Pflasterer
Schleswig-Holstein 1.924 € 2.467 € 3.305 € Jobs Pflasterer
Thüringen 1.593 € 2.091 € 2.978 € Jobs Pflasterer

Pflasterer:

1. Gehalt

Als Pflasterer liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.664 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 1.440 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.863 € beginnen, Pflasterer in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.731 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.467 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.957 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Pflasterer in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.623 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.634 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.662 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.741 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.737 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.790 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.639 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.867 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.142 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Wer den Traum hegt, als Pflasterer/-in zu arbeiten, hat vergleichsweise viele Möglichkeiten, sich diesem Beruf zu nähern. Voraussetzung ist zwar eine Ausbildung, jedoch ist die Branche nicht vorgegeben. In der Regel haben Pflasterer eine Ausbildung im Tiefbau-, im Garten- und Landschaftsbau oder im Straßenbau absolviert.

Die Ausbildung zum/zum Gärtner/-in mit Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau ist eine dreijährige Ausbildung, die die folgenden Themen beinhaltet:

  • Zusammensetzung und Verwendung von Erde und Substraten,
  • Bestimmung von Pflanzen und deren Qualität unter Verwendung von Pflanzenkatalogen,
  • Pflege, Verwendung und Instandhaltung von Maschinen, Werkzeugen und Geräten,
  • Feststellung von Pflanzenschäden,
  • Durchführung von Pflanzenschutzmaßnahmen,
  • Übertragung von Ausführungs- und Pflanzplänen auf die Baustelle,
  • Aushub und Sicherung von Gruben und Gräben,
  • Herstellung von Dicht-,Trag-, Schutz- und Dränschichten,
  • Erstellung von Wasseranlagen,
  • Anlage und Auswahl von Pflanzen für Außenanlagen, Begrünungen, Ufer- und Hangbefestigungen.

Auch die Ausbildung zum/zur Straßenbauer/-in stellt einen möglichen Zugang zum Beruf des/der Pflasterer/-in dar und umfasst diese Ausbildungsinhalte:

  • Herstellung von Mörtel, Beton, Dämmungen, Estrich und Bewehrungen,
  • Herstellung von Schalungen, Gräben, Baugruben, Straßendecken, Abflussrinnen und Sickergruben,
  • Handhabung von Geräten, Maschinen und Werkzeugen,
  • Vorschriftenlehre zur Fertigung von Betondecken,
  • Einbau von Einstiegsschächten, Schachtelabdeckungen und Regeneinläufen,
  • Verlegung und Versetzung von Platten und Begrenzungssteinen.

Die Ausbildung zum/zur Tiefbaufacharbeiter/-in ist etwas anders strukturiert. Sie dauert zwei Jahre und bietet fünf mögliche Ausbildungsschwerpunkte: Gleisbauarbeiten, Brunnen- und Spezialtiefbauarbeiten, Kanalbauarbeiten, Rohrleitungsbauarbeiten und Straßenbauarbeiten. Der Schwerpunkt Straßenbauarbeiten kommt dabei dem Beruf des/der Pflasterer/-in am nächsten und umfasst diese Ausbildungsinhalte:

  • Herstellung von unterschiedlichen Oberflächenmaterialien (Mörtel, Beton, Dämmungen, Wandputz, Estrich),
  • Herstellung von Baukörpern aus Steinen und Bauplatten,
  • Herstellung von Plattenbelägen und Pflastersteinen,
  • Lesen von Skizzen, Zeichnungen und Verlegeplänen.

Wer über eine der vorgestellten Ausbildungen eine Tätigkeit als Pflasterer/-in aufnehmen konnte, kann sich nach einer Praxisphase zum/zur Techniker/-in der Bautechnik oder zum/zur Straßenbaumeister/-in weiterbilden.

3. Studium

Eine alternative Form der Weiterbildung ist ein Studium des Bauingenieurwesens, das sich in diesen Studiengängen niederschlägt: Bauingenieurwesen (Straßenbau, Ingenieurbau, Tiefbau, Wasserbau, Konstruktion, mit Schwerpunkt Umwelt, international) oder Baubetriebsmanagement. Besonders beliebt ist das Duale Studium des Bauingenieurwesens, denn dabei werden Inhalte des grundständigen Studiums mit den praktischen Inhalten einer Ausbildung kombiniert. Kombinierbare Ausbildungen sind die zum/zur Maurer/-in, zum/zur Bauzeichner/-in oder zum/zur Beton- und Stahlbauer/-in.

Im grundständigen Studium des Bauingenieurwesens stehen diese Themen auf dem Lehrplan:

  • Baubetrieb, Baustatik, Straßenbautechnik,
  • Hochbaukonstruktion, Holzbau, Massivbau, Stahlbau, Tragwerkslehre,
  • Baustoffe, Betontechnologie,
  • Siedlungswasserwirtschaft, Verkehrswesen, Vermessung, Wasserbau, Verkehrsplanung.

Mit Blick auf den Ausgangsberuf des/der Pflasterers/-in gibt es jedoch auch andere Studiengänge, wie die Architektur, die Bauphysik, das Baumanagement oder den Garten- und Landschaftsbau.

Gebäudeplanung, Konstruktion, Entwurf, Gebäudelehre und -technologie, Darstellung und Gestaltung, Stadt- und Landschaftsplanung sowie Tragwerklehre, Baustoffkunde, Materialkonzepte, Landschaftsarchitektur, Innenraumgestaltung, Konstruktion und Planungsmethodik sind Themen im Architekturstudium.

Wer Bauphysik studiert, setzt sich mit diesen Themen auseinander: Bauschadensanalyse, Bauchemie, BWL, Brandschutz, Elektrotechnik, Licht-/Solartechnik, thermische Gebäudesimulation, Haustechnik, Feuchtigkeitsschutz, Mechanik, Schallschutz, Thermodynamik und Wärmeschutz.

Auf dem Stundenplan der Baubetriebswirtschaft stehen Inhalte wie Konstruktion, Mechanik, Statik, Baustoffkunde, Geoinformation, Maschinen- und Arbeitswirtschaft, Vertrags- und Vergabewesen, Vermessungskunde und Verkehrsanlagen, VWL, Bau und Baustofflogistik sowie schlüsselfertiges Bauen, Sport- und Freizeitanlagen, Bodensanierung und Haustechnik.

Das Studium des Garten- und Landschaftsbaus unterscheidet sich inhaltlich stark. Bodenkunde, Botanik, Frucht- und Gemüsetechnologie sind nur einige der Studieninhalte. Daneben stehen Pflanzenproduktion, Obstbau und Baumschulproduktion sowie ökologischer Gartenbau und Umweltschutz auf dem Stundenplan. Agrarinformatik, Bio- und Wirtschaftsmathematik gehören ebenso zum Thema wie Friedhofsgärtnerei, Gartenkunstgestaltung, Zierpflanzenbau und Supply-Chain-Management.

Eine gute Kombination aus Architektur und Landschaftsbau ist das Studium der Landschaftsarchitektur und Freiraumplanung. Bautechnik und Botanik, Gartendenkmalpflege und Gestaltungslehre stehen dabei ebenso im Lehrplan wie Pflanzplanung, Standort und Klima, Konstruktionswesen, Raumplanung, Pflanzenkunde und Städtebau, Gebäudelehre und Gewässerkunde, Naturschutzstrategien und Ökofaunistik.

Bei allen Parallelen, die diese Studiengänge zum Beruf des/der Pflasterer/-in aufzeigen, bleibt doch eins offensichtlich: Eine Ausbildung qualifiziert für den Beruf. Ein Studium ist stärker auf die Planung ausgerichtet.

4. Tätigkeit

Pflasterer finden Arbeit im Straßenbau, im Tiefbau, im Wasserbau, im Garten- und Landschaftsbau sowie in kommunalen Bauhöfen und Straßenmeistereien. Zudem in Handwerks- und Baubetrieben.

Ihre Hauptaufgabe liegt in der fachgerechten Verlegung von Steinen entsprechend den kundenspezifischen Wünschen. Um damit beginnen zu können, führen sie im Vorfeld bereits Vermessungsarbeiten durch, bauen Dränagen und Frostschutzschichten ein und erstellen die Grundlage für Platten- und Pflasterbeläge. Dabei ist es wichtig einen Unterbau zu konstruieren, der nachhaltig Bestand hat. Schotter, Split und Sand sind dabei die Materialien der ersten Wahl. Die Größe und auch Art der Pflastersteine ist unerheblich, so pflastern sie Terrassen, Einfahrten und Wege. Eine besondere Herausforderung sind dabei Rand- und Restflächen, zu denen die Platten akribisch genau zugeschnitten werden müssen. Auch das Ausfüllen der Fugen gehört zu ihrem Aufgabengebiet.

Nachdem die Untergründe geebnet haben, fassen sie die Randbauten ein und pflastern die Straßen oder Wege mit den vorher bestimmten Steinsmaterialien. Abschließend verdichten sie die Flächen und prüfen die genauen Höhen und Auswirkungen hinsichtlich der Abflusswirkung von Regenwasser.

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