*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Physiklaborant

Datenbasis: 17 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.172 € 2.777 € 4.546 €
Baden-Württemberg 2.390 € 3.056 € 5.003 € Jobs Physiklaborant
Bayern 2.068 € 2.644 € 4.328 € Jobs Physiklaborant
Berlin 2.032 € 2.598 € 4.253 € Jobs Physiklaborant
Brandenburg 1.654 € 2.115 € 3.462 € Jobs Physiklaborant
Bremen 1.817 € 2.323 € 3.803 € Jobs Physiklaborant
Hamburg 2.304 € 2.946 € 4.823 € Jobs Physiklaborant
Hessen 2.163 € 2.765 € 4.526 € Jobs Physiklaborant
Mecklenburg-Vorpommern 1.596 € 2.041 € 3.341 € Jobs Physiklaborant
Niedersachsen 2.044 € 2.613 € 4.278 € Jobs Physiklaborant
Nordrhein-Westfalen 2.198 € 2.810 € 4.600 € Jobs Physiklaborant
Rheinland-Pfalz 2.136 € 2.731 € 4.471 € Jobs Physiklaborant
Saarland 2.066 € 2.641 € 4.323 € Jobs Physiklaborant
Sachsen 1.592 € 2.035 € 3.331 € Jobs Physiklaborant
Sachsen-Anhalt 1.637 € 2.093 € 3.426 € Jobs Physiklaborant
Schleswig-Holstein 1.908 € 2.439 € 3.993 € Jobs Physiklaborant
Thüringen 1.697 € 2.170 € 3.552 € Jobs Physiklaborant

Physiklaborant / Physiklaborantin:

1. Gehalt

Als Physiklaborant liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.777 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 17 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.172 € beginnen, Physiklaboranten in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 4.546 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.439 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.056 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Physiklaborant in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.629 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.663 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.050 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.777 Euro brutto
  • 45 Jahre = 4.443 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.385 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.607 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.905 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.759 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Die Ausbildung zum/zur Physiklaborant/-in ist eine dreieinhalbjährige duale Ausbildung. Während der Ausbildung stehen diese Ausbildungsinhalte auf dem Stundenplan:

  • Einsatz von Laborgeräten aus unterschiedlichen Materialien (Metall, Glas, Porzellan) zum Reinigen, Trennen, Lagern und Aufbewahren von Arbeitsstoffen,
  • Kennzeichnung von Arbeitsstoffen, Umgang mit Lösemitteln, Salzen und Säuren,
  • Methoden der Stoffreinigung, -trennung und -verunreinigung,
  • Messung von Widerstand, Stromstärke und Spannung,
  • Montage von Schaltungen und Geräten,
  • Schutzmaßnahmen vor Korrosion,
  • Anwendung von Methoden der Mikrobiologie (Desinfektion und Sterilisation),
  • Charakterisierung von Gasen, Flüssigkeiten und Festkörpern,
  • Messung, Berechnung und Bestimmung von Kräften,
  • Strahlenschutzmaßnahmen,
  • Steuerung, Erfassung und Auswertung von Labordaten mittels EDV-Lösungen.

Die Liste der alternativen Ausbildungsberufe ist übersichtlich: Die Ausbildung zum/zur biologisch-technischen Assistent/-in, zum/zur chemisch-technischen Assistent/-in und zum/zur physikalisch-technischen Assistent/-in ist schulisch geregelt. Die Ausbildungsdauer kann hier – je nach Bundesland und Berufsfachschule – sehr unterschiedlich ausfallen. Doch es gibt auch Alternativen im Bereich der dualen Ausbildungen: Die Ausbildung zum/zur Biologielaborant/-in und zum/zur Chemielaborant/-in dauert dreieinhalb Jahre und erfolgt im regelmäßigen Wechsel von theoretischen Lerneinheiten an der Berufsschule und der Praxis im Ausbildungsbetrieb.

Neben der Möglichkeit sich in der Praxis fachspezifisch zu qualifizieren (durch Kursmodule im Bereich Physik, Messtechnik, Labor, Elektrotechnik, Strahlen- und Laserschutz, Qualitätsprüfung und -technik sowie Labor), gibt es daneben auch die durchaus sinnvolle Option, eine Weiterbildung zum/zur Techniker/-in der Fachrichtung Physiktechnik aufzunehmen. Während dieser fachspezifischen Weiterbildung stehen diese Themen auf dem Lehrplan:

  • Technische Mathematik, Chemie,
  • Physikalische Technik,
  • Informationstechnik, Elektrotechnik und Elektronik, Steuerungs- und Regelungstechnik.

Alternative Weiterbildungsoptionen sind: Die Weiterbildung zum/zur Techniker/-in der Chemietechnik, der Elektrotechnik, der Galvanotechnik, der Korrosionsschutztechnik und der Werkstofftechnik. Und auch nach dieser Weiterbildung gibt es noch weitere Fortbildungsoptionen wie beispielsweise die zum/zur technischen Betriebswirt/-in.

Informationen zum Gehalt in der Ausbildung als Physiklaborant/-in.

3. Studium

Wer als Physiklaborant/-in über eine Hochschulzugangsberechtigung verfügt, hat eine Reihe von Möglichkeiten, ein Studium zur Erreichung dieses Berufsziels auszuwählen. Diese Studiengänge sind dabei möglich: Physik, Physikingenieurwesen, Angewandte Naturwissenschaft, Werkstoffwissenschaft, Werkstofftechnik, Materialwissenschaft und Verfahrenstechnik. Beim Physik-Studium stehen unter anderem diese Inhalte auf dem Studienplan:

  • Festkörperphysik, Kern- und Elementarteilchenphysik,
  • Mathematik, Physik (Thermo- und Hydrodynamik, Relativitätstheorie, Mechanik, Elektrodynamik, Quantenmechanik), Statistik, allgemeine und anorganische Chemie,
  • Programmierung.

Beim Studium des Physikingenieurwesens werden die Studenten mit diesen Themen konfrontiert:

➤ Analysis, Integraltransformation, Differenzialgleichungen, Algebra, Informationstechnik, Mechanik (Kontinuumsmechanik), Elektrotechnik, Konstruktion, Messtechnik (Sensorik), Regelungstechnik, Kinematik, Dynamik, Statik, Festigkeitslehre, Strömungslehre, Materialtheorie, Chemie, Physik.

Wer sich für ein Studium der angewandten Naturwissenschaften entscheidet, wird diese Themen lernen:

➤ Analytik, Informatik, Biologie, Chemie, Mathematik, Biologie, Physik, Medizin, Mikrosysteme, Biomechanik, Oberflächenmesstechnik, Nanotechnologie, Patentrecht, Qualitätsmanagement.

Im Studium der Werkstofftechnik und der Werkstoffwissenschaft beschäftigen sich Studenten und Professoren mit diesen Themen:

Betriebswirtschaftslehre, Qualitätsmanagement, Betriebsfestigkeit, Fertigungstechnik, Steuerungs- und Regelungstechnik, Glas, Keramik, Kunststofftechnik, Metallurgie, Biomaterialien, Verbundwerkstoffe, Materialwirtschaft.

Im Studium der Materialwissenschaften ist die Physik eines von vielen Themen, wie die Liste der Studienhalte zeigt:

➤ Chemie, Phasenchemie/-analytik, physikalische Chemie, Quantenphysik, Festkörperphysik, Experimentalphysik, theoretische Physik, Elektrotechnik, Mechanik, Energietechnik, Gießereikunde, Werkstoffverarbeitung, Umformtechnik, Kristallographie, Mathematik, Leichtbauwerkstoffe, Werkzeugmaschinen, Industrieroboter.

Das Studium der Verfahrenstechnik zeigt diese Inhalte auf dem Lehrplan:

➤ BWL, Fremdsprachen, Informatik, Chemie, Mathematik, Physik, Analytik, Mikrobiologie, Elektrotechnik, Energie- und Umwelttechnik, Mess- und Regelungstechnik, Prozess-/Apparate- und Anlagentechnik, Sicherheitstechnik, Bioverfahrenstechnik, Rührtechnik, Strömungsförderungstechnik, Versorgungstechnik, Mechanik, Thermodynamik, Strömungsdynamik.

In der Regel werden auch weiterführende Studienfächer in den erwähnten Fachbereichen angeboten. Grundvoraussetzung für den Beruf des/der Physiklaborant/-in ist das allerdings nicht, denn wer als Physiklaborant/-in arbeiten will, kann dies nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung auch ohne akademischen Titel. Wer jedoch in die Forschung und Entwicklung gehen möchte, als Laborleiter arbeiten will oder eine führende Position ausüben möchte, der wird in aller Regel ein Studium absolvieren.

4. Tätigkeit

Physiklaboranten arbeiten an physikalischen Forschungsinstituten und an Hochschulen. Auch in Prüflaboren der Bau- und Chemieindustrie finden sie eine Anstellung, die zu ihrer beruflichen Qualifikation passt. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, Versuchsreihen aufzubauen und Messungen durchzuführen. Neben der Durchführung steht die Dokumentation der Versuche im Vordergrund, sowohl Verlauf als auch Ergebnisse werden genau festgehalten. Sie prüfen beispielsweise Baustoffe auf ihre physikalischen Eigenschaften wie etwa Schmelz- und Siedepunkt, Härtegrad oder Wasserlöslichkeit.

Einzelne Arbeitsschritte sind dabei:

  • Entnahme von Proben,
  • Herstellung von Maßlösungen,
  • Durcharbeiten von technischen Unterlagen und Versuchsbeschreibungen,
  • Planung und Vorbereitung von Versuchen,
  • Anschluss von Messgeräten,
  • Auswahl und Bereitstellung von Apparaturen,
  • Durchführung von Versuchen und Versuchsreihen,
  • Einsatz von Messgeräten mechanischer und elektronischer Art,
  • Steuerung des Versuchsaufbaus,
  • Einlesen der Messdaten,
  • Durchführung von Materialanalysen,
  • Bestimmung von Zug- und Bruchfestigkeit,
  • Untersuchung nanotechnischer Materialien,
  • Dokumentation, Auswertung und Interpretation von Versuchsreihen und Messergebnissen,
  • Optimierung der Versuche und der Messergebnisse,
  • Pflege und Instandhaltung von Apparaten, Geräten und Versuchsaufbauten,
  • Programmierungen von Anwendungen zur Dokumentation und Auswertung der Messungen und Versuchsreihen.