*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Physiotherapeut / Physiotherapeutin

Datenbasis: 3.304 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.726 € 2.227 € 2.984 €
Baden-Württemberg 1.918 € 2.365 € 3.044 € Jobs Physiotherapeut / Physiotherapeutin
Bayern 1.867 € 2.321 € 3.125 € Jobs Physiotherapeut / Physiotherapeutin
Berlin 1.723 € 2.164 € 2.781 € Jobs Physiotherapeut / Physiotherapeutin
Brandenburg 1.585 € 1.995 € 2.496 € Jobs Physiotherapeut / Physiotherapeutin
Bremen 1.753 € 2.110 € 3.064 € Jobs Physiotherapeut / Physiotherapeutin
Hamburg 1.906 € 2.351 € 3.195 € Jobs Physiotherapeut / Physiotherapeutin
Hessen 1.877 € 2.292 € 3.245 € Jobs Physiotherapeut / Physiotherapeutin
Mecklenburg-Vorpommern 1.535 € 1.770 € 2.421 € Jobs Physiotherapeut / Physiotherapeutin
Niedersachsen 1.728 € 2.178 € 2.916 € Jobs Physiotherapeut / Physiotherapeutin
Nordrhein-Westfalen 1.831 € 2.270 € 3.011 € Jobs Physiotherapeut / Physiotherapeutin
Rheinland-Pfalz 1.725 € 2.209 € 2.816 € Jobs Physiotherapeut / Physiotherapeutin
Saarland 1.816 € 2.014 € 2.458 € Jobs Physiotherapeut / Physiotherapeutin
Sachsen 1.551 € 1.804 € 2.392 € Jobs Physiotherapeut / Physiotherapeutin
Sachsen-Anhalt 1.549 € 1.859 € 2.694 € Jobs Physiotherapeut / Physiotherapeutin
Schleswig-Holstein 1.920 € 2.352 € 3.088 € Jobs Physiotherapeut / Physiotherapeutin
Thüringen 1.545 € 1.903 € 2.648 € Jobs Physiotherapeut / Physiotherapeutin

Physiotherapeut / Physiotherapeutin:

1. Gehalt

Als Physiotherapeut und Physiotherapeutin liegt das bundesweite Durchschnittsgehalt bei 2.227 € brutto im Monat. Bei einer 40-Stunden-Woche macht das einen ungefähren Stundenlohn von 11,46 € und entspricht einem Jahreseinkommen von 26.724 €.

Gehaltsspanne:

  • unterer Gehaltsbereich: 25% der Physiotherapeuten verdienen weniger als 1.726 €
  • oberer Gehaltsbereich: 25% der Physiotherapeuten verdienen mehr als 2.984 €

Diese Angaben basieren auf 3.304 Gehaltsdaten der letzten zwei Jahre.

Haupteinflussfaktor auf den Verdienst als Physiotherapeut: die Region

Bei Physiotherapeuten kommt es je nach Arbeitsort zu Schwankungen im durchschnittlichen Gehalt. Das Ost-West-Gefälle ist in diesem Beruf besonders auffällig. Im Südwesten des Landes liegt das Monatsgehalt bei 2.365 € in Baden-Württemberg, 2.292 € in Hessen und 2.270 € in Nordrhein-Westfalen. Hier verdienen Physiotherapeuten im Schnitt am meisten.
Die neuen Bundesländer sind Schlusslichter. Hier liegen die Einkommen bei 1.804 € in Sachsen oder 1.995 € in Brandenburg. Diese Gehaltsschwankungen wirken auf den ersten Blick sehr auffällig, allerdings gleichen sich die Gehälter wieder ein Stück weit an, wenn man die Lebenshaltungskosten in den entsprechenden Regionen vergleicht.

Einstiegsgehalt und Entgeltlücke

Das Einstiegsgehalt für Physiotherapeuten nach der Ausbildung liegt bei durchschnittlich 2.051 € im Monat. Weibliche Physiotherapeuten verdienen rund 100 € weniger als ihre männlichen Kollegen. Diese im Vergleich geringe Differenz bleibt auch im weiteren Berufsleben bestehen: Physiotherapeuten verdienen gesamtdurchschnittlich 2.283 €, Physiotherapeutinnen kommen auf 2.206 € im Monat.

Mit zunehmender Berufserfahrung steigt das Monatsgehalt für die Berufsangehörigen im Allgemeinen aber auch noch gut an:

  • 25 Jahre = 2.092 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.148 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.246 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.344 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.401 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.483 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.197 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.494 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.666 Euro brutto

Sie möchten es noch genauer wissen?

Bei allen genannten Angaben zum Gehalt als Physiotherapeut bzw. Physiotherapeutin handelt es sich um Durchschnittswerte. Für genauere Informationen empfehlen wir unseren kostenlosen Gehaltscheck oder eine individuelle Gehaltsanalyse (zum Gehaltsvergleich).

Wie viel Netto vom Bruttogehalt übrig bleibt, können Sie schnell und leicht in unserem Gehaltsrechner errechnen.

2. Ausbildung / Weiterbildung

Die Ausbildung zum Physiotherapeut oder zur Physiotherapeutin setzt einen mittleren Bildungsabschluss voraus. Ein Hauptschulabschluss mit einer zusätzlichen abgeschlossenen Berufsausbildung reicht ebenfalls aus. Der Ausbildungs-Beruf ist seit dem Jahr 1994 staatlich anerkannt.

Die Dauer der Ausbildung ist auf drei Jahre angesetzt. Lernorte sind zum einen schulische Einrichtungen in denen auch Funktionsräume, wie Turnhallen vorhanden sind. Hier lernen die Auszubildenden Theorie und Praxis. Dazu zählen unter anderem die menschliche Anatomie, Fehlstellungen und Fehlhaltungen und die Behandlung. Zum anderen lernen sie in Krankenhäusern. Hier üben sie physiotherapeutische Untersuchungs- und Befundtechniken sowie Techniken der Massage und Behandlung anzuwenden.

Die Behandlungs-Methoden, welche ein Physiotherapeut einsetzt, lassen sich in Übungen zur

  • Entspannung,
  • Mobilität
  • und Entlastung

unterteilen. Da sich die Physiotherapie ständig weiter entwickelt, haben Physiotherapeuten die Aufgabe ihr Wissen regelmäßig zu aktualisieren. Dies kann beispielsweise in Form von Anpassungs-Weiterbildungen geschehen.

Physiotherapeuten behandeln Personen aller Altersklassen. Berührungsängste sind daher bei diesem Beruf von Nachteil. Um mit den Patienten komplikationslos zu arbeiten, beinhaltet die theoretische Ausbildung auch pädagogische Aspekte.

Nach der abgeschlossenen Berufsausbildung besteht die Möglichkeit, sich beispielsweise mit einer eigenen Physiotherapie-Praxis selbstständig zu machen. Wer eine Hochschul-Zulassung besitzt, zieht ein Studium in Betracht.

3. Studium

Sofern der angehende Physiotherapeut die Fachhochschulreife bereits erworben hat, entscheidet er sich für eine Kombination aus Fachhochschulstudium und Ausbildung. Dabei bietet sich der Studiengang "Health Care Studies" an. Er dauert in der Regel acht Semester und ist in zwei Abschnitte aufgeteilt. Das erste bis vierte Semester ist ausbildungs-begleitend gestaltet. Die Lerninhalte des Studiums sind auf die Inhalte der Ausbildung abgestimmt und ergänzen diese.

Um sich im ersten Jahr bestens auf die Ausbildung zu konzentrieren, beginnt das Studium generell erst ab dem zweiten Jahr. Das fünfte bis achte Semester begleitet den Berufseinstieg. Unterschiedliche Themenbereiche vertiefen und ergänzen die Ausbildung:

  • Rahmen-Bedingungen des Sozial- und Gesundheitswesens
  • Anforderungen an patienten- und klienten-orientierten Dienstleistungen
  • Methoden des Prozess-Managements
  • Wissenschaftliche Grundlagen der Gesundheitsberufe.

Ein weiterer Vorteil ist, dass der Studiengang nicht nur die Physiotherapie beinhaltet, sondern auch Ergotherapie, Logopädie oder die Kranken- und Altenpflege. Das ermöglicht es den Studierenden eine größere Bandbreite an Wissen mit in den Beruf zu nehmen.

Ist die Ausbildung zum Physiotherapeut bereits abgeschlossen, erfolgt das Studium in verkürzter Form. Voraussetzung dafür ist eine mindestens zehn-monatige Berufserfahrung. Der Sonderstudiengang startet im dritten Semester. Die ersten beiden Semester der verkürzten Form erfolgen separat mit anderen erfahrenen Physiotherapeuten. Ab dem fünften Semester studieren Berufseinsteiger und -erfahrene zusammen.

Es besteht außerdem die Möglichkeit, das Studienfach Physiotherapie zu studieren. Es vermittelt wissenschaftliches Grundlagenwissen in Medizin, Psychologie, sowie Physiotherapie. Das Studium kann in Form von Teil- und Vollzeit-Studiengängen erfolgen. Nach dem Studium ist ein direkter Einstieg in das Berufsleben möglich. Es bietet ebenfalls den Einstieg in die Selbstständigkeit, beispielsweise als Gesundheits-Berater, oder Bewegungs-Therapeut.

Die Regelstudienzeit bei Bachelor-Studiengängen beträgt sechs bis acht Semester. Als Voraussetzung für die Zulassung gilt für Universitäten die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife. Für ein Studium an Berufsakademien oder Fachhochschulen benötigen die Studenten die Fachhochschulreife.

4. Tätigkeit

Der Beruf des Physiotherapeuten oder der Physiotherapeutin ist eine verantwortungsvolle, anspruchsvolle Tätigkeit. Dieser Arbeitsbereich gehört zu den Assistenzberufen in der Medizin. Ein wichtiger Faktor bei diesem Beruf ist der persönliche Kontakt zwischen dem Physiotherapeut oder der Physiotherapeutin und dem Patienten.
Aufgrund der ärztlichen Diagnose führen die Physiotherapeuten und Physiotherapeutinnen die Behandlung in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Rehabilitations- oder Kurkliniken oder auch in Fitness Studios durch. Hierbei ist nicht nur Fachwissen, sondern auch praktisches Können entscheidend für einen Erfolg in der Therapie des Patienten. Anwendung findet der Beruf, der die Berufe Krankengymnast/Krankengymnastin und Masseur/Masseurin miteinander vereint, in der Behandlung von Patienten in der Kinderheilkunde, der Chirurgie, der inneren Medizin, der Orthopädie und anderen medizinischen Gebieten. Das Spektrum der Tätigkeit umfasst die Erstellung von Behandlungsplänen in Zusammenarbeit mit den Ärzten und die Durchführung der Behandlung. Dazu gehören u.a. Massagen, Bewegungstherapien oder auch Schwangerschaftsgymnastik.