Jobangebote für Rechtsanwaltsgehilfe (+15km)

Geschätztes Bruttogehalt  
*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.
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Gehalt Rechtsanwaltsgehilfe

Datenbasis: 67 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.536 € 2.220 € 3.175 €
Baden-Württemberg 1.690 € 2.443 € 3.494 € Jobs Rechtsanwaltsgehilfe
Bayern 1.634 € 2.773 € 3.899 € Jobs Rechtsanwaltsgehilfe
Berlin 1.736 € 1.953 € 2.929 € Jobs Rechtsanwaltsgehilfe
Brandenburg 1.170 € 1.691 € 2.418 € Jobs Rechtsanwaltsgehilfe
Bremen 1.476 € 2.133 € 3.051 € Jobs Rechtsanwaltsgehilfe
Hamburg 1.813 € 2.621 € 3.749 € Jobs Rechtsanwaltsgehilfe
Hessen 1.742 € 2.586 € 2.652 € Jobs Rechtsanwaltsgehilfe
Mecklenburg-Vorpommern 1.129 € 1.632 € 2.334 € Jobs Rechtsanwaltsgehilfe
Niedersachsen 1.401 € 2.025 € 2.896 € Jobs Rechtsanwaltsgehilfe
Nordrhein-Westfalen 1.307 € 1.988 € 2.878 € Jobs Rechtsanwaltsgehilfe
Rheinland-Pfalz 1.510 € 2.183 € 3.122 € Jobs Rechtsanwaltsgehilfe
Saarland 1.461 € 2.111 € 3.019 € Jobs Rechtsanwaltsgehilfe
Sachsen 1.244 € 1.798 € 2.571 € Jobs Rechtsanwaltsgehilfe
Sachsen-Anhalt 1.158 € 1.673 € 2.393 € Jobs Rechtsanwaltsgehilfe
Schleswig-Holstein 1.349 € 1.950 € 2.789 € Jobs Rechtsanwaltsgehilfe
Thüringen 1.184 € 1.711 € 2.447 € Jobs Rechtsanwaltsgehilfe

Rechtsanwaltsgehilfin - Rechtsanwaltsgehilfe:

1. Gehalt

Als Rechtsanwaltsgehilfe liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.220 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 67 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.536 € beginnen, Rechtsanwaltsgehilfen in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.175 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 1.950 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.443 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Rechtsanwaltsgehilfe in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.468 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.226 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.272 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.204 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.158 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.292 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.158 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.807 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.995 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Rechtsanwaltsgehilfin ist eine veraltete Bezeichnung für den Beruf des/der Rechtsanwaltsfachangestellten. Dieser kann in Form einer dreijährigen Ausbildung erlernt werden. Dabei handelt es sich um ein duales Ausbildungsmodell. Das bedeutet, dass neben der Tätigkeit in der Kanzlei eine Berufsschule besucht wird. Von Seiten des Gesetzgebers bestehen keine expliziten Zugangsvoraussetzungen. Allerdings zeigt die Praxis, dass meist nur Bewerber mit einem mittleren Berufsabschluss eine Chance auf einen Ausbildungsplatz haben.

Während der drei Ausbildungsjahre erhalten die Auszubildenden einen umfassenden Einblick in die folgenden Aufgabenbereiche:

  • Das Erstellen von Entwürfen für Mahn- und Kündigungsschreiben,
  • angemessenes Auftreten und Reagieren innerhalb des Gesprächs mit Mandanten,
  • die Durchführung betrieblicher Berechnungen mit Hilfe kaufmännischer Rechenverfahren (diese bauen vielfach auf der Prozent- und Zinsrechnung auf),
  • das Abwickeln, Kontrollieren und Dokumentieren diverser Zahlungsvorgänge,
  • die Berechnung von Gerichtskostenvorschüssen,
  • das Einholen von Auskünften aus Schuldnerverzeichnissen,
  • der elektronische Rechtsverkehr und die entsprechenden rechtlichen Bestimmungen,
  • die Grundlagen des grenzüberschreitenden Rechtsverkehrs,
  • das Abschließen von Vergütungsvereinbarungen und die Abrechnung von Honoraren,
  • wie man Mandanten grundlegende rechtliche Zusammenhänge bzw. Vorgehensweisen erläutert, gegebenenfalls sogar in Englisch.

Diese Themen sind sowohl Teil der praktischen als auch der schulischen Ausbildung. Im Rahmen des Berufsschulunterrichts kommen noch einige fachübergreifende Aspekte hinzu. So stehen beispielsweise Kurse wie Deutsch oder Sozial- und Wirtschaftskurse auf dem Programm.

Angehende Rechtsanwaltsfachangestellte sollten bereits im Vorfeld der Ausbildung über einige Kenntnisse und Fähigkeit verfügen. Dazu gehört in jedem Fall das Fach Deutsch. Beim Verfassen von Briefen, Verträgen und anderen Schriftstücken ist ein sicherer Umgang mit Grammatik und Satzbau unverzichtbar. Darüber hinaus ist die Mathematik von Bedeutung. Wie bereits erwähnt, sind vor allem die Prozent- und Zinsrechnung hilfreich, wenn es darum geht, Kosten zu berechnen und Rechnungen zu stellen. Da Anwaltskanzleien häufig im Kontakt mit ausländischen Partnern und Mandanten stehen, gilt die englische Sprache ebenfalls als Grundvoraussetzung.

3. Studium

Liegt ein ausgeprägtes Interesse an juristischen Sachverhalten und gleichzeitig eine Hochschulzugangsberechtigung vor, ist ein Studium im Fach Rechtswissenschaften sinnvoll. Der Studiengang beinhaltet nahezu alle Facetten der Rechtswissenschaft. Zu nennen sind hier neben dem Zivil- und Strafrecht sowie dem Öffentlichen Recht vor allem die Bereiche Rechtsgeschichte und Rechtsphilosophie.

In der Regel schließt das Studium der Rechtswissenschaft mit der sogenannten ersten juristischen Prüfung ab. Besteht der/die Student /-in diese, kann er dann den juristischen Vorbereitungsdienst aufnehmen, an dessen Ende wiederum die zweite Juristische Prüfung steht. Ein Bachelor-Master-System, wie es mittlerweile in den meisten anderen Studienfächern üblich ist, besteht an der rechtswissenschaftlichen Fakultät somit nicht.
Bei der ersten juristischen Prüfung handelt es sich um eine staatliche Pflichtfachprüfung, die landesrechtlich geregelt wird. Um das Studium erfolgreich abschließen zu können, muss zudem eine gesonderte universitäre Schwerpunktbereichsprüfung absolviert werden.

Zu den Inhalten des Jura-Studiums zählen in erster Linie:

  • Verfassungsrecht: Grundrechte,
  • Verfassungsrecht: Staatsorganisationsrecht und Verfassungsprozessrecht,
  • Arbeitsrecht,
  • Strafrecht: Allgemeine Bestimmungen des Strafgesetzbuches,
  • Strafrecht: Eigentums- und Vermögensdelikte,
  • Privatrecht: Vertragsrecht,
  • Privatrecht: Kreditsicherungsrecht,
  • Zivilprozess- und Zwangsvollstreckungsrecht,
  • Ausländisches Recht,
  • Handelsrecht,
  • Umweltrecht und Wirtschaftsverwaltungsrecht (in Grundzügen).

Je nachdem, welche berufliche Fachrichtung die angehenden Juristen einschlagen möchten, können sie dementsprechend bereits im Studium Schwerpunkte setzen. Zur Auswahl stehen unter anderem diese Bereiche:

  • Immobilienrecht,
    • Gesundheits- und Medizinrecht,
  • Europäisches und Internationales Recht,
  • Unternehmensrecht,
  • Strafrecht in der modernen Gesellschaft (Jugendstrafrecht, Kriminologie).

Ähnlich wie bei anderen Studiengängen sind ebenso im Rahmen des rechtswissenschaftlichen Studiums praktische Studienphasen zu empfehlen. Diese können in Rechtsanwaltskanzleien, Notariaten oder alternativ in juristischen Abteilungen von Wirtschaftsunternehmen bzw. Verwaltungsbehörden absolviert werden.
Das Fach Rechtswissenschaften ist recht allgemein angelegt. Wer bereits von Beginn an weiß, auf welchen innerfachlichen Bereich er sich einmal spezialisieren möchte, kann auf andere Studiengänge zurückgreifen. Möglich sind zum Beispiel die Fächer Wirtschaftsrecht und Öffentliches Recht aber auch Verwaltungsmanagement bzw. Staats- und Verwaltungswissenschaft.

4. Tätigkeit

Rechtsanwaltsgehilfen arbeiten als Assistenten von selbstständigen Rechtsanwälten, in Inkassobüros, in den Rechts- und Mahnabteilungen großer Unternehmen und bei Wirtschaftsprüfern. Sie sind hauptsächlich für die Büro- und Verwaltungsarbeiten zuständig und tragen dabei die Verantwortung, sämtliche Fristen einzuhalten.
Sie vereinbaren Mandantentermine und empfangen die Mandanten, führen und archivieren Akten. Sie sorgen für die fristgerechte Bereitstellung von erforderlichen Schriftstücken und Informationen und erstellen im Auftrag des Anwaltes oder Wirtschaftsprüfers Dokumente und Schriftstücke. Im täglichen Alltag berechnet der Rechtsanwaltsgehilfe oder die Rechtsanwaltsgehilfin Forderungen und erstellt Schreiben für Mahnverfahren und Vollstreckungen. Der Rechtsanwaltsgehilfe oder die Rechtsanwaltsgehilfin ist für die Abwicklung der gesamten Korrespondenz verantwortlich.

Die Bezeichnung "Rechtsanwaltsgehilfen" wurde durch die Bezeichnung "Rechtsanwaltsfachangestellte" abgelöst.