*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Soldat

Datenbasis: 247 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.968 € 3.103 € 5.281 €
Baden-Württemberg 1.853 € 2.734 € 4.685 € Jobs Soldat
Bayern 1.850 € 3.215 € 5.965 € Jobs Soldat
Berlin 1.841 € 2.903 € 4.941 € Jobs Soldat
Brandenburg 1.499 € 2.364 € 4.023 € Jobs Soldat
Bremen 1.891 € 2.982 € 5.075 € Jobs Soldat
Hamburg 2.088 € 3.292 € 5.603 € Jobs Soldat
Hessen 2.700 € 4.004 € 4.504 € Jobs Soldat
Mecklenburg-Vorpommern 1.447 € 2.281 € 3.882 € Jobs Soldat
Niedersachsen 1.914 € 2.457 € 4.604 € Jobs Soldat
Nordrhein-Westfalen 1.995 € 3.548 € 5.270 € Jobs Soldat
Rheinland-Pfalz 1.946 € 4.070 € 5.260 € Jobs Soldat
Saarland 1.640 € 2.586 € 4.401 € Jobs Soldat
Sachsen 1.615 € 2.546 € 4.333 € Jobs Soldat
Sachsen-Anhalt 1.483 € 2.339 € 3.981 € Jobs Soldat
Schleswig-Holstein 1.926 € 2.499 € 5.664 € Jobs Soldat
Thüringen 1.699 € 2.679 € 4.559 € Jobs Soldat

Soldat / Soldatin:

1. Gehalt

Als Soldat liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.103 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 247 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.968 € beginnen, Soldaten in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 5.281 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.499 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.734 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Soldat in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.337 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.710 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.418 Euro brutto
  • 40 Jahre = 4.296 Euro brutto
  • 45 Jahre = 4.394 Euro brutto
  • 50 Jahre = 4.459 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 4.072 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.661 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.976 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der/die Soldat /-in auf Zeit der Laufbahngruppe Mannschaften ist ein Beruf, der über eine militärische Grundausbildung erlernbar ist. Die Ausbildung läuft über drei Monate und beinhaltet je nach Dienstposten militärfachliche Ausbildungsinhalte, die im Anschluss an die Grundausbildung vermittelt werden. Danach absolvieren die Soldaten auf Zeit eine sechsmonatige Probezeit.

Voraussetzungen für die Ausbildung sind die Beendigung der Schulzeit und das Verpflichten für eine bestimmte Dienstzeit. Zudem sollten die Bewerber mindestens 17 Jahre alt sein, eine Körpergröße von mehr als 1,55 Metern haben und eine Verpflichtungserklärung für uneingeschränkte Bereitschaft unterschreiben.

Die Rekruten lernen in der Grundausbildung die Rechte und Pflichten von Soldaten kennen und befassen sich mit dem Gefechtsdienst, der Wachausbildung und der Sanitätsausbildung. Weiterhin erhalten sie eine professionelle Waffen- und Schießausbildung und betreiben Sport. In den ersten Wochen vermittelt die Ausbildung Grundsätze des soldatischen Alltags, das korrekte Antreten und Marschieren, verschiedene Dienstgrade, das richtige Melden bei Vorgesetzten sowie Geländekunde. Die Rekruten üben verschiedene Bewegungsarten im Gelände und trainieren in Übungslagern das Verhalten von Soldaten bei militärischen Einsätzen.

Weiterbildungen für Soldaten auf Zeit der Laufbahngruppe Mannschaften sind eher unüblich. Die Soldaten gewinnen während ihrer Dienstzeit Erfahrungen und Qualifikationen, mit denen sie ihren Dienstgrad erhöhen. Befassen sie sich hauptsächlich mit militärischer Kommunikation, sind Anpassungsweiterbildungen im Bereich der Elektrotechnik der IT oder der EDV ratsam. Bei entsprechender Eignung können sie die Laufbahn wechseln und als Fachunteroffizier, Feldwebel oder Offizier arbeiten.

Inhalte der Ausbildung zum/zur Soldaten /-in auf Zeit der Laufbahngruppe Mannschaften sind:

  • Gefechtsdienst,
  • Tarnen und Täuschen,
  • Leben im Felde,
  • Biwak,
  • Streifenausbildung,
  • Orientierungsmarsch,
  • Topografische Karte,
  • Fernmeldedienst,
  • Pionierdienst,
  • Allgemeine Truppenkunde,
  • Innere Führung,
  • Sport,
  • Handwaffenausbildung,
  • Wachdienstausbildung,
  • Selbst- und Kameradenhilfe,
  • ABC-Abwehr,
  • Betriebswirtschaft.

Wer nach der Dienstzeit wieder in die zivile Arbeitswelt eintreten will, kann bei der Bundeswehr den Berufsförderungsdienst nutzen und sich mit verschiedenen Seminaren und Kursen weiterbilden oder einen Berufsabschluss erwerben.

3. Studium

Die Bundeswehr ermöglicht nicht nur eine Ausbildung zum Soldaten, Personen können dort auch studieren. Es gibt zwei Bundeswehr Universitäten in Deutschland, die Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg mit rund 2.500 Studierenden und die Bundeswehr Universität München mit etwa 3.000 Studenten. Bewerber werden über ein strenges Auswahlverfahren ausgewählt. Das Studium ist ein akademisches Studium, das Bestandteil der Ausbildung von Offiziersanwärtern ist. Es startet 15 Monate nach Beginn der militärischen Ausbildung.

Wer sich für ein Bundeswehrstudium entscheidet, verpflichtet sich für mindestens zwölf Dienstjahre bei der Bundeswehr. Das Auswahlverfahren ist ein anspruchsvolles und hartes Programm, das die Bewerber auf Herz und Nieren testet. Voraussetzungen sind ein Abitur oder Fachabitur, die Studierenden müssen das Studium innerhalb der vorgegebenen Regelstudienzeit absolvieren. Das Studium ist kostenlos. Studenten bis 25 Jahre können auf dem Uni-Campus wohnen.

Beide Bundeswehruniversitäten richten ihr Studienangebot am fachlichen Bedarf der Streitkräfte aus, mit dem Ziel, das Wissen der Absolventen einzusetzen und zu nutzen. Im Hinblick auf die zivile Karriere können die Soldaten neben technischen und wirtschaftsorientierten Fächern auch Geisteswissenschaften oder Sozialwissenschaften studieren. Insgesamt gibt es 21 Bachelor- und 26 Masterstudiengänge.

Der Unterricht findet in Seminaren statt und ist stark anwendungsbezogen. Die Studierenden lernen im Studium wissenschaftliche Methoden anzuwenden, die sie später in der Berufspraxis oder im Militärdienst benötigen. Der jeweilige Studiengang bereitet die Soldaten auf die Führungsrolle in der Truppe vor. Gleichzeitig ist es ein vollwertiges Studium.

Mögliche Studienfächer bei der Bundeswehr:

  • Maschinenbau,
  • Elektrotechnik,
  • Wirtschaftswissenschaften,
  • Sozialwissenschaften,
  • Medizin,
  • Pharmazie,
  • Nautik,
  • Journalismus,
  • Informationstechnik,
  • Pädagogik,
  • Raumfahrttechnik,
  • Umweltwissenschaften,
  • Betriebswirtschafslehre,
  • Veterinärmedizin.

Die Studierenden bei der Bundeswehr erhalten ein monatliches Einstiegsgehalt von rund 1.200 Euro. Sie müssen sich darüber im Klaren sein, dass sie in erster Linie Soldaten und auch militärische Auslandseinsätze jederzeit möglich sind.

4. Tätigkeit

Soldaten auf Zeit der Laufbahngruppe Mannschaften treten in die Streitkräftebasis, die Luftwaffe, Marine oder in einen Organisationsbereich des Sanitätsdienstes ein. Sie führen einen Dienstposten aus, für den keine zivile Ausbildung erforderlich ist, wie eine Tätigkeit als Panzergrenadier und Kraftfahrer von militärischen Transportmitteln. Zu ihren Aufgaben gehören das Bedienen von technischen Geräten und Systemen, das Schützen von militärischen Versorgungseinheiten und das Unterstützen von Vorgesetzten im Bereich des Fernmeldewesens. Die Soldaten auf Zeit können mit Panzerabwehrwaffen und Handwaffen sicher umgehen und verfügen über eine hohe körperliche Leistungsfähigkeit. Wenn sie in der Streitkräftebasis angestellt sind, unterstützen sie den Dienstleistungsbereich der Bundeswehr, führen und planen logistische Einsätze und kümmern sich um die satellitengestützte Aufklärung. Auch unterstützen sie Fachpersonal bei der Objektsicherung und führen Instandsetzungsarbeiten durch.

Die Soldaten auf Zeit der Laufbahngruppe Mannschaften sind im Inland und Ausland (auch in Krisengebieten) einsetzbar, da sie uneingeschränkt versetzungsfähig sind. Ortswechsel und längerfristige Einsätze sind daher möglich. Sie können bis zu einem Dienstgrad von Oberstabsfeldwebel aufsteigen, dieser ist aber nur als Berufssoldat erreichbar.