Karrierelexikon

Probezeit - Zu Beginn des Arbeitsverhältnisses üblich

Inhaltsverzeichnis

Zu Beginn eines Arbeitsverhältnisses ist eine Probezeit üblich. Während dieser Zeit können sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer prüfen, ob der neue Mitarbeiter bzw. die neue Arbeitsstelle wirklich das ist, was man sich vorgestellt hat. Beide Vertragsparteien können während der Probezeit ohne besondere Angabe von Gründen kündigen.

Üblicherweise wird die Länge der Probezeit im Arbeitsvertrag festgelegt. Eine Probezeitdauer von sechs Monaten ist in der Praxis üblich, sie kann aber auch nur drei Monate betragen. Kommt es während der Probezeit zur keiner Kündigung, läuft der Arbeitsvertrag automatisch zu den vereinbarten Konditionen weiter. Das kann - je nach Vereinbarung - ein befristeter oder ein unbefristeter Arbeitsvertrag sein.

Im Vertrag wird das so oder ähnlich ausgedrückt:

"Das Arbeitsverhältnis beginnt am [Tag/Monat/Jahr]. Die Dauer der Probezeit beträgt sechs Monate."

In anderen Vertragsvarianten kann das Arbeitsverhältnis mit Ablauf der Probezeit auch enden, sodass ein befristeter oder unbefristeter Arbeitsvertrag erst neu geschlossen werden müsste. Die Verlängerung des Arbeitsverhältnisses nach der Probezeit geschieht hier nicht automatisch. Im Vertrag wird das beispielsweise so formuliert:

"Das Arbeitsverhältnis zur Erprobung ist bis zum [Tag/Monat/Jahr] befristet. Es endet daher ohne, dass es einer Kündigung bedarf am [Tag/Monat/Jahr]."

Während eines solchen Arbeitsverhältnisses ist eine ordentliche Kündigung meist ausgeschlossen, denn der Vertrag endet ja automatisch. Wird das nicht gewünscht, können sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber im Vertrag auf eine anders lautende Klausel einigen.

Die Kündigungsfrist während der Probezeit ist meist kürzer als während des normalen Arbeitsverhältnisses; der Gesetzgeber sieht allerdings eine Kündigungsfrist von mindestens zwei Wochen vor. Davon abgewichen werden kann nur, wenn Tarifverträge eine andere Kündigungsfrist vorsehen. Es muss nicht zum 15. eines Monats oder zum Monatsende gekündigt werden.

Da das Bürgerliche Gesetzbuch festlegt, dass eine Kündigungsfrist von zwei Wochen höchstens in den ersten sechs Monaten des Arbeitsverhältnisses erlaubt ist, dauert die Probezeit normalerweise auch höchstens sechs Monate - eine längere Probezeit würde dem Arbeitgeber nichts bringen, da er dann doch die längere Kündigungsfrist einhalten muss. Trotzdem gibt es auch Probezeiten von bis zu zwölf Monaten.

Schwangeren Frauen kann auch während der Probezeit nicht einfach gekündigt werden. Sie stehen unter einem besonderen Kündigungsschutz, egal ob sie sich in einem festen Arbeitsverhältnis oder in der Probezeit befinden.

Aktuelle News
  • Assistierte Ausbildung: Was ist anders?

    Assistierte Ausbildung: Was ist anders?

    Der Weg in den Beruf führt für viele junge Menschen noch immer sehr erfolgreich über die klassische duale Berufsausbildung. Seit Jahren klagen Unternehmen allerdings über die mangelnde Qualität der Bewerber auf ausgeschriebene Ausbildungsplätze. Gleichzeitig gibt es eine nicht geringe Anzahl junger Schulabgänger, die heute ohne Ausbildungsplatz bleiben. Stimmen die Noten nicht oder fehlt sogar ...

  • Bewerbung schreiben lassen: alles rund um das Thema Bewerbungsservice

    Bewerbung schreiben lassen: alles rund um das Thema Bewerbungsservice

    In vielen Bereichen ist der Arbeitsmarkt ein hart umkämpftes Pflaster: Die Jobsuche ist mühselig und wer den Traumjob erlangen möchte, muss heutzutage alle Register ziehen. Viele Bewerber sind frustriert und genervt, weil es mit der Jobsuche einfach nicht richtig klappt. Nur einigen wenigen Glücklichen ist es vergönnt, direkt auf Anhieb die gewünschte Position zu ergattern. Die Ursache des ...

  • Mit Musik Geld verdienen in Zeiten von Spotify & Co.

    Mit Musik Geld verdienen in Zeiten von Spotify & Co.

    Für die Musikbranche sind die fetten Jahre vorbei. Mit selbst gemachten Songs und Sounds Geld zu verdienen ist schwierig geworden. Denn wo früher Schallplatten- oder CD-Verkäufe Einnahmen für die Musikerinnen und Musiker generierten, finden physische Tonträger heute nur noch wenige Abnehmer. Streaming-Dienste wie Spotify, Deezer, Apple Music oder auch YouTube müssen herhalten – doch diese ...

  • Gehälter bei Apple: Was der iPhone-Hersteller zahlt

    Gehälter bei Apple: Was der iPhone-Hersteller zahlt

    Apple ist eines der Trend-Unternehmen überhaupt – und gleichzeitig umstritten. Die Hightech-Produkte aus dem Hause Apple, allen voran iPhone, iPad und MacBook, kosten viel Geld und gelten für viele Menschen allerdings als unverzichtbare (Lifestyle-)Accessoires. Wenn das neue iPhone XS hierzulande zum Verkaufsstart schon mindestens 1.149 Euro kostet, dann müssen die Apple-Mitarbeiter sicherlich ...

  • Home-Office – Alles, was Sie über das Arbeiten von Zuhause aus wissen müssen

    Home-Office – Alles, was Sie über das Arbeiten von Zuhause aus wissen müssen

    Firmen wie IBM oder Daimler gehen mit gutem Beispiel voran und lassen immer mehr Mitarbeiter von Zuhause aus ihre Arbeit verrichten. Die Digitalisierung macht’s möglich und so kommen mit der wachsenden Vernetzung auch immer mehr mittelständische und kleinere Betrieben auf den Geschmack und ermöglichen ihren Angestellten die Transformation zum Telearbeiter. Was beim Arbeiten in den eigenen vier ...