*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Technischer Produktdesigner

Datenbasis: 111 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.093 € 2.799 € 4.293 €
Baden-Württemberg 2.067 € 2.799 € 4.588 € Jobs Technischer Produktdesigner
Bayern 2.068 € 2.539 € 4.261 € Jobs Technischer Produktdesigner
Berlin 1.958 € 2.619 € 4.017 € Jobs Technischer Produktdesigner
Brandenburg 1.594 € 2.132 € 3.270 € Jobs Technischer Produktdesigner
Bremen 2.011 € 2.690 € 4.126 € Jobs Technischer Produktdesigner
Hamburg 2.359 € 2.974 € 3.445 € Jobs Technischer Produktdesigner
Hessen 2.576 € 3.217 € 4.346 € Jobs Technischer Produktdesigner
Mecklenburg-Vorpommern 1.539 € 2.058 € 3.156 € Jobs Technischer Produktdesigner
Niedersachsen 2.282 € 2.734 € 4.687 € Jobs Technischer Produktdesigner
Nordrhein-Westfalen 1.916 € 2.794 € 4.034 € Jobs Technischer Produktdesigner
Rheinland-Pfalz 2.059 € 2.753 € 4.222 € Jobs Technischer Produktdesigner
Saarland 1.991 € 2.662 € 4.083 € Jobs Technischer Produktdesigner
Sachsen 1.585 € 2.119 € 3.250 € Jobs Technischer Produktdesigner
Sachsen-Anhalt 1.578 € 2.110 € 3.236 € Jobs Technischer Produktdesigner
Schleswig-Holstein 1.838 € 2.458 € 3.770 € Jobs Technischer Produktdesigner
Thüringen 1.447 € 1.935 € 2.968 € Jobs Technischer Produktdesigner

Technische Produktdesigner:

1. Gehalt

Technische Produktdesigner entwerfen neue Produkte und versuchen dabei stets, Funktion und Design möglichst gut unter einen Hut zu bekommen. Wenn es um das eigene Gehalt geht, sind die Gestaltungsmöglichkeiten aber deutlich geringer, da müssen sie sich, genau wie jeder andere, mit dem oder der Vorgesetzten auseinandersetzen. In diesem Text geben wir Ihnen einen Überblick darüber, was Technische Produktdesigner so verdienen bzw. verdienen können.

Deutschlandweit liegt das Durchschnittseinkommen eines Technischen Produktdesigners bei 2.799 € brutto im Monat. Das entspricht einem Jahresgehalt von 33.588 €. Selbstverständlich verdienen viele weniger oder mehr als hier angegeben, schließlich handelt es sich um Durchschnittswerte. So verdient das hintere Viertel der Gehaltsrangliste maximal 2.093 €, das vordere Viertel aber auch mindestens 4.293 € im Monat. All diese Daten basieren auf 66 Datensätzen, die wir in den vergangenen Jahren erhoben und ausgewertet haben.

Welche Faktoren neben einer möglichen Bindung an einen Tarifvertrag Einfluss auf die Höhe des Einkommens nehmen, zeigen wir im Folgenden.

So gestaltet sich die Gehaltsentwicklung

Nach erfolgreich absolvierter Ausbildung starten Technische Produktdesigner mit einem durchschnittlichen Einstiegsgehalt von 2.389 € in den Beruf. Im Laufe der Jahre steigt mit wachsender Erfahrung in der Regel auch der Verdienst.

  • 25 Jahre = 2.433 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.791 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.271 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.201 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.309 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.903 Euro brutto

Der Rückgang gegen Ende der Tabelle bedeutet nicht, dass das Gehalt zum Schluss der Berufslaufbahn wieder sinkt, sondern ist allein auf Einzeldatensätze zurückzuführen. Wer vorher in der eigenen Laufbahn bereits mehr verdient hat, wird mit 50 Jahren nicht plötzlich weniger bekommen.

Grundsätzlich sind Fort- und Weiterbildungen immer eine gute Möglichkeit, durch die Erweiterung der eigenen Qualifikationen auch die Chancen auf höhere Positionen und ein besseres Einkommen zu steigern. Für Technische Produktdesigner biete sich Beispielswiese die Weiterbildung zum Techniker oder zum Technischen Fachwirt an, aber auch ein Studium ist bei vorhandener Zugangsberechtigung eine sinnvolle Option.

Ganz unabhängig vom Grad der Qualifikation gibt es, wie in den meisten Berufen, auch unter Technischen Produktdesignern einen klar erkennbaren Unterschied bei der Bezahlung von Männern und Frauen. So verdient ein Technischer Produktdesigner monatlich im Schnitt 2.818 €, während eine Technische Produktdesignerin im selben Zeitraum lediglich auf 2.782 € kommt.

So gestaltet sich die Bezahlung in Abhängigkeit zur Firmengröße

Für viele Berufe und Branchen gilt die folgende Faustregel: Je mehr Mitarbeiter ein Unternehmen hat, desto höher sind im Schnitt auch die Gehälter. So sehen die Zahlen für Technische Produktdesigner aus:

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.533 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.754 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.708 Euro brutto

Es lohnt sich also offenbar auch in diesem Beruf, in einer größeren Firma zu arbeiten. Zumindest dann, wenn man den Fokus auf den Lohn legt.

So gestaltet sich die regionale Gehaltsverteilung

Auch das Bundesland, in dem die Arbeitsstelle liegt, beeinflusst die Höhe des Gehalts. So verdienen Technische Produktdesigner in der Regel in Hessen (3.217 €), Hamburg und Nordrhein-Westfalen deutlich besser als beispielsweise in Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern oder Sachsen-Anhalt (2.110 €). Ein möglicher Grund für diese Abweichungen sind regional unterschiedlich hohe Lebenshaltungskosten.

Sie möchten es noch genauer wissen?
Falls Sie nach diesen Durchschnittswerten wissen wollen, ob Ihr eigenes Gehalt im Vergleich mit anderen Technischen Produktdesignern angemessen ist, empfehlen wir Ihnen unseren kostenlosen Gehaltscheck oder eine individuelle Gehaltsanalyse (zum Gehaltsvergleich).

2. Ausbildung / Weiterbildung

Die Lehre zum Technischen Produktdesigner / bzw. zur Technischen Produktdesignerin ist nach dem Berufsbildungsgesetz staatlich anerkannt. Der Auszubildende entscheidet sich für die Fachrichtung Maschinen- und Anlagenkonstruktion oder Produktgestaltung und -konstruktion.

Die dreieinhalbjährige duale Ausbildung setzt keinen bestimmten Schulabschluss voraus. Überwiegend fordern Arbeitgeber einen mittleren Bildungsabschluss. Die Ausbildungsinhalte sind innerhalb der ersten drei Lehrhalbjahre für beide Fachrichtungen identisch. Erst ab dem vierten Halbjahr der Ausbildung vertieft der Lehrling das Wissen in seiner gewählten Fachrichtung.

Der geeignete Auszubildende arbeitet sorgfältig und zeigt sich kreativ. Er setzt sich zum Ziel kunden- und serviceorientiert zu arbeiten. Ausbildende Unternehmen fordern von ihren zukünftigen Lehrlingen Kenntnisse in Mathematik und Physik sowie in Werken und Technik.

Der Auszubildende übt während seiner Lehre:

  • Fertingungsverfahren, Werkstoffe sowie die Techniken der Montage zu unterscheiden
  • technische Dokumente zu erstellen und anzuwenden
  • rechnergestützt zu konstruieren
  • Berechnungen auszuführen

Des Weiteren lernt er:

  • Bauteile und Produkte zu konzipieren und zu planen
  • Füge- und Fertigungsverfahren sowie Montagetechniken auszuwählen
  • Simulationen auszuführen
  • Werk- und Hilfsstoffe zu beurteilen

Auszubildende in der Fachrichtung Produktgestaltung und -konstruktion erfahren, wie sie:

  • Objekte konstruieren, entwerfen und gestalten
  • Präsentationen erstellen
  • Freiformflächen konstruieren

Wer sich für die Fachrichtung Maschinen- und Anlagenkonstruktion entscheidet, lernt zu konstruieren. Des Weiteren eignet sich der Auszubildende berufsspezifische Fertigkeiten sowie Fähigkeiten und Kenntnisse bezüglich der Steuerungs- und Elektrotechnik sowie der Fertigungstechnik und der Füge- und Montagetechnik an.

Der Berufsschulunterricht vermittelt alle weiteren für einen erfolgreichen Abschluss der Ausbildung erforderlichen Kenntnisse. Die Prüfung nimmt in zwei Teilen die Industrie- und Handelskammer ab. Sie besteht aus den Prüfungsbereichen:

  • technische Dokumente
  • Arbeitsauftrag
  • Produktentwicklung
  • Wirtschafts- und Sozialkunde

Der Beruf des Technischen Produktdesigners bietet die Möglichkeit, sich fortlaufend weiterzubilden. Folgende Fortbildungen stehen zur Wahl:

  • Techniker – Maschinentechnik (Konstruktion)
  • Staatlich geprüfter Gestalter – Produktdesign
  • Geprüfter Konstrukteur – IHK

3. Studium

Um einen Beruf im Bereich des technischen Produktdesigns zu ergreifen, bieten sich zusätzlich verschiedene Möglichkeiten des Studiums an:

Fachhochschulstudium

Ein Studium an der Fachhochschule verlangt als Zugangsvoraussetzung eine Fachhochschulreife. Alternativ weist der Bewerber auf einen Studienplatz den erfolgreichen Abschluss einer Weiterbildung zum Staatlich geprüften Techniker nach. Für sein Studium im Bereich Maschinenbau oder Konstruktionstechnik veranschlagt der Studierende sechs bis acht Semester.

Universitätsstudium

Dem Technischen Produktdesigner mit Hochschulzugangsberechtigung steht es frei, ein Studium an der Universität zu ergreifen. Alternativ qualifiziert er sich durch ein abgeschlossenes Studium an einer Fachhochschule, das er im gleichen Studiengang absolvierte. Das Studium endet mit dem Bachelor oder auf Wunsch mit dem Master of Engineering bzw. Master of Science.

Dualer Studiengang

In dieser Form der Ausbildung kommt beispielsweise ein Studium der Mechatronik oder des Maschinenbaus in Verbindung mit der Ausbildung zum Technischen Produktdesigner in Betracht. Hier besteht die Möglichkeit, parallel das Studium und die Ausbildung zu absolvieren, wobei beide Bereiche optimal aufeinander abgestimmt und miteinander verwoben sind. Durch die Parallelität ist es möglich, beides in einem kürzeren Zeitraum zu durchlaufen, als wenn man dies hintereinander täte. Seine Studienschwerpunkte stimmt der Studierende mit dem Fachbereich seines ausbildenden Unternehmens ab. Ebenso absolviert er sein Praxissemester in diesem. Der Student finanziert sein Studium durch sein Ausbildungsentgelt beziehungsweise seinen Lohn als Werkstudent.

4. Tätigkeit

Ein Technischer Produktdesigner und eine Technische Produktdesignerin finden ihr Arbeitsumfeld in den unterschiedlichsten Industriebetrieben, wobei sie in den Abteilungen Entwicklung und Konstruktion von meist technischen Produkten eingesetzt werden. Darüber hinaus ergeben sich Beschäftigungsmöglichkeiten in Ateliers für Industrie- und Produktdesign. Ihre Aufgaben umfassen alle berufstypischen Tätigkeiten aus den Bereichen Entwicklung und Konstruktion sowie Gestaltung von Bauteilen, Baugruppen und Gebrauchsgegenständen. Dafür benutzen sie 3D-CAD-Programme. Sie entwerfen Präsentationen und übernehmen organisatorische Aufgaben, entwickeln Prototypen und testen deren Eigenschaften.