*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Theaterleiter / Theaterleiterin

Datenbasis: 59 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.921 € 2.929 € 5.126 €
Baden-Württemberg 2.114 € 3.223 € 5.641 € Jobs Theaterleiter / Theaterleiterin
Bayern 2.044 € 3.117 € 5.455 € Jobs Theaterleiter / Theaterleiterin
Berlin 2.433 € 2.584 € 3.761 € Jobs Theaterleiter / Theaterleiterin
Brandenburg 1.463 € 2.231 € 3.904 € Jobs Theaterleiter / Theaterleiterin
Bremen 1.846 € 2.814 € 4.925 € Jobs Theaterleiter / Theaterleiterin
Hamburg 2.038 € 3.107 € 5.438 € Jobs Theaterleiter / Theaterleiterin
Hessen 2.223 € 3.390 € 5.933 € Jobs Theaterleiter / Theaterleiterin
Mecklenburg-Vorpommern 1.412 € 2.153 € 3.768 € Jobs Theaterleiter / Theaterleiterin
Niedersachsen 1.752 € 2.672 € 4.676 € Jobs Theaterleiter / Theaterleiterin
Nordrhein-Westfalen 1.944 € 2.964 € 5.187 € Jobs Theaterleiter / Theaterleiterin
Rheinland-Pfalz 1.889 € 2.880 € 5.040 € Jobs Theaterleiter / Theaterleiterin
Saarland 1.827 € 2.785 € 4.874 € Jobs Theaterleiter / Theaterleiterin
Sachsen 1.478 € 2.253 € 3.943 € Jobs Theaterleiter / Theaterleiterin
Sachsen-Anhalt 1.448 € 2.208 € 3.864 € Jobs Theaterleiter / Theaterleiterin
Schleswig-Holstein 1.687 € 2.572 € 4.501 € Jobs Theaterleiter / Theaterleiterin
Thüringen 1.501 € 2.289 € 4.006 € Jobs Theaterleiter / Theaterleiterin

Theaterleiter / Theaterleiterin:

1. Gehalt

Als Theaterleiter liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.929 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 59 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.921 € beginnen, Theaterleiter in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 5.126 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.572 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.223 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Theaterleiter in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.341 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.440 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.538 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.036 Euro brutto
  • 45 Jahre = 4.004 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.951 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.591 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.387 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.927 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Theaterleiter, häufig auch Intendanten genannt, haben in den meisten Fällen ein Studium in Theaterwissenschaften oder in den Bereichen Film und Musik absolviert. Eine Ausbildung, die auf eine Tätigkeit am Theater, zum Beispiel auf das Erstellen von Spielplänen vorbereitet, ist die zum/zur Dramaturg /-in. Die Ausbildung findet in schulischer Form und in der Regel in Vollzeit statt. Die Gesamtdauer variiert von Bildungsanbieter zu Bildungsanbieter.

Meist lernen die Auszubildenden im ersten Lehrjahr noch gemeinsam mit denen, die in den Bereichen Schauspiel, Regie oder Theaterpädagogik ausgebildet werden. Erst danach erfolgt eine Spezialisierung auf die Dramaturgie. Der Fachbereich Dramaturgie umfasst dabei vor allem folgende Aspekte:

  • Funktion und Geschichte der Dramaturgie, weltdramatische Stücke,
  • Grundlagen der dramaturgischen Analyse, Text- und Umfeld-Erkundungen,
  • Stückauswahl, Unterscheidung von Genres, das Untersuchen eines Stückes hinsichtlich seiner Aktualität und Spielbarkeit,
  • das Herausarbeiten der Autorenposition sowie des historisch-politischen, sozialen und literarischen Kontextes,
  • Methoden innerhalb der dramaturgischen Arbeit: Analyse von Aufführungen, Figuren und Wirkungen.

Darüber hinaus ist die praktische Dramaturgiearbeit Teil der Ausbildung. Außerdem lernen die Teilnehmer in Grundzügen den Inhalt des Verlags- und Vertragsrechts kennen. Module zur allgemeinen Theaterwissenschaft sowie zur Geschichte von Film und Theater werden ebenfalls angeboten.
Damit die angehenden Dramaturgen bereits während der Ausbildung einen Einblick in die alltägliche Arbeit am Theater erhalten, ist ein Praktikum vorgesehen. Dieses kann in den Ausbildungsverlauf eingeschoben oder aber im Anschluss an die theoretische Ausbildung absolviert werden.

Von Seiten des Gesetzgebers bestehen keine Regelungen dazu, welche Qualifikationen Bewerber mitbringen müssen, um zugelassen zu werden. Die entsprechenden Kriterien legen die Bildungsinstitute individuell fest. Meist handelt es sich dabei um einen mittleren Bildungsabschluss oder einen Hauptschulabschluss mit anschließender abgeschlossener Berufsausbildung. Einige Schulen testen allerdings im Rahmen einer Aufnahmeprüfung das Vorwissen der Bewerber bzw. führen ein Einzelgespräch mit diesen.

Zu den für die Ausbildung relevanten Themenfeldern gehört zunächst einmal die Kunst bzw. die Kunstgeschichte. Von ebenso großer Bedeutung ist jedoch das Schulfach Deutsch. Zum einen sollten die angehenden Fachleute äußerst gewandt sein im Umgang mit der deutschen Sprache. Zum anderen ist es von Vorteil, sich in der Geschichte der deutschsprachigen Literatur auszukennen.

3. Studium

Wer sich auf akademischem Wege auf eine leitende Tätigkeit am Theater vorbereiten möchte, trifft mit dem Studiengang Theaterwissenschaften eine sinnvolle Wahl. Das Fach befasst sich sowohl mit dem Bereich Theater als auch mit Medien. Dabei stehen zum einen jeweils die historische Entwicklung und zum anderen die praktische Umsetzung im Blickpunkt.

Dementsprechend setzt sich das Studienprogramm der angehenden Theaterwissenschaftler wie folgt zusammen:

  • Grundzüge des Theaters,
  • Theatergeschichte,
  • Inszenierungsgeschichte im aktuellen sowie im letzen Jahrhundert,
  • Theaterpraxis,
  • Gegenwartstheater,
  • Theater und Gesellschaft,
  • Theorie und Ästhetik,
  • Audiovisuelle Formen der Darstellung,
  • Theater, andere Künste und Medien,
  • Medienpraxis, Kulturvermittlung und Kulturmanagement,
  • Grundlagen der Produktion von Texten für Theater, Film und Fernsehen,
  • Vertiefung theaterwissenschaftlicher Methoden.

Praktika sind, wie in anderen Studiengängen auch, obligatorisch.

Das Fach Theaterwissenschaft wird nicht selten mit einem anderen Studiengang kombiniert. Aufgrund der relativen inhaltlichen Nähe eignen sich hierzu besonders die Fächer Kunstgeschichte, Philosophie bzw. Ethik oder Geschichte. Um ein Studium an einer deutschen Universität oder Fachhochschule aufnehmen zu können, ist eine allgemeine Hochschulzugangsberechtigung notwendig.
In der Regel dauert das grundständige Studium etwa sieben Semester. Dann ist der Eintritt ins Berufsleben möglich. Alternativ kann aber auch das Studium in Form eines weiterführenden Studiengangs fortgesetzt werden. Wer nicht erneut das Fach Theaterwissenschaften belegen möchte, kann zum Beispiel zwischen Dramaturgie und Theaterpädagogik wählen.

Für angehende Theaterwissenschaftler sind neben Wissen im künstlerisch-musikalischen Bereich vor allem sehr gute Sprachkenntnisse von Bedeutung. Die Studenten sollten nicht nur in der Lage sein, deutsche Texte im Detail zu verstehen und zu analysieren. Auch Fremdsprachenkenntnisse sind sehr hilfreich, beispielsweise wenn es darum geht, Theaterstücke in der Originalsprache nachzuvollziehen.

4. Tätigkeit

An kleineren Theatern sind die Theaterleiter für jegliche Abläufe innerhalb der Institution – seien sie künstlerischer, wirtschaftlicher oder verwaltungstechnischer Art – verantwortlich. Da dies in großen Lichtspielhäusern nicht möglich ist, leiten sie dort häufig nur einzelne Abteilungen, z.B. den Musiktheaterbetrieb. Ein/e sogenannte/r Generalintendant/ -in kümmert sich dann um die Koordinierung der einzelnen Abteilungen.

Konkret gehört zum Beispiel das Ausarbeiten des Spielplans zu den Aufgaben des/der Intendanten /-in. Dabei gilt es den zur Verfügung stehenden Etat, die technischen Gegebenheiten sowie die personelle Besetzung zu berücksichtigen. Entscheidungen werden in der Regel in Abstimmung mit den Dramaturgen und Musikdirektoren gefällt.

Außerdem nehmen die Theaterleiter betriebswirtschaftliche Aufgaben wahr. Sie erstellen in regelmäßigen Abständen Finanzpläne und schließen Verträge ab. Ebenso sind sie es, die Künstler und andere Angestellte auswählen. Gerade am Theater ist außerdem die Öffentlichkeitsarbeit von großer Bedeutung. Die Fachleute arbeiten daher eng mit Medien und Sponsoren zusammen.