*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Trainee

Datenbasis: 342 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.918 € 3.117 € 4.393 €
Baden-Württemberg 2.107 € 3.645 € 5.518 € Jobs Trainee
Bayern 2.009 € 3.117 € 4.583 € Jobs Trainee
Berlin 1.614 € 2.311 € 3.869 € Jobs Trainee
Brandenburg 2.101 € 2.377 € 3.125 € Jobs Trainee
Bremen 2.094 € 3.174 € 3.368 € Jobs Trainee
Hamburg 1.910 € 2.516 € 4.376 € Jobs Trainee
Hessen 2.061 € 2.916 € 4.364 € Jobs Trainee
Mecklenburg-Vorpommern 1.410 € 2.291 € 3.229 € Jobs Trainee
Niedersachsen 1.604 € 3.563 € 5.302 € Jobs Trainee
Nordrhein-Westfalen 2.106 € 3.221 € 4.426 € Jobs Trainee
Rheinland-Pfalz 2.307 € 2.892 € 3.736 € Jobs Trainee
Saarland 1.824 € 2.964 € 4.177 € Jobs Trainee
Sachsen 1.475 € 2.397 € 3.378 € Jobs Trainee
Sachsen-Anhalt 1.445 € 2.349 € 3.311 € Jobs Trainee
Schleswig-Holstein 2.148 € 2.998 € 3.418 € Jobs Trainee
Thüringen 1.473 € 2.394 € 3.374 € Jobs Trainee

Trainee:

1. Gehalt

Ein Traineeship ist eine Investition in die Zukunft – sowohl vom Unternehmen als auch vom Trainee selbst. Und dennoch kann man auch während dieser zweijährigen Ausbildungszeit schon ordentlich verdienen. Das Gehalt hängt von einer ganzen Reihe von Faktoren ab, die wir uns im Folgenden mal etwas genauer anschauen.

Doch zunächst ein paar allgemeine Zahlen zur besseren Orientierung: 3.117 € brutto verdient ein Trainee im bundesweiten Durchschnitt pro Monat. Das entspricht einem durchschnittlichen Stundenlohn von21,65 €. Allerdings sind die Schwankungen im Trainee-Bereich sehr groß:

  • 25% aller Trainees verdienen weniger als 1.918 €,
  • ein Viertel aber auch 4.393 € und mehr im Monat.

Alle anderen Gehälter liegen dazwischen. Basis dieser Angaben sind Datensätze, die wir innerhalb der letzten zwei Jahre erhoben und ausgewertet haben.

Zwei Modelle für Trainee-Gehälter, ein Name

Ein Grund für die großen Schwankungen in Sachen Gehalt ist, dass es unterschiedliche Verständnisse von Traineeships gibt. So wird dieses meist zweijährige Programm in einigen Branchen, wie zum Beispiel in der Finanzbranche, der Chemie- und Pharmabranche oder der Stahl- und Automobilindustrie als Förder- und Ausbildungsinstrument für den eigenen Führungsnachwuchs genutzt. Hier zahlen die Unternehmen nicht nur hohe Gehälter, sondern investieren auch viel in Lehrgänge etc.

In anderen Bereichen, wie zum Beispiel im Medienbereich oder in Marketing- und PR-Agenturen, ist das Traineeship eher mit einem Volontariat in der Verlagsbranche zu vergleichen. Hier geht es zwar ebenfalls um die fachliche Ausbildung und Schulung des Nachwuchses, aber weniger um das bewusste und forcierte Heranziehen des zukünftigen Führungspersonals. Natürlich können auch diese Trainees später Führungsaufgaben übernehmen, aber die Ausbildung ist nicht konsequent darauf ausgelegt. Dies könnte ein Grund dafür sein, dass in diesem Bereich die Trainee-Gehälter oft deutlich niedriger angesiedelt sind.

Die große Gehaltslücke zwischen männlichen (3.277 €) und weiblichen Trainees (2.824 €) lässt sich unter Anderem auf diese unterschiedlichen Modelle zurückführen. Denn es ist davon auszugehen, dass zum Beispiel in der Chemie-, Stahl- und Autobranche vermehrt männliche und im Medien- und Marketing-Bereich eher weibliche Trainees anzufinden sind.

Gehaltentwicklung

Da Trainees in der Regel nur für zwei Jahre Trainees sind, ist die Gehaltsentwicklung überschaubar. Wer niedrig eingestiegen ist, verdient auch im zweiten Jahr nicht viel mehr und wer im ersten Jahr gut verdient hat, wird dies auch bis zum Ende des Traineeships auf einem ähnlichen Level tun. Die eigentliche Gehaltsentwicklung startet erst dann, wenn das Traineeship beendet ist und die Arbeit im Beruf beginnt. Dementsprechend gleicht das Einstiegsgehalt eines Trainees auch nahezu dessen allgemeinem Durchschnittsgehalt.

Konzern oder kleine Firma?

Entscheidenden Einfluss auf das Trainee-Gehalt hat die Größe der Firma in welcher das Ausbildungsprogramm durchlaufen wird:

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.221 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.092 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.418 Euro brutto

Diese starken Abweichungen hängen unter anderem ebenfalls mit den oben geschilderten unterschiedlichen Trainee-Programmen in den verschiedenen Branchen zusammen.

Trainee-Löhne auf der Deutschlandkarte

Auch für Trainees gilt, was grundsätzlich für viele Berufe gilt: Das Einkommen ist zu einem Teil auch davon abhängig, in welcher Region Deutschlands der eigene Arbeitgeber ansässig ist. So können sich Trainees in Baden-Württemberg, Niedersachsen (3.563 €) oder Hessen durchschnittlich über deutlich mehr Gehalt freuen, als zum Beispiel in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt (2.349 €) oder Brandenburg. Die regional unterschiedlich hohen Lebenshaltungskosten können diese Unterschiede zumindest zum Teil erklären.

Sie möchten es noch genauer wissen?
Bei allen genannten Angaben zum Gehalt als Trainee handelt es sich um Durchschnittswerte. Für genauere Informationen empfehlen wir unseren kostenlosen Gehaltscheck oder eine individuelle Gehaltsanalyse (zum Gehaltsvergleich).

2. Ausbildung / Weiterbildung

Um als Trainee in die berufliche Karriere zu starten müssen Interessenten ein Hochschulstudium absolviert haben. Trainee ist kein speziell erlernbarer und arbeitsrechtlich geschützter Beruf. Das Wort Trainee hat seinen Ursprung im Angelsächsischen. Es bedeutet in einfacher Übersetzung „Auszubildender“ oder „Praktikant“.

Zahlreiche Unternehmen aller Branchen und Geschäftsfelder bilden Trainees mit einem abgeschlossenen Hochschulstudium vorzugsweise zu künftigen Führungsnachwuchskräften aus. Je nach persönlicher Präferenz lernen Trainees die Betriebsabläufe verschiedener Fachgebiete. Als vorausgehende Studiengänge bieten sich beispielsweise an:

  • Betriebswirtschaftslehre,
  • Ökonomie/Wirtschaftswissenschaft,
  • Informatik und Softwaresysteme,
  • Sozial- und Naturwissenschaften,
  • Maschinen- und Anlagenbau.

Mit einem Abschluss als Bachelor nach einer Studienzeit von sechs bis acht Semestern bewerben sich die Studenten /-innen als Trainee. Während der ersten Einführungsphase im Unternehmen lernen sie in kurzer Zeit grundlegende Firmenbereiche und Mitarbeiter kennen und werden integriert. Häufig führen Betriebe mehrere Trainees eines Jahrganges zusammen. Dies setzt einerseits gruppendynamische Konsequenzen in Bewegung und fördert eine vorgesehene zukünftige Zusammenarbeit von etwa gleichaltrigen Führungskräften.

Nach dem erfolgreichen Durchlauf eines Traineeprogrammes bieten sich unterschiedliche Seminare zur Weiterbildung an. Dabei kann der Trainee sich auf das Fachgebiet in einer bestimmten Abteilung oder auf einer Planstelle spezialisieren. Meist steht die erste Übernahme von Führungsverantwortung an nächster Stelle. Weitere berufliche Entwicklungen können bis zu einer Position als Geschäftsführer /-in führen. Kosten für Fortbildungsmaßnahmen trägt in der Regel der Betrieb.

Mögliche Weiterbildungsinhalte für Trainees sind:

  • Projektmanagement,
  • Finanzverwaltung,
  • Mitarbeiterführung und Teamarbeit,
  • Methodik Unternehmensführung,
  • Ganzheitliches Management,
  • Strategie und Marketing.

Für flexible Trainees öffnet die Ausbildung während eines Traineeprogrammes, in dem sie größtenteils mehrere wichtige Abteilungen eines Unternehmens praktisch erleben, Karrierechancen, die sie anfänglich nicht in Betracht gezogen haben. „Seitschritte“ innerhalb des Ausbildungsganges sind für Hochschulabsolventen im Einsatz als Trainee teils von entscheidender Bedeutung. Darauf bauen dann interne oder externe Seminare auf, die in einem vernünftigen Kontext dem Berufsbild stehen.

3. Studium

Als Trainee haben Jobeinsteiger vier Möglichkeiten, um in Unternehmen tätig zu werden. Die erste Möglichkeit ist das so genannte klassische Traineeprogramm. Innerhalb von einigen Monaten werden die Interessenten in diversen Abteilungen oder Projekten des Betriebes eingesetzt. Sie definieren in dieser Zeit, wo sich für sie die besten Karriereoptionen ergeben.

Eine weitere Möglichkeit ist die Mitwirkung in einem Fachtraineeprogramm. Hochschulabsolventen gehen hier einen von Beginn an definierten Weg bis zum Ziel. Die Abteilungen, in denen studiert wird, stehen von Anfang an fest. Die Ausbildung ist spezifiziert auf den ausgewählten Bereich. Seminare und weitere Bildungsmaßnahmen sind jeweils eng mit dem Geschäftsfeld verbunden.

Die dritte Option ist eine direkte Ausbildung des/der Hochschulabsolventen /-in zur Führungskraft in einer bestimmten Position. Hierfür liegen die Auswahlkriterien von Unternehmen sehr hoch.

Eine Alternative ist das Traineestudium. Dieses wird in der Regel als duales Studium angeboten. Arbeitgeber bieten den Studenten /-innen während der Studienzeit eine finanzielle Unterstützung in Form des Traineegehaltes. Dafür sind die Studenten während der Praxiszeit in der Firma tätig. Überwiegend binden die Unternehmen Trainees vertraglich, für eine bestimmte Zeit im Anschluss an das Traineestudium im Betrieb zu verbleiben. Interessent /-innen für ein Traineestudium müssen nicht zwingend bereits einen Studienabschluss vorweisen. Daher ist dieses Studium attraktiv für Schüler. Sie sollten definierte Karriereabsichten haben und eine langfristige Bindung an einen Arbeitgeber nicht scheuen.

Ein Traineestudium offeriert Perspektiven:

  • Lernen in kleiner Gruppe statt im großen Hörsaal,
  • Mehrmonatige Stationen in verschiedenen Abteilungen,
  • Einsätze in diversen Filialen inklusive Auslandseinsatz,
  • Vermittlung von Geschäftswissen bei der praktischen Bearbeitung anspruchsvoller Aufgaben
  • Training und Verbesserung der eigenen methodischen und sozialen Kompetenzen
  • Fachliche Unterstützung durch einen Mentor.

Viele Betriebe praktizieren zur Auswahl der für sie geeigneten Studenten /-innen ein Assessment Center. Dieses ein- oder mehrtätige Auswahlverfahren ermittelt die passenden Trainees. Bewerber werden innerhalb dieses Verfahrens mit ausgewählten Problemen konfrontiert und im Umgang mit diesen evaluiert. Der Aufwand unterstreicht die Bedeutsamkeit für Unternehmen, die richtigen künftigen Führungsnachwuchskräfte zu finden.

4. Tätigkeit

Als Hochschulabsolvent /-in wird ein Trainee in einem Betrieb so ausgebildet, dass er/sie als Nachwuchskraft, in der Regel mit Führungsverantwortung, vielseitig einzusetzen ist. Trainees sind in allen Wirtschaftszweigen tätig. Sie finden Arbeit bei

  • Banken und Versicherungen,
  • IT- und Softwareherstellern,
  • Lebensmittelproduzenten,
  • Auto- und Maschinenbauern,
  • Chemie- oder Pharmaunternehmen,
  • Logistik- und Supply Chain Anbietern.

So flexibel wie die Branche des Unternehmens in Industrie oder Handel, bei dem ein Trainee tätig ist, so unterschiedlich sind auch die möglichen Positionen, die er/sie innehaben kann. Trainees arbeiten vorrangig in Büros, unter anderem im Bereich

  • Marketing,
  • Vertrieb,
  • Finanzmanagement, Buchhaltung/Rechnungswesen und Controlling,
  • Beschaffung/Einkauf,
  • Personalmanagement,
  • Supply Chain Management,
  • Produktentwicklung.

Trainees verfügen über tadellose Soft Skills. Fremdsprachenkenntnisse helfen bei internationalen Projekten. Trainees bedienen moderne Maschinen zur Bürokommunikation und besitzen gute Computerkenntnisse.