*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Werkstattleitung (Handwerk)

Datenbasis: 135 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.208 € 3.051 € 4.352 €
Baden-Württemberg 2.431 € 3.071 € 6.004 € Jobs Werkstattleitung (Handwerk)
Bayern 2.436 € 3.171 € 5.385 € Jobs Werkstattleitung (Handwerk)
Berlin 1.837 € 2.539 € 3.622 € Jobs Werkstattleitung (Handwerk)
Brandenburg 1.764 € 2.438 € 3.478 € Jobs Werkstattleitung (Handwerk)
Bremen 2.120 € 2.929 € 4.178 € Jobs Werkstattleitung (Handwerk)
Hamburg 2.342 € 3.236 € 4.616 € Jobs Werkstattleitung (Handwerk)
Hessen 1.990 € 3.047 € 4.314 € Jobs Werkstattleitung (Handwerk)
Mecklenburg-Vorpommern 1.623 € 2.243 € 3.199 € Jobs Werkstattleitung (Handwerk)
Niedersachsen 1.875 € 2.683 € 4.123 € Jobs Werkstattleitung (Handwerk)
Nordrhein-Westfalen 2.387 € 3.336 € 4.359 € Jobs Werkstattleitung (Handwerk)
Rheinland-Pfalz 2.223 € 2.942 € 4.268 € Jobs Werkstattleitung (Handwerk)
Saarland 2.179 € 3.011 € 4.295 € Jobs Werkstattleitung (Handwerk)
Sachsen 1.699 € 2.347 € 3.348 € Jobs Werkstattleitung (Handwerk)
Sachsen-Anhalt 1.548 € 2.139 € 3.051 € Jobs Werkstattleitung (Handwerk)
Schleswig-Holstein 1.939 € 2.679 € 3.821 € Jobs Werkstattleitung (Handwerk)
Thüringen 1.725 € 2.384 € 3.401 € Jobs Werkstattleitung (Handwerk)

Werkstattleiter (Handwerk):

1. Gehalt

Als Werkstattleiter im Handwerk (Handwerk) liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.051 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 135 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.208 € beginnen, Werkstattleiter (Handwerk) in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 4.352 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.679 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.071 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Werkstattleiter im Handwerk (Handwerk) in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.877 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.921 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.848 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.049 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.161 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.119 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.942 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.418 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 5.793 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Die Voraussetzung zur Ausübung des Berufes ist eine Weiterbildung zum Industrie-Meister. Die Arbeitgeber erwarten Erfahrung in einer Leitungs-Funktion und einige Jahre Berufs-Praxis. Konstante Fortbildung ist Pflicht auf dem Weg zum Job als Werkstattleiter. Der Interessent erwirbt diese als Montage-/Bandleiter oder als Vorarbeiter. Eine duale Ausbildung in einem Handwerks-Beruf ist der erste Schritt zur Karriere als Werkstattleiter Handwerk.

Die vorherige optionale Lehre zum Glaser dauert drei Jahre und führt zu einem anerkannten Abschluss. Der Absolvent spezialisiert sich auf Fenster- und Glasfassaden-Bau oder Verglasung und Glasbau. Vertiefte Kenntnisse in Mathematik sowie besonderes Interesse an Werken/Technik sind vorteilhaft für die Lehre. Der Auszubildende erhält eine monatliche Vergütung. Kosten entstehen allenfalls für Lehrmittel, auswärtige Unterbringung oder Fahrten zur Ausbildungsstätte.

In der Berufsschule sind für die Fachrichtung Fenster und Glasfassaden-Bau folgende Themen zentral:

  • Objekte aus Glas und Glas-Erzeugnissen herstellen,
  • Werkstücke fertigen,
  • Spiegel be- und verarbeiten,
  • Fenster herstellen,
  • Bauteile instand setzen und renovieren.

Im vierten Semester legt der Auszubildende eine Zwischenprüfung ab. Inhalte des letzten Ausbildungs-Jahres sind Glasfassaden-Elemente herzustellen und einzubauen, Fenster und Türen zu montieren und demontieren, Tür-Elemente zu produzieren sowie Funktionsgläser einzupassen.

Im Betrieb übt der Lehrling das Bearbeiten von Glas, die Produktion von Elementen und die Verarbeitung von Kleb-, Dämm- und Dichtstoffen. Qualitäts-sichernde Maßnahmen gehören ebenso zum Ausbildungs-Inhalt wie das Behandeln von Oberflächen und die fachgerechte Kunden-Orientierung. Er lernt das Herstellen von Fassaden-, Türen- und Fenster-Konstruktionen. Auch das Restaurieren von Glas- und Bau-Elementen übt er vor der Gesellenprüfung.

Diese besteht aus einer praktischen Arbeit und einem schriftlichen Teil. Der Prüfling stellt ein Fenster oder eine Fenster-Tür sowie eine Tür- oder Torkonstruktion als Prüfungs-Arbeiten her. Er beantwortet schriftlich Fragen zu Wirtschafts- und Sozialkunde, Glasfassaden-Bau und Fenster- / Türenbau.

Dem Glaser-Gesellen stehen diverse Optionen der Weiterbildung offen. Mit einer Spezialisierung auf den Gebieten Restaurierung, Sanierung oder Fassadenbau erweitert er seine Fachkenntnisse. Die Prüfung als Glasermeister ist eine gute Möglichkeit, eine Führungs-Position wie die des Werkstattleiters zu erreichen.

3. Studium

Für Mitarbeiter mit Hochschulzugangs-Berechtigung ist der Bachelor in Bau-Ingenieurwesen eine interessante Alternative. Das grundständige Studienfach bietet folgende Inhalte:

  • Mathematik,
  • Hochbau-Konstruktion,
  • Massivbau,
  • Stahlbau,
  • Technische Mechanik, Tragwerks-Lehre,
  • Straßenbau-Technik.

Wahlpflicht-Module vertiefen Themen wie Beton-Technologie, CAD-Anwendung, Agrarwirtschaft und Kulturbau sowie Verkehrsplanung. Einige Hochschulen verlangen ein Vorpraktikum. Das duale Studium spricht Menschen an, die ein Nebeneinander von Unterricht und intensiven Praxis-Phasen bevorzugen.

Nach dem Bachelor absolviert der Interessent den weiterführenden Studiengang des Bau-Ingenieurwesens. Dieser führt zu einem Master-Abschluss. Häufige Spezialgebiete sind Tief- und Verkehrsbau, Bau-Erhaltung und energie-effizientes Bauen. In den vier Studien-Halbjahren vertieft der Studierende Fächer wie Bodenmechanik, Grundbau, Projekt-Management, Baustatik und Bauphysik. Praxis-Semester oder Praktika absolviert er beispielsweise in einem Energieversorgungs-Unternehmen. Die Master-Prüfung führt zum zweiten berufs-qualifizierenden Hochschul-Abschluss. Eine einmalige Wiederholung ist erlaubt.

4. Tätigkeit

Der Werkstattleiter oder die Werkstattleiterin im Bereich Handwerk findet ein Arbeitsumfeld in Reparatur- und Servicewerkstätten verschiedener handwerklicher Branchen, etwa bei Zimmereien oder Elektrikern. Angehörige dieser Berufsgruppe übernehmen leitende Aufgaben. Sie nehmen Aufträge entgegen und leiten diese weiter. Sie schreiben Dienstpläne, stellen Materialien bereit und weisen ihre Mitarbeiter in. Ebenso überwachen sie die Arbeit der Fachkräfte und kontrollieren die Qualität der Erzeugnisse. Bei besonderen Problemen werden sie selbst praktisch tätig. Das Gehalt kann abhängig vom Arbeitgeber variieren. Der Verdienst bzw. das Einkommen hängt nicht zuletzt von dem Arbeitsumfang innerhalb eines Unternehmens ab.