*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.
*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Tierheimleitung

Datenbasis: 1.091 Datensätze
Region Q1 Ø Q3 Offene Jobs
Deutschland: 2.428 € 3.447 € 4.859 €
Baden-Württemberg 2.810 € 3.624 € 5.377 € Jobs Tierheimleitung
Bayern 2.819 € 3.823 € 5.584 € Jobs Tierheimleitung
Berlin 2.398 € 3.078 € 4.672 € Jobs Tierheimleitung
Brandenburg 2.207 € 3.096 € 3.973 € Jobs Tierheimleitung
Bremen 2.333 € 3.312 € 4.669 € Jobs Tierheimleitung
Hamburg 2.281 € 3.640 € 4.987 € Jobs Tierheimleitung
Hessen 2.660 € 3.617 € 4.644 € Jobs Tierheimleitung
Mecklenburg-Vorpommern 2.466 € 2.740 € 3.529 € Jobs Tierheimleitung
Niedersachsen 2.666 € 3.434 € 4.850 € Jobs Tierheimleitung
Nordrhein-Westfalen 2.752 € 3.851 € 4.920 € Jobs Tierheimleitung
Rheinland-Pfalz 3.119 € 4.061 € 5.317 € Jobs Tierheimleitung
Saarland 3.285 € 3.590 € 3.950 € Jobs Tierheimleitung
Sachsen 1.775 € 3.060 € 4.085 € Jobs Tierheimleitung
Sachsen-Anhalt 1.829 € 2.598 € 3.662 € Jobs Tierheimleitung
Schleswig-Holstein 2.563 € 3.530 € 5.148 € Jobs Tierheimleitung
Thüringen 2.082 € 3.316 € 4.427 € Jobs Tierheimleitung

Tierheimleitung:

1. Gehalt

Als Tierheimleiter liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.447 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 1.091 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.428 € beginnen, Tierheimleiter in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 4.859 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.530 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.624 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Tierheimleiter in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.744 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.006 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.219 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.338 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.427 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.543 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.247 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.542 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.123 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Wie die Berufsbezeichnung korrekterweise vermuten lässt, leiten Tierheimleiter Tierheime. Sie verantworten die Aufnahme, Versorgung und Weitervermittlung von Heimtieren und erfüllen organisatorische Leitungsaufgaben. Eine direkte Ausbildung für eine Position als Tierheimleiter /-in gibt es nicht. Obligatorisch ist in der Regel eine entsprechende berufliche Qualifikation in einem tierpflegenden Beruf.

Junge Menschen mit dem Berufswunsche Tierheimleiter /-in absolvieren zunächst eine klassische Ausbildung zum/zur Tierpfleger /-in Fachrichtung Tierpension und Tierheim. Eine besondere Vorbildung ist für die Bewerbung um einen Ausbildungsplatz rechtlich nicht vorgegeben. Ausbildungsbetriebe wie Tierheime oder Tierpensionen stellen in der Regel Interessenten ein, die einen mittleren Schulabschluss vorweisen können. Von Vorteil sind gute Abschlussnoten in den Fächern Biologie und Mathematik. Die Lehrzeit für Tierpfleger dauert drei Jahre. In dieser Zeit wirken die Auszubildenden aktiv im Betrieb mit und besuchen in regelmäßigen Abständen Berufsschulunterricht. Die Ausbildungsinhalte umfassen:

  • die verschiedenen Tier- und Artenschutzbestimmungen und ihre Anwendung,
  • die Pflege, Haltung und Versorgung von Futtertieren,
  • die Versorgung von trächtigen und neugeborenen Tieren,
  • den Aufbau zoologischer Systematiken,
  • das Verhalten von Tieren,
  • die anatomische Struktur von Tieren,
  • die Feststellung von Krankheitsanzeichen bis hin zur Ergreifung von heilenden Maßnahmen,
  • die Einordnung von Tieren, besonders Hunden und Katzen, nach Rasse, Ursprung, Charakter, Verhalten,
  • die artgerechte Unterbringung und Pflege von einheimischen und nicht einheimischen Vögeln, Säugetieren und Reptilien,
  • die Förderung der Sozialisierung zwischen Hund und Mensch und zwischen mehreren Hunden,
  • die Information von Kunden über die im Heim lebenden Tiere hinsichtlich Herkunft, Verhalten, Haltungsbedingungen, Lebensweise,
  • die Registrierung von kundenspezifischen und tierspezifischen Daten,
  • die Verwaltung und Organisation von Daten und ihre Aufbereitung.

Für Tierheimleiter gibt es zahlreiche berufliche Weiterbildungen, die zur Erweiterung und Aktualisierung des Fachwissens dienen beziehungsweise das berufliche Fortkommen sicherstellen. Tierheimleiter besuchen Seminare und Lehrgänge zu den Themen

3. Studium

Wer über eine Hochschulzugangsberechtigung verfügt, kann für die berufliche Karriere als Tierheimleiter /-in ein Studium abschließen. Empfehlenswert ist ein Studium der Tiermedizin, die oftmals als Veterinärmedizin betitelt wird. In der Studienrichtung Tiermedizin geht es vorrangig um die Erforschung und Behandlung von Verletzungen und Krankheiten bei Tieren. Vergleichbar mit der Rubrik Humanmedizin ist, dass ebenso die Veterinärmedizin in mehrere Teilbereiche untergliedert ist. Im Bereich der Chirurgie steht die Durchführung von Operationen im Mittelpunkt. Das Fachgebiet innere Medizin befasst sich mit der Erkrankung von inneren Organen wie der Lunge oder dem Herzen. Eine wichtige Rolle hat die Tiermedizin im Hinblick auf die Landwirtschaft. Bestimmte Tierkrankheiten können sich zu Seuchen entwickeln, was einen immensen wirtschaftlichen Schaden bewirken kann. Die Tiermedizin ist in der Lage, solche Krankheiten frühzeitig zu begreifen und zu behandeln. Die Fachrichtung Tiermedizin ist auch für den Tierschutz von großer Relevanz.

Das Studium der Tiermedizin vermittelt wissenschaftliche und praktische Grundfertigkeiten, die Studenten für die Ausübung eines Berufes als Tierarzt /-ärztin benötigen. Die Ausbildung ist äußerst praxisorientiert und ermöglicht den Studenten, Handlungskompetenzen und Problemlösungskapazitäten zu entfalten. Der anspruchsvolle Lerninhalt erfordert von den Teilnehmern eine hohe Lernbereitschaft. Der Studienabschluss erfolgt nach rund elf Semestern in Vollzeit. Die Schwerpunkte des Studienangebotes dieser Fachrichtung unterscheiden sich in Abhängigkeit der Universität teilweise sehr stark. Studenten erkundigen sich vor Ort bei der Hochschule ihrer Wahl, wo der Kern der Tiermedizin angesiedelt ist.

In den ersten Studiensemestern haben die Studierenden Unterricht in naturwissenschaftlichen Fächern wie

  • Biologie,
  • Chemie,
  • Medizin.

Im späteren Studienverlauf können sich die Teilnehmer auf einen bestimmten Bereich spezialisieren. Je nach Ausbildungsinstitut kommen

  • Pferdemedizin,
  • Schweinemedizin,
  • Kleintiermedizin,
  • Geflügelmedizin

in Frage. Die Studenten üben Blutabnahmen und Injektionstechniken. Sie büffeln Grundlagen der Disziplinen Diagnostik und praktizieren Ultraschalluntersuchungen. Studenten der Tiermedizin wenden unterschiedliche Therapiemethoden an und werten sie aus. Zahlreiche Hochschulen bieten eigene Einrichtungen wie spezielle Labors, in denen die Studierenden das theoretische Wissen an Tieren praktisch anwenden können.

4. Tätigkeit

Ein /-e Tierheimleiter /-in erfüllt organisatorische und verwaltende Aufgaben, die zur Leitung eines Tierheimes notwendig sind. Im Büro schreibt er/sie Arbeitspläne und Rechnungen, der gesamte Schriftverkehr läuft über seinen/ihren Schreibtisch. Er/sie kalkuliert Kosten für Futtermittel, Medikamente und Instandhaltungsarbeiten an den Gehegen. Tierheimleiter dokumentieren Zahlungsein- und -ausgänge und alle Arten von Wartungs- und Reparaturarbeiten. Sie übernehmen die Arbeitseinsatzplanung von Mitarbeitern und Tierpflegern, die sich häufig ehrenamtlich einbringen. Auch für die Außendarstellung des Heimes, oft gibt es in unmittelbarer Nachbarschaft zu Wohnhäusern Probleme mit Lärmbelästigung, ist er/sie zuständig, tritt in Kontakt mit Presse, Bevölkerung und kommunalen Behörden.

Besonders in kleineren Heimen sind die Tierheimleiter in die aktive Pflege und Versorgung der aufgenommenen Tiere eingebunden. Von enormer Wichtigkeit sind die Beratung von Interessenten und die Vermittlung von Tieren an geeignete Halter. Gegebenenfalls führen Tierheimleiter Hausbesuche durch, um zu kontrollieren, ob die Bedürfnisse und Ansprüche einer Tierhaltung genügen. Ausgesetzte und abgegebene Tiere sind vielfach verstört oder traumatisiert. Sie bedürfen besonderer Zuwendung und Aufmerksamkeit. Kranke und krankheitsverdächtige Tiere müssen Tierheimleiter absondern und tierärztlich untersuchen lassen. Im Falle von ansteckenden Krankheiten informieren Tierheimleiter die Behörden.

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